| 12.Tage ohne Alkohol • 100 Tage |
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10682 Alter: 49
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Verfasst am: 21.09.2011, 22:23 Titel: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? |
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Hallo Ape
willkommen bei uns hier im Forum,
| Zitat: | | Das ich ein Alkoholproblem habe, ist völlig klar. In welchem Stadium ich mich befinde, weiß ich nicht genau. | Wie nun ? Nur eine Problem oder Alkoholiker? Welches Stadium ist ja egal ,wenn du Alkoholiker bist ,gibt es nur eines zum Überleben . Trocken werden! Wenn da ein Zwang dahinter steht, weil andere es wollen, dann sehe ich aus eigener Erfahrung , schwarz.
was wäre denn wenn keiner was dagegen hätte das du saufst? Würdest du dann auch aufhören?
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? geschrieben
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Martin Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2007 Beiträge: 10047 Alter: 47 Wohnort: Frankfurt a. M.
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Verfasst am: 21.09.2011, 22:55 Titel: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? |
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Hallo Ape,
| Zitat: | | Ich habe auch oft das Gefühl, dass ich den Alk regelrecht vermisse. Ich hoffe wirklich, dass es bald in meinem Kopf bekomme das ich ein Leben ohne Alkohol führen muss. Ansonsten verliere ich alles, |
versuche mal das "muss" mit möchte/will zu ersetzten, dann fällt es dir evtl. leichter.
LG Martin |
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| Martin hat zum Thema: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? geschrieben
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Paulina neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 27.01.2011 Beiträge: 260 Alter: 51 Wohnort: Austria
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Verfasst am: 22.09.2011, 07:49 Titel: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? |
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Ich interpretiere das so, dass ich natürlich meiner selbst Willen trocken sein möchte , aber nicht zuletzt auch deshalb um drei F's zu erhalten oder zurückzubekommen, weil die ja meine Lebensqualität steigern.
Familie, Firma und Führerschein haben will man ja nicht anderen Menschen zuliebe, sondern weil es einem seler damit gut geht.
LG paula |
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| Paulina hat zum Thema: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 22.09.2011, 10:16 Titel: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? |
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Hallo,
es gibt immer Gründe, warum ich was erreichen will.
So ist das Leben.
Sich Ziele zu setzen, ist auch sehr gut, aber meine Nüchternheit mache ich nicht solchen Dingen abhängig.
Alles kann schief gehen, aber das darf kein Risiko für meine Nüchternheut sein.
Habe ich dann keine Erwartungshaltung, dass ich etwas unbedingt erreichen will, kann ich damit auch besser umgehen, wenn es eben nicht funktioniert.
Gruß
Karsten
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| Karsten hat zum Thema: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? geschrieben
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ape neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.09.2011 Beiträge: 7
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Verfasst am: 22.09.2011, 11:16 Titel: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? |
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Hallo zusammen.
Vielen Dank für die Antworten und Anregungen. Sorry, dass ich jetzt erst wieder schreibe, Zeit war vorher etwas knapp. Ich versuche mal etwas allgemein auf die Fragen und Anregungen einzugehen.
Was die Stimmungsschwankungen und Unzufriedenheit betrifft, ist es beruhigend zu hören, dass das am anfang recht normal ist und irgendwann mal besser wird. Ist wirklich kein schönes Gefühl. Ich denke, dass es auch daran liegt, weil ich unter Depressionen leide ( 2006 heftige Form von Burn-Out ). Die letzten Jahre hatte ich damit kaum Probleme. Das lag aber wohl an meinem Alkoholkonsum. Kein Wunder, wenn ich ständig besoffen bin, kann ich ja auch nicht über Probleme nachdenken.
Die wichtigste Frage ist aber wohl, für wen ich trocken werden will. Für mich oder für meine Freundin/Tochter?
Ich denke, da hängt vieles zusammen. Druck von außen ist ja meißt der Auslöser, das man erstmal zum nachdenken kommt. Wenn wirklich keiner etwas sagen würde und alle das normal finden, wenn man jeden Tag besoffen ist, kommt die Erkenntnis wohl erst, wenn man völlig am Boden ist oder gesundheitlich am Ende.
Drei F ist ein guter Ansatz. Familie habe ich ja schon etwas beschrieben. Von meiner Freundin bekomme ich natürlich Druck, aber auch ne Menge Unterstützung. Ist eh ein Wunder, dass sie mich noch nicht zum Teufel gejagt hat. Habe sie ja in den letzten Jahren genug angelogen und vor allem enttäuscht. Deshalb bin ich sehr froh, dass sie noch zu mir steht. Natürlich möchte ich sie und meine Tochter nicht verlieren. Ich möchte auch nicht, dass meine Tochter irgendwann sagen muss, mein Vater ist ein Säufer.
