| wenn man(n) sich im kreis dreht • Ich brauch mal Hilfe von Gleichgesinnten !! |
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kara77 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.04.2011 Beiträge: 3
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Verfasst am: 04.04.2011, 21:56 Titel: wie denkt ein Alkoholiker |
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| Ein angehöriger von mir ist Alkoholiker und derzeit in einer stationären behandlung. dies kam alles recht überraschend und ich möchte nun ergründen ob man dies als angehöriger verhindern hätte können oder früher merken können. prinzipiell konnte ich bisjetzt nur feststellen das man irgendwie angelogen wird. hat einen das nicht zu interessieren, wie kann man dem betroffenen helfen wenn er wieder ins normale leben zurückkehrt? ausserdem würde ich von alkoholikern gerne erfahren ob sie auch so viel verschwiegen haben und ob sie in der lage sind nach der heilung offen mit dem alkoholproblem umzugehen. |
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| kara77 hat zum Thema: wie denkt ein Alkoholiker geschrieben
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juergenbausf neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.04.2011 Beiträge: 323 Alter: 47
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Verfasst am: 04.04.2011, 22:08 Titel: Re: wie denkt ein Alkoholiker |
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hmhh,
komischer titel, denn jeder mensch denkt anders.
wenn du wissen möchtest, was er gedacht hat, frag ihn.
aus der bemerkung, dass das überraschend kam, schliesse ich,
dass es dir im grunde verborgen blieb.
dann hat es dich bisher kaum betroffen und wird es in zukunft auch nicht.
er trinkt halt nicht mehr. das ist zu allererst wichtig für ihn.
ich war auch ein heimlicher trinker und meine verwandten wussten es weder noch hat es sie je betroffen.
insoweit kam es für sie auch überraschend und sie nehmen es einfach zur kenntnis.
ich kann aber sehr offen darüber reden, da ich persönlich zu der erkenntnis kam, dass es genug ist.
jürgen |
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| juergenbausf hat zum Thema: Re: wie denkt ein Alkoholiker geschrieben
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kara77 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.04.2011 Beiträge: 3
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Verfasst am: 04.04.2011, 22:23 Titel: Re: wie denkt ein Alkoholiker |
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| ja hast recht, ist einetwas seltsam gewählter Titel. leider betrifft mich die Abhängigkeit in einem gewissen maße schon, die überaschung ist für mich das ganze thema an sich, erst entgiftung, dann diese therapie und alles ohne das man weiß was überhaupt richtig los ist. er hat einfach noch relativ gut funktioniert. was passiert wen die therapie abgeschlossen ist, gibt es anzeichen das es auch "gewirkt" hat? oder kann man nur wieder abwarten bis ein nächster handfester zwischenfall kommt. so stochert man nur im blinden nebel, wenn man fragt bekommt man nur ausflüchte als antwort... |
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| kara77 hat zum Thema: Re: wie denkt ein Alkoholiker geschrieben
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juergenbausf neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.04.2011 Beiträge: 323 Alter: 47
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Verfasst am: 04.04.2011, 22:42 Titel: Re: wie denkt ein Alkoholiker |
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hallo kara,
mir wird schon klar, dass dich das thema erstmal überfordert und natürlich auch diffuse ängste hochkommen. allein der begriff alkoholiker macht schon angst. (oder?)
ich kann nur beschreiben wie es mir ging.
ich brauchte erstmal ein paar wochen abstand und hatte den ersten
besuch oder kontakt ( auch telefonisch ) erst nach 3 wochen.
erst nach 8 wochen hab ich meine mutter informiert, dass es sich nicht nur um eine psychotherapie handelt, sondern auch um alkohol geht.
ich wollte sie mit dem thema nicht auch noch beunruhigen.
in der tat wusste ich relativ genau wo ich stehe und habe mich vor dem
klinikaufenthalt auch im internet und aus büchern über die krankheit alkoholismus informiert.
am ende der 16-wöchigen (!) therapie habe ich dann von mir aus noch angeregt, einen termin mit meiner freundin und dem therapeuten zu dritt zu machen, damit sie mal über ihre ängste und befürchtungen reden kann.
das ging zu dritt nämlich viel besser und manche sorgen konnte der therapeut ihr viel besser nehmen als ich.
also - geduld - wenn er freiwillig in entgiftung und therapie gegangen ist, ist das die beste voraussetzung die es gibt. dann wird er auch bereit sein, mit dir nach einigen wochen oder monaten drüber zu reden.
bis dahin ist er in der entgiftung und in der therapie in guten händen.
jürgen |
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| juergenbausf hat zum Thema: Re: wie denkt ein Alkoholiker geschrieben
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5776 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.04.2011, 07:59 Titel: Re: wie denkt ein Alkoholiker |
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Hallo Kara,
willkommen im Forum!
| Zitat: | | Ein angehöriger von mir ist Alkoholiker... ich möchte nun ergründen ob man dies als angehöriger verhindern hätte können oder früher merken können. |
Nein, verhindern kann das niemand. Alkoholiker wird man nicht, weil man darauf hinaus will, sondern weil es Menschen gibt, bei denen es bei Alkoholmissbrauch zu Umschaltungen im Gehirn kommt. Und wenn das passiert ist, dann kann das derjenige auch selbst nur stoppen, heilbar ist Alkoholismus nicht.
Als Angehörige kannst du da nichts machen, um das zu verhindern. Denn du zwingst ja niemanden zum Saufen. Es lässt sich nicht aufhalten. Von anderen.
Helfen kannst du jetzt deinem Angehörigen erstmal nicht. Er ist in fachlicher Behandlung. Da bekommt er alles Werkzeug mit, was er braucht, um ein Leben ohne Alkohol führen zu können. Wenn er es denn will. Und wenn er sich und seine Krankheit ernst nimmt, wird er dann auch offen damit umgehen können. Nach und nach. So ist es jedenfalls meine Erfahrung.
Was nun nach der Therapie mit ihm passiert, bleibt abzuwarten. Er selbst muss entscheiden, ob er die Werkzeuge, die er während der Thera bekommen hat, anwendet oder nicht. Ob er eine SHG besucht und so.
Es wäre fatal für dich, nur dann abzuwarten, bis der nächste "Zwischenfall" passiert. Und ob er passiert. Du hast dein Leben, er seins. Niemand wird "Zwischenfälle" verhindern können außer er selbst.
Reden, offen und ehrlich sein, das finde ich wichtig. Du kannst ihm ja auch deine Ängste und Befürchtungen sagen. Ihn ernst nehmen und akzeptieren, dass er erwachsen ist und Entscheidungen selbst treffen kann und muss.
Grüße von
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: wie denkt ein Alkoholiker geschrieben
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