| Der Start in mein neues Leben • Einsam und alleine |
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Kämpferherz neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.10.2008 Beiträge: 81 Wohnort: nicht mehr Mainz - leider. In der Pfalz jetzt
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Verfasst am: 02.04.2011, 12:39 Titel: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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Hey, sorry, ich hoffe, dass sich niemand angegriffen fühlt, aber mir fällt es recht schwer, zu verstehen, wieso jemand Alkoholiker wird. Ich möchte einfach die Denkweise verstehen, bzw. was der Alkohol euch in dem Moment, als ihr noch getrunken habt, "gab".
Ich bin die Tochter eines Alkoholikers, ich verurteile das Verhalten meines Vaters aber nicht, ich habe ihn trotzdem gern, er ist kein schlechter Mensch oder schlechter Vater.
Bei ihm denke ich, dass der Alkoholismus auf die Kindheit zurückgeht, bzw. auf sein ganzes Leben. Seine Mutter (wohnt bei uns im Haus) hat ihn zur völligen Unselbstständigkeit erzogen, ist total herrsüchtig. Mein Vater hat noch eine Schwester, sie trinkt nicht, hat aber Depressionen.
Seit frühster Kindheit hat meine Oma beiden Kinder immer gesagt, wie schlecht sie sind, sie tut das sogar heute noch und hält ihnen vor, wie viel besser der Bruder bzw. die Schwester das Leben geregelt bekommt. Man kann ihr nichts recht machen. Geschlagen wurde wohl auch, gehe ich mal von aus, weil meine Oma Schläge als Erziehungsmethode zwingend erforderlich findet, damit aus einem Kind was wird.
Trotzdem würde mich interessieren, in welchen Situationen ihr getrunken habt und was ihr in dem Moment gefühlt hat. Ich möchte einfach euer Gefühl dabei verstehen und somit vielleicht meinen Vater (leider nicht trocken) besser verstehen können und auch für mich besser mit diesem Thema umgehen zu können. |
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| Kämpferherz hat zum Thema: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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gavris neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 18.02.2010 Beiträge: 57
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Verfasst am: 02.04.2011, 13:08 Titel: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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Ich denke, verstehen kannst du das nicht. Deine Erfahrungswelt ist halt eine andere, als jene von Alkoholikern. Abgesehen davon, dass ohnehin jeder seine Individualität hat.
Weißt du, der Unterschied liegt ja schon darin, dass beim Alkoholiker andere Gründe fürs Trinken ausschlaggebend sind als beim Gesunden. Der Alkohol ist eine Art Schmerzmittel. Bei starken Schmerzen nimmt das Gros der Bevölkerung auch irgendwelche Mittel, um nicht zu leiden. Und für den Alkoholiker stellt "sein" Stoff eben eine Art Pille dar, mit welcher eine ausgeglichenere Seelensituation erreicht wird. Eine Seelenpille sozusagen.
Die Kindheit ist sicher entscheidend. Aber es muss immer ein ganzes Bündel an Faktoren betrachtet werden. Ein Grund alleine ist zu wenig. Nicht jeder mit einer überfürsorglichen und gleichzeitig verletzenden Mutter trinkt, als Beispiel.
Bei mir war es so. Für mich war der Alkohol eben eine Art Stütze. Ein Mittel, welches gewisse Gefühlszustände erzeugt. Ich trank mindestens alle paar Tage. Es war eine Art Rettungsanker, um von den Qualen dieser Welt zumindest für einige Zeit Abstand zu gewinnen.
Ursache und Wirkung. Die Ursache sind sicher nicht die Allerweltsprobleme, denn jeder Mensch hat Probleme. Aber wir können sie nicht lösen. Das ist der entscheidende Punkt. Wir haben nie eine vernünftige, zielorientierte Problemlösung gelernt. Und hinzu kommt nach einer gewissen Zeit die steigende Toleranz für Alkohol bei gleichzeitig sinkender Hemmschwelle für seelische Probleme, weil der Körper regelrecht darauf gedrillt wird, dass er bei Unbehagen mit Alk zugeschüttet wird. Und so wirkt das dann als selbstverstärkender Prozess.
Lg, Stefan |
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| gavris hat zum Thema: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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klarerkopf neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.12.2007 Beiträge: 122 Alter: 47 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 03.04.2011, 08:41 Titel: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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Guten Morgen, Kämpferherz
| Zitat: | | Ich möchte einfach euer Gefühl dabei verstehen und somit vielleicht meinen Vater (leider nicht trocken) besser verstehen können und auch für mich besser mit diesem Thema umgehen zu können. |
Da es in meiner Kindheit von seiten der Eltern auch recht streng zuging - Schläge etc. -, war ein Teil meines Alkoholismus, und wie gesagt, nur eine Ursache ein vielleicht unbewusster Schrei nach Liebe, Zuwendung, mehr Geborgenheit.
| Zitat: | | Seit frühster Kindheit hat meine Oma beiden Kinder immer gesagt, wie schlecht sie sind |
Wenn einem das oft genug gesagt wird, vor allem seit frühester Kindheit und von jemandem, von dem man eigentlich Liebe, Geborgenheit etc. erwartet, dann glaubt man es mit der Zeit auch selber.
