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Ich will leben. Mein Thread

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Immergrün
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 145
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BeitragVerfasst am: 23.11.2011, 16:25    Titel: Re: Ich will leben. Mein Thread Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kämpferherz,

reagierst du so heftig, weil hinter deinem Rücken über dich geredet wurden ist, als offen mit dir oder weil man dir nicht zutraut, dass du deine Probleme selbst bewältigen kannst?

Ich finde das auch nicht in Ordnung, dass sie sich so in dein Leben mischt. Ich denke mal, dass wird sie jetzt auch mitbekommen haben. Anderseits könnte es sein, dass sie verstehen wollte, was eine Wochenbettdepression ist und wie man dir helfen könnte, warum sollte sie sonst ihren Arzt fragen. Ich weiß nicht, wie euer Verhältnis ist, aber vielleicht hatte sie einfach Angst vor deiner Reaktion, wenn sie dich gefragt hätte. Sag ihr einfach, dass sie mit dir reden kann, und das du nicht willst, dass sie Dinge für dich hinter deinem Rücken regelt, dass du zu ihr kommst, wenn du mal ihre Hilfe brauchst. Wenn sie sich nicht daran hält, kannst du dich immer noch zurückziehen.

liebe Grüße
Laura
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Immergrün hat zum Thema: Re: Ich will leben. Mein Thread geschrieben
Kämpferherz
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 81
Wohnort: nicht mehr Mainz - leider. In der Pfalz jetzt

BeitragVerfasst am: 23.11.2011, 17:54    Titel: Re: Ich will leben. Mein Thread Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Laura,

ich rege mich so auf, weil sie scheinbar so helfen will, wie sie denkt es sei richtig, was aber gar nichts bringt.

Als es mir ganz schlecht ging habe ich drum gebeten, dass sie hier ist und einfach nur dasitzt, damit ich nicht allein bin. Das wollte sie aber nicht, mir ein paar Pflichten wie Haushalt oder einkaufen abnehmen wollte sie erst Recht nicht.

Sie weiß, dass das Verhältnis zu meinen Eltern nicht gut ist. Wir (mein Freund auch) haben ihr deshalb regelrecht untersagt dort anzurufen. Sie macht es trotzdem. Meine Eltern interessierts nicht (war mir vorher klar) und der Rest der Verwandtschaft zerreißt sich das Maul.

Wenn sie mir wirklich helfen wollte, wieso tut sie es dann nicht? Sie hat ein Auto, ich nicht. Für mich ist das ein langer Fußweg zum Bäcker, warum kann sie mir kein Brot mitbringen, wenn sie eh einkaufen geht? Mit solchen Kleinigkeiten hätte sie mir damals schon geholfen.

Ich verstehe nicht, wieso sie ständig zu Besuch kommt, wenns mir gut geht, aber nicht kommen will, wenn ich Hilfe brauche. Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich da ausgenutzt, ich hab mir immer ihre Probleme (sie hat auch Depressionen) angehört, zum hundertsten Mal die gleiche Geschichte, aber es kommt nix zurück. So gings mir im Leben oft und ich hab mir fest vorgenommen, mich nicht mehr ausnutzen zu lassen.
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Kämpferherz hat zum Thema: Re: Ich will leben. Mein Thread geschrieben
Immergrün
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 145
Alter: 28

BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 11:33    Titel: Re: Ich will leben. Mein Thread Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kämpferherz,

na dann verstehe ich die Reaktion von deiner Schwiegermutter überhaupt nicht. Es kann natürlich sein, dass sie der Meinung ist, dass man mit seinen Eltern reden musst. Diese Diskussion führe ich zur Zeit mit meiner Mutter wegen meinem Vater. Aber das ist nicht so wichtig, wieso sie so gehandelt hat. Es ist dein Leben und du entscheidest darüber.

Wenn du dir ausgenutzt vorkommst, kannst du es ihr sagen. Ich weiß ja nicht, wie oft ihr euch seht und wie nah sich dein Freund und seine Mutter stehen. Aber du musst es ihr auch nicht sagen, und kannst dich auch einfach erstmal zurückziehen. Es ist seine Mutter und er kann dafür sorgen, dass sie ihr Enkelkind sieht.

