| No Way • Erfahrungen Co-Abhängiger zum Weiterleben |
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 23.06.2011, 05:56 Titel: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... |
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Hallo Ihr Lieben,
die Problematik liegt ein bischen darin, wer mehr hat als der andere hat ihm zu helfen, ihn zu unterstützen weil "mal" ein Band bestand. Ich denke, es ist erst spät - wenn überhaupt - relevant warum nicht gearbeitet wird.
Auch ein Langzeitarbeitsloser, ohne Lust, könnte Unterhalt vom Ex-Partner bekommen....
Melanie hat absolut Recht: es würde einen nur mürbe machen zu überlegen was noch kommen könnte.
Ich denke auch, das Wichtigste ist zu einem Zeitpunkt zu sagen - Achtung, hier besteht wirtschaftliche Gefahr; neben der bereits erlittenen gesundheitlichen.
Und genau das ist der Punkt denn ich hier so oft spüre bei Themen. Auch ich habe retten wollen, fand es schwer mich um mich selber zu kümmern. Jedoch habe ich innerhalb einer gewissen Zeit mal die rechtlichen/wirtschaftlichen Faktoren in meine Überlegungen einbeziehen müssen.
Genau das vermisse ich bei vielen Angehörigen: die Kinder wollen nicht um Vater/Mutter beraubt werden, dabei müssen sie so viel grausames erleben dass das Leben später wesentlich schwerer ist als bei einem "nur" Trennungskind.
Der Selbstschutz / Selbsterhaltungstrieb der meisten Angebörigen ist auf 0 runtergefahren. Und wäre das nicht schon schlimm genug, wird auch zumeist kein Aufbau der eigenen Person betrieben. Sei das durch fachliche Hilfe, Institutionen oder oder oder....
Ja Doro, bei einem Pflegefall hat man/frau definitiv verloren und wird oftmals gerade noch am Existenzminimum kratzen - und das juristisch abgesegnet! Habe ich schon sehr oft erleben müssen!
Pierre zeigt das ja sogar noch härter auf: er hat die Verantwortung für die Kiddies und muss dennoch alles offenlegen. Hammerhart!!!!
Wichtig wäre für mich einfach - und darauf bin ich echt stolz - dass ich als Betroffener trotz allem Leid, trotz allem "ich liebe ihn doch Gefühl" mich wohl nicht ganz verloren hatte sondern noch in der Lage war diese Punkte (wenn auch nur am Rande) wahrzunehmen, mich zu schützen (durch Kaufbelege an bzw. in den Möbeln) und dann auch Nägel mit Köpfen zu machen.
Bei mir dauerte es rund ein Jahr - lang, aber ich habe damit wenigstens dafür sorgen können, dass ab einem gewissen Tag keine Verpflichtung meinerseits mehr besteht! Die Vergangenheit kann ich nicht ändern - damals aber änderte ich zumindest meine zukünftige Verantwortung.
Meine - genau - da sind wir wieder beim Thema. Jeder hat diese Verantwortung für sich selber. Auch dafür muss Platz im Kopf sein neben all dem schönen "ich liebe ihn doch" "ich will ihn wieder so wie er mal war" "wenn er nur nicht trinken würde"....
Eigensicherung ist für mich ein Grundbaustein für das eigene, autonome, Leben - übrigens nicht nur bei süchtigen Partnern. Einfach Bilanz zu ziehen und die Folgen in Erwägung ziehen.
DAS ist für mich einer der Punkte der Gesundung!
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 23.06.2011, 09:05 Titel: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... |
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liebe dagmar,
weisst du, alkoholismus ist eine extrem schlimme krankheit. extrem schlimm nicht nur für den alkoholiker, der tag täglich mit dem leben spielt. die frauen die sich trennen, deren kinder sind mitbetroffene. nicht nur auf der gesundheitlichen ebene geht dabei alles kaputt, es sind die psychischen und auch die finanziellen gegebenheiten die dann kaputt gehen. wenn ER weiter säuft , sie sich trennt und das weite sucht mit den kindern hört es nicht auf. ich kann mit meinen drei kindern ein lied singen.
finanziell hab ich ja schon geschrieben wird es für mich selbst unter umständen so sein, das ich wieder zahlen darf, obwohl ich mich klar und deutlich GETRENNT habe und damit BEFREIT habe aus dem systhem, das auch MICH krank und kaputt gemacht hat. schlimm wäre das, denn ich wäre wieder damit konfrontiert und müsste leiden, OBWOHL ICH ALLES gemacht habe und DA RAUS ZU KOMMEN mit enormer anstrengung und einbussen MEINER gesundheit. ich komm mir da schon vor wie jemand, desen schulter viel zu schmal ist für diese last. hier stimmt was nicht, hier ist ein gesetz, das macht das ganze für mich als selbst kranke coabhängige wieder krank und coabhängig, obwohl ich das nicht will, es kommt von aussen. darüber nachzudenken macht mich nur wütend!
die kinder kommen unter umständen dann noch für den vater auf, der ihnen nie ein vater war, weil er seine verantwortung nicht nachgekommen ist, ein gesundes verhältniss zu den kindern aufzubauen. AUCH HIER werden UNSCHULDIGE in eine verantwortung gezogen, das ist nicht fair!
nach all der anstrengung, dem gedankensortieren, dem mich überprüfen von meiner eigenen person habe ich eins festgestellt. ich gebe ihm nicht die schuld für das was er getan hat. bin auch nicht sauer auf ihn. DENNOCH bin ich wütend über das was dabei abläuft, wenn alkohol alles zerstört.
