| ...weiß nicht wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll... • Schwester mit Alkoholproblem, wie helfe ich meiner Nichte? |
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Bianca24 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.05.2006 Beiträge: 15 Alter: 30 Wohnort: Pirna
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Verfasst am: 17.05.2006, 14:14 Titel: Alles für die Katz |
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Hallo ihr,
ich bin jetzt seit fünf Jahren mit meinem Freund zusammen und kenne ihn auch nur unter Alkoholeinfluss - halt mal mehr mal weniger.
Er hat mir auch schon oft versprochen das er weniger trinkt oder ganz aufhört, das er sich mehr um seinen großen Sohn kümmert, das er sich mehr um mich und den gemeinsamen Sohn kümmert - aber alles Pustekuchen.
Jetzt habe ich ihm letzte Woche die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt, er soll seine Probleme in den Griff bekommen (habe sie ihm auch im einzelnen geschildert und erklärt) sonst würde ich ausziehen.
Vier Tage hat er nur zwei Radler am Tag getrunken und nun habe ich erfahren das er doch wieder zwischen durch Bier getrunken und mich auch wieder belogen hat.Ich habe aber auch den Eindruck das es ihm diesmal nicht so ganz egal ist was ich gesagt habe - er hat sich ja auch bemüht. Nur schafft er es alleine nicht und Hilfe möchte er nicht annehmen. Was würdet ihr mir raten.
Er trinkt übrigens zu jeder Tages- und Nachtzeit, vor der Arbeit bei der Arbeit und nach der Arbeit, alleine und in Gesellschaft.
Erschwerend kommt hinzu das seine ganzen Freune im Umkreis von 500 m wohnen und die trinken auch alle mehr oder weniger.
Ein Alkoholiker ist ebenfalls noch unter den Freunden und die Elter von meinem Freund trinken ebenfalls regelmäßig.
Danke fürs "zulesen"
Bianca |
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| Bianca24 hat zum Thema: Alles für die Katz geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 17.05.2006, 14:24 Titel: Re: Alles für die Katz |
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Hallo Bianca,
da er sich nicht an sein Versprechen bzw. Eure Abmachung gehalten hat, solltest Du auch Konequent sein.
Ein Alkoholiker wird immer seine Grenzen austesten. Wenn er jetzt merkt, dass Du nicht handelts, wird es immer so weiter gehen.
Wenn er sich nicht helfen lassen will, kann zwar so ein Druckmittel ( ich ziehe aus ) zwar zum Nachdenken anregen, aber mehr auch nicht.
Jeder braucht seinen persönlichen Tiefpunkt, wo er für sich selbst mit dem Alkohol aufhören möchte.
Ob das nun Dein Auszug ist oder ob er erst alles verloren haben muß, liegt bei ihm.
Du solltest aber an Dich denken. Schnell hast Du Dein Leben für seine Alkoholanhängigkeit aufgegeben und verlierst viele Jahre.
Gruß
Karsten
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zufällige Beiträge:
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In Liebe loslassen |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Alles für die Katz geschrieben
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Bianca24 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.05.2006 Beiträge: 15 Alter: 30 Wohnort: Pirna
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Verfasst am: 17.05.2006, 15:11 Titel: Re: Alles für die Katz |
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Hallo Karsten,
ich habe ihm vor einer Woche gesagt das ich ihn verlassen werde wenn es wieder so schlimm wird wie vorher. Und ich weiss, wenn er wirklich wieder anfangen sollte mehr zu trinken wird dieser Pegel schnell wieder erreicht sein.
Ausserdem habe ich Angst - nicht so sehr vor dem allein sein sondern mehr davor allein klar kommen zu müssen. Das musste ich nämlich noch nie in vollem Umfang. Dazu kommt ja auch das ich dann allein mit meinem kleinen Sohn dastehen würde und auf finanzielle Unterstützung brauche ich von ihm gar nicht zu hoffen - er zahlt ja auch für seinen großen Sohn nicht.
Ich weiß aber eines genau: ich lasse mir mein Leben und das von meinem Kind nicht kaputt machen.
Und ich bin auch stark genug allein mit meinem Kind zu leben.
Nur wie sagt man so schön: Aller Anfang ist schwer!
