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wie geht man am besten mit einem alkoholier um?

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Hab da eine wichtige Frage an euch   •    Kontrollieren- ist es wirklich so?  
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Tosia
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.04.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 12.04.2011, 11:05    Titel: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo!
ich hoffe, hier vielleicht antworten auf ein paar fragen bezüglich des umgang mit oder des verstehens der alkoholkrankheit zu bekommen, die mich wirklich sehr quälen..
mein partner und vater meiner 4monatigen tochter ist alkoholiker.
mittlerweile hat er mich so oft belogen (was er natürlich nicht als lügen sieht), mir so oft das blaue vom himmel erzählt und mich letztendlich immer wieder im stich gelassen und mir die kalte schulter gezeigt, dass ich ihm nichts mehr abnehmen kann und auch gar nicht mehr weiß, was ich für ihn bedeute.

was ich gerne wüsste ist:
ob einem alki bewusst ist, dass er bullshit erzählt, oder ob er sich das eigentlich alles selbst vorlügt um die wahrheit nicht zu sehen.
- es tut sehr weh, dass ich selbst wenn ich ganz ruhig und sachlich mit ihm zu reden versuche, er nur gegenhält und mich beleidigt. als würde nichts ankommen von dem was ich sage. ist das tatsächlich so, oder kann er es nur nicht vor mir eingestehen? wenn er mich nicht beleidigt oder widersprüchliches zeug erzählt, dann schweigt er - heißt das er weiß nur nichts daraf zu antworten, weils eben stimmt und er das auch weiß oder ignoriert er mich dann?
dass ich mittlerweile ein psychisches wrack bin (wobei es sicher noch tiefer geht, aber davor ziehe ich hoffentlich die notbremse) ist - seiner meinung nach - weil ich mich selbst so stresse. manchmal räumt er einen kleinen anteil daran ein.

er weiß, dass er alkoholiker ist, meint aber es sei nicht so schlimm.
er sagt einerseits er will wirklich aufhören, tut aber auf der anderen seite fast nichts dagegen - oder sehe nur ich das so?
ist es wirklich so schwer, selbst wenn man wirklich aufhören will, oder ist er noch nicht so weit und versucht nur scheinbar auf meine forderungen zu reagieren, damit ich ihn in ruhe lasse?

er war jetzt einmal bei aa, weil ich ihn angebettelt habe hinzugehen, bevor er da war meinte er, es sei sinnlos und fand es albern. auf die frage wie es war, sagte er: seltsam und dass er wieder hingehen wolle.
ist das ein hoffnungsschimmer? oder rede ich mir nur wieder ein dass das ein wirklicher schritt ist und es wird sich schon bald wieder im sand verlaufen?
ansonsten macht er nämlich fast weiter wie zuvor, nur zu hause trinkt er nicht mehr, aber ich weiß, dass er dafür jetzt heimlich trinkt (spreche ihn nicht mehr drauf an, weil ich ihn nicht noch mehr runter machen will, ist das richtig?) und eben wenn er "offiziell" weg geht, so alle 3tage etwa.

im moment ist es wieder besonders schlimm, vermutlich weil ich ihn jetzt so unter druck setze. ich habe sehr lange mitgemacht und ihm alles abgenommen. natürlich gab es viele streits, aber ich habe immer gehofft, es klappt schon und ihm geglaubt oder glauben wollen, dass es besser wird und was ich sage, wenigstens im nachhinein bei ihm ankommt. das mit dem glauben wollen ist natürlich noch nicht ganz weg, aber mittlerweile bin ich viel überzeugter davon, dass jetzt sehr bald etwas passiert oder ich gehe. ich hoffe, ich schaffe das, besonders für unsere tochter, die nun wirklich gar nichts dafür kann was hier abläuft.

ich habe schon noch große angst ihn alleine zu lassen und es drauf ankommen zu lassen. würde ihm also sehr gerne zur seite stehen, wenn er aufhören will. es geht mir schon gar nicht mehr richtig um die beziehung, sondern darum, dass er da rauskommt - für unsere tochter, für ihn und natürlich auch für mich, ich will nicht noch einen menschen durch diesen gottverdammten alkohol verlieren.
aber wie weiß ich, ob seine absichten ernst sind?

gibt es einen weg, wie ich mit ihm reden kann, ohne dass er sich in die enge getrieben fühlt und ehrlich mit mir redet?
ich weiß, dass es kein patentrezept gibt, aber irgendetwas muss doch dabei helfen, wenigstens ehrlich miteinander darüber zu reden oder!?

ich hoffe, mein anliegen ist trotz vieler ausschweife noch einigermaßen klar geworden.

hoffe auf antworten!

liebe grüße,
tosia
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Tosia hat zum Thema: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? geschrieben
Grazia
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 767
Alter: 46
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BeitragVerfasst am: 12.04.2011, 12:12    Titel: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Tosia

Alle Antworten auf Deine Fragen bringen Dich nicht weiter.
Du bist so kaputt weil Du im Moment nicht Dein sondern sein Leben lebst.

