| Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... • Freund starker Alkoholiker-ich weiß nicht mehr weiter,Hilfe |
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hopehope neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2011 Beiträge: 12 Alter: 42
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Verfasst am: 30.06.2011, 20:42 Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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Danke Leute. Genau das was ihr schreibt muss ich erreichen. Tief im Innern weiß ich das. Aber die Liebe zu meinem "eigentlichen" Mann ist noch zu groß. Wir ergänzen uns sonst super, haben zur selben Zeit die selben Gedanken, rufen uns zur selben Zeit an usw. Wahrscheinlich habe ich noch zu viel Hoffnung, auch wenn alles schlecht ist, dass alles noch gut wird. Ich seh den Weg, aber ich schlag ihn noch nicht ein. Nur dass muss ich jetzt doch ernster ins Auge fassen, denn die Kinder sind 9 und 12 und unser Kleiner hat heute mit Feuer gespielt im Haus und ich war arbeiten. Das hat mir die Augen geöffnet, dsss das ein Hilfeschrei seinerseits war.
Leider hatte ich heute abend zwei Beiträge woanders geschrieben. Ich werde jetzt mal versuchen, die hier rein zu setzen.
Danke für eure Unterstützung. |
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| hopehope hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
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hopehope neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2011 Beiträge: 12 Alter: 42
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Verfasst am: 30.06.2011, 20:44 Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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Hallo alle zusammen,
erst mal sage ich DANKE an alle. Dieser Erfahrungsaustausch hat mir schon sehr gut getan. Es öffnet einem in vieler Hinsicht die Augen, wenn natürlich auch damit nicht das Problem verschwindet. Wenn das so einfach wäre.
Ich habe mich selber vernachlässigt. Habe seit Wochen nur noch das Nötigste gegessen. Heute habe ich endlich mal das Haus auf Vordermann gebracht etc.
Was wirklich weh tut, habe ich heute wieder erfahren, ist, wie tief man selber sinkt. Man lässt sich vom Abhängigen alles gefallen. Um 16 Uhr heute nachmittag kam mein Mann nach Hause, angetrunken. Und ich wurde natürlich wieder angepöbelt. Auf den Hinweis, dass ich ihm nichts vorwerfe und ihm nur helfen will, kommen nur schnöde Ausreden. Kennt ihr sicher alles. Man erniedrigt sich selbst, versucht alles, obwohl man weiß, dass es bei einem, der gerade Alkohol intus hat, nicht ankommt. Und ihr habt vollkommen recht, man muss an sich selber denken. Wenn er nüchern ist, ist er der beste Mann, den man sich vorstellen kann; betrunken natürlich nicht mehr. Und dieses Auf und Ab in der Beziehung, das schlaucht.
Aber nach gestern Abend habe ich mich gestärkt gefühlt. Habe dann, mein Mann war wieder 1 1/2 h weg zum Trinken, eine Art Gleichgültigkeit an den Tag gelegt. Das kam bei mir ziemlich gut, bei ihm weniger. Es ist aber alles im ruhigen Rahmen verlaufen. Mir ging es gut, weil ich mich auf keine Spielchen eingelassen habe.
Heute sagte er mir dann, er fühle keine Wärme mehr von mir. Ich habe ihm versucht klar zu machen, dass Nähe auf zu bauen natürlich sehr schwierig ist, wenn man nicht den Mann vor sich hat, den man in nüchternem Zustand liebt. Und da gab es dann die nächste Schuldzuweisung. Auch aus diesem Grund würde er trinken. Boh, ich hab die Schnauze so voll. Könnt ihr mich verstehen? |
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| hopehope hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
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hopehope neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2011 Beiträge: 12 Alter: 42
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Verfasst am: 30.06.2011, 20:47 Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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Warum tun Co-Abhängige alles, um den Abhängigen im guten Licht dastehen zu lassen, damit keiner merkt, obwohl eigentlich alle es wissen, dass er trinkt mit der Folge, dass man sich selber zurückzieht und versteckt. Das ist doch kirre. Heute habe ich versucht, an dieser Symptomaik der Sucht zu arbeiten. Mein Mann sollte beruflich nach Dortmund und hatte sich dann noch schlafen gelegt. Ich habe ihn zwar geweckt, habe mir aber keinerlei Mühe gegeben, ihn in irgendeiner Weise aufzumuntern oder aufzurichten. Ich habe nur gedacht, sollen die doch sehen wie es ist. Das braucht er, um auf zu wachen, und ich, um aus der Co-Abhängigkeit, Helfersyndrom, zu kommen. Es hat leider nicht funktioniert. Der Termin wurde abgesagt. Schade.
