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Rückfall. Weg. Und jetzt?

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Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 05.06.2011, 21:33    Titel: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

liebe superunknow,

lass laufen, egal wie du das auslebst. so ein psychologe kennt das auch und kann damit umgehen. auf ihn musst du da nicht schauen. wichtig ist es raus zu lassen..... Winken ich hab gehäult und das war mir echt peinlich am anfang. bis ich merkte das diese traurigkeit echt ganz wichtig war zu spüren. diese tränen waren alles angestaute in mir. ich weinte monatelang in der therapiesitzung. bis es aufhörte. es hat mir gut getan einfach ich selbst sein zu dürfen.

alles liebe melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? geschrieben
superunknown
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 14.06.2011, 23:30    Titel: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

geheult, geflucht und mich kaputt gelacht, alles schon dagewesen Winken "schonen" tu ich den therapeuten sicher nicht. er kriegt auch völlig ungefilterte antworten und reaktionen.
ich hab ihm dann auch mal meine gedanken mirgeteilt bezüglich meiner wahrnehmung des : wieso haben sie denn nicht geredet. seine reaktion war faszinierend. er hatte es tatsächlich nicht so gemeint oder gesagt, fand meine gedanken aber völlig normal (für ein eka) und hat mir erklärt, welche punkte er wirklich wichtig fand in dem gespräch.

aber davon mal abgesehen: ich muss das hier mal festhalten, mal wieder für mich, damit ich's nicht vergesse ...
eltern getroffen, kurz mit dem vater gesprochen. er ist tatsächlich seit 10 Wochen nüchtern. er geht (noch) zur therapie mit der mutter. aber er hat wohl doch immer noch nicht begriffen, warum. sieht sich nicht als alkoholiker. und findet die therapie natürlich lediglich ne laberei, die nichts bringt. puh, war das schwer. wirklich reden kann ich noch nicht. ob ich das will oder muss weiss ich noch nicht. es wurmt mich aber, dass er es nicht begriffen hat. die eltern bekriegen sich anscheinend gegenseitig und ich muss regelmässig stopp schreien, damit ich mir nicht alles anhören muss. da werd ich aber besser drin! Winken
ich setze mich immer wieder mit alkoholismus auseinander. es ist eine krankheit, er ist krank, er kann nicht einfach mal so entscheiden, dass er dauerhaft aufhört und und und. theoretisch weiss ich das ja alles. nur es steckt noch in einer hirnwindung fest Winken es ist sozusagen noch nicht angekommen.
ich kämpfe gerade um das nächste stück boden. das akzeptieren und hinnehmen der tatsachen ohne zu grübeln und das ansprechen und festlegen meiner grenzen. und endlich diesen unterbewusten hilfewunsch abzustellen. na, immerhin erkenn ich jetzt punkte klarer. ist doch auch was, ne?
leider habe ich dadurch keinen "nerv" auch hier mal bei anderen einen kommentar zu hinterlassen. aber vielleicht hilft es ja, wenn man mal lesen kann, dass man nicht alleine kämpft. ...
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superunknown hat zum Thema: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? geschrieben
superunknown
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 19.06.2011, 23:01    Titel: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

gedankentralala...
es kommt nicht an. es will sich nicht festsetzen. ich könnte schreien! ich trete auf der stelle. auf der einen seite der wunsch, sich mit dieser verfluchten krankheit auseinanderzusetzen, auf der anderen seite ein völliges unvermögen. mein therapeut sagt mir zwar, sämtliche gefühle sind ok, es ist normal, es dauert. aber ich sehe die gründe, ich kenne die geschichte, ich lese es, ich "verstehe" es ... bei anderen. bei mir schreit immer wieder dieses "warum" im kopf herum. dieses "Nein, dass ist nicht meine geschichte, das hat nichts mit mir zu tun". dieses: aber es muss doch gründe geben. es muss doch einer schuld sein. dieses: "warum" halt. da kann ich mir tausendmal sagen, es bringt nichts, darüber nachzudenken. da kann ich mir immer wieder sagen, akzeptiere es. ich will diesen schritt gehen, ich sehe die gelassenheit, den frieden, das akzeptieren regelrecht vor mir liegen. aber diesen schritt kann ich gerade nicht gehen. es will nicht. dabei will ich es doch!
ich merke, wie ich mich wieder regelrecht vom leben und bindungen zurückziehe, wie ich verletzt bin, wenn mal jemand bei kleinigkeiten minimal danebentritt, was ja jeder mal tut und es auch nicht schlimm ist. wie ich mich unverstanden fühle, wie ich mich in ecken gedrängt fühle. manoman, die pubertät ist doch schon lang vorbei, oder?

wie macht man denn diesen schritt? wie lange dauert das? und warum ist es so schwer, wenn man doch genau weiss, das man den schritt tun will?
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superunknown hat zum Thema: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? geschrieben
superunknown
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 20.07.2011, 21:50    Titel: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

wieder was gelernt.
Zeit und Geduld. Die braucht man, wenn man was an seiner eigenen Haltung ändern will. Jemanden, der einem auch mal die Hand hält, eine schwierige Situation durchkaut und Alternativen zeigt.
Und dann den Mut, offen etwas anzusprechen. Die Situation kam nun etwas spontan. Hat mich überfordert. Ich hatte aber Hilfe, habe mich vorbereitet, konnte alles ansprechen, was ich sagen wollte. Es ist raus, der Schritt gemacht. Es fühlt sich gut an. Ein wenig Annehmen, ein wenig Loslassen, ein wenig Gelassenheit. Und gelernt: Ich kann mein Verhalten langsam und Schritt für Schritt ändern. Dann kann ich mit dem gesamten Bild besser umgehen und das tut mir gut. Ich kann andere nicht ändern. Das kann ich aber nun annehmen. Ich kann aber auch loslassen, gehen, wenn ich was nicht möchte. Genauso kann ich auch etwas ansprechen. Es gibt Alternativen, ich muss sie nur kennen und die finden, die am besten zu mir passt.
Gerade geht es wirklich gut. Das nehme ich jetzt mit bis ins Wochenende mindestens Smilie
Ich wollt auch mal die Vorwärtsschritte aufschreiben, die guten Gefühle. Die gibt es schliesslich auch!
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superunknown hat zum Thema: Re: Rückfall. Weg. Und jetzt? geschrieben

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