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Angst vor dem dicken Ende

 
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Autor Nachricht
Akasha
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 17.06.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 17.06.2011, 17:32    Titel: Angst vor dem dicken Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr Lieben

es hat mich sehr viel Überwindung gekostet mich hier anzumelden.
Zuerst möchte ich euch meine Mutter vorstellen:
In meinen Augen eigentlich immer eine sehr starke Frau: alleinerziehend, schwerarbeitend, führsorglich, nie aggressiv.
Seit der Trennung von ihrem Lebensgefährten hat sich einiges verändert.
Sie wurde arbeitslos, hat Schulden gemacht und bekam offensichtlich Depressionen. Ich denke, dass sie seit ihrer Depression alkoholkrank ist.
Letztes Jahr nachdem mir es aufgefallen ist, dass sie exessiv trinkt, habe ich sie darauf angesprochen. Es roch morgens bereits nach Alkohol, schlief tagsüber und wurde bei den kleinsten Kleinigkeiten aggressiv. Einmal ist sie mir sogar fast betrunken im Pool ertrunken. Zuerst hat sie es zugegeben und wollte Unterstützung von mir, danach hat sie es abgestritten und wurde aggressiv, wenn ich sie wieder auf die vielen leeren versteckten Flaschen angesprochen hab.
Dann dachte ich, dass sie alles in den Griff bekommen hat. Sie hat sich arbeit gesucht und hat sich Hobbies zugelegt. Natürlich habe ich weiterhin die Wohnung durchsucht, aber nichts mehr gefunden. Ich dachte es sei überstanden. Doch nun vor 2 Monaten habe ich wieder gemerkt, dass sie stark nach Alkohol riecht und oft auch "offen" Wein kauft, wobei Sie weiß, wie ich dazu steh. Ich habe allerdings nichts dazu gesagt. Seit 3 Wochen nun ist es wieder ganz krass geworden. Jeden Tag suche ich ihre Verstecke ab und finde neue Flaschen. Sie trinkt vor und nach der Arbeit, sie riecht wirklich streng danach. Sie hat sich diese Woche bereits 2 Mal übergegeben nachdem sie heimlich eine ganze Flasche getrunken hat. Von Tag zu Tag wird es immer mehr und immer hochprozentiger.Ich mach mir wirklich Sorgen um sie. Ich merke, dass ich mich ihr gegenüber total aggressiv verhalte und richtigen Hass entwickle.Ich liebe meine Mutter, doch diese Verzweiflung bringt mich dazu sie wirklich zu hassen.Wobei ich eher diese Krankheit hassen sollte. Ich habe Angst um sie und ich weiß einfach nicht, ob ich sie wieder darauf ansprechen soll oder ob es eh nichts bringt. Ich habe Angst, dass ihr Körper diese Tortur nicht mehr lange mitmacht. Ich persönlich bekomme nachts regelmäßig Angstschübe, schwitze stark und habe Herzrasen, oft hält es bis spät nachts an und ich kann nicht schlafen. Habt ihr auch solche Probleme erlebt? Ich weiß einfach nicht weiter. Ich habe einen richtigen Kontrollwahn, ich durchsuche ihre Tasche und halte sogar Buch über ihren Konsum. Jedes Mal wenn sie die Haustür verlässt durchsuche ich die ganze Wohnung, um herauszufinden, wie viel sie jetzt wieder getrunken hat. Ich bin am Verzweifeln und weiß einfach nicht weiter.
Viellleicht könnt ihr mir Tipps geben, wie ich mit dieser Situation fertig werden kann.
Danke fürs Zuhören
Lg Akasha
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Akasha hat zum Thema: Angst vor dem dicken Ende geschrieben
Just
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 06.05.2011
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 17.06.2011, 18:34    Titel: Re: Angst vor dem dicken Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Akasha,

