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das Ende einer Liebe?

 
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Dana_MUC
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 18.04.2011, 13:02    Titel: das Ende einer Liebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo an alle,

ich bin neu hier ...

Angemeldet hatte ich mich schon vor einiger Zeit, aber erst am Wochenende fasste ich den Mut ,mich auch vorzustellen um freigeschalten zu werden.

In meiner Vorstellung habe ich das hier geschrieben (ich kopiere es hier rein, denn es fasst kurz zusammen um was es geht):

Ich dachte immer, "das schaffen wir schon" - aber "wir" schaffen es nicht!

Mein Partner ist Quartalstrinker, wobei die Abstände zwischen seinen Saufereien sehr unterschiedlich sind (manchmal nur 8 Tage, manchmal 1 Monat) und er die Zeit dazwischen keinen Tropfen trinkt.

Er geht auch seit Monaten schon regelmäßig 1 x die Woche zu Treffen von AA. In der Gruppe seien sowohl trockene als auch nasse. Allerdings, und DAS ist es, was mich jetzt mit Sorge erfüllt, fand er dort jetzt Saufkumpane - sprich, er ist gestern mit einem von dort auf "Bierchen" gewesen! Naja, EIN Bierchen war das , so wie er vorhin hier bei mir ankam, ganz sicher nicht... eher 10 - 18!

In meinem Augen macht das alles keinen Sinn und gerade eben habe ich ihn hinausgeworfen (er hat zusätzlich noch eine eigene Wohnung), mich ekelt vor ihm wenn er so nach Alkohol stinkt und ich merke, dass unsere Beziehung immer mehr den Bach runter geht.

Und mir geht es auch immer schlechter: Wut, Enttäuschung, Frust ...

Darum suche ich nun Rat und auch Erfahrungsaustausch bei ebenfalls betroffenen Angehörigen.




Inzwischen sind zwei Tage (und ein Chatbesuch bei Euch *winke @ Celly*) vergangen und die Lage wird akut immer schlimmer.

Er hat wohl seit Samstag durchgesoffen - zumindest schließe ich das daraus, dass ich Samstag/Sonntag gar nichts von ihm hörte und aus seinem betont-versucht-korrekt-reden heute spätvormittag auf meinen TelefonAB. Er hat auch zwei Termine heute vormittag nicht wahrgenommen und als ich mittags nicht zuhause war (er wußte, dass ich einen Termin habe), ist er hier aufgetaucht. Gesehen habe ich ihn nicht, aber ich habe den Alkohol gerochen... Was er hier wollte, weiß ich auch nicht, evt. klamotten holen? Mails checken? Onlinebanking machen?

Auch habe ich inzwischen mit seinem Freund gesprochen (der ihn als inzwischen seit Jahren trockener zu den AAs gebracht hat) und die Situation stellt sich ganz anders dar als es mein LG beschrieben hat: ER ist dort der einzige nasse und wohl ziemlich "beratungsresistent".

Mein LG ist eigentlich ein sehr fürsorglicher, hilfsbereiter, warm- und weichherziger Mensch, der im Suff auch nicht aggressiv sondern eher depressiv wird.
Den nüchternen Mann liebe ich über alles, der besoffene jedoch kotzt mich an und ich will nur eines, diesen NIE mehr wiedersehen!

Ich habe mit meinem LG besonders im Laufe der letzten Monate viele Gespräche gesucht, habe gebeten, gefleht, gedroht - der Dämon Alk ist aber offensichtlich stärker als alles.

Was soll ich denn bloß tun?
(Im Chat sagte man mir, ich solle MIR etwas Gutes tun und auf mich jetzt schauen - aber jeder, der liebt kann sicher nachvollziehen, wie schwer das ist und dass die Hoffnung zuletzt stirbt!)

Viele Grüße
Dana
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Dana_MUC hat zum Thema: das Ende einer Liebe? geschrieben
sonne5
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.02.2011
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 18.04.2011, 16:01    Titel: Re: das Ende einer Liebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe dana,

es ist einfach erschreckend, wie stark diese Sucht sein kann. Trotzallem ist es immer noch seine Entscheidung zu trinken...er könnte es auch lassen bzw. die Hilfe auch annehmen.

Auch mein XY hat das WE durchgesoffen, schon das 2 hintereinander, ich halte wiedermal Kontkaktsperre in der Hoffnung endlich von ihm loszukommen.

Du sagst ihr habe viel geredet usw. und trotzdem keine Einsicht oder Besserung?
Wie du sicher schon öfter hier gelesen hast, wird dein XY nicht für dich aufhören zu trinken...
Er kann selber entscheiden was er will und anscheinend will er trinken.

