| Was ich schon alles geschafft habe! • Eltern trinken Primablume |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
Hamburggirl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.04.2011 Beiträge: 11
|
Verfasst am: 05.04.2011, 15:35 Titel: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! |
|
|
Hallo,
ich bin das erwachsene Kind meiner alkoholkranken Mutter.
Ich kann garnicht genau sagen, wie lange meine Mutter schon trinkt... Ich weiß nur, dass ich mich irgendwann mal gewundert habe, dass in unserem Restabfall immer soviele leere Bierdosen und JEDEN ABEND eine leere Falsche Weinbrandt standen. Irgendwann hatte ich mir überlegt, das einfach mal aufzuschreiben, was ich morgends immer in unserem Hausmüll gefunden habe... Je länger dieses Protokoll wurde, umso mehr Angst und Sorgen habe ich mir gemacht!!
Ich muss dazu sagen, dass meine Mutter und ich NIE ein besonders enges Verhältnis zu einander gehabt haben.... Sie wollte immer nur Söhne... Naja und ich und meine Schwestern sind das eben nicht!
Wobei sie diese enger an sich ran lassen konnte. Sie haben den Haushalt gemacht und haben meine Mutter damit unterstützt.
Da mein Bruder NIE aufräumen mußte - weil er ja ein Junge ist- habe ich mich geweigert aufzuräumen.
Diese Ungerechtigkeit habe ich nicht verstanden.
Ab da war ich für meine Mutter immer kompliziert, aufmüpfig und anstrengend!!
Somit viel es mir noch schwerer meine Mutter auf ihr offensichtliches Alkoholproblem anzusprechen... Ich wollte nicht, das sie den Eindruck gewinnt, dass ich das nur sage, weil ich ihr was böses will...
Das war NIE der Fall!!
Sie ist meine Mutter. Und auch wenn sie nie in der Lage war mir die Liebe zu geben, die ich als Kind gebraucht hätte, liebe ich sie und wollte (will?) ihr helfen!!
Ich habe also darüber nachgedacht mir Unterstützung zu holen. So habe ich meine Familie zusammen getrommelt. Das Ergebnis war sehr ernüchternd!! Mit Hilfe konnte ich da nicht rechnen. Eiskalt haben die mich abblitzen lassen. Es wurde NIE WIEDER darüber geredet!!
Ich wußte dann selber nicht mehr, was ich tun sollte....
Ich war sogar schon soweit, dass ich dachte, dass ich mir das alles nur einbilde... Ich war ganz alleine!! Ganz schlimm....
Ich habe dann meinen ganzen Mut zusammengenommen und habe meine Mutter angesprochen... Meine Geschwister waren auch dabei...
Meine Mutter war peinlich berührt, sehr verschämt, als ich sagte, dass sie ein Alkoholproblem hat!! Meine Geschwister fuhren mich an und meinten, ich solle sie doch auch mal lassen!! Sie sollte auch mal Spaß haben und feiern dürfen.... Sie hat ihr Lebenlang immer auf ihre Kinder aufgepasst, jetzt darf sie.....
Ich war erschüttert!! Tief verletzt!!! Niemand hat mir geholfen!!!!
Im Gegenteil, sie haben gegen mich gekämpft!!
Seither wurde alles noch schlimmer... Ich war der Feind!! Ich wollte ihr ja den Alkohol wegnehmen....
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich bin alleine... Die Famlie hält zu meiner Mutter....
Ich habe nur diese eine Familie...
Aber wenn ich zu ihr Kontakt habe, dann tut sie mir weh!!
Sie ist gemein, sehr verletzend!
Kennt jemand so eine Situation'???
Ich habe mich seit September 2010 von ihr komplett zurückgezogen. Kein Kontakt mehr!
Zu niemandem aus der Familie!
Damit geht es mir aber auch nicht gut...
Wie geht ihr damit um??
Ich hoffe sehr, dass ich in diesem Forum die Hilfe bekomme, die ich von meiner Familie nicht erhalten habe!
Vielen Dank im Voraus für DEINEN Beitrag.
