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ER SÄUFT DIE FAMILIE KAPUTT   •    Alkohol und starke Aggressionen  
Autor Nachricht
urmely
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 28.05.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 19:21    Titel: Re: Neu hier und ziemlich am Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

April86 hat Folgendes geschrieben:
immer das scheißgeld! das kann einen so wütend machen!!!

du hast gesagt, deine eltern leben im gleichen haus: können sie dir nicht helfen, z.b. bei der kinderbetreuung? wie stehen sie zu der sache?
freunde, verwandte?



meine eltern wohnen nicht bei uns im haus. nur die eine wohnung, in der wir leben, gehört ihnen. meine eltern sind auch nicht mehr die jüngsten und helfen mir so schon, sie haben z.b. samstags die kinder, wenn ich arbeiten bin.

jetzt ist männe grade beim AA-treffen....

tja, irgendwie warte ich wohl immer noch, dass er aufwacht Traurig

lg
urmely
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urmely hat zum Thema: Re: Neu hier und ziemlich am Ende geschrieben
frau
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 17.04.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 21:19    Titel: Re: Neu hier und ziemlich am Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo urmely!

ich habe lange überlegt ob ich dir antworten soll und ich weiß auch nicht ob ich dir wirklich raten kann.
vieles von dem was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor.
wir haben zwei kinder im grundschul/kindergartenalter.
bei uns war es auch so das mein mann durch immerwiederkehrende arbeitslosigkeit für die kinder und den haushalt zuständig war.
ich bin selbstständig und habe dann länger gearbeitet. ein gutes gefühl hatte ich nie dabei und war ständig mit meinen gedanken bei den kindern und ob es mein mann wohl hinbekommt oder ob er wieder betrunken auf dem sofa liegt. mir wird schon wieder schlecht wenn ich nur an die zeit denke. zum schluss war es nur noch übelst.
zwischenzeitlich hatten wir einen au-pair ,angeleiert in der zeit als mein mann arbeit hatte. das war schon für mich eine erleichterung da ich ruhiger arbeiten konnte.
es hat allerdings nichts zur einsicht meines mannes beigetragen.
erst als er es klar hatte ,familie oder alkohol beides zusammen geht nicht, hat er eine therapie gemacht.
mir war klar das,wenn wir nicht sofort eine änderung der situation herbeiführen, die kinder einen beträchtlichen schaden für den rest ihres lebens haben. welche mutter will das schon?
unsere große hat sowieso mehr mitbekommen als ihr gutgetan hat und leztendlich liegt es in meiner verantwortung weil ich solange die situation mitgetragen habe.
ich habe immer gedacht das soviel auf dem spiel steht eigenes haus u.s.w.
aber das ich 99% davon sowieso alleine bewältigte ging mir erst nach und nach auf.

das ist doch bei dir auch so! eine hilfe hast du an deinem mann nicht und du kannst dich überhaupt nicht auf ihn verlassen.
eine kinderbetreung unter alkohol ist fast so wie keine betreung.

wie habt ihr das denn geregelt wenn dein mann länger im kh gelegen hat, da hattest du doch auch jemanden für die kinder?

meine persöhnliche meinung ist das du deinem mann klarmachen solltest das er wenn er seine familie behalten will er sofort in eine therapie gehen muß ( am besten gestern schon ) bis zum herbst zu warten ist nonsens.
es sollte eigentlich innerhalb von 14 tagen möglich sein. da muß der arzt sich dann hinterklemmen. am besten eine langzeittherapie.
es gibt für euch vieleicht auch die möglichkeit eine familienhelferin über die krankenkasse für die kinderbetreung zu bekommen.

wenn er das nicht will weißt du woran du bist und du kannst konsequent handeln.
dann seid ihr ohne deinen mann auf jeden fall besser dran weil du ja nun auch schon alles alleine wuppst.
es wird dir dann nur leichter fallen weil du ein stück lebensqualität zurückbekommst und es wird auf jeden fall für dich und deine kinder gesünder sein.

mein mann und ich stehen noch ziemlich am anfang und es wird wohl noch viele stolpersteine geben. ich weiß auch nicht ob ich dir richtig rate aber dein beitrag ging mir nicht aus den kopf.
ich fühle mit dir und weiß wie sch.... so eine situation ist.
mach das beste aus deinem leben.

