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Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben

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hopehope
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.06.2011
Beiträge: 12
Alter: 42

BeitragVerfasst am: 29.06.2011, 18:13    Titel: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Was ich eigentlich noch sagen wollte und was auch der Grund war, dass ich mich hier angemeldet habe. Ich komme einfach nicht mehr klar. Wie seid ihr anderen Co-Abhängigen mit den Situationen umgegangen, dass der Mann evtl. immer wieder rückfällig wird oder sich gegen einen Entzug sperrt. Habt ihr eure Beziehung retten können oder nicht und woher habt ihr die Kraft genommen oder auch nicht durchgehalten. So geht es mir nämlich gerade. Ich tu zu Hause nichts mehr, ich kann mich nicht mehr vernünftig um die Kinder kümmern und lebe in ständiger Angst vor dem, was sich wieder mit meinem Mann an diesem Abend ereignen könnte. Gestern hatten wir sogar die Polizei da. Und was ich auch gar nicht verstehe, sind die Gesetze. Warum kann man nicht hingehen und sagen: So, Sie sind jetzt dreimal zur Entgiftung gewesen. Das fruchtet nicht. Sie kommen zum Zwangsentzug für paar Wochen. Nein, statt dessen werden die Süchtigen wieder laufen gelassen, um in ein paar Wochen wieder zur Entgiftung aufgenommen zu werden.
LG, hopehope
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hopehope hat zum Thema: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 29.06.2011, 18:17    Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich bin gegangen - die Beziehung endete im Krieg.

Ich selber schaffte es nicht mit der Belastung zu leben wie er geworden war. Kriminelle Aspekte gesellten dazu und Gewalt begann sich einzuschleichen. Ich hatte das Glück, dass er eine Gefahr für mein Leben wurde und ich gehen musste.

Wäre er nicht so radikal zum Unmenschen geworden, so weiß ich nicht ob ich den Absprung geschafft hätte.

Es war eine sehr schwere Zeit, ich war mutlos, kraftlos und nur über den Kopf konnte ich mich umerziehen die Dinge im Leben zu sehen, die noch schön sind. Damals war mein Job wegrationiert wordern und er drohte das Haus anzuzünden, also ich war in jedem Punkt mittellos.

Ich bin froh gegangen zu sein, ich bin jetzt ärmer als je zuvor aber auch zufriedener als je zuvor - aber es hat Wunden hinterlassen.... Je länger ich blieb desto tiefer wurde die Wunder - und je länger die Beziehung dauerte, desto schwerer wird es sein das Vertrauen in andere Menschen/Partner wieder zu erlernen....

Lieben Gruß von Dagmar


Bei Dir Hopehope hört es sich an wie ein Burnout. Kannst Du mit Deinem Hausarzt sprechen??? AUch über das Alk-Thema????
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
hopehope
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.06.2011
Beiträge: 12
Alter: 42

BeitragVerfasst am: 29.06.2011, 18:36    Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Dagmar007,
ja du hast wohl recht. Das hört sich ganz nach Burnout an. Wegen Alk weiß unser Hausarzt über alles Bescheid. Ich setze alle Mittel in Bewegung und spreche alle Ärzte an, die mit meinem Mann zu tun haben, damit endlich was geschieht. Als Angehöriger wird man ja nur schwer gehört. Wenn ich deinen Beitrag so lese, find ich mich darin ziemlich wieder. Ab und zu steht mein Mann auch mit geballter Faust vor mir. Und das ist toll, dass du noch was Positives gesehenn hast. Das fehlt mir leider zur Zeit. Und man ist ja auch echt schräg drauf. Ich weiß auch, dass es mir viel besser gehen würde, wenn ich ihn verlasse und tue es trotzdem nicht. Es muss wahrscheinlich erst was Schlimmes passiseren. Aber warum quält man sich denn eigentlich und wartet auf das Schlimme anstatt die Trennung zu veranlassen. Ich denke für mich, dass ich, wenn etwas Schlimmes passieren sollte, ich meinen Weggang damit entschuldigen könnte, was ich mich so nicht traue, obwohl ganz viele Leute wissen, was Sache ist.
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hopehope hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
Grazia
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 767
Alter: 46
Wohnort: By

BeitragVerfasst am: 29.06.2011, 18:54    Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hopehope

Willkommen in Forum.