Lieben Gruß
Hamburggirl |
|
| Nach oben |
|
| Hamburggirl hat zum Thema: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! geschrieben
|
|
 |
lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
|
Verfasst am: 05.04.2011, 18:52 Titel: Re: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! |
|
|
| Zitat: | Ich habe mich seit September 2010 von ihr komplett zurückgezogen. Kein Kontakt mehr!
Zu niemandem aus der Familie!
Damit geht es mir aber auch nicht gut...
Wie geht ihr damit um?? |
Hallo Hamburggirl,
manchmal geht es eben nicht anders, auch wenn es erstmal weh tut. Man gewöhnt sich daran.
Ich habe auch zu meiner alkoholkranken Mutter kaum noch Kontakt. Auch meine Familie (Tanten) haben mir gesagt, dass das nicht stimmt, dass ich dramatisiere uswusw.. Aber ich habe gewusst, dass das nicht stimmt, und ich habe gemerkt, wie schlimm es für mich war. Jeder Anruf tat weh, immer die Sorge, dass etwas passieren könnte. Jetzt telefonieren wir nur noch sporadisch, mehr nicht. Ich habe auch ein Recht auf ein friedliches Leben, und wenn meine Mutter das immer wieder torpediert, hat sie darin keinen Platz mehr.
Gut, meine Abnabelung hat vor über 10 Jahren stattgefunden, und damals konnte ich das sicher nicht so abgeklärt sehen wie jetzt. Weh tut es immer noch ab und zu, wenn ich andere Eltern mit ihren Kindern erlebe und weiß, ich habe zwar theoretisch noch eine Mutter, aber ich empfinde sie nicht mehr als solche. Aber es war/ist ihre Wahl. Wenn sie nüchtern ist, gibt es Kontakt, sonst nicht. Und ich spreche das Thema Alkohol auch nicht mehr an, hat eh keinen Sinn. Denn sie hat ja "nur" Depressionen, und nein, natürlich hat sie nicht getrunken. Da zucke ich mit den Schultern und denke mir meinen Teil. Anders kann ich damit nicht leben. Es tut weh, aber so ist es nun mal. Man muss sich dann eben eine Ersatzfamilie suchen.
Liebe Grüße
lavendel |
|
| Nach oben |
|
| lavendel hat zum Thema: Re: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! geschrieben
|
|
 |
Hamburggirl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.04.2011 Beiträge: 11
|
Verfasst am: 05.04.2011, 19:10 Titel: Ich danke dir Lavendel |
|
|
Hallo Lavendel,
erstmal ganz herzlichen Dank, dass du den Mut gehabt hast auf meinen Beitrag zu antworten!
DANKE!!
Weißt du, ich bin mir sicher, dass ich ein Grund bin, warum sie in diesem Sumpf steckt... Ich glaube wenn sie auf ihr Leben zurück blickt, dann sieht sie sehr viel anstrengendes...
Und ich gehöre eben dazu!!
Das frist mich total auf!!
Und das obwohl sie mich bei jeder Gelegenheit bloß stellt... Mich verletzt... Und andere gegen mich aufhetzt....
Hast du auch diese Schuldgefühle?
Ich denke, dass ich eine gewisse Mitschuld an ihrem Werdegang habe... Und dass ich sie nun auch noch im Stich lasse....
Es ist ein Teufelskreis!!
Darf ich dich fragen, ob du real in eine Selbsthilfegruppe für erwachsene Kinder von Alkoholikern gehts?
Lieben Gruß
Hamburggirl |
|
| Nach oben |
|
| Hamburggirl hat zum Thema: Ich danke dir Lavendel geschrieben
|
|
 |
lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
|
Verfasst am: 05.04.2011, 20:34 Titel: Re: Ich danke dir Lavendel |
|
|
| Hamburggirl hat Folgendes geschrieben: | Weißt du, ich bin mir sicher, dass ich ein Grund bin, warum sie in diesem Sumpf steckt... Ich glaube wenn sie auf ihr Leben zurück blickt, dann sieht sie sehr viel anstrengendes...
Und ich gehöre eben dazu!!
Das frist mich total auf!!
Hast du auch diese Schuldgefühle?
