| mal wieder geschockt • Ich habe einiges geschafft, jetzt der nächste Rückschlag!!! |
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herbststurm neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2009 Beiträge: 27 Alter: 31
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Verfasst am: 16.08.2011, 19:18 Titel: Re: herbststurm auf dem weg... |
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hallo ihr drei!
so_anders: ich weiß gar nicht, ob ich so "lebensfroh" sein will, wie man es gemeinhin definiert, ich hab nämlich angst, auf so eine oberflächliche dumm-dreiste schiene zu rutschen. es lässt sich schwer erklären, glaube ich (und dann natürlich noch schwerer nachvollziehen, pardonnez-moi).
meine restliche familie definiert "lebensfreude" nämlich zb. anhand von freß- und trinkgelagen (sog. "familien"feiern, an denen man sich wie immer nichts zu sagen hat und das schweigen einfach runterspült und wenn dann alle einen ähnlichen pegel haben, wird gemeinschaftlich gejammert, wie bös' die welt ist)
ich würd mich gern einfach mal akzeptieren, wie ich bin, ja, froh sein, daß ich heute noch da bin und es mir (eigentlich) gut geht, nämlich besser als damals - aber nicht mal darüber kann ich mich freuen.
stattdessen halten mich faulige fangarme von früher fest und modriger atem kriecht mir ins ohr und haucht: "schau, wo du her kommst, vergiß das nie, wir kriegen dich".
schnuffig: ich ruf zb. an, weil ich nicht so sein will wie die, weil ich nicht so kalt sein will, daß mir alles am po vorbeigeht, weil ich ihnen zeigen will, daß man gut sein kann und weil ich manchmal hoffe, daß sich (über nacht, schwuppdiwupp, hexhex) etwas geändert hat. aber es ist immer das gleiche: gelästere hier, gejammere da, alles ist schlecht.
paulina: ja, der teil, der das alles etwas verständlicher machen würde, wurde - was auch gut ist - editiert. vielleicht kann ich es so umschreiben, daß ich nach allem dem rest der familie irgendwie nie wirklich willkommen bin, ich nehme an, weil ich weggezogen und "anders" bin, weil ich mich erdreistet habe, zu studieren (und mich jetzt in ihren augen für etwas besseres halte), ich war irgendwie immer ungebeten, der "wessi" (o-ton). gleichzeitig bin ich die erste, die die augen offen hält, was alkohol in der familie angeht, denn meine eltern waren vielleicht die kränksten, aber nicht die einzigen. ich weiß jedoch, daß man irgendetwas nach mir werfen würde, würde ich das auch nur ansprechen. bewahre!
als mein jetziger freund das erste mal mit mir bei meiner "familie" war, war er sehr geschockt, weil sie eben alle komplett anders sind, er meinte entsetzt zu mir, ich müsse als kind vertauscht worden sein, und ich weinte die ganze nacht. seitdem ist in mir ein "bruch", ich fühle mich (noch) weniger mit ihnen verbunden. über "blut ist dicker als wasser" muss ich immer schmunzeln, denn bei mir trifft es absolut nicht zu. (es würde zutreffen, wenn der rest der "familie" das auch so sehen würde, tut er aber nicht. und für derlei einseitigkeiten habe ich einfach keine kraft - will ich auch gar nicht haben müssen.)
im gegenteil, das blut kann auch stocken angesichts so mancher grausamkeit, da nehm' ich lieber wasser.
gute gedanken an euch,
haltet die köpfe oben,
herbststurm. |
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| herbststurm hat zum Thema: Re: herbststurm auf dem weg... geschrieben
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Paulina neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 27.01.2011 Beiträge: 260 Alter: 51 Wohnort: Austria
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Verfasst am: 17.08.2011, 11:58 Titel: Re: herbststurm auf dem weg... |
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Liebe Herbststurm!
Da haben wir ja einiges gemeinsam!
Mir wurde auch stets unterstellt dass ich die G'scheitheit mit dem Löffel gefressen habe.
Dennoch empfand ich es aber relativ lange als völlig normal, was bei mir zu Hause abging. Auch hier gebe ich Dir Recht, Alkoholikerhaushalte sind keine Seltenheit.
Aber als ich die Situation dann erkannt hatte, war mir mein Background schon sehr peinlich. Ich schämte mich wirklich sehr, als ich meinen jetzigen Mann erstmals mit nach Hause brachte und erfand 1000 Ausreden um mir das zu ersparen ..
Was Du auch sehr interessant beschrieben hast ist dein Bedürfnis Dich abzugrenzen und unantastbar zu bleiben. (faulige Fangarme, modriger Atem). Ich denke auch manchmal, ich sei ja eine von ihnen und laufe daher in Gefahr früher oder später ebenso zu werden. Aber so lange uns das bewusst ist, wird diese Angst, so hoffe ich, irrational sein.
Ich wünsche Dir einen schönen, sonnigen Tag.