Das ist natürlich ein gewisser Druck, aber auch eine große Motivation!
Führerschein habe ich noch. Habe ihn mit 19 ( bin jetzt 39 ) einmal für 4 Wochen verloren, seitdem nie wieder unter Alkohol gefahren.
Firma ist eigentlich auch ein Thema. Da ich selbständig war ( bis November eine Kneipe-vor 4 Jahren 2 Kneipen ), hatte ich zwar keinen Chef der Druck ausübt, aber meine Firma habe ich zum größten Teil auch versoffen. Wenn ich bald mal wieder arbeiten möchte, wird das als Säufer wohl kaum möglich sein. Das ist also auch ein gewisser Druck.
@Silberkralle: natürlich habe ich mich über ALLE Beiträge gefreut. Das Du auch etwas geschrieben hast, hat mich aber besonders gefreut. Ich habe deinen Thread eher durch Zufall gelesen. Bin dann hängen geblieben und habe stundenlang deine Beiträge gelesen. Bin ein kleiner Fan von dir geworden. Ich mag deine Art, da Du sehr locker schreibst, aber trotzdem sachlich, überlegt und eindringlich.
Der Druck hat mich sicher zum Nachdenken gebracht. Ohne wäre ich vielleicht noch etwas labil. Warum ich die Frage gestellt habe, in welchem Stadium ich mich befinde, weiss ich selber gar nicht genau.
Wahrscheinlich ist es die unbewusste Hoffnung, doch nochmal den Alk kontrollieren zu können. Aber der Zug ist wohl abgefahren.
Trotz des sogenannten Drucks von außen, möchte ich auch für mich aufhören. Es ist mittlerweile nicht mehr so toll, dass mir jeden Tag schlecht ist vom saufen und ich nichts mehr organisiert bekomme. Hinzu kommt, dass ich ein mittleres Vermögen versoffen habe.
Ich möchte auch endlich wieder AM LEBEN TEILNEHMEN und das nicht alles an mir vorbei läuft.
Ich möchte auch wieder von anderen wahr genommen und vor allem RESPEKTIERT werden. Ist nicht schön, wenn man mitbekommt, dass andere Menschen mit meiner Person sofort den Alkohol verbinden.
Es hilft mir wirklich sehr hier zu schreiben und vor allem ein Feedback zu bekommen. Auch das man hier nicht nur als Säufer, sondern in erster Linie als Mensch behandelt wird. Vielen Dank dafür.
Werde in Kürze mal auf mein bisheriges Leben eingehen ( was vor den letzten 3 Jahren war ).
Lieben Gruss
Ape |
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| ape hat zum Thema: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? geschrieben
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ape neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.09.2011 Beiträge: 7
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Verfasst am: 26.09.2011, 19:25 Titel: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? |
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Hallo zusammen.
Ich wollte mal beginnen, über mein bisheriges Leben vor den letzten 3 Jahren zu schreiben.
Das Thema Alkohol war eigentlich immer sehr präsent in meinem Leben. In meiner Kindheit war der Alkohol gabz normal, da meine Eltern täglich getrunken haben. Sie sind zwar nicht jeden Tag besoffen gewesen, haben aber immer ihre "Bierchen" getrunken. Mein Vater war allerdings sehr oft wirklich volltrunken und kam taumelnd aus der Kneipe. Das hatte dann fast immer auch gleich Stress mit meiner Mutter zur Folge.
Wir Kinder haben mindestens 1-2 mal in der Woche mitbekommen, wie meine Eltern sicht teilweise heftig gefetzt haben. Da waren schon sehr unschöne Dinge dabei.
Ich selber habe mit 15 Jahren meine ersten Erfahrungen mit Alk gemacht. Ich habe sehr schnell Gefallen daran gefunden, mit Kumpels zu saufen und besoffen zu sein. Ich fand das echt cool.
Von da an habe ich jedes Wochenende mit meinen Kumpels gesoffen. Mit ca 18 Jahren haben wir dann auch immer öfter auch mal in der Woche ein paar Bier getrunken. Wochende weiter immer besoffen.
Von nun an gehörte zu eigentlich jedem Anlass auch ein paar Bier.