eine schlimme Situation für Dich. Auch wenn es weh tut: Du kannst nichts machen, Du kannst mit ihr keine Gespräche führen, Du kannst keine "Flaschen" suchen, Du kannst Dich nicht um sie kümmern ...weil: es wird sich nix ändern. Du gehst dran kaputt aber Deine Mutter wird weiter trinken ...es hört sich hart an, sorry aber es ist so. Deine Mutter muss ganz unten sein - dann kann sich was ändern. Sie muss es wollen, nicht Du. Erst wenn der Leidensdruck so stark wird, dass sie nicht mehr kann, gibt es vielleicht einen Chance ...bei meinem Vater waren es 15l Bauchwasser und die Aussage der Ärzte im KH, dass er sterben wird, wenn er so weiter macht ...danach hat es "Klick" gemacht ...sorry wegen der drastischen Worte aber es ist leider so.
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Just hat zum Thema: Re: Angst vor dem dicken Ende geschrieben
Eliza
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 28.02.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19.06.2011, 19:37    Titel: Re: Angst vor dem dicken Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Akasha,

meine Mutter ist auch alkoholkrank und die Beschreibung von deiner Mutter erinnert mich stark an meine Mutter: Stark, lange Zeit alleinerziehend, fürsorglich, absolut nicht aggressiv und nie egoistisch. Jetzt allerdings ist sie das komplette Gegenteil, so kann die Krankheit einen Menschen verändern...

Ich weiß nicht wie du diich verhalten sollst, ich kann dir nur raten: Hör auf die Handtasche deiner Mutter zu durchsuchen oder Flaschen zu suchen. Deine Mutter ist alkoholkrank. Punkt. Es gibt nicht viel wie du ihr helfen könntest. Deiner Mutter zu helfen versuchen ist eine Sache, du darfst dich darüber hinaus aber nicht vergessen.

Mir scheint dein Leben dreht sich meist um deine Mutter. Das ist schlecht, du musst auch an dein Leben denken. Sonst hast du ja gar keine Ablenkung mehr..

Wohnst du noch zu Hause? Wenn ja kannst du nicht ausziehen? Bzw. deine Mutter damit unter Druck setzt, wenn sieh keinen Entzug machst zieh ich aus?

Das dicke Ende... Das dicke Ende wird bei meiner Mutter auch kommen, sie ist nämlich nicht nur alkoholkrank sondern auch tablettenabhängig. Keine gute Mischung..

Ich habe mich hingesetzt und habe in Ruhe über das dicke Ende nachgedacht. Was wäre wenn ein Anruf käme dass sie gestorben ist.. Aber nichts wäre, das Leben würde weitergehen.. Du wärst eine zeitlang ganz unten und danach würde es aber auch wieder werden.

Vielleicht hilft dir das, mal in Ruhe hinsetzen und sachlich drüber nachdenken...
Mir hats geholfen.

Liebe Grüße Eliza
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Eliza hat zum Thema: Re: Angst vor dem dicken Ende geschrieben
superunknown
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 19.06.2011, 23:10    Titel: Re: Angst vor dem dicken Ende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

liebe akasha,

wie die vorschreiber schon sagten: du kannst nichts tun, nur dir selbst helfen.
akzeptiere, dass sie krank ist. (das sag ich jetzt so leicht, ich finde es zur zeit fast unmöglich, dies zu tun, auch wenn ich weiss, dass ich es muss)

ich liebe meinen vater auch, und das werde ich auch immer tun. aber ich kann und will ihn nicht kontrollieren (können wegen räumlicher entfernung, wollen weil es nichts bringen würde ausser mich zermürben)
ich arbeite hart daran, dass es mir gut geht. ich arbeite hart daran, bei den seltenen begegnungen mit ihm klarzumachen, dass mir genau das wichtig ist, unabhängig davon, ob er gerade ein paar monate nicht trinkt oder in zukunft doch wieder oder auch nicht. ich versuche, mein leben für mich zu leben.
die sorge kann ich nachvollziehen. ich sorge mich auch. aber da kann ich mich sorgen, so viel ich will, es ändert nichts.

hör auf, zu kontrollieren, und hör auf dich.
ich wünsch dir alles erdenklich gute und viel kraft!
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superunknown hat zum Thema: Re: Angst vor dem dicken Ende geschrieben

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