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Schafft man es nur mit Hilfe?

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flower 40
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 10.04.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 23:14    Titel: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
habe Tobys Beitrag gelesen und frag mich nun,ob man es nur mit Hilfe und ständiger Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht schaffen kann.Mein Partner hat auch immer wieder Rückfälle,aber er geht nirgendwo hin,tauscht sich mit niemandem aus(außer mit mir).Erst heute hat er noch zu mir gesagt,wenn er trinken will,dann trinkt er.Da würde ihm auch kein Therapeut oder eine SHG bei helfen können.Liegt es wirklich nur am eigenen Willen?Kann man es wirklich alleine schaffen?Ich hab da so meine Zweifel!Wie seht ihr das?
LG Flower 40
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flower 40 hat zum Thema: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben
HansHa
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.06.2009
Beiträge: 476
Alter: 50
Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005

BeitragVerfasst am: 08.08.2011, 06:02    Titel: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

flower 40 hat Folgendes geschrieben:
Erst heute hat er noch zu mir gesagt,wenn er trinken will,dann trinkt er.

Hallo,

genau so war das bei mir auch, und da konnte auch niemand von außen etwas daran ändern. Das ist der Weg der meisten Süchtigen. Aber als ich dann aufhören wollte (War ein langer Weg bis dahin.), habe ich mir Hilfe gesucht und angenommen, egal von wem.
Es gibt immer wieder Gerüchte von Leuten, die es alleine geschafft haben sollen. Ich persönlich habe noch nie einen getroffen, höchstens einige mit etwas längerer Trinkpause.
Ich setze mich und werde mich immer mit meiner Sucht auseinander setzen wollen und müssen. Anders funktioniert das nicht.

Schönen Tag

H.
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HansHa hat zum Thema: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben
K.U.D.68
Gast






BeitragVerfasst am: 08.08.2011, 07:29    Titel: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo flower40
das sind dann auch wirklich absolute Ausnahmen,wer ohne Therapie auf lange Sicht trocken bleibt.
Auch in den meisten Suchtkliniken liegt die Erfolgsquote nur bei leider 50%.
Über die Gründe könnte man jetzt spekulieren.
Vieleicht ist dein Mann ein Stück weit entäuscht von sich,das er nicht an sich glaubt.War bei mir auch nicht anders,und diese Einstellung ändert sich sobald man selbst die Initiative ergreift den ersten Schritt macht und sich Hilfe holt.Tschüß K.U.D.68
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K.U.D.68 hat zum Thema: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 08.08.2011, 07:31    Titel: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Flower,

natürlich kann mir niemand das Trinken verbieten oder mich davon abhalten, wenn ich trinken will.

Ich kenne auch niemanden, der es alleine geschafft hat.
Ich kenne aber einige Alkoholiker, die sich dann nicht mehr ausgetauscht haben und jetzt nicht mehr leben.

Die Suche nach den berühmten Ausnahmen kenne ich hier aus dem Forum und auch aus der Zeit davor, nur zu gut.
Für mich nur eine Ausrede, sich nicht verändern zu wollen.

Gruß
Karsten
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Karsten hat zum Thema: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben
Eisbaer
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 12.06.2011
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 08.08.2011, 08:11    Titel: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ich habe noch keine "richtigen" Erfahrungen... und gehöre zu wohl zu denjenigen, die offensichtlich nach Meinung "harter" Alkohilikern noch nicht so richtig dazu gehören oder eigentlich kein so richtige Problem haben... so zumindest meine Erfahrung aus einer SHG in der hauptsächlich Leute drin sind, die schon ganz unten waren. (Ich werde sie jetzt nach meinem Kuraufenhalt wechseln).

Aber auch ich möchte einfach mal bestätigen, dass man ohne Hilfe schnell wieder rein rutschen kann, was zum Glück bei mir nicht passiert ist. Bei mir ist es, dass ich nun Dinge aufarbeiten muss, die ich vorher als Probleme einfach weg gespült habe. Diese treten immer heftiger in den Vordergrund und machen mir psychisch dermaßen zu schaffen, dass ich ausbrenne. Da liegt die Assoziation mit dem löschen nahe... Das will ich nicht. Von anderen, die über diesen Punkt hinaus sind, habe ich gelesen, dass die Gefahr der Sorg- und Achtlosikeit aufkommt... oder eben auch wieder Probleme, die sich aber ankündigen.