Wo bist Du in dem ganzen? Du sollst Dich auf sich selber konzentrieren auch Deinem Kind zuliebe.
Es ist nicht wichtig was er meint, wann er was sagt oder nicht sagt.
Wichtig bist Du und Deine Tochter.
Geht es Dir schlecht, ändere Dich, ändere Dein leben.
Lese die Geschichten bei den Co-Abhängigen. Die erfahrungen stehen Dir zu verfügung. Greif zu.

LG GRazia
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Grazia hat zum Thema: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? geschrieben
Tosia
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.04.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 12.04.2011, 12:23    Titel: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo grazia!

natürlich hast du recht und es ist mir auch klar, dass mein verhalten auch nicht das eines gesunden menschen ist... allein schon weil es nicht das erste mal ist, dass ich mit einem alki zusammen bin. mittlerweile sehe ich wenigstens das es falsch ist bei ihm zu bleiben, aber ich kann es noch nicht ändern. bin eben auch von ihm abhängig. die hoffnung ist trotz aller widersprüche noch da.
aber es gibt doch fälle, in denen es auch mit partner irgendwie klappt, in denen man den alki nicht alleine ins verderben rennen lässt!
ich bin mir bewusst, meine chance ist sehr klein, aber es gibt sie doch, oder?
wie gesagt, es ist mein HOFFENTLICH! letzter versuch ihm zu helfen. aber ich möchte es einfach nicht unprobiert lassen, ihn irgendwie zu verstehen.
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Tosia hat zum Thema: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? geschrieben
Grazia
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 767
Alter: 46
Wohnort: By

BeitragVerfasst am: 12.04.2011, 13:06    Titel: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo Tosia

ich verstehe Dich besser als Du vielleicht denkst.
Ich habe 20 Jahre mit meinem Alkoholkranken Mann verbracht. Weißt Du weshalb? Nicht weil es schön war, nur weil ich diese Hoffnung gehabt habe und verantwortung für ihn haben glaubte.

Es hat nichts gebracht, jedenfalls nichts gutes.
Ich - vollkommen am Ende
Er - vollkommen am Ende
Kinder - ohne Vater (auch wenn er körperlich da war) aufgewachsen und jetzt nichtmal Hallo zu ihm sagen möchten.

Jedes mal wie ich Posting wie Deins lese, schmerzt mein Herz, ich weiss ja wie schwer es ist.
Natürlich kann es für Euch eine gemeinsame Zukunft geben. es ist nicht ausgeschlossen aber, dafür muss einer von Euch anfangen sich zu ändern. Und ich glaube nicht, dass Dein Partner dieser einer ist.
Bleibst Du.
Wenn Du was ändern willst Augen zu und durch.
Ändere Dein Verhalten, erst dann habt Ihr überhaupt eine Chance.

LLG Grazia
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Grazia hat zum Thema: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? geschrieben
noire
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.05.2011
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 04.05.2011, 00:52    Titel: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Grazia hat Folgendes geschrieben:

Ändere Dein Verhalten, erst dann habt Ihr überhaupt eine Chance.

LLG Grazia



hi, erstmal danke fuer den zitat, das macht mich sehr nachdenklich, wer anders hier im forum hat sinngemaess das gleiche geschrieben.........
...

oh, ein 4 monate altriges baby und dann "alkohol im haus" ...das tut mir echt leid... scheinbar geht es dir ja nicht ganz unaehnlich wie mir...
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noire hat zum Thema: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? geschrieben
Spedi
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 12.12.2010
Beiträge: 1089

BeitragVerfasst am: 04.05.2011, 07:00    Titel: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus Tosia,

ich lese bei Dir sehr viele Allgemienplätze, so z.B.
Zitat:
irgendetwas muss doch dabei helfen, wenigstens ehrlich miteinander darüber zu reden

Nein, gar nichts "muss". So lange einer von Beiden "keine Lust" darauf hat, wird das nix.

Je eher Du anfängst zu akzeptieren, dass
- Alkoholismus eine Krankheit ist, und keine Willensschwäche (die mal so nebenbei abgestellt werden kann)
- Alkohol eine persönlichkeitsverändernde Droge ist
- Eine Veränderung nur stattfinden kann, wenn der Alkoholiker dies möchte
um so eher wirst Du für Dich Klarheit bekommen, ruhiger werden, für Dich eine Lösung finden (ob mit oder ohne ihn), und aus der Spirale dieser unglückseligen "Beziehung" aussteigen können.