Wenn es dich so sehr belastet kannst du ihm nur ein Ultimatum setzen und deine Drohungen auch durchziehen.

Ich kenne diesen Ekel von Alkoholgeruch fast täglich nur zu gut, ein Teufelskreis...

Hör auf zu kämpfen, dass laugt dich nur aus bis du nicht mehr kannst.
Ich weiss wie schwer es ist, vorallem wie unverständlich es sich anfühlt, dass jemanden der Alkohol wichtiger als alles andere sein kann.

Aber leider haben wir da keinen Einfluss drauf..

Schau auf dich und sei dir bewusst, dass auch du was wert bist und deine Bedürfnisse erfüllt werden können.

Alles Liebe
sonne
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sonne5 hat zum Thema: Re: das Ende einer Liebe? geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5776
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 19.04.2011, 08:18    Titel: Re: das Ende einer Liebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Dana,

erstmal "Hallo" hier im Forum.

Du hast es schon gemerkt, alles Betteln und Flehen und Heulen nutzt nichts, wenn er trinken will, trinkt er. So ist die Sucht.

Die Menschen in diesem Chat hatten Recht. Du musst auf dich sehen, sehen, was du für dich tun kannst. Denn darauf hast du Einfluss, auf ihn aber nicht!

Viele Grüße
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: das Ende einer Liebe? geschrieben
Dana_MUC
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 30.08.2011, 15:43    Titel: da bin ich wieder ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ich habe den Kampf aufgegeben, der Alk hat gewonnen Weinen .

Letzte Woche konnte ich konnte mehr, war am Ende meiner Kräfte: mein LG hat seit meinem letzten Eintrag hier nicht aufgehört, im Gegenteil, die Abstände wurden immer kürzer, die zwischen seinen Saufexzessen lagen:
letzte Woche war er dann 3 Tage "auf Spur", ich hatte - wie so oft - keine Ahnung mit wem und wo.

Weder ich noch unser Haus (es standen Arbeiten an) noch unser gemeinsames Haustier haben ihn interessiert, auch keine Termine.
Er ging wieder dorthin, von wo ich ihn seit Jahren fernhalten konnte bzw er selbst nicht mehr hinging: in seine langjährige Stammkneipe.
Als ich das erfuhr, habe ich unsere Beziehung beendet und ihn "hinausgeworfen".

Es ist jetzt knapp eine Woche her, inzwischen war er auch hier - absolut nüchtern!- um seine Sachen abzuholen. Mir geht es hundeelend, denn ich habe ihn geliebt und liebe ihn ja doch immer noch. Aber ich konnte einfach nicht mehr!


Wißt Ihr, was ich einfach nicht verstehe, ich kapier's wirklich nicht:

Ich habe zu ihm gesagt, dass er wegen dem Scheiß Alk alles auf's Spiel gesetzt hat: unsere Beziehung, unser gemeinsames Leben
Dass ich mir mehr als 9 Monate überlegt habe, was ich denn bloß tun soll, dass ich 9 Monate gebraucht habe, diesen Cut zu machen ... dass ich nicht mit ansehen kann und nicht miterleben will, dass und wie er langsam vor die Hunde geht ... dass ich ihn immer und immer wieder daraufhingewiesen habe, dass der Alk unsere Beziehung zerstört....

Er meinte daraufhin im nüchternen Zustand: ja, er wisse es, es sei seine Krankheit, sein Dämon, von dem er nicht wegkomme, er habe es schon oft versucht. Er sei ein Alkoholiker, er wisse es, und er würde unruhig und spgar aggressiv, wenn er merken würde, jetzt "ist es wieder an der Zeit".

Und ob ich denn nicht damit leben könnte, dass er halt mal 2 Tage in der Woche "unterwegs" ist, er würde dann halt in seiner Wohnung übernachten. Er sei doch sonst kein schlechter Mensch und täte alles für mich bzw uns.

Und er habe mit seinen Freunden, die ihn (und sein Saufen) schon viel länger kennen, gesprochen, ihnen auch gesagt, dass ich mich von ihm getrennt hätte. Diese hätten dann gemeint, das sei kein WUnder: entweder die Frau mache das mit, oder nicht - eine andere Wahl gäbe es nicht.
Und ich sei eben eine, die das nicht mitmacht.

Niemals - NIEMALS kam von seiner Seite aus Satz ähnlich wie: ich höre auf, ich versuche aufzuhören.
DAS ist es was ich einfach nicht verstehe: dass er nicht mal den Ansatz eines Gedanken daran verschwendet, dass es an IHM liegt und nicht an mir, 2-tägige Saufexzesse hinzunehmen.