Hautproblem besteht darin, dass Du versuchst IHN zu bewegen. Es geht aber nicht.
Er ist ein freier Mann, so wie Du eine freie Frau bist.
Das zu verstehen ist das schwierigste.
Er will sich von den Alk nicht trennen, so wie Du Dich von ihm nicht trennen willst.
Statt sich um ihn zu kümmern (es ist nämlich vergebene Müh) fang an sich um Dich zu kümmern. Um Dich und Deine Kinder.

ich bin auch erst gegangen, wo ich meinen Tiefpunkt hatte, wo es nichts mehr ging. Frage ist: warum braucht man denn so lange, um endlich zu kappieren, was wichtig ist? Ich muss zugeben, ich war feige. Ich habe gewartet bis er was macht, nur damit ich meinen A...nicht bewegen muss. So denke ich heute darüber.

LG Grazia
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Grazia hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
Die_Susanne
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2065
Alter: 48
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 29.06.2011, 19:09    Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hopehope,

du schreibst,du hast Kinder.

Ich war bis vor 1,5 Jahren in einer ähnlichen Situation wie du.
Nicht nur ich bin sehr krank geworden,auch meine Kinder ,obwohl schon recht groß) haben seelische Schäden davongetragen.

Das ist etwas,was du mitbedenken solltest,wenn du weiter in dieser Beziehung bleibst.
Die Kinder leiden sehr,jeden Tag!

LG
Susanne
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Die_Susanne hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 29.06.2011, 22:47    Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe hopehope,
vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du Dich in den Mittelpunkt stellen könntest. Die Ärzte oder Therapeuten sollen Dir helfen Deine Kraft zurück zu gewinnen. Du kannst Dir helfen und helfen lassen - nicht aber ihm.

DU bist wichtig - nicht er ....

Gehen konnte ich erst, als ich selber nichts mehr war. Keine Kraft, keine Lebenslust nur noch Angst....

LIeben Gruß von Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
Jessie1983
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.06.2010
Beiträge: 87
Alter: 28

BeitragVerfasst am: 30.06.2011, 07:31    Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hopehope hat Folgendes geschrieben:
Warum kann man nicht hingehen und sagen: So, Sie sind jetzt dreimal zur Entgiftung gewesen. Das fruchtet nicht. Sie kommen zum Zwangsentzug für paar Wochen. Nein, statt dessen werden die Süchtigen wieder laufen gelassen, um in ein paar Wochen wieder zur Entgiftung aufgenommen zu werden.
LG, hopehope


Weil jeder Mensch so leben kann, wie er möchte ! Wenn Dein Mann nicht trocken werden will (was ja so aussieht), würde ihm auch eine "Zwangstherapie" nicht helfen. Das würde wohl so gut wie keinem Alkoholiker helfen wenn es erzwungen wäre. Der erste Schritt danach wäre zum Supermarkt um sich die nächste Flasche in den Kopf zu hauen....
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Jessie1983 hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
n i c i
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 2287
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 30.06.2011, 08:50    Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hopehope hat Folgendes geschrieben:
Ich setze alle Mittel in Bewegung und spreche alle Ärzte an, die mit meinem Mann zu tun haben, damit endlich was geschieht.

Liebe Hopehope,
da kann ich mich meine Vorschreibern nur anschließen :
> sie haben mit deinem Mann zu tun.
Den erreichen sie oder halt auch nicht.
Das ist etwas, was unabhängig von eurer Liebe, euren Kindern zu tun hat.
Ja, das zu begreifen ist schmerzlich. DU kannst nach DIR schauen,
und versuchen wieder neue Perspektiven für DEIN Leben zu finden und das von deinem Kindern.
Wie alt sind denn deine Kinder ? Steht Du noch im Berufsleben, hast Du notfalls die Möglichkeit woanders unter zu kommen? An was hättest Du Freude oder was würden deine Kinder gern mal wieder unternehmen ?
Mit jedem einzelnen, noch so kleinen Schritt, wirst Du wieder Lebensmut zurück erhalten, und merkst : es gibt noch was anderes.
Meine Kinder sind wieder unbeschwert fröhlich, ich genieße den Frieden daheim. Alles das hätt ich haben können, habs aber nicht gesehen.
Geh langsam Schritt für Schritt, nur wichtig : geh es jetzt für DICH !

LG nici Winken
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n i c i hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben

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