Danke |
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| Bianca24 hat zum Thema: Re: Alles für die Katz geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 17.05.2006, 15:22 Titel: Re: Alles für die Katz |
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Hallo Bianca,
aus meiner Erfahrung als Alkoholikerin kann ich Dir nur ebenfalls bestätigen, dass "Grenzen austesten und voll ausstrapazieren" natürlich zur Alkoholkrankheit dazugehört. Wenn Du Deinem Freund sozusagen Einen Meter zugestehst, wird er sich allerwarscheinlichst Drei Meter "Trinkfreiraum" nehmen usw.
Auch das ständige Lügen und die falschen Versprechungen gehören einfach dazu.
Ich würde Dir raten Konsequenzen die Du androhst dann auch unbedingt zu ziehen.
Aus lehren Drohungen lernt ein Alkoholiker nur Eines und zwar, dass er´s eh machen kann ohne mit grossem Schaden rechnen zu müssen.
Achte vor allem auf Dich und Dein Leben.
Karsten hat vollkommen recht, es kann sooo schnell passieren, dass Du Jahre oder sogar ein ganzes Leben an die Alkoholkrankheit verlierst.
Ich selbst habe es nicht geschafft meines Mannes wegen aufzuhören. Obwohl ich ihn sehr liebe und obwohl ich es ihm über eine Million mal versprochen hatte. Ich war mir einfach zu sicher, er würde mich eh nie verlassen. Nur MEINER SELBST WILLEN habe ich dann entschlossen aufzuhören. Aber da war unser beider Leben schon völlig den Bach hinunter. Solange zu warten würde ich keinem Partner raten dürfen.
Ich wünschte heute mein Mann hätte mir vor Jahren ein RICHTIGES Ultimatum gestellt und auch mal danach gehandelt. Gut möglich, dass ich dann früher meinen Tiefpunkt ereicht hätte. Auch wenn nicht, sein BLEIBEN jedenfalls hat mir mein Trinkerleben nur sehr erleichtert. Auch wenn es gut sein kann, dass ich, wäre er gegangen, dann so richtig tief gefallen wäre. Wenigstens wäre früher etwas passiert.
Aber wie auch immer Du Dich entscheidest...(und ich bin mir darüber im klaren, dass es hier um den Vater Deines Kindes geht):
Pass bitte vor allem gut auf Dich und Dein Kind und Euer Wohlergehen auf. Nur das zählt erstmal!
Und denk daran: Der finanzielle Absturz geht sowieso meist mit dem Trinken einher. Da ist es besser alleine und finanziell unabhängig zu sein. Auch wenn Du das noch nie ausprobiert hast, und glaube mir, ich verstehe Deine Angst vor dem Alleine sein, kann es eben doch sehr warscheinlich sein, dass Du neben einem Alkoholiker noch einsamer als alleine bist.
Ich wünsche Dir Mut und Kraft !
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: Alles für die Katz geschrieben
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Bianca24 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.05.2006 Beiträge: 15 Alter: 30 Wohnort: Pirna
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Verfasst am: 17.05.2006, 15:38 Titel: Re: Alles für die Katz |
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hallo chiara,
wenn man es genau nimmt habe ich schon 4 Jahre an den Alkohol verloren.
Genauso habe ich ihm leider schon einige halbherzige Ultimaten gestellt.
Und ich fange erst langsam an zu begreifen was Alkoholismus wirklich bedeutet. Auch das muss man ja erstmal wissen.
Und ich falle immer noch sehr schnell in meine alten Verhaltensmuster zurück. Aber ich merke auch das ich mich verändert habe, das ich halt kongreter ihm gegenüber werde und mir auch nicht mehr so viel bieten lasse und das ich ein bisschen konsequenter geworden bin. Aber ganz reicht es halt meistens noch nicht.
Immerhin ich tu die ´Schritte in die Richtige Richtung.
Ein bisschen werde ich ihn wahrscheinlich noch schubsen und wenn es dann bei ihm nicht klick mach dann werde ich mir ein neues Leben mit meinem kleinen Sohn aufbauen.