Er opfert mich, er opfert alles was er hier hat für ein angenehmes Leben inkl. meiner Liebe für "sich ab und an besinnungslos zusaufen"!


Sorry für den langen Text, ich bin so fertig und muß mich zusammenreißen, nicht dauernd zu heulen Traurig

Wäre für Euren Zuspruch sehr dankbar!



LG
Dana
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Dana_MUC hat zum Thema: da bin ich wieder ... geschrieben
lottemotte
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.01.2011
Beiträge: 149
Alter: 31

BeitragVerfasst am: 30.08.2011, 16:03    Titel: Re: da bin ich wieder ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Dana,

diesen Satz habe ich auch tausend Mal gehört:

Dana_MUC hat Folgendes geschrieben:

Er sei doch sonst kein schlechter Mensch und täte alles für mich bzw uns.


Bei gleichzeitiger null Bereitschaft Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Dieser Satz macht mich so wütend. Warum versteht er nicht wie weh dieser Satz tut. Übersetzt heißt das, ich tue doch nichts, ich kann nicht anders, versteh mich doch. Das ist psychische Gewalt. Es gibt nur ein Mittel, um nicht mehr zu leiden - Abstand.

Lieben Gruß
LotteMotte
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lottemotte hat zum Thema: Re: da bin ich wieder ... geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5776
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 30.08.2011, 17:16    Titel: Re: das Ende einer Liebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Dana,

ich kann's verstehen, wie du dich fühlst. Wie oft habe ich damals gedacht, warum macht er das, warum schmeißt er alles weg, warum, warum... Wir hatten keine finanziellen Sorgen, die Kinder waren problemlos groß geworden und machten ihren Weg. Wir hatten eine schöne Wohnung undundund. Und trotzdem konnte, wollte er nicht aufhören. Ich dachte so oft, sind wir, die Kinder und ich es nicht wert?

Es ist die Sucht, diese Krankheit. Das ist nicht zu erklären mit logischen Worten, glaube ich. Und als Nichtalkoholikerin kann ich es mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlt. Spedi weist oft darauf hin. Ich habe es mir überlegt, er hat 100pro Recht damit! Es ist nicht nachvollziehbar für jemanden, der es nicht selbst erlebt hat.

Darum gibt es nur eins. Distanz. Jemandem, der trinkt und nicht den Willen hat, aufzuhören, kannst du nicht helfen. Das ist dir ja auch klar. Also gibt es wirklich nur den Weg der Trennung, wenn du ein ruhiges und zufriedenes, ausgefülltes Leben haben willst. Und das Akzeptieren, dass es eben so ist. Es hat nichts mit dir zu tun. Du bist nicht Schuld oder sonstwas. Du bist auch kein schlechter Mensch oder unfähig für eine Beziehung mit ihm. Er ist einfach überfordert, weil seine Sucht ihn auf Trab hält. Und er zur Zeit nicht in der Lage ist, daran was zu ändern. Darum will er den Status Quo erhalten, er will dich und gleichzeitig weiter trinken. Das versucht er durchzuziehen, indem er mal als Opfer auftritt, mal bettelt, mit Engelszungen redet, wie sehr er dich liebt, er dir Schuldgefühle und Verantwortung einredet, Versprechungen macht.

Nun änderst du was, das ist toll! Es tut weh, auch das ist klar. Natürlich tut es weh. Es ist eine Trennung, und Trennungen machen Schmerz und Kummer. Du kannst deine Trauer rausheulen, deine Wut, wenn du welche spürst, rausbrüllen, all sowas. Das macht den Blick frei für deine nächsten Schritte. All diese Schmerzen werden aufhören, wenn du ihn loslassen kannst und den Kontakt abbrichst. Das tut erstmal höllisch weh, aber viel mehr tut es weh, jahre-, oder gar jahrzehntelang da mit drinnen zu hängen...

Liebe Grüße
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: das Ende einer Liebe? geschrieben
Dana_MUC
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 31.08.2011, 12:37    Titel: Re: das Ende einer Liebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke Euch!

Ich befürchte wirklich, dass jemand, der diese Sucht nicht aus eigenen Erfahrungen kennt, es einfach nicht nachvollziehen kann, welchen ja wirklich lebensbestimmenden Einfluß sie hat und man dafür sogar alles aufgibt *kopfschüttel*!

In mir geht es drüber und drunter:
einerseits fühle ich mich hundelend und alleingelassen,
andererseits aber spüre ich so etwas wie "Befreiung" und "Erleichterung" von einer großen Last ... ganz merkwürdig!

lG
Dana
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Dana_MUC hat zum Thema: Re: das Ende einer Liebe? geschrieben

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