| 5.Tag Entgiftung • Nur der Michl |
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Jessie1983 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2010 Beiträge: 87 Alter: 28
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Verfasst am: 04.09.2011, 18:28 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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| Correns hat Folgendes geschrieben: | | Meine Familie hat mich in den ersten Wochen und Monaten meiner Trockenheit durchaus unterstützt, aber dann ist sie wieder zur Tagesordnung übergegangen. Alkoholkrank war ich aus deren Sicht nie. |
Schlimm, das Dich Deine Familie nicht weiterhin unterstützt und Dir den Alk quasi vor die Nase setzt. Da kann man nur hoffen, das Du die "Verstecke" nicht irgendwann doch zu Gesicht kriegst. Find ich arg rücksichtslos. Es sollte und dürfte nicht zuviel verlangt sein, das bei euch gar nichts getrunken wird, oder ? Dein Sohnemann kann sich doch auch in der Kneipe die Kante geben, wenn er das braucht ! |
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| Jessie1983 hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 04.09.2011, 18:58 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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hallo zusammen,
nach der trennung vor 10 jahren habe ich bei mir zu hause keinen alkohol mehr. auch wenn ich es dann hätte haben können habe ich es niemals mehr als notwendig angesehen alkohol im haus zu haben. erstens habe ich hier drei kinder und bin vorbild für sie.wer zu mir zu besuch kommt weiss das und es beschwerte sich bis heute keiner das hier kein alkohol angeboten wird. wer was trinken will bringt was mit. das sind für mich ganz normals dinge, wer zwanghaft alohol im zuhause braucht um sich wohl zu fühlen sollte sich mal hinterfragen ob er nicht selbst ein problem OHNE alkohol hat.
für mich hat es mit sehr viel respektlosigkeit zu tun einem trockenen alkoholiker, von dem ich das weiß das er es ist, alkohol vor die nase zu setzen. wer keinen alkohol zum leben braucht der kann sehr gut auch ohne alkohol im haus leben.
gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 04.09.2011, 20:26 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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Hallo,
für Co-Abhängige oder Erwachsene Kinder ist diese Haltung, daß Gäste ihren Alkohol mitbringen dürfen vielleicht gastfreundlich oder nett. Sie sind ja keine Alkoholiker und in dieser Hinsicht nicht rückfallgefährdet.
Für einen Alkoholiker sieht das ganz anders aus. Da kann die inkonsequente Haltung, daß Gäste "ihren" Alkohol mitbringen "dürfen", der Schritt zum Rückfall bedeuten. Denn ab der Sekunde, in der der Alkohol in der "eigentlich" alkoholfreien Wohnung ist, kann das Suchtgedächtnis anspringen und Saufdruck auslösen. Auch den anderen in der eigenen Wohnung beim Trinken zuzuschauen, ist triggernd. Vielleicht kann der alkoholkranke Gastgeber "sich zusammenreißen", aber wenn die lustige Gästeschar weg ist, fährt er zur Tanke oder trinkt die angebrochenen Flaschen leer...
LG, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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Xenica neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.09.2011 Beiträge: 15 Alter: 39 Wohnort: Ba-Wü
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Verfasst am: 04.09.2011, 20:38 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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Eine absolut alkoholfreie Wohnung war und ist das A und O zu meiner weiteren Abstinenz. Es würde mir nichts bringen, wenn mein Partner den Alkohol verstecken würde, bei Suchtdruck würde ich vielleicht suchen? ...
Gästen ist das Mitbringen von Alkohol nicht verboten. Zum Glück habe ich allerdings einen Freundeskreis, der so respektvoll ist keinen Alkohol mitzubringen und nicht in meiner Gegenwart zu trinken. Ehrlich gesagt hätte ich dann auch keine Lust mehr auf solche Freunde, die in meinem Besein trinken..., |
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| Xenica hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 04.09.2011, 20:42 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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Hallo zusammen,
mein Mann trinkt auch keinen Tropfen mehr, seit ich trocken bin. Alkfreies Zuhause ist das Mindeste, was zu einer stabilen Trockenheit dazugehört.
Würde er da nicht mitspielen, wären wir nicht mehr zusammen....... so einfach ist das!