Alkoholismus braucht zwei Dinge, um zu gedeihen: Alkohol und ein Umfeld, das den Alkoholiker trinken lässt.

Beides ist bei Dir gegeben, so lange Du Dich um ihn und seine Befindlichkeiten kümmerst. Für den Alkohol sorgt er schon selbst.

Ich wünsche Dir den Mut und die Kraft, aus diesem Abwärtsstrudel auszusteigen. Nimm dich ernst und sorge gut für Dein Kind!

LG
Spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? geschrieben
Friesendeern
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.05.2011
Beiträge: 3
Alter: 41
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 25.05.2011, 11:50    Titel: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Tosia,
habe Deine Beiträge gelsen. Bin neu hier und darüber erschüttert, wie ähnlich deine Leidensgeschichte der meinen ist. Ich kenne meinen Freund erst seit acht Monaten, bin aber jetzt schon so weit unten, dass ich Medikamente nehmen muss, um den Tag durchzustehen. Ich bin in Therapie aber mein Freund "säuft" oder schläft. Ich habe mir die ganze Zeit die Schuld dafür gegeben, dass es ihm schlecht geht. Heute habe ich hier die Erkenntnis bekommen, dass er nicht trinkt, weil er Probleme hat, sondern dass er Probleme hat, w e i l er trinkt. Ich suche für alles die Schuld bei mir und er tut das genauso. Ich habe ihn als liebenswerten, intelligenten und verantwortungsbewußten Mann kennengelernt, davon ist nichts mehr übrig. Ich möchte ihm natürlich auch helfen, aber ich weiß nicht wie.
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Friesendeern hat zum Thema: Re: wie geht man am besten mit einem alkoholier um? geschrieben
DerKroepel
Gast






BeitragVerfasst am: 01.06.2011, 15:56    Titel: Re: Wie geht man mit ihm um ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Tosia,

wie schon viele andere vor mir, möchte ich dir ganz deutlich sagen, dass nichts und niemand in der Lage ist, einen Alkoholiker von seiner Sucht zu heilen - außer er selbst tut es bzw. tut etwas dafür - oder aber - ganz zum Schluss - erledigt das Freund Hein für ihn.

Ich möchte dir gerne deine Fragen ganz konkret aus meiner Sicht beantworten, ich bin trockener Alkoholiker seit einem Jahr, ich habe 30 Jahre lang gesoffen und so ziemlich jeden belogen den ich kenne - ganz besonders aber mich selbst.

Tosia hat Folgendes geschrieben:
ob einem alki bewusst ist, dass er bullshit erzählt, oder ob er sich das eigentlich alles selbst vorlügt um die wahrheit nicht zu sehen. tosia


Nun, ich für meinen Teil hatte immer auch die klaren Momente in denen mir absolut bewusst war, dass ich bullshit erzähle, es war mir aber egal – Hauptsache ich hatte bald meine Ruhe und konnte in Ruhe weiter saufen. Wahrheit ? Ein für mich überflüssiges Gut, schließlich war ich – ganz besonders wenn ich alkoholisiert war, im Besitz der alleinigen Wahrheit überhaupt – alle anderen redeten bullshit!

Tosia hat Folgendes geschrieben:
er weiß, dass er alkoholiker ist, meint aber es sei nicht so schlimm.
er sagt einerseits er will wirklich aufhören, tut aber auf der anderen seite fast nichts dagegen - oder sehe nur ich das so?
ist es wirklich so schwer, selbst wenn man wirklich aufhören will, oder ist er noch nicht so weit und versucht nur scheinbar auf meine forderungen zu reagieren, damit ich ihn in ruhe lasse? tosia


So so, nicht so schlimm, meint er? Doch, es ist schlimm und offensichtlich „weiß“ er gar nichts, denn wenn er es „wüsste“ würde er mehr dagegen tun, als fast nichts.
Und ja! Es ist schwer, aber es ist leistbar! ER muss es aber WIRKLICH wollen – was du gerne hättest, ist völlig nebensächlich!