Ich denke, dass ich eine gewisse Mitschuld an ihrem Werdegang habe... Und dass ich sie nun auch noch im Stich lasse....
Es ist ein Teufelskreis!!
|
Hallo Hamburggirl,
zuerst einmal: Du bist NICHT schuld! Auch nicht MITschuld. Deine Mutter ist ein erwachsener Mensch, und du hälst ihr nicht die Flasche an den Hals, oder? Ihren Sumpf hat sie selbst verursacht! Meinst Du, andere Kinder sind immer brav ud machen ihren Eltern keinen Kummer? Und fangen andere Eltern an zu saufen, weil ihre Kinder anstrengend sind? Also!
Du lässt sie auch nicht im Stich, sie lässt sich selbst im Stich! Sie muss die Kraft aufbringen aufzuhören - oder eben untergehen. Du wirst daran nichts ändern können, egal, wie sehr Du Dich kümmerst und wie "lieb" Du bist. Meine Mutter hat mir schon, als ich noch klein war erzählt, sie würde trinken, weil ich nicht brav bin. Das ist eine ganz miese Masche, den anderen abhängig zu halten. Und das tut sie, indem sie Dir Schuldgefühle einredet. Das ist Erpressung, mach Dir das mal klar! Sie will Dich für ihr mieses Leben verantwortlich machen, aber das bist Du nicht.
Ob ich Schuldgefühle habe? Nein, nicht mehr. Aber das war ein ganz langer Prozess der Abnabelung. Früher hatte ich die auch, massiv, bis weit ins Erwachsenenalter hinein. Bis mir mal jemand gesagt hat, dass man Eltern, die sich nicht wie Eltern verhalten, auch nicht als Eltern achten muss. Das hat mir sehr geholfen.
Und nein, ich gehe auch nicht in eine SHG für erwachsene Kinder. Ich war mal eine Zeitlang in einer SHG des Kreuzbundes, da sind Angehörige und Alkoholiker gemischt. Das hat mir insofern sehr geholfen, als dass ich mal mit Alkoholikern (auch im Alter meiner Mutter) reden konnte. Die ihren Alkoholismus zugegeben haben. Die mir erzählt haben, wie sie sich ihren Kindern gegenüber fühlen und schämen. Und die mich bestärkt haben, den Kontakt mit meiner Mutter auf ein Minimum zu beschränken. Die mich bestärkt haben, dass ich NICHT das böse Kind bin, dass ich sie nicht im Stich lasse, dass ich das RECHT habe, mein eigenes Leben zu leben. Und die mir aus ihrer warte erzählt haben, wie sie ihre Familie manipuliert haben, um Alk zu bekommen, ihre Ruhe zu haben und nichts tun zu müssen. Das war eins zu eins die Situation, wie ich sie kannte. Da habe ich ein bisschen Verständnis dafür entwickelt, wie meine Mutter - wie jeder Alkoholiker tickt. Und dass ich KEINE Chance habe daran etwas zu ändern, wenn der andere nicht will.
Versuch stark zu bleiben - für Dich. Du wirst eh schon genug Macken davon getragen haben, und je länger Du in dieser Abhängigkeit verharrst, umso schlimmer wird es für Dich.
Liebe Grüße
lavendel |
|
| Nach oben |
|
| lavendel hat zum Thema: Re: Ich danke dir Lavendel geschrieben
|
|
 |
Jessie1983 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2010 Beiträge: 87 Alter: 28
|
Verfasst am: 05.04.2011, 22:11 Titel: Re: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! |
|
|
Hallo Hamburggirl,
ich gebe Lavendel volkommen recht !
Du bist nicht an der Sucht Deiner Mutter schuld. Rede Dir sowas nicht ein, das ist das schlimmste, was Du tun kannst.
Auch meine Mutter schob ihre Sucht gerne auf mich. Sie, die arme Witwe und dann auch noch mich dazu, den pupertierenden Teenie, der ihr das Leben schwer machte.
