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EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem

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ich weiss nicht was machen soll, wisst ihr vielleicht rat?   •    Ich kann ihm nicht helfen! (lang)  
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Reborn30
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.06.2011
Beiträge: 3
Alter: 31
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 19.06.2011, 21:25    Titel: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich bin EKA und war jahrelang in therapeutischer Behandlung wegen Depressionen.
Mein aktuelles Problem betrifft meine Familie. Möglicherweise gibt es so einen Fall hier schon aber es gibt so viele Beiträge, ich kann nicht alle durchforsten.
Ich kenne meinen Mann erst seit 2 Jahren. Als wir 3 Monate zusammen waren, erfuhr ich dass ich schwanger bin. Blauäugig wie wir waren standen wir zu uns und dem Kind. Heirateten auf den Tag genau ein Jahr nach unserem Zusammenkommen. 2 Wochen später kam unsere Tochter zur Welt.
Ich brauchte eine lange Anlaufphase (u.a. wegen Baby-Blues) um mit meiner Tochter das Verhältnis aufzubauen, das andere Mütter gleich mit ihrem Kind haben.
Bis hier hin wahrscheinlich alles noch nicht wirklich ungewöhnlich.
Mein Mann ist Alkoholiker.
Vielleicht habe ich es schon immer gewusst. Ach, was ich hier so lese, ich wusste es wohl innerlich.
Die ganze Schwangerschaft über habe ich mich fertig gemacht, hatte Schuldgefühle, was ich meinem Kind nur antun würde, wenn ich diesen Menschen heirate bzw. mit ihm zusammenbleiben würde. Und doch habe ich es getan.

Um das ganze abzukürzen, die aktuelle Situation ist die folgende:
Angeblich hat er sein Problem erkannt. Vor einer Woche betrank er sich wieder mal und kam nach Hause. Immer wenn er außerhalb trinkt wird er beleidigend und respektlos mir gegenüber. Wenn er daheim trinkt, passiert das nie. Deshalb versuche ich logischerweise solche Situationen zu vermeiden.
Mittlerweile reichen scheinbar schon 3-4 Bier aus, damit er am nächsten Tag nur noch wenige Ausschnitte des Geschehenen weiß. Manchmal nimmt er auch noch Schmerztabletten dazu.
Ich schlief mit meiner Tochter eine Nacht bei meinen Eltern und drohte meinem Mann mit der Trennung, wenn er sich nicht endlich professionelle Hilfe suchen würde in Form einer Gruppe und Einzeltherapie.
Nur eine Woche vorher hatte er gesagt, dass er nichts mehr trinken wolle.
Er versprach sich eine Gruppe zu suchen und durchforstet diese Woche auch allerhand Internetseiten und macht Notizen.
Gestern wollte er unbedingt seine Schwester besuchen (die hat das gleiche Problem). Ich hab versucht mit ihm drüber zu reden, ob er sich des Risikos bewusst sei.
Er meinte, kein Problem.
Nach einigen Stunden bekam ich einen Anruf: „Ich muss beichten ich habe 2 Bier getrunken. Und ich such mir keine Gruppe, weil ich glaube nicht daran. Und ich muss mindestens einmal im Monat weg gehen, weil ich brauche meine Freiheiten.“
Ich dachte, dass wir also daheim darüber reden wollen. Daheim angekommen, zwang er mich zur Entscheidung, mit ihm zusammen bleiben aber unter seinen Bedingungen oder Scheidung.
Nach einigen Minuten Gespräch kam aber heraus, dass er sich schon entschieden hatte.
Er wollte seine Freiheit.
Ich sitze nun mit meiner Tochter bei meinen Eltern. Die zweite Nacht ohne meinen Mann.
In einigen Telefonaten, die zwischenzeitlich stattfanden, flammt immer wieder mal die Hoffnung auf, dass alle irgendwie hin zu bekommen sei.
Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Rationell gedacht, ist das ja nun echt das Beste was mir passieren kann. Er trennt sich von mir. Wenn wir mal alle ehrlich sind hätte ich das wohl trotz Drohungen nicht geschafft.
Aber wie sich jeder denken kann fühlt es sich nicht so an. Es fühlt sich nicht gut an und tut weh.
Ich kann euch nicht mal wirklich sagen warum ich das alles schreibe.
Vielleicht kennt einer ja die Situation und weiß Rat. Aufmunternden Rat.
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Reborn30 hat zum Thema: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben
Grazia
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 767
Alter: 46
Wohnort: By

BeitragVerfasst am: 19.06.2011, 22:13    Titel: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Reborn

Willkommen hier im Forum.
Ich denke Dein Thread wäre bei den Co-Abhängigen besser aufgehoben. (Vlt wird einer der Mod. es verschieben)

Ich würde Dir raten bei den Co's zu lesen. Da wirst Du feststellen, dass Du nicht alleine dastehst.

