| Co-Abhängiger steht vor der Trennung • Synchrontrinken - (Un)typisch Co? |
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Jessi31 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.08.2011 Beiträge: 5 Alter: 32
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Verfasst am: 11.08.2011, 13:45 Titel: Erschöpft und traurig |
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Hallo an Alle,
ich bin neu hier im Forum in der Hoffnung auf Unterstützung und Hilfe für mich habe ich nach einem Forum gegoogelt und bin heir gelandet.
Ich bin Co-abhängig und möchte das nicht mehr sein.Ich denke oft und viel über Trennung nach doch dann bin ich wieder zu schwach und erschöpft es zu tun.Ich habe Zukunftsängste wenn ich daran denke auszuziehen!Ich möchte gerne glücklich sein und für meinen kleinen Sohn alles tun damit er glücklich und zufrieden aufwachsen kann.
Doch ich bin so antriebsarm und fühle mich so Energielos,weil ich nun fast sieben Jahre diesen erfolglosen Kampf gegen die Alkoholsucht meines Lebensgefährten führe.Immer dieses "heileWelt"Getue vor Anderen und die enttäuschten Hoffnungen,die ewigen Streitereien,die Lügen und Beschimpfungen usw.usw. das hat mich so ausgelaugt,das ich mich zu schwach fühle etwas zu ändern.
Ich weiß schon lange das ich mein Leben so nicht leben will und das mein Sohn so nicht aufwachsen soll doch warum ändere ich es nicht?Wie kann ich meine Angst überwinden und endlich loslegen?
Wie kann ich meine Kraft wiederfinden und meine Schuldgefühle "ihn" im Stich zu lassen loswerden?Könnt ihr mir da helfen?
Verzweifelte Grüße Jessi |
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| Jessi31 hat zum Thema: Erschöpft und traurig geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 11.08.2011, 14:03 Titel: Re: Erschöpft und traurig |
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hallo jessi,
wilkommen hier im forum. les dich mal in die anderen treads so rein, dort liegen wahre schätze bereit, die für dich in dieser situation in der du momentan stehst sicher nützlich sind.
der kampf gegen alkohol als co ist kräfteraubend und verlangt viel energie. darum nimm abstand dazu und distanciere dich von der krankheit deines partners. du kannst nichts dafür das er krank ist, kannst allerdings auch nichts dagegen tun, das es so ist. eine alkzeptanz ist wichtig und das erkennen: er ist krank und ICH kannnichts machen ist der erste schritt.
der zweite ist, sich anzufangen sich selbst zu sehen und wert zu schätzen. alle kraft und energie für sich und auch fürs kind einsetzen und schon wirst du merken, sobald du anfängst dich nur um dich zu kümmern dann auch wieder die kraft hast zu handeln.
lieben gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Erschöpft und traurig geschrieben
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Asketin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.01.2010 Beiträge: 41
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Verfasst am: 11.08.2011, 17:15 Titel: Re: Erschöpft und traurig |
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Liebe Jessi,
um Energie zurück zu gewinnen - bzw. sie nicht weiter zu verschleudern - ist es sehr sinnvoll, sofort sämtliche Streitereien die dann Beschimpfungen und Lügen nach sich ziehen einzustellen!
Mit einem nassen Alkoholiker über sein Trinkverhalten zu diskutieren ist vollkommen überflüssig, sinnlos und bringt gar nichts! Das hast du ja bereits erfahren.
Zum Thema „Heile Welt vorspielen“ – kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es nichts besseres gibt, als genau dies nicht zu tun.
Ich habe mir am Anfang einige handverlesene, vertrauenswürdige Menschen gesucht die ich über mein Problem informiert habe – d.h. mein Ziel war keineswegs, dass sie meinem Mann helfen sollten sondern mir. Sie sollten einfach über mich und meine Situation Bescheid wissen um mich gegebenenfalls unterstützen zu können.
Denn nur wer um Hilfe bittet bekommt sie auch!
Das war’s erstmal
Asketin |
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| Asketin hat zum Thema: Re: Erschöpft und traurig geschrieben
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Jessi31 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.08.2011 Beiträge: 5 Alter: 32
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Verfasst am: 12.08.2011, 10:10 Titel: Danke |
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Hallo Melanie,hallo Asketin
estmal Danke für eure Antworten
Das ich darüber sprechen muß um Hilfe für mich zu holen ist mir leider erst seit kurzem bewußt und umgesetzt hab ich´s auch noch nicht so wirklich.Ich habe mittlerweile einigen engen Freunden von unserer Situation erszählt,mein Hintergedanke dabei war allerdings immer das sie ihm helfen.Hab dabei weniger an mich gedacht,wenn er aufhört geht´s uns wieder gut,das war mein Gedanke.Dabei herausgekommen ist das ein Antrag zur stationären Entgiftung zwar läuft,aber eben nicht so wirklich freiwillig.Es fällt mir so schwer ihn einfach machen zu lassen,finde ich Snapsflaschen leere ich den evtl.Restinhalt aus,immer wieder spreche ich ihn an auch wennn er getrunken hat,will immer verhindern das er noch mehr trink,das ist schon fast zwanghaft,immer wieder gehe ich auf die Suche nach Flaschen obwohl das doch gar keinen Sinn macht!
Und die trockenen Tage mit den Entschuldigungen und einsichtigen Gesprächen an denen man normalen Alltag lebt,wie übersteht man die ohne wieder umzukippen und zu denken ist doch alles nicht so schlimm.