Tosia hat Folgendes geschrieben:
er war jetzt einmal bei aa, weil ich ihn angebettelt habe hinzugehen, bevor er da war meinte er, es sei sinnlos und fand es albern. auf die frage wie es war, sagte er: seltsam und dass er wieder hingehen wolle.
ist das ein hoffnungsschimmer? oder rede ich mir nur wieder ein dass das ein wirklicher schritt ist und es wird sich schon bald wieder im sand verlaufen?
ansonsten macht er nämlich fast weiter wie zuvor, nur zu hause trinkt er nicht mehr, aber ich weiß, dass er dafür jetzt heimlich trinkt (spreche ihn nicht mehr drauf an, weil ich ihn nicht noch mehr runter machen will, ist das richtig?) und eben wenn er "offiziell" weg geht, so alle 3tage etwa.tosia


Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das ein wirklicher Schritt ist, da das von dir geschilderte Verhalten ja zeigt, dass er doch ganz zufrieden mit dem Lauf seiner Welt ist. Alles Kosmetik würde ich sagen und dass er heimlich trinkt zeigt mir, wie gut er schon im Selbstbetrug ist. Führe dir bitte vor Augen, was es bedeutet, wenn man vor sich selbst den eigenen Alkoholmißbrauch versteckt! Denn nichts anderes tut er – du weißt ja, dass er heimlich trinkt – also wen will er hinters Licht führen?

Tosia hat Folgendes geschrieben:
im moment ist es wieder besonders schlimm, vermutlich weil ich ihn jetzt so unter druck setze. tosia


Hier zeigst du das ganze Elend der Co-Abhängikeit, indem du schon mal die Schuld für sein Trinken bei dir suchst. Ich kann nur sagen, liebe Tosia: Nimm dich nicht so wichtig! Ob du nun da bist oder nicht, „Druck“ hin oder her – schlimm ist das so oder so! Er wird weiter trinken, mit dir und eurer Tochter oder ohne euch ! Ganz nach seinem Belieben! Du kannst nur eins tun – dich und dein Kind schützen.

Tosia hat Folgendes geschrieben:
aber wie weiß ich, ob seine absichten ernst sind? tosia


Absichten können gar nicht ernst sein – nur Taten, vollendete Tatsachen sprechen eine eindeutige Sprache. Ich habe mir tausende Male vorgenommen aufzuhören – ich habe es MIR versprochen und ich habe MICH belogen! Was glaubst du, wie einfach es dagegen ist gegenüber einem Dritten irgendwelche Absichten kund zu tun und anschließend darauf zu sch*****?

Tosia hat Folgendes geschrieben:
gibt es einen weg, wie ich mit ihm reden kann, ohne dass er sich in die enge getrieben fühlt und ehrlich mit mir redet? tosia


Nein, Tosia immer das Gleiche: Du kannst nichts tun – er muss es tun! Wir lassen uns nur zu gern die Initiative aus der Hand nehmen, denn dann hat man auch für nichts die Verantwortung zu übernehmen. Setz dich hin und zähle zusammen, was er in der letzten Zeit alles für dich und deine Tochter geleistet hat. Erschreckende Bilanz, nicht wahr?

Ich glaube, es wäre das Beste für dich und euer Kind, wenn ihr euch zunächst trennt. Wenn er es wirklich will, geht er in eine stationäre Entgiftung mit anschließendem qualifiziertem Entzug für ca. drei Wochen. Danach eine Langzeittherapie – zwölf Wochen können das schnell werden, vielleicht auch länger. Dabei und danach Selbsthilfegruppen die zu ihm passen, zu besuchen, wäre hilfreich.

Ihr könnt währenddessen die ganze Zeit Kontakt haben – immer vorausgesetzt er liefert! Konkrete Taten und konkretes nachprüfbares Handeln sind erforderlich. Ich kann dir nicht empfehlen im Vorschuss ihm irgendwelches Vertrauen zu schenken. Lass ihn vor jedem Kontakt mit seiner Tochter blasen (die Dinger sind nicht teuer) – nicht um ihn zu demütigen, sondern um dein Kind zu schützen! Wenn er es ernst meint, wird er das freudig tun – wenn nicht, belügt er dich schon wieder – ganz einfach.

Nochmal: ja es ist schwer!

Tosia hat Folgendes geschrieben:
es geht mir schon gar nicht mehr richtig um die beziehung, sondern darum, dass er da rauskommt - für unsere tochter, für ihn und natürlich auch für mich, ich will nicht noch einen menschen durch diesen gottverdammten alkohol verlieren. tosia


Lass es auf dich nochmals wirken!
Denn: Ihn hast du schon verloren an den Alkohol – glaube mir – er kann sich nur noch selbst wiederfinden!

Du kannst aber immer noch zwei Menschen an den Alkohol verlieren: Deine Tochter und dich!

Lass es nicht so weit kommen.

Das ist meine ganz persönliche Meinung dazu.
Liebe Grüße vom Kroepel
Nach oben
DerKroepel hat zum Thema: Re: Wie geht man mit ihm um ? geschrieben

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