Das beste wäre jetzt, dass Du denn Abstand nutzt, um Dir klar zu werden, was Du willst?.
So wie Du schreibst, bist Du nicht glücklich mit Deinem Mann. Was hält Dich an dieser Ehe?

LG Grazia
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Grazia hat zum Thema: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben
Kämpferherz
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 81
Wohnort: nicht mehr Mainz - leider. In der Pfalz jetzt

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 00:33    Titel: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Reborn,

zum Teil erkenne ich mich wieder, in dem, was du schreibst.

Ich habe mir die ganze Schwangerschaft auch Gedanken gemacht, was ich meinem Kind antue, ob es ihm genauso ergehen wird wie mir. Obwohl da nichts dafür spricht, manchmal gehen die Gedanken eben mit einem durch. Ich glaube, diese Gedanken haben alle EKAs. Wir denken doch immer, wir wären nicht gut genug. Und deshalb denke ich auch oft, dass ich keine gute Mutter bin.

Mein Freund ist kein Alkoholiker, er trinkt seltener als 1 x monatlich, dann auch nicht viel, also er ist dann auch nicht total besoffen, aber nach 2 Bier schon angeheitert, weil er eben einfach nix verträgt

Ich persönlich kann dir leider keinen guten Ratschlag erteilen, wie auch. Ich persönlich habe ein großes Problem, zu erkennen, wann Alkoholkonsum noch normal ist und ab wann es sich zum Problem entwickelt. Bedenklich finde, ich dass dein Mann dich schlecht behandelt, wenn er getrunken hat.

Wie oft trinkt er? In welchen Situationen? Wieso will er keine Hilfe? Findet er es gut, wenn er dich schlecht behandelt? Liebt er dich? Wie ist eure Beziehung sonst so? Bist du noch glücklich mit ihm (außer in den Alkoholsituationen?

Ich weiß nicht, ob es etwas bringt, nochmals das Gespräch mit ihm zu suchen, offensichtlich bist du ja noch nciht ganz fertig mit ihm und umgekehrt genauso.
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Kämpferherz hat zum Thema: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14433
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 00:39    Titel: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Reborn,

ich habe dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben, wo du sicher mehr Antworten bekommen wirst.


Wie geht es dir denn inzwischen?


Lieber Gruß, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben
Clärchen
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.05.2011
Beiträge: 952
Alter: 41
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 07:34    Titel: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Reborn!

Auch wenn es dir jetzt sehr weh tut, er hat sich für den Alkohol und gegen seine Familie entschieden. Solange dass so ist kannst du gar nichts machen. Mit allen Mitteln wird er weitertrinken, heimlich oder auch nicht.
Wenn man es genau bertachtet kannst du froh sein dass er sich getrennt hat. Viele in seiner Situation würden versuchen den Partner zu halten, einfach weil es ja viel bequemer ist. Sie glauben alles haben zu können, Familie und Alk. Das es bei euch nicht so ist ist ein grosser Vorteil, du musst jetzt nicht jahrelang kämpfen und dich mit Trennungsgedanken herumschlagen.
Fang mit deiner Kleinen von vorne an. Das kostet auch ganz viel Kraft, aber das Ganze ist noch schwerer wenn man Jahre oder Jahzehnte gekämpft hat.
Ich wünsche dir und deiner Tochter viel Glück! Bleibe hier im Forum, da wirst du sehen dass du nicht alleine bist!
Alles Liebe Clärchen
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Clärchen hat zum Thema: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben
sonne5
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.02.2011
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 09:38    Titel: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Reborn,

schön dass du da bist! Smilie
Kann dir leider auch nicht allzu viele Ratschläge geben, bin in einer ähnlichen Situation..aber nur eins...du bist nicht allein.
Hier hilft man sich gegenseitig!
Auch ich hab mir viel bieten lassen, selbst seine Gewalt brachte mich nicht dazu endgültig zu gehen.
Jetzt ist er gegangen und ich soll ihn in Ruhe lassen. Tut sehr weh aber ich werds tun, weil selber hätte ich den Absprung auch nicht geschafft, eigentlich müssten wir ihnen noch dankbar sein.

Es ist leider so, dass er sich für den Alk entschieden hat und dass musst du akzeptieren, du musst jedoch keinesfalls seine Bedingungen akzeptieren.
Sei froh dass du raus bist, auch wenns weh tut, mir gehts auch nicht besser.
Aber das tägliche erniedrigen ist weg, weit weg und langsam sehr langsam beginn ich mich wieder zu schätzen.
Ich weiss wie wehs tut, nach all deinem Verständnis auch noch weggeworfen zu werden, aber selber hättst tus wahrscheinlich auch nicht geschafft dich aus dieser Beziehung zu befreien.