Es ist blödsinn, so zu denken und es ist definitiv nicht wahr. Wieviele Kinder gibt es, die WIRKLICH abrutschen, Straßenkinder werden, anschaffen gehen und Drogenabhängig sind (und diese kommen häufig aus "gutem Hause"). Deren Eltern werden nicht zwangsläufig Alkoholiker, obwohl diese Kinder genug Mist bauen.
Jedes Kind ist anstrengend, jeder Teenie ne Herausforderung. Trotzdem ist das nicht der Grund dafür, warum Eltern abrutschen.
Das liegt meist ganz woanders, oft in der Kindheit der eigenen Eltern, verborgen.
LG Jessie |
|
| Nach oben |
|
| Jessie1983 hat zum Thema: Re: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! geschrieben
|
|
 |
Hamburggirl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.04.2011 Beiträge: 11
|
Verfasst am: 06.04.2011, 10:06 Titel: Erschreckend |
|
|
Guten Morgen Lavendel,
ich hatte deinen zweiten Beitrag gestern Abend schon gelesen.
Das hat mich fast umgehauen, ehrlich!
Meine Tanten haben zu mir zear nie geasagt, dass ich überdramatisiere, NEIN, ich habe den Satz zu hören bekommen "und was sollen wir jetzt machen? Jeder von uns hat doch sein eigenes Päckchen zu tragen!!"
Damit war das dann erledigt...
Untertreiben konnten sie in diesem Fall nicht, weil ich das Protokoll vom Alkoholkonsum meiner Mutter auf den Tisch gelegt habe....
Ich war zu dem Zeitpunkt vielleicht 15...
Und das waren alles erwachsene Menschen!!!!
Haben mich einfach alleine mit diesem Problem gelassen, ich kann das bis heute nicht verstehen!
Wie kann man sowas machen???
Und dann immer so tun als wäre nichts bei Familienfeiern....
Irgendwie habe ich das alles noch nicht so richtig nachvollziehen können!
Wozu ist man denn dann eine Familie, wenn man bei wirklichen Problemen nicht zusammenhält?
Auf so eine scheinheilige Zusammenkunft wie auf Familienfeiern hatte ich NIE Lust!!
Somit habe ich mich dann auch immer mit meinem Schweigen selber ins Abseitz gedrückt!
Sehr einsam, wenn man eine solche Position einnimmt!
Was ich erstmals jetzt von dir gelesen habe ist, dass auch meine Mutter wohl über die Jahre mit ihren miesen Tricks ruhig gehalten hat.
Je mehr sie mich nieder gemacht hat, oder mir auch immer wieder massiv klar gemacht hat, was ich alles schlimmes getan habe... Umso mehr Angst hatte ich, sie weiter auf ihr ALkoholproblem anzusprechen.
Also habe ich sie gelassen.
Habe mich zurück gezogen.
Aus Angst vor ihren extrem verletzenden Worten!
Dass ich ihr nich helfen kann, denke ich auch.
Sie selber muss wohl an den Punkt kommen, an dem sie merkt, dass der Alkohol sie und unsere Familie kaputt gemacht hat!
ABER
Was ich mir wirklich wünsche ist, dass ich mit diesem Kappitel irgendwann abschließen kann.
Das ich nicht mehr ständig dieses Gefühl in mir tragen muss, dass ich mir verzeihen muss für das, wie ich bin!
Das auch ich zu mir sagen kann :
"JA, auch ich habe das RECHT auf ein eigenes Leben!! Du kannst mir nicht mehr weh tun!! Ich weiß, dass nicht alles gut war, was ich gemacht habe, ABER ICH WAR EIN KIND!! Und irgendwann muss auch mal gut sein mit diesen blöden Vorwürfen!!"
Ob das jemals möglich ist??
Ich habe Angst, dass sie irgendwann stirbt und wir vorher NIE über diese ganzen Geschichten gesprochen haben....
Uns nie versöhnt haben....
Dann wäre sie nicht mehr da...
Warum kann ich nicht so egoistisch sein, wie der Rest meiner Familie???
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen....
Dann müßte ich mir keine Gedanken mehr machen....
Nicht während sie noch lebt und auch nicht, wenn sie mal stirbt!