Weiterhin war ich Dienstag schon so weit, weil ich absolut nicht mehr konnte und nicht wusste, wohin mit meiner "Abhängigkeit und deren Folgen", mich selbst einweisen zu lassen. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch. Ich muss lernen, ihn auflaufen zu lassen, egal wo und wie und wem gegenüber. Es kann nicht angehen, dass ich mich verstecke. Ich konnte nicht mehr aus dem Haus gehen, nur noch so gerade eben zur Arbeit. Es war mir alles zu peinlich. Vor den Nachbarn, Bekannten. Ich dachte, es steht mir im Gesicht geschrieben, was bei uns abläuft.
Die Abhängigen flüchten sich aus allen möglichen Gründen in den Alkohol und man selber flüchtet, wenn gar nichts mehr geht, aus dem, was man sich mühsam mit diesem Mann aufgebaut hat. Alkoholiker zerstören Leben und Liebe |
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| hopehope hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
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hopehope neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2011 Beiträge: 12 Alter: 42
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Verfasst am: 30.06.2011, 20:58 Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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| So, jetzt noch mal zum Thema Kinder. Da sitze ich noch in einer Zwickmühle. Ich habe die Kinder adoptiert. Sie sind leiblich von meinem Mann. Die leibliche Mutter ist bei einem Verkehrsunfall umgekommen. Ein angehender Arzt ist betrunken Auto gefahren und hat sie überfahren. Sie haben schon ihre leibliche Mutter verloren, darf ich ihnen jetzt noch den leiblichen Vater nehmen? Ich weiß von vier guten Freunden, dass die sagen: Ja. Wir sind froh, dass es dich bei den Kindern gibt und dass ich für die Kinder da bin. Und würden auch verstehen, wenn ich mit den Kindern gehe. Es ist so schwierig. Aber die Lebenssituation so kann für die Kinder nicht gut sein. |
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| hopehope hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 01.07.2011, 08:01 Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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Liebe hopehope,
Kinder sind nicht dumm und spüren sehr wohl was abläuft. Wenn Du für sie in Deinem Haushalt sorgen würdest, so würdest Du ihnen nicht den Vater nehmen sondern ein geordnetes Umfeld geben. Innnerhalb der Besuchszeiten wäre ja - andernorts - Zeit für die Vaterliebe.
Glaub mal nur nicht, dass das pöbelnde und launische Verhalten des Vaters die Kinder stärkt und zu starken Erwachsenen macht!!! Eher haben sie die Chance wie wir angepasst zu werden an launische Menschen und sich selber zu vernachlässigen - sie kennen ja nichts anderes....
Lieber Mann, böser Trinker - ich hatte weder die Kraft noch die Lust ständig meine Rolle und mein Verhalten auf ihn abzustimmen. Genau das tust Du nämlich derzeit. Ich wäre somit gezwungen gewesen zur Zuckerbrot und Peitsche Methode. Bist Du lieb, kriegst Du das Zuckerbrot, aber wehe, Du trinkst - dann aber....
Was dann .... er merkt doch beides geht! Er muss dann einfach nur wieder recht "lieb" sein und dumme Frauchen wie ich sagen dann auf die Anfrage von Freunden "aber sonst, ist er ja lieb".... Super war ich - klasse war ich - habe mich und andere belogen, obwohl die schon alle aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskamen. Sogar Nachbarn sagten mir nach Jahren "wir haben nie verstanden warum und vor allen Dingen wie lange Du das mitgemacht hast".
