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Bin ich zu naiv? Wie muss ich mich verhalten?   •    Neu hier und ziemlich am Ende  
Autor Nachricht
Sarah
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 30.05.2006, 09:36    Titel: ER SÄUFT DIE FAMILIE KAPUTT Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ich (19) weiß mir langsam nicht mehr zu helfen...

Mein Vater ist seit gut 25 Jahren Alkoholiker, hatte 1989 einen 6wöchigen Entzug gemacht und war seit dem 16 (!!!!!!!!) Jahre komplett trocken, er hat nicht mal Hustensaft genommen, oder MOn Chèri, weil er Angst hatte wieder abhängig werden zu können...

Letztes Jahr im Sommer hat meine Mutter sich nach 5 Jahren hin und her von ihm getrennt, was ihm wohl den Grund gegeben hat, wieder mit dem trinken anzufangen. Ich war zu dem Zeitpunkt selber in einer Klinik, weil mich das ganze Chaos der letzten Jahre körperlich total kaputt gemacht hat (Magersucht) und habe den enormen Rückfall so Gott sei Dank nicht selbst mit erlebt.

Seit dem Zeitpunkt hat er wohl öfter wieder was getrunken, abends vor schlafen gehen eine Flasche Wein, damit er nicht mehr grübelnd einschlafen musste. Das führte dann soweit, dass er zum Jahreswechsel in eine Klinik gegangen ist, aber um seinen Depressionen Einhalt zu gebieten und nicht um seine Alkoholsucht zu bekämpfen.

Er war dort dann drei Monate und kam wieder nach hause, verkraftete aber das alleine sein im großen Haus nicht und versuchte dann Ende März sich das Leben zu nehmen, in dem er Tabletten mit 3 Flaschen Wodka runtergespült hat. Meine Mutter wurde dann von den Nachbarn angerufen, weil sie meinen Vater schon seit 3 Tagen nicht mehr gesehen hatte und sich die Post auf dem Briefkasten stapelte... Ich selbst wohne seit eineinhalb Jahren nicht mehr in dem Haus, meine 3 Geschwister lebten zu dem Zeitpunkt bei meiner Mutter.
Mein Vater kam dann wieder in die Klinik und hat dort eine drei wöchige Entgiftung gemacht.
Danach war er wieder zu hause, hat eine ambulante Therapie angefangen, zu der er auch immer zwei mal die Woche hingegangen ist, alles schien gut zu werden.
Dann Ende letzter Woche das böse erwachen, mein Bruder (14) der mittlerweile wieder zu meinem Vater gezogen war, fand in dessen Badezimmer wieder Weinflaschen und hat auch eine Fahne gerochen. Darauf hin habe ich mit dem Paritätischen Dienst telefoniert, die mir rieten ihn konkret darauf anzusprechen.
Das habe ich dann auch am Sonntag zusammen mit meinem Freund gemacht, er hat es auch nicht geleugnet, ich war erstmal beruhigt.

Dann gestern abend wieder das böse erwachen, er lag besoffen auf dem Sofa, daraufhin haben wir meinen "kleinen" Bruder eingepackt und mit zu uns genommen und meinen Vater sich selbst überlassen.


Nun habe ich furchtbare Angst, dass mein Vater wieder so massiv abstürzt und sich was antut...



WAS SOLL ICH TUN?
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Sarah hat zum Thema: ER SÄUFT DIE FAMILIE KAPUTT geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 30.05.2006, 10:43    Titel: Re: ER SÄUFT DIE FAMILIE KAPUTT Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sarah und Willkommen.

wenn man sehr lange trocken gewesen ist, fällt ein Neuanfang besonders schwer. Man findet keine Motivation, den Weg wieder von vorne zu beginnen.

Wenn ihr den PD informiert habt, sollte dort auch die Wahrheit geagt werden, worauf die dann das Nötige veranlassen, vor allem wenn Suizidgefahr besteht.

Das sind zwar alles Zwangsmaßnahmen, wodurch keiner dauerhaft trocken wird, aber vielleicht kommt er zur Einsicht, wenn er etwas Abstand gefunden hat?

Ansonsten könnte ihr euch nur um euch selbst und Deinen Bruder kümmern.
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Karsten hat zum Thema: Re: ER SÄUFT DIE FAMILIE KAPUTT geschrieben

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