Egal wers beendet, ein Leben mit einem nassen Alki ist kein Leben.
Auch ich habe ein Kind und er hat uns nur erniedrigt, mich und mein Kind niemals angenommen, nur als Co benützt.
Es tut höllisch weh, aber es wird gut....

Viel Kraft
LG
sonne
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sonne5 hat zum Thema: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14433
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 13:30    Titel: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Reborn30 hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
ich bin EKA und war jahrelang in therapeutischer Behandlung wegen Depressionen.
Mein aktuelles Problem betrifft meine Familie.
Ich kenne meinen Mann erst seit 2 Jahren. Als wir 3 Monate zusammen waren, erfuhr ich dass ich schwanger bin. Blauäugig wie wir waren standen wir zu uns und dem Kind. Heirateten auf den Tag genau ein Jahr nach unserem Zusammenkommen. 2 Wochen später kam unsere Tochter zur Welt.
Ich brauchte eine lange Anlaufphase (u.a. wegen Baby-Blues) um mit meiner Tochter das Verhältnis aufzubauen, das andere Mütter gleich mit ihrem Kind haben.
Bis hier hin wahrscheinlich alles noch nicht wirklich ungewöhnlich.
Mein Mann ist Alkoholiker.
Vielleicht habe ich es schon immer gewusst. Ach, was ich hier so lese, ich wusste es wohl innerlich.
Die ganze Schwangerschaft über habe ich mich fertig gemacht, hatte Schuldgefühle, was ich meinem Kind nur antun würde, wenn ich diesen Menschen heirate bzw. mit ihm zusammenbleiben würde. Und doch habe ich es getan.

Um das ganze abzukürzen, die aktuelle Situation ist die folgende:
Angeblich hat er sein Problem erkannt. Vor einer Woche betrank er sich wieder mal und kam nach Hause. Immer wenn er außerhalb trinkt wird er beleidigend und respektlos mir gegenüber. Wenn er daheim trinkt, passiert das nie. Deshalb versuche ich logischerweise solche Situationen zu vermeiden.
Mittlerweile reichen scheinbar schon 3-4 Bier aus, damit er am nächsten Tag nur noch wenige Ausschnitte des Geschehenen weiß. Manchmal nimmt er auch noch Schmerztabletten dazu.
Ich schlief mit meiner Tochter eine Nacht bei meinen Eltern und drohte meinem Mann mit der Trennung, wenn er sich nicht endlich professionelle Hilfe suchen würde in Form einer Gruppe und Einzeltherapie.
Nur eine Woche vorher hatte er gesagt, dass er nichts mehr trinken wolle.
Er versprach sich eine Gruppe zu suchen und durchforstet diese Woche auch allerhand Internetseiten und macht Notizen.
Gestern wollte er unbedingt seine Schwester besuchen (die hat das gleiche Problem). Ich hab versucht mit ihm drüber zu reden, ob er sich des Risikos bewusst sei.
Er meinte, kein Problem.
Nach einigen Stunden bekam ich einen Anruf: „Ich muss beichten ich habe 2 Bier getrunken. Und ich such mir keine Gruppe, weil ich glaube nicht daran. Und ich muss mindestens einmal im Monat weg gehen, weil ich brauche meine Freiheiten.“
Ich dachte, dass wir also daheim darüber reden wollen. Daheim angekommen, zwang er mich zur Entscheidung, mit ihm zusammen bleiben aber unter seinen Bedingungen oder Scheidung.
Nach einigen Minuten Gespräch kam aber heraus, dass er sich schon entschieden hatte.
Er wollte seine Freiheit.
Ich sitze nun mit meiner Tochter bei meinen Eltern. Die zweite Nacht ohne meinen Mann.
In einigen Telefonaten, die zwischenzeitlich stattfanden, flammt immer wieder mal die Hoffnung auf, dass alle irgendwie hin zu bekommen sei.
Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Rationell gedacht, ist das ja nun echt das Beste was mir passieren kann. Er trennt sich von mir. Wenn wir mal alle ehrlich sind hätte ich das wohl trotz Drohungen nicht geschafft.
Aber wie sich jeder denken kann fühlt es sich nicht so an. Es fühlt sich nicht gut an und tut weh.
Ich kann euch nicht mal wirklich sagen warum ich das alles schreibe.
Vielleicht kennt ja jemand genau die Situation auch.
Ich liebe meinen Mann und ich denk auch, dass wir zusammengehören und passen, nur haben wir einfach viele Schwierigkeiten, die so unüberwindbar scheinen.
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Linde66 hat zum Thema: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14433
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 21.06.2011, 13:31    Titel: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Reborn,

damit es nicht unübersichtlich wird, habe ich deine beiden Themen zusammengefaßt.

Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch!

Lieber Gruß, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: EKA und jetzt Ehemann mit Alkoholproblem geschrieben

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