Denn er ist mir das wichtigste und ich würde nie zulassen das ihm was passiert. |
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| Bianca24 hat zum Thema: Re: Alles für die Katz geschrieben
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Daisy neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 13.03.2006 Beiträge: 40
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Verfasst am: 17.05.2006, 17:11 Titel: Re: Alles für die Katz |
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Hallo Bianca
Chiara hat in allen Punkten recht, sie spricht aus eigener Erfahrung , so wie ich auch. Gibt man uns den kleinen Finger, nehmen wir uns die ganze Hand. Als Alkoholiker muß man für sich selbst wollen, nur für sich, dann kann es klappen.
Versprechen werden sonst immer wieder gebrochen und Du nund Dein Sohn gehen daran kaputt. Du machst es doch schon vier Jahre durch überdenk diese Zeit mal ganz in Ruhe.
Viel Kraft für Dich, es ist schwer, hat aber mehr Zukunft.
Bis bald Daisy |
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| Daisy hat zum Thema: Re: Alles für die Katz geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 17.05.2006, 17:25 Titel: Re: Alles für die Katz |
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Bianca Du tust schon viel !
Das musst Du Dir selbst schon hoch anrechnen. Immerhin informierst Du Dich aktiv über die "Krankheit Alkohol" (Wissen ist Macht, auch was Alkoholismus anbetrifft) und Du sitzt nicht rum und schaust zu. Alle Achtung.
Wie gesagt, je aktiver Du wirst umso besser.
Ich habe es als trinkende Alkoholikerin früher immer gehasst wenn mein Mann sein Leben aktiver in die Hand nahm. Das bedeutete immer eine starke Bedrohung für "meinen Alkohol" und hat mir eine Riesenangst eingejagt. Ich wollte, dass er möglichst passiv bleibt und sich ja kein "eigenes Leben" aufbauen kann. Nicht mal eigene Freunde oder ein eigenes Hobby wollte ich ihm lassen, das war mir dann schon zu sehr ein Schritt von mir(und meiner Flasche) weg. Auch kann ich Dir nur raten schon jetzt möglichst viel Einsicht in Papier und Geldangelegenheiten zu nehmen. Nicht nur bereitest Du Dich damit auf eine mögliche Unabhängikeit vor, falls Alles schlimmer wird, sondern Du schützt damit Dich und Dein Kind auch vor dem möglichen Pleitegeier. Kann nie schaden!
Unabhängikeit kann Dir nur gut tun, auch wenn Du in der Beziehung bleibst macht Dich das stark.
Aber vor allem wollte ich Dir nochmal mein Lob aussprechen. Viel zu viele Partner informieren sich erst viel zu spät über Alkoholismus und erstarren in ihrem Ensetzen oder wollen nicht sehen was passiert. (Dazu gehört auch mein Mann, leider!)
Dass Du jetzt die Zügel über Dein Leben in die Hand nimmst finde ich ganz bemerkenswert!
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: Alles für die Katz geschrieben
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Bianca24 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.05.2006 Beiträge: 15 Alter: 30 Wohnort: Pirna
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Verfasst am: 17.05.2006, 18:25 Titel: Re: Alles für die Katz |
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Hallo chiara,
Ich tue leider noch viel zu wenig. Und meine Entschlusskraft ist da - aber leider nur im kopf. Der Rest will leider noch nicht ganz so. Aber das kommt noch.
Jetzt habe ich ja auch erstmal was gefunden wo man offen über das Thema Alkohol spricht. Das hilft auch irgendwie.
Ich muss sowieso lernen darüber zu reden. Das kommt langsam denn schwer ist es schon, ich habe teilweise das Gefühl versagt zu haben auch wenn ich weiß das es nicht so ist. Ich habe schon genug mitgemacht um zu wissen was ich kann und was nicht. Aber ich habe auch gelernt das ein Leben ohne leibliche Eltern nicht sehr schön ist und ich möchte das mein Sohn einen Vater hat auf den er stolz sein kann und der lieb zu ihm und immer für ihn da ist. Das sehe ich jetzt leider auch den Bach runter gehen - zumindesten irgendwie.
Über unsere Gelddinge weiß ich zum Glück bescheid, nur ein paar Versicherungen bräuchte ich neu und ein paar Gänge zum Arbeitsamt. Das hält sich zum Glück in Grenzen. Daran hängt es nicht.
Ich habe mich glaube gefühlsmäßig noch nicht weit genug von ihm distanziert. |
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| Bianca24 hat zum Thema: Re: Alles für die Katz geschrieben
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