Er wollte trinken - er darf trinken! Das ist nämlich seine Entscheidung. Meine ist die, ob ich das für mich ertragen will und kann. Das hat alles nichts mehr mit Liebe zu tun sondern damit, ob und wie ich mir mein Leben und meine Zukunft vorstelle.
Davon mal abgesehen, liebe hopehope, irgendwann mal geht es um viel größere Probleme als die "Liebe" da geht es nämlich um Arbeitsunfähigkeit, Verlust des Arbeitsplatzes, Zahlung der Miete und und und
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 01.07.2011, 13:11 Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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Liebe hopehope,
wenn Du die Kinder adopiert hast sind es ja deine
Und sehr dragisch ist, dass sie ja schon die leibliche Mutter quasi an den Alkohol verloren haben.
Ich liebte meinen Mann, den ich geheiratet hatte auch. Den würde ich heute noch lieben.
Leider musste ich dann i.wann Mal feststellen, dass dieser Mann erst weniger da war, und zum Schluss ganz weg war.
Und allein aufgrund der schönen liebevollen Erinnerungen konnte ich das alles nicht mehr ertragen.
Mein XY war immer ein sehr lieber Papa, das hat es auch stellenweise so schwer gemacht, wussten wir doch, Er könnte ja.
Aber dann kommt der Zeitpunkt andem wir das Warten auf sein "Erscheinen" satt hatten, immer mehr war Er nur noch der besoffene Papa.
Obwohl Er sich sehr sehr lange vor den Kindern zusammen gerissen hatte,
aber dann war auch dieses Tabu der Sucht zum Opfer gefallen.
Es gab auch sehr brennsliche Situationen mit den Kindern : Er hat ihnen mal einen Salat incl. Glasscherben serviert, ist mit der brennenden Zigarette eingeschlafen,....und solche oder ähnliche Geschichten gibt es viele hier.
Das mit denem Kleinen hätt auch anders ausgehen können, das weißt Du.
Seh Dir vor deinem inneren Auge die schönen alten Erinnerungen noch mal an, aber dann sieh auch jetzt hin, und frag Dich, was davon wirklich noch da ist. Und wieviel noch.
Mein XY war so alle 4 Tage dann wieder fast der Alte, aber ich brauchte dann minimal 7 Tage um mich wieder zu beruhigen, da war ein Zusammensein nicht mehr möglich.
Und zum Schluß haben die Kinder ( 13+16J.) gesagt, sie können so nicht mehr. Und ich hatte doch nur noch für sie durch gehalten.
Ich wünsch Dir viel Kraft Dich für ein Leben und die Zukunft zu entscheiden,
und kein Leiden mit einer schönen Vergangenheit,
und den Kindern, dass sie nicht auch noch zusehen müssen, wie sie den Papa auch noch an den Alkohol verlieren.
LG nici |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
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BinIchMachtlos neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2010 Beiträge: 109 Alter: 40 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 01.07.2011, 15:28 Titel: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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Auweia hopehope,
nachdem ich ALLES probiert hatte meinen Mann vom Trinken wegzubekommen ist mir eine Liste untergekommen mit Aktion/Reaktion des Alks und seines Co's.
Ich hatte alle Punkte der Liste durch und war ganz unten angelangt.
Dann habe ich mich selber fast aufgegeben und überlegt ob es eine Klinik für "mich" gibt.
Dann hab ich begriffen daß gar nichts hilft und ich ihn nicht ändern kann.
Ich dachte immer ich wäre klüger als andere, könnte seine Sucht überlisten ... aber eigentlich wurde ich gesteuert.
Mein Mann war auch mal ein guter Mann... das ist aber lange her.
Mein Vater hat auch getrunken/gedroht/geschimpft.... und ich habe gebetet daß meine Mutter mit mir abhaut.
Zuhause war kein sicherer Ort und schön war er auch nicht.
Bis heute versuch ich damit klar zu kommen.
Ich glaube auch daß die Ursache meiner Co-Abhängigkeit daher kommt.
Traue Deinen Augen.
Vertraue Deiner Wahrnehmung.
LG und viel Kraft
Martina |
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| BinIchMachtlos hat zum Thema: Re: Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben geschrieben
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