Jessi |
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| Jessi31 hat zum Thema: Danke geschrieben
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Grazia aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2007 Beiträge: 767 Alter: 46 Wohnort: By
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Verfasst am: 12.08.2011, 10:35 Titel: Re: Erschöpft und traurig |
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Hallo Jessi
Du hast Angst dass Du ihn in Stich lässt?? Ist er denn nicht ein erwachsener Mann?
Die einzigen die Du in Stich gelassen hast bist DU und Dein Sohn! Da hast Du nämlich wirklich verantwortung.
Du hast Angst? Wovor? Dass es Dir besser geht? Dass Dein Sohn gut aufwachsen kann?
Ich weiss ja selber wie schwer das ist, aber im Grunde ist es ganz einfach. Du nimmst Dein Kind und kümmerst Dich nur noch um Euch. Du wirst Dich wundern wieviel Energie Du dan sparen kannst.
Kannst Du fürs erste irgendwo unterkommen? Familie, Freunde?
Frag bei der Beratungsstelle nach, Du kannst soviel Hilfe da erfahren und bekommen, Du brauchst nur die Hand auszustrecken.
LG Grazia |
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| Grazia hat zum Thema: Re: Erschöpft und traurig geschrieben
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Jessi31 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.08.2011 Beiträge: 5 Alter: 32
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Verfasst am: 12.08.2011, 12:33 Titel: Re: Erschöpft und traurig |
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Hallo Grazia,
Ich weiß das du Recht hast,es regt mich selber auf das ich nicht endlich Verantwortung für mich übernehme.Ich weiß selber nicht warum ich so handle.
Leider kann ich nicht vorrübergehend irgendwohin.Meine Familie wohnt weiter weg und ich habe zwei Hunde und eine Katze die ich nicht hier lassen will und wo kann man schon hin mit einem Kleinkind und einem Streichelzoo im Gepäck?
Ich habe mir einen Termin in einer Beratungsstelle gemacht und dort werde ich mich nach Hilfe erkundigen.Ich benötige nämlich auch finanzielle Unterstützung da ich keine Kinderbetreuung für meinen Sohn habe.Mußte meine Elternzeit verlängern da ich ihn ja nicht alleine bei seinem Vater lassen kann.Hoffe die Beratungsstelle hilft mir da weiter.
LG Jessi |
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| Jessi31 hat zum Thema: Re: Erschöpft und traurig geschrieben
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5776 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 12.08.2011, 13:07 Titel: Re: Erschöpft und traurig |
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Hallo Jessi,
willkommen hier im Forum. Schön, dass du da bist! Ich selbst bin seit gut 4 Jahren hier, damals konnte ich mich endlich auch nach langem Hin und Her von meinem Exmann trennen.
Wenn ich deine Dinge lese sehe ich auch mich wieder, es ähnelt sich immer wieder so sehr, die Geschichten, auch wenn jede ein wenig anders ist. So ist es doch auch wieder irgendwo gleich.
Ich kann deine Gefühlswelt sehr gut verstehen, denn es ging mir ja auch nicht viel anders. Das Wegschütten und auf Pullensuche gehen, das Betteln und Heulen und die Gespräche, wenn er wieder nüchtern war. Und die Hoffnungen, die dann da wieder aufkamen bei mir, aber auch die Zweifel daran, ob er denn wirklich alkoholabhängig wäre. Und daraus dann die Schuld- und Schamgefühle bei mir, weil ich so wütend, traurig etc. gewesen war, als er trank.
Ich habe selbst viele Jahre lang alle möglichen Ausreden gehabt, warum ich das mitmachte und warum ich mich nicht trennen konnte. Denn jetzt kann ich sehen, es waren Ausreden, damals waren das aber in meinen Augen Argumente. Ich habe das nicht anders gekonnt, denn dann hätte ich bei mir hinsehen müssen. Da hätte ich gesehen, wie überängstlich und wertlos ich mich fühlte, und wie schuldig.
Ich finde es gut, dass du da jetzt konkret was machen willst, für dich und deinen Sohn! Dass du dich hier angemeldet hast ist ein wichtiger Schritt, denn damit bist du hinausgegangen mit deinen Problemen! Um dir Hilfe zu suchen. Und es ist toll, dass du dir einen Beratungstermin geholt hast! Es ist so wichtig, da Klarheit zu haben, über finanzielle Dinge und so. Das nimmt nämlich auch viel Angst vor Ungewissheit.
Ich bin gespannt, wie es dir bei der Beratungsstelle ergehen wird. Und ich freue mich auf einen weiteren Austausch hier!
Liebe Grüße
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Erschöpft und traurig geschrieben
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Clärchen aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.05.2011 Beiträge: 952 Alter: 41 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 12.08.2011, 21:55 Titel: Re: Erschöpft und traurig |
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Hallo Jessi!
Es kommt dir nicht viel vor, aber du hast doch schon etwas geschafft, du hast das problem erkannt und suchst lösungen. Das ist kein gerader Weg den wir hier gehen, manchmal drehen wir uns im Kreis, aber dann geht es wieder weiter!
Und warum du nicht anders handel kannst? Das ist ein lange eingeübtes Muster dem du folgst! Das ist Co!! Und das kann man nich abschütteln, das kann man nur erkennen und langsam abwerfen, Stück für Stück. Du hast schon angefangen, du bist hier und du suchst Hilfe!
Ich wünsche dir Kraft für die weiteren Schritte!
LG Clärchen |
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| Clärchen hat zum Thema: Re: Erschöpft und traurig geschrieben
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