Und was deine Verwandtschaft nun macht ist doch egal, manche Leute müssen lästern, damit ihr Leben nicht so trostlos ist. Wochenbettdepression ist eine Krankheit, wer das nicht versteht, ist selber Schuld.

liebe Grüße
Laura
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Immergrün hat zum Thema: Re: Ich will leben. Mein Thread geschrieben
Kämpferherz
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 81
Wohnort: nicht mehr Mainz - leider. In der Pfalz jetzt

BeitragVerfasst am: 30.03.2012, 16:33    Titel: NDeuigkeiten Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

mir geht es viel, viel besser, cih bin jetzt in Therapie und das gibt mir Selbstbewusstsein, was ich vorher kaum hatte.

Zu der Schwiegermutter noch kurz: ich habe den Kontakt eingeschränkt, sie darf aber unsere Tochter sehen, so oft sie will.
Ich weiß nicht, was diese Frau gegen mich hat, ist mir auch egal, aber helfen wollte sie nicht. Dieser Anruf, über den ich mich so aufrege, ist fast 2 Monate nachdem es mir so schlecht ging, erfolgt. Da brauchte ich keine Hilfe mehr, sondern hatte mir selbst welche gesucht. Außerdem hat sie nicht nur meine Eltern angerufen, sondern jeden informiert, den sie kennt ...

Zu mir:

Was mich so schlimm in die Depression getrieben hat, waren viele Sachen. Fing an, dass mein Freund nicht mehr arbeiten gehen konnte/wollte, wie auch immer, er stand kurz vorm Burn-Out und hat sich kündigen lassen. Dann war er in der Prüfungsphase unausstehlich, hat getrunken, mich beschimpft etc.

Weiteres Problem: Wohnsituation. Wir haben kein Kinderzimmer, wollten während der Schwangerschaft noch umziehen, was aus diversen Gründen nicht geklappt hat.

Weitere Ursache, was mich so tief runtergezogen hat: mein Job ist auch weg, da mein Arbeitgeber zu gemacht hat.

Alles in allem sah ich uns als totale Versager: kein Geld und kein Platz für ein Kind. Mir hat mein Kind leid getan, dass es in solchen Verhältnissen aufwachsen muss. Dann ist für mich das allerschlimmste passiert: mir ist sie aus dem Bett gefallen. Nichts passiert, kurz geweint. Für mich ist ganz viel passiert. Ich fühlte mich eh schon als Versager, aber jetzt noch als ganz, ganz schlechte Mutter.

In der Therapie habe ich gelernt, offener so etwas auszusprechen. Ich weiß, dass ich keine schlechte Mutter bin. Ich habe das auch im Babytreff angesprochen, es ist dort ALLEN Müttern schon passiert, dass ihre Babys irgendwo runtergefallen sind, sich gestoßen haben etc. etc. Vorher dachte ich, das passiert nur mir.

Meine Beziehung ist auch besser. Er ist wieder ganz der alte, hilfsbereite, einfühlsame Freund. Hat auch eine neue Arbeit gefunden, die ihm gut gefällt.

Dadurch wird sich in zwei Monaten auch unsere Wohnsituation verbessern, die absehbare Zeit macht diese Wohnung (totales Loch) erträglich. Ich zähle schon die Tage, bis wir hier endlich raus sind Smilie.

Wir haben auch geredet. Er schlief währender der Schwangerschaft nicht mit mir, weil er das einfach nicht kann, er fand das komisch, weiß zwar biologisch kann dem BAby nichts passieren, es bekommt nichts davon mit, aber trotzdem hatte er da Hemmungen. Und er ist, wie ich mittlerweile weiß, nicht der einzige Mann, der so denkt.

Mit meiner Schwiegermutter ist es ein anderes Thema, sie versucht sich überall einzumischen, bezeichnet ihr Enkel immer als ihre Tochter, macht mich damit wahnsinnig, sie wollte immer ne Tochter, bekam aber halt keine. Aber der Abstand und wenige Kontakt tut mir gut.

Für mich habe ich ein Studium angefangen und ich muss jetzt, nach 6 Monaten Vorlesungen, Prüfungsstress etc. sagen, das war die beste Idee, die ich jemals hatte. Das tut mir so gut, rauskommen, mich viel jünger fühlen. Früher war Studium Stress für mich, jetzt GENIEßE ich es.

Alles in allem gibt es noch viel zu tun, bis ich richtig glücklich bin, aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg.
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Kämpferherz hat zum Thema: NDeuigkeiten geschrieben

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