LG
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2525 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 04.09.2011, 21:19 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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Hallo Forum,
erstmal vorweg: Ich selbst hatte während der trockenen Phase unserer Ehe überhaupt kein Problem damit, keinen Alkohol im Haus zu haben und hab selbst auch nie meinem Mann was vorgetrunken.
Trinke eigentlich sowieso nix. Insofern wars für mich auch nie ein Opfer.
Aber diese Selbstverständlichkeit, mit der nun von dem Umfeld des Alkoholikers gefordert wird, sich nun auch abstinent zu verhalten (obwohl ich selbst es so gehandhabt habe), das wirft bei mir die Frage auf: Welche anderen Anpassungen wären dann noch selbstverständlich?
Das kann nämlich auch zu ausgeprägtem Co-Verhalten führen.
Ich glaub, bei mir und meinem Mann war der Mechanismus so, dass er irgendwie alles von mir fordern konnte (Unterstützung, Hilfe, Anpassung) und ich alles gemacht hätte, weil ich immer im Hinterkopf hatte, dass er ja so labil und rückfallgefährdet ist.
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2525 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 04.09.2011, 22:02 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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Hhm, allerdings, wenn ich so drüber nachdenke: So richtig konsequent waren wir da nun auch wieder nicht - wenn Gäste da waren, die Alkohol wollten, hab ich den auch besorgt.
Ich hab da seinen inkonsequenten Kurs mitgemacht, ich fand, dass sei seine Entscheidung, wie konsequent er damit umgeht.
Ich erinnere mich schon an Diskussionen, bei denen ich versucht hab, ihn weiter in Richtung Konsequenz zu bringen (z.B. alkoholhaltiges Eis und sowas), aber da kam ich mir immer ziemlich blöd vor. Er wollte es eben nicht und fertig.
Vielleicht lässt sich die Frage so zuspitzen: Darf/soll der Partner Vorbild sein? (Und dabei vielleicht päpstlicher als der Papst)
Ich finde, der Impuls muss immer vom Alkoholiker ausgehen, der Partner/die Partnerin muss mitziehen (in diesem Punkt), aber mehr auch nicht.
Vielleicht dann auch noch mal den eigenen Standpunkt verdeutlichen. Sagen: Hört zu, für mich ist es sehr wichtig, dass ihr hier im Haus nix trinkt. Bitte respektiert das.
Oder so.
Lieg ich da falsch?
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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uwe.rothaemel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.05.2010 Beiträge: 392 Wohnort: Lauf a.d. Pegnitz
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Verfasst am: 04.09.2011, 22:21 Titel: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge |
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Hallo Doro
Es geht bei dieser Abgrenzung weder um Opferbereitschaft, Anpassung, Selbstverständnis oder gar Bevormundung. Es bleibt die Eigenverantwortung jedes Einzelnen Suchtkranken Menschen, in der Anfangszeit gewisse Risiken zu minimieren. Ich finde es auch genauso unangebracht mit Ängsten über ein Suchtgedächtnis (wo irgendwas tiggerd), zu argumentieren. Meiner Meinung nach und eben aus meiner erlebten Erfahrung heraus, steht zu Beginn der Abstinenz, das Suchtmittel noch extrem im Fokus der Wahrnehmung. Ich habe bis dato keine anderen Lösungsansätze für meine Konflikte gekannt, als den Alkohol zur Bewältigung. Das war vergleichsweise einfach - ich habe die Reaktionen gekannt (auf mich wie auf die Umgebung).
Wenn ich die Veränderung meines Partners mit begleiten und dadurch meine eigene Veränderung forcieren will, ist die Entscheidung von der alkoholfreien Wohnung ein Zeichen gegenseitigem Respekts und beidseitiger Anerkennung. Das ist keine überzogene Erwartungshaltung an eine Partnerschaft oder Freundschaft, sondern dessen Grundlage.
Was sich dann daraus entwickelt, wenn die Augenmerke auf die eigenen Verhaltensweisen gerichtet werden, die zu dem jeweiligen Dilemma geführt haben, hängt dann von den verschiedenen Lebenssituationen und Personen ab. Das kann man werten – muss man aber nicht.
Gruß Uwe |
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| uwe.rothaemel hat zum Thema: Re: alkoholfreie Wohnung zur Vorsorge geschrieben
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