Lieben Gruß
Hamburggirl |
|
| Nach oben |
|
 |
Hamburggirl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.04.2011 Beiträge: 11
|
Verfasst am: 06.04.2011, 10:15 Titel: Fragen über Fragen |
|
|
Guten Morgen Jessie,
weißt du was mir unheimlich schwer fällt zu akzeptieren??
Das ist der Gedanke, dass ich immer geglaubt habe, dass wenn ein Mensch - in dem Fall meine Mutter - ein Kind, nämlich mich, zur Welt bringt, dass sie dann die Verantwortung dafür zu tragen hat!
Und mal im ernst... Wenn sie NIE Töchter haben wollte, sondern nur Söhne... WARUM sagt sie uns Kindern das denn????
Weiß sie nicht, dass das extrem verletzend ist???
Weiß sie nicht, dass das Selbstvertrauen ihrer Töchter darunter sehr stark leidet????
Warum hat sie das gemacht???
Wenn die Chance 50 / 50 ist, dass sie eine Tochter bekommt, hätte sie uns nicht bekommen sollen!!!
Dann lieber verzichten!!
Denn das hat niemand verdient!!
Und warum hat sie keine Hilfe angenommen, als es noch nicht so schlimm war mit dem Trinken?????
Ich hatte ihr sogar angeboten, als ich dann alt genug war, mit ihr zusammen zu der Therapie zu gehen, wenn sie sich nicht traut....
"NEIN, ein Fremder wühlt nicht in meinem Leben! Das geht niemanden etwas an!!"
Ja aber dann hat sie es ja bewußt in Kauf genommen, dass sie mich so böse behahndelt!!!
Ich kann das nicht verstehen, echt nicht....
Ich bin doch ihr eigenes Kind....
Sehr schwer..... |
|
| Nach oben |
|
| Hamburggirl hat zum Thema: Fragen über Fragen geschrieben
|
|
 |
Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
|
Verfasst am: 06.04.2011, 10:33 Titel: Re: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! |
|
|
guten morgen,
ich versteh deine traue sehr gut. ich hab auch sehr sehr lange gebraucht den alkoholismus meiner mutter zu akzeptieren.
ja, auch versteh ich, das gefühl nicht angenommen zu sein, nicht gut genug zu sein, schuld daran zu sein weil ich ihr leben angeblich kaputt gemacht habe usw....
warum tut eine mutter einem sowas an?
ich weiss es auch nicht. bin ich selbst mutter und liebe menine kinder so sehr, das ich ihnene sowas in der form niemals sagen oder machen würde. doch ich bin ich und nicht meine mutter.
doch ich erkenne meine mutter inzwischen als alkoholikerin an, weiss inzwischen darüber bescheid und vertsehe allmählich wenigstens rational was ein suchtkranker ist und was alkohol aus ihm macht. das bleibt dann übrig und von der mutter an sich ist nichts mehr da. ich habe auch das akzeptiert, meine mutter, die ich mir immer gewünscht habe existiert nicht und damit werde ich leben können.
denn wichtig ist inzwischen das ich mein leben lebe, das ich für meine kinder selbst eine gute mutter bin und das es mir gut geht. im kontakt mit ihr kann es mir nicht gut gehen, da sitzt emmotional sehr viel schmerz in mir. doch wie gesagt ich kann es mit der krankheit erklähren und gut ist.ich spüre auch diesen schmerz inzwischen und akzeptiere auch diesen, kämpfe nicht mehr dagegen an. es darf mir weh tun. es ist wie es ist und ändern kann und will ich nichts mehr daran.ich lass sie alleine.deswegen damit es mir gut geht, ich mach das für mich.
inzwischen leide ich nicht mehr darunter, das ist schon ein grosser schritt gewesen und zudem fühle ich mich auch nicht mehr schuldig. denn es ist und bleibt ganz allein ihrs, ihr leben, ihre geschichte, ihre verantwortung ihre entscheidung so zu leben wie sie es tut. mich geht das alles nichts mehr an.
lieben gruß melanie |
|
| Nach oben |
|
| Melinak hat zum Thema: Re: Ich kämpfe ALLEINE gegen meine ganze Familie. HILFE! geschrieben
|
|
 |