Da ich mich bereits mit 21 Jahren selbständig gemacht habe, wusste ich bereits sehr früh, was Stress und Hektik bedeutet. Für mich war das allerdings ganz normal. Ich habe aber leider auch früh gemerkt, dass man Stress sehr gut mit Bier abbauen kann. Also fing ich an, nun mindestens 5-6 Tage Bier zu trinken. Davon war ich ca. 3-4 mal besoffen.
Mit 26 Jahren übernahm ich dann die Gaststätte meiner Mutter. Von da an war ich jeden Tag an der Quelle und natürlich von Leuten umgeben, die gerne und reichlich Alkohol trinken ( was macht man auch sonst in einer Kneipe ).
Der Alk gehörte nun täglich zu meinem Leben....
In Kürze schreibe ich weiter.
Lieben Gruss
ape |
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| ape hat zum Thema: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? geschrieben
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ape neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.09.2011 Beiträge: 7
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Verfasst am: 06.10.2011, 18:41 Titel: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? |
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Hallo zusammen.
ich bin kurzfristig in den urlaub gefahren, habe von daher längere zeit nichts mehr geschrieben.
das wichtigste aber vorweg: ich bin nach wie vor trocken! immerhin schon fast 5 wochen.
mir geht es momentan ganz gut. ab und zu bin ich noch etwas unruhig. der gedanke an alkohol ist aber noch da. es ist nach wie vor so, dass ich etwas vermisse. die zeit in meiner heimat hat mir oft auch freude bereitet, obwohl ich dort fast täglich gesoffen habe. ich vermisse manchmal sogar meine "saufkumpanen". ich bin aber bisher noch nicht wieder in meine heimat gefahren, sondern hier bei meiner tochter und freundin geblieben. trotz meiner eigenartigen gedanken was das saufen betrifft, möchte ich auf gar keinen fall wieder damit anfangen.
jetzt noch ein paar weitere zeilen über meine bisherige "säuferkarriere".
mit 26 habe ich dann also die kneipe meiner mutter übernommen, da sie aus gesundheitlichen gründen nicht mehr weiter machen konnte. ich hatte zu diesem zeitpunkt auch noch ein laden mit textilien.
als wenn das noch nicht genug stress gewesen wäre, war ich auch noch im vorstand eines sportvereines. alleine diese tätigkeit hat täglich mehrere std in anspruch genommen. leider war das auch keine sehr positive tätigkeit, da es täglich ärger im verein gab. diese tätigkeit sollte ja eigentlich mein hobby sein und somit überwiegend spass machen. das war aber leider sehr sehr selten der fall.
wie ich schon geschrieben habe, gehörte der alk eigentlich immer dazu. da ich nun viel in der kneipe arbeiten musste und gerne mitgetrunken habe, wurde der konsum nicht nur häufiger, sondern auch von der menge her mehr.
durch den ganzen stress habe ich immer häufiger den alk genutzt um zu entspannen. ich konnte halt gut runter fahren, wenn ich ein paar bier drin hatte. ich habe mich auch oft nach feierabend gerne nochmal in andere kneipen begeben um ein wenig "zur ruhe zu kommen".
ich habe keine gelegenheit ausgelassen, um richtig heftig zu feiern, bzw zu saufen. da ich in allen möglichen vereinen und clubs war, gab es natürlich reichlich anlässe. ich war bei jeder versammlung dabei und bin auf alle möglichen touren mitgefahren wir mannschaftsfahren ( 2-3 mal im jahr ), kegeltouren, vorstandsfahrten und alle möglichen ausflüge. selbst wenn ich mal urlaub gemacht habe, bin ich grundsätzlich mit mehreren freunden und kumpels gefahren. das war ebenfalls grundsätzlich ein besäufnis von 1-2 wochen. danach war ich natürlich noch mehr kaputt als vorher.
ich habe also zu keinem zeitpunkt so etwas wie ruhe oder erholung gehabt. ich wollte das auch gar nicht und habe immer gesagt, dass ich den stress brauche. ich fühlte mich da auch noch ganz gut und habe geglaubt, dass ich immer so weiter machen kann.
mir war zwar immer schlecht nach dem saufen, aber nach ein paar "konterbier" ging das dann wieder. ich habe immer alles erledigt, aber viele wichtige sachen vor mir her geschoben. der ganze schriftkram hat mir eh keinen spass gemacht und deshalb habe ich diese sachen gerne an die seite gepackt. irgendwann war das dann aber soviel, dass ich nicht mehr wusste, wo ich anfangen soll.
jetzt muss ich mich erstmal um das essen kümmern. schreibe in kürze weiter.
lieben gruss ape |
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| ape hat zum Thema: Re: Wo stehe ich eigentlich ??? geschrieben
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