Ich hoffe, dass ich mich immer dran halten werde, dass ich mir Hilfe suche, bevor ich mir wieder Bier kaufen gehe.

Ich bin dann mal für 4 Wochen weg.
LG
Frank
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Eisbaer hat zum Thema: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben
Penta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.06.2010
Beiträge: 3106
Alter: 41

BeitragVerfasst am: 08.08.2011, 08:27    Titel: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo flower 40,

Zitat:
wenn er trinken will,dann trinkt er.Da würde ihm auch kein Therapeut oder eine SHG bei helfen können.

das ist bei mir genauso.
Wenn ich trinken WILL, tue ich das. Da kann mir wirklich niemand helfen.
Ich will es aber nicht und möchte wissen und erleben, wie es funktioniert, dass ich ohne Alk zufrieden leben kann und das kann ich nicht allein. Dazu brauche ich Hilfe.

Ich suche mir schon aus, welche Hilfe für mich die richtige ist.
Seitdem ich keinen Alk mehr trinke, habe ich die Erfahrung gemacht, dass für mich der Kontakt mit erfahrenen und vor allem konsequenten Trockenen der beste ist.
Es tut mir gut, wenn ich mir eine Struktur schaffen und erhalten kann, die mir Stabilität gibt.
Dazu gehört für mich zwingend der Kontakt zu Betroffenen, die wissen, wovon ich rede oder welche Probleme ich jetzt haben könnte.
Ich weiß nicht, ob "man" es allein schaffen kann. Ich weiß nur, dass ich es nicht allein geschafft hätte und auch weiterhin nicht allein schaffe.

Gruß Penta
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Penta hat zum Thema: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5776
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08.08.2011, 09:29    Titel: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo flower,

ich kenne dich ja aus dem Co-Bereich hier...

Du schreibst
Zitat:
Erst heute hat er noch zu mir gesagt,wenn er trinken will,dann trinkt er

Das ist eine deutliche Ansage seinerseits und genau so wird es laufen!
Was hat das denn nun für dich für Konsequenzen?

Grüße von
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben
wille2011
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.06.2011
Beiträge: 469
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 08.08.2011, 12:26    Titel: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Flower,

ich bin erst seit einem Monat trocken und noch sehr neu. Ich habe auch schon mehrmals Trinkpausen eingelegt, die ich aber erst heute als solche erkenne. Denn ich wollte gar nicht aufhören, zu trinken. Ich bin damals auf Drängen meines Mannes und meiner Familie beim ersten Mal zu einer Psychotherapeutin gegangen ( 1 Mal) und bei der zweiten Trinkpause zu einer SHG (auch 1 Mal). Das heißt, ich habe äußerlich betrachtet "Hilfe" angenommen, aber ich WOLLTE diese Hílfe gar nicht. Es war nur ein Alibi, irgendetwas gemacht zu haben und vorweisen zu können.

Meines Erachtens gehören zwei Elemente dazu, die zusammenhängen: Man muss mit dem Trinken aufhören WOLLEN und man muss Hilfe annehmen WOLLEN.
Ich würde sagen, dass derjenige, der wirklich aufhören will, auch Hilfe will. Denn wenn ich wirklich den Willen habe, merke ich doch gerade bei dieser Krankheit, dass ich es allein nicht schaffen kann. Bei jeder lebensbedrohlichen Krankheit braucht man Hilfe.
Bei mir war es so, dass ich Hilfe erst dann ernsthaft annehmen wollte, als ich auch wirklich trocken leben wollte. Letztlich sagt Dir Dein Mann die Wahrheit: Wenn er nicht aufhören will, kann ihn dazu auch kein Arzt und keine SHG bewegen. Letztlich hat er eigentlich keine Rückfälle, sondern er legt Trinkpausen ein.

Es mag sein, dass es Ausnahmen gibt, die es allein schaffen. Dies kann ich mir jedoch nicht wirklich vorstellen - für mich.

Liebe Grüße

Wille
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wille2011 hat zum Thema: Re: Schafft man es nur mit Hilfe? geschrieben

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