Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5776 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 08.09.2011, 21:48 Titel: Re: Alles könnte gut sein, trotzdem tut alles weh |
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Hallo Eklisee,
| Zitat: | | Ach Aurora, ick glob, jetz weß ick, wegen Berlin? |
Richtisch...
Na, dann bin ich mal gespannt, wie dir der geschlossenen Bereich gefällt.
Bis dann
Aurora |
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eklisee sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.08.2011 Beiträge: 1035 Alter: 42
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Verfasst am: 18.10.2011, 22:09 Titel: Re: Alles könnte gut sein, trotzdem tut alles weh |
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Hallochen,
nun will ich doch mal meine Geschichte hier draußen etwas vervollständigen für alle, die es interessiert. Ich schreibe schon eine ganze Weile im Geschlossenen weiter.
Nachdem ich eine ganze Zeit rumgeeiert bin und nicht ein noch aus wusste, ist dann doch einiges passiert bei mir, endlich.
Es war ja hier der letzte Stand, dass wir es nach seiner Therapie noch einmal versuchen wollten.
Nun ist es aber so geblieben, dass einfach zu viel passiert und kaputt gegangen ist in all den Jahren.
Von meiner Seite ist zwar ein gewisses Gefühl der Verbundenheit da, aber keine Liebe mehr. Ich habe gemerkt, dass es nur die Angst ist, mein geliebtes Zuhause, meinen Garten und meine Miezis verlassen zu müssen und die Angst vor der finanziellen Katastrophe, die damit zusammenhängt.
Außerdem sollte unser Kind in Ruhe die Ausbildung beenden können.
Nun war es aber am Ende so, dass es mir immer schlechter ging dabei. Wir litten alle unter dieser Situation. Mein Mann versuchte jede Menge, um unsere Ehe zu retten, meine Zuneigung wiederzugewinnen, oder vielleicht nur sein altes gewohntes Leben, in dem ich ihm den Rücken von allen Unannehmlichkeiten fernhalten sollte???
Ich weiß es nicht. Er versuchte, mir meinen gewünschten Abstand zu gewähren, konnte es aber nicht lange durchhalten. Alle paar Tage platzte es aus ihm heraus. Er überschüttete mich mit Vorwürfen und Wehklagen, auch mit einigen Drohungen. Mir ging es dabei immer schlechter. Ich konnte nicht mehr schlafen, hatte ständig Alpträume. Außerdem wusste ich nicht mehr, wie ich mich auf meine Arbeit konzentrieren sollte, weil mich das alles langsam aber sicher zerfraß.
Ich habe dann doch nochmal bei meinen Eltern nachgefragt, ob ich nicht bei ihnen unterschlüpfen darf, um erstmal zur Ruhe zu kommen. Sie haben mir Asyl gewährt.
Nun bin ich seit einer Woche hier und es geht mir immer besser. Mein Zuhause verlassen zu müssen, tat mir sehr weh. Aber ich weiß, dass ich dort mit ihm nicht mehr leben kann. Es ist zu viel kaputt gegangen. Jeder von uns muss seinen eigenen Weg finden. Es ist besser so.
Wie es nun weitergehen soll weiß ich noch nicht. Ich muss erst zur Ruhe finden und hoffe, eine Lösung zu finden. Zurück will ich auf keinen Fall. Ich bin froh diesen Schritt getan zu haben.
Ich fühle mich noch recht wackelig auf den Beinen, aber es wird jeden Tag besser.
Ich will nur allen sagen, es lohnt sich vorwärts zu gehen. Es kann nur besser werden und es findet sich scheinbar doch immer eine Lösung. Ich bin froh, dass diese Eierei endlich ein Ende hat und sehe mit etwas Angst aber auch großer Neugier und Optimismus in die ungewisse Zukunft .
Ich wünsche allen einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.
LG Eklisee  |
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