Liebe Grüße
Paula |
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| Paulina hat zum Thema: Re: herbststurm auf dem weg... geschrieben
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herbststurm neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2009 Beiträge: 27 Alter: 31
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Verfasst am: 20.08.2011, 12:28 Titel: Re: herbststurm auf dem weg... |
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liebe paula!
ja, woher kommt das eigentlich, daß die anderen glauben, man hielte sich für etwas besseres? ich will doch nur "da" raus und es anders (besser?) machen. ich würde sie (die "restfamilie") ja mitnehmen, aber sie wollen nicht, sie wollen ja so leben und sie verachten es, daß ich nicht so leben will.
das mit den alkoholikerhaushalten stimmt, obgleich ich das eher auf meine "restfamilie" bezogen hatte. soll heißen: der umgang mit alkohol war schon immer ein sehr lockerer; hier ein bier, da einen schnaps, abends mal einen liter wein, alles "ganz normal". (nun, das ist weitaus weniger als meine eltern stets konsumiert haben, aber es ekelt mich dennoch an.)
| Paulina hat Folgendes geschrieben: | | Was Du auch sehr interessant beschrieben hast ist dein Bedürfnis Dich abzugrenzen und unantastbar zu bleiben. (faulige Fangarme, modriger Atem). Ich denke auch manchmal, ich sei ja eine von ihnen und laufe daher in Gefahr früher oder später ebenso zu werden. Aber so lange uns das bewusst ist, wird diese Angst, so hoffe ich, irrational sein. |
ja, ich hab' wirklich angst, irgendwann so zu enden oder mein ganzes leben lang mit den auswirkungen dieser kindheit/jugend kämpfen zu müssen.
(so kann ich zb. den schmutzigen abwasch nicht einfach mal stehen lassen, er muss jetzt und sofort gespült werden, weil ich angst habe, zu verdrecken - das (sofortige abwaschen) hat regelmäßig für augenleuchten bei meinen damaligen wg-mitbewohnerinnen gesorgt, haha, na, immerhin.)
liebe grüße,
herbststurm. |
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| herbststurm hat zum Thema: Re: herbststurm auf dem weg... geschrieben
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so_anders neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.08.2010 Beiträge: 120 Alter: 30
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Verfasst am: 20.08.2011, 23:08 Titel: Re: herbststurm auf dem weg... |
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Hallo Paulina und Herbststurm...
| Zitat: | | ...(die "restfamilie") ja mitnehmen, aber sie wollen nicht, sie wollen ja so leben und sie verachten es, daß ich nicht so leben will. |
man macht nicht mit. sieht genau hin. entarnt das so traurige spiel...
bei mir gabs immer so eine familienbeschwörung
wir "xxxx" sind eben so
früher fand ich das noch toll - aber heute??????
| Zitat: | Paulina hat Folgendes geschrieben:
Was Du auch sehr interessant beschrieben hast ist dein Bedürfnis Dich abzugrenzen und unantastbar zu bleiben. (faulige Fangarme, modriger Atem). Ich denke auch manchmal, ich sei ja eine von ihnen und laufe daher in Gefahr früher oder später ebenso zu werden. Aber so lange uns das bewusst ist, wird diese Angst, so hoffe ich, irrational sein. |
ich hatte meine 1. therapiestunde mit dem satz begonnen:
ich will nicht so werden wie meine mutter!
ich weiß das ich keine alkoholikerin bin, wenn ich etwas trinke
dann sehr bewusst und beboachten den grund und das ausmaß genau...
zum schmutz abwaschen, dem ekel, dem dreck, dem gestank etc???
ich habe noch weitere gründe warum ich wahnsinnig angst habe
mit DENEN in einen topf geworfen zu werden...sie sind alle (aus meiner "familie") total verwahrlost...
ich denke stäündig drüber nach --> ich auch??? |
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| so_anders hat zum Thema: Re: herbststurm auf dem weg... geschrieben
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herbststurm neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2009 Beiträge: 27 Alter: 31
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Verfasst am: 15.04.2012, 11:10 Titel: Re: herbststurm auf dem weg... |
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hallo forum!
vor kurzem war ich seit dreieinhalb jahren wieder in der "heimat", hatte lange überlegt und mich dann entschieden, einen teil meiner restfamilie kurz zu besuchen.
was soll ich sagen? alles beim alten. alles vergiftet, schmutzig, laut, gedankenstarr und kalt. obwohl ich meine, mittlerweile etwas abstand zu haben, frage ich mich:
soll ich in einer solch abstrusen situation in lachen ausbrechen? oder den leuten einfach mal sagen, wie sehr mich ihr verhalten und ihr vergifteter verstand stört? (auch, wenn es bei ihnen nichts bringen würde, das weiß ich, aber für mich, als reinigung sozusagen.)
ich war so froh, als ich wieder weg war!
viele gute gedanken an euch.
herbststurm. |
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| herbststurm hat zum Thema: Re: herbststurm auf dem weg... geschrieben
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gartenblume neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.05.2011 Beiträge: 76
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Verfasst am: 15.04.2012, 11:26 Titel: Re: herbststurm auf dem weg... |
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Hi herbststurm
Das mit dem froh sein wieder weg zu sein kenn ich zu gut...reden bringt nix das begreifen die eh nicht.innerlich drueber lachen Waere besser..ich wuensch dir auch viele gute Gedanken
Lg |
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| gartenblume hat zum Thema: Re: herbststurm auf dem weg... geschrieben
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