viel kraft und liebe grüße frau
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frau hat zum Thema: Re: Neu hier und ziemlich am Ende geschrieben
urmely
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 28.05.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 21:25    Titel: Re: Neu hier und ziemlich am Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo frau,
danke für deine antwort.

ich habe deinen beitrag jetzt 2 x gelesen, aber mir ist nicht ganz klar, wie die situation letzendlich bei dir und deinem mann ausgegangen ist?!?!

hat er therapie gemacht und ihr macht gemeinsam weiter?



ich habe jetzt so viele antworten bekommen, die ich erst mal sacken lassen muss... irgendwie hatte ich mir erhofft, mutmachende antworten zu bekommen, aber vermutlich ist es einfach wirklich blauäugig weiter machen zu wollen.

aber die hoffnung stirbt zuletzt, heißt es so schön.

lg
urmely
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urmely hat zum Thema: Re: Neu hier und ziemlich am Ende geschrieben
frau
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 17.04.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 29.05.2006, 22:03    Titel: Re: Neu hier und ziemlich am Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo urmely!

tut mir leid das ich mich unverständlich ausgedrückt habe.

ja mein mann hat eine sta. therapie über 6 wochen gemacht und ist nun wieder zuhause.
er will nun noch 1 jahr amb. therapie über die suchtberatungsstelle machen. ohne geht es nicht.
es ist für uns nun auch noch manchmal schwer weil wir beide noch in alten verhaltensweisen stecken aber wir sehen immerhin licht am horizont.
in der zeit seiner abwesenheit habe ich auch alle möglichen stufen durchlaufen von depressiv bis völlig euphorisch.
es ist wirklich so, das ich daran zerbrochen währe wenn unsere situation
sich nicht verändert hätte.
es war klar das es nur hand in hand zusammen oder eben garnicht zusammen weiterging.
nun ist mein mann fest entschlossen trocken zu bleiben und wieder arbeiten zu gehen.
es hat sich doch auch schon einiges durch die therapie verbessert.

ja und ich möchte dir auch mut machen es anzupacken und zu verbessern weil es so oder so eine verbesserung sein wird. alles wird besser sein als die situation in der ihr nun seid, und je länger du nicht handelst um so schlimmer wird es. auch oder gerade für deine kinder. niemand hat das recht deinen kindern die kindheit zu nehmen.

mein mann kommt aus einer suchtfamilie (stiefvater) und meine schwiema
macht sich heute vorwürfe das sie nicht gehandelt hat. sie erduldet es seit über 40 jahren und hat schon lange resigniert.

also sieh es ruhig als mutmacher

liebe grüße frau
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frau hat zum Thema: Re: Neu hier und ziemlich am Ende geschrieben
kleine biene
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.05.2006
Beiträge: 96
Alter: 44
Wohnort: sachsen

BeitragVerfasst am: 31.05.2006, 06:43    Titel: Re: Neu hier und ziemlich am Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Urmely,

deine Geschichte hat sehr viel Ähnlichkeit mit meiner. Auch ich lernte meinen Mann 97 kennen. Auch er erkrankte an einer chronischen Darmentzündung ( Morbus Crohn ). Und er hörte nicht auf mich, schrie die Kinder an usw., geschlagen hat er mich nie. Dafür liebte er mich zu sehr. Und ich ihn auch. Ich hab es nicht fertig gebracht ihn zu verlassen. Im März ist er gestorben mit 38.
Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich die Trennung versuchen. Ist zwar keine Garantie, dass er aufgehört hätte aber bei ihm bleiben hat auch nichts gebracht. Dafür mußte ich hilflos ansehen wie er stirbt. Willst du dir das und deinen Kindern wirklich antun? Er wird nicht aufhören bis er tot ist.
Meine Meinung ist, gerade solche Darmerkrankungen fördern das schnellere Voranschreiten von organischen Schäden. Vielleicht ist es schon zu spät. Meinem Mann hätte nach Aussagen der Ärzte auch ein halbes Jahr früher keiner mehr helfen können.

Ich weiß das macht Dir nicht viel Mut. Aber überlege Dir gut was Du tust.

Ich wünsche Dir viel Kraft!
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kleine biene hat zum Thema: Re: Neu hier und ziemlich am Ende geschrieben

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