das andere ist, er macht ja weiter wie bisher. kein stück einsehen, das er verantwortung hat. da steh ich da und fühle mich, was das angeht endlos ausgenutzt. ich kann nichts tun dangegen. ich kann nur zuschauen. ich kann nur zuschauen und darauf achten, wenn das mal der fall sein wird, mich vor gericht zu wehren gegen dieses gesetz. ich werde kämpfen, garantiert, auch da. denn es ist für mich so wie es ist mit garantie nicht einsichtig diesen menschen dann noch zu finanzieren, wenns um meine eigenen gesundheit geht, ich ja selbst krank bin, und in die gefahr komme, das mir sowas schadet. ich würde mich durchsetzen versuchen mit allen mitteln.
übrigens was mich noch betrifft ich hab ja noch ne mutter die alkoholikerin ist. da fällt eventuell iregndwann auch was auf mich zurrück. auch kinder dürfen ihren eltern dann zahlen.
da kommt der punkt an dem ich schaue und denke, ich bin im moment die einzigste die sich um ihre genesung kümmert. die einzige die sich verantwortlich verhällt. die einzigste, die sich um die kinder kümmert. die einzigste die dann im härtefall wieder zahlen darf und das macht in hinblick auf so ne zukunft wenig freude sich noch was aufbauen zu wollen. reich werde ich nie, ich werd deshalb auch schauen, das ich nie so viel verdiene, das mir jemand was holen kann.
schwierig wird es bei meinen kindern. ich vermittel ihnen schon , das sie ne gute ausbiildung haben sollen, also lernen um gute noten zu haben, ausbildung zu machen und auf beruflicher ebene gutes geld zu verdienen. doch auch die haben sonen ballast am bein hängen. alkoholismus ist und bleibt eine FAMILIENKRANKHEIT.
lieben gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 25.06.2011, 10:14 Titel: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... |
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hallo ihr,
ja es ist eine Familienkrankheit ! und das über Generationen!
Wir hatten einen Finanzbetreuer vom Staat für den SchwiVater,
und wurde die letzten 20 Jahre alle 2 Jahre angeschrieben um die Hosen runterzulassen.
Aber zahlen mussten wir nie. Auch mein Schwager nicht, der ein Häusle hatte
> das konnte Er als finanzielle Belastung dem gegenüber stelln.
Auch weiß ich von einem ehem. A.Kollegen, der in Pflegefamilien aufwuchs,
nie mehr Kontakt zu seinem Vater hatte,
das ihn das Amt anschrieb, als sein Vater ins Heim musste.
Er hatte aber dann erläutert, dass seid 25 Jahen keinerlei Beziehung/Kontakt vorhanden war,
sein Vater nie für ihn gezahlt hätte, und Er nun auch nicht für Ihn zahlt.
Hat Er dann auch nicht müssen.
Da wiegen sie schon den Einzelfall ab.
Aber klar, Sch... ist auch schon die Tatsache, dass man sich da erklären muss.
LG nici |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... geschrieben
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Orlando neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.11.2008 Beiträge: 150 Alter: 49
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Verfasst am: 30.06.2011, 11:24 Titel: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... |
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ich bin ein wenig irritiert. meine Scheidung liegt mittlerweile 15 Jahre zurück. Damals war ich bereits die Besserverdienerin, mein EX-Mann rutschte nach unserer Trennung in die damalige Arbeitslosenhilfe.
Dennoch oder gerade deshalb sorgte meine Rechtsanwältin damals dafür, dass ich a) die Kinder zugesprochen bekam und ich ihm b) nicht zu Unterhalt verpflichtet bin, er mir allerdings auch nicht.
Den einzigen Wermutstropfen, den ich ihm zugestehen musste, sind Punkte aus meiner Rentenversicherung für seine erwerbslosen Zeiten, die bis heute anhalten. Das ist blöd, aber damit kann ich leben. Ich habe ihn schließlich auch mal geliebt und wären die Verhältnisse umgekehrt, wäre ich die Nutznießerin.
Also, was ich fragen will, gibt es diese Bestimmung des gegenseitigen Unterhaltsverzichts nicht mehr? Mein EXmann hat das damals auch nicht begrüßt, trotzdem wurde es umgesetzt. |
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| Orlando hat zum Thema: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... geschrieben
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5776 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 30.06.2011, 13:07 Titel: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... |
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Hallo Orlando,
doch, diese Vereinbarung wegen Unterhaltsverzicht gibt es noch, ich habe das mit meinem Exmann auch notariell gemacht.
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 30.06.2011, 15:06 Titel: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... |
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Ich bin mir jedoch keinesfalls sicher, ob Sozialämter ect. sich durch eine solche Vereinbarung in irgendeiner Form abschrecken lassen
Ich denke nämlich, dass sind zwei paar Stiefel, die eher den Unterhalt betreffen - aber da kenne ich mich nicht aus. Nur in der Praxis, wo ich es leider anders erleben musste....
Wenn zwei Menschen gegenseitig auf Hilfestellung verzichten, so erscheint mir das anders zu sein als wenn ein dritter - Sozi, Staat - dafür sorgen will oder soll oder muss die Kosten nicht selber zu tragen.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Nicht alles vorbei - nach Scheidung / Trennung .... geschrieben
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