Und die (wahrscheinliche) Folge?
Wenig bis kein Selbstvertrauen, denn man ist ja "von Grund auf schlecht".
In meinem Fall wars dann so, daß ich mein "Manko" im Seelenleben in den diversen Situationen des Lebens eben mit Alkohol ausgeglichen habe, dies verschaffte mir über Jahre Erleichterung, und es war eben ein Mittel, das mir meine verborgenen Ängste vergessen ließ, sie waren wie weggeblasen.
Noch dazu hatte ich in meinem Vater ein "gutes" Vorbild pkto. Alkohol.
Ich sage aber an dieser Stelle noch, daß das nicht der einzige Grund meines "Saufens" war, aber mit großer Wahrscheinlichkeit der "wichtigste".
Mir fallen heute noch (trocken seit 2005) einzelne Situationen aus meiner Kindheit ein, die ich gerne vergessen hätte, aber die haben sich eben in die Seele "eingebrannt", und weil deine Frage war:
| Zitat: | | in welchen Situationen ihr getrunken habt und was ihr in dem Moment gefühlt hat. |
Hier kann ich nur kurz und bündig sagen, ich konnte "vergessen".
Eben auch vergessen, wie´s in meinem Innenleben aussieht.
Ich mußte mich nicht ständig mit diesen vergangenen Dingen - gedanklich - beschäftigen. Mit einem "Schwipserl" ging halt alles leichter.
Und über die Jahre hat sich bei mir eben diese Krankheit/Sucht entwickelt.
Zum Schluß sage ich noch fairerweise, das meine Kindheit natürlich auch ihre guten Seiten hatte, aber dieses "runtermachen" verbunden mit Schlägen von seiten der Eltern dem Kind gegenüber, haben sich bei mir in meine Seele eben eingebrannt und ganz vergessen werde ich das nie.
Im Zuge meiner Therapien und der damit verbundenen Aufarbeitung konnte ich teilweise "verzeihen", dies, als ich sah, daß sie gar nicht anders erziehen konnten, es war ja in ihrer Kindheit auch so - ich geh davon aus, oft noch schlimmer, die Nachkriegsjahre ... - und diese Erkenntnis und das Verständnis dafür - falls es für derartige Dinge überhaupt Verständnis geben kann - taten meiner Seele gut und ich führe jetzt ein wesentlich unbeschwerteres und gelasseneres Leben.
Ein Leben, das ich jetzt ohne Alksucht leben darf, denn ich wollte es so. |
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| klarerkopf hat zum Thema: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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Spedi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 1089
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Verfasst am: 03.04.2011, 10:42 Titel: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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Servus Kämpferherz,
Deine Eingangsfrage lautet: "wie wird man zum Alkoholiker".
Nun, das ist ganz einfach: durch das Trinken von Alkohol.
Nur derjenige, der Alkohol trinkt, kann auch Alkoholiker werden.
Die restlichen "Gründe" für's Saufen sind -mit Verlaub- völlig unwichtig und nicht relevant. Warum? Ganz einfach: nimm den oder die "Gründe" von einem Alkoholiker und ich zeige Dir zig andere Menschen, die das Gleiche erlebt und empfunden haben und dennoch nicht zum Alkoholiker wurden. Also sind die "Gründe" unwichtig, den sie machen einen Menschen nicht zum Alkoholiker!
Ein nicht-süchtiger wird nie in der Lage sein, den Zwang einer Sucht rationell nachvollziehen zu können. Und ich wünsche keinem, das Gefühl der Abhängigkeit erleben zu müssen.
Hingegen wünsche ich jedem Süchtigen, das Gefühl der neugewonnen Freiheit dauerhaft erleben zu dürfen, wenn er/sie sich aus der Sucht befreit hat.
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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Waschbaer sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2011 Beiträge: 1277 Alter: 54 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 03.04.2011, 11:19 Titel: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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Hallo Kämpferherz
Bei mir war es ein langer schleichender Prozess. Als Jugendlicher bin ich mit Alkohol in Berührung gekommen , wie die meisten anderen auch. In meinem weiteren Leben vor allem die Bundeswehr, war immer wieder Alkohol angesagt. Um nicht aufzufallen, hab ich alles mitgemacht. ( Mitläufer)
Also war ich in meiner ersten eigenen Wohnung mal der eigene Chef.
Dazu gehörte auch das einrichten einer eigenen Bar. Dann konnte man ab und zu mal etwas trinken ohne irgendwo hin zugehen. Gedacht habe ich mir nichts dabei. Im Laufe der Jahre, wurde der Alkoholkonsum immer mehr. Mal wegen Geburtstag feiern, mal weil Besuch kam usw. Da in meiner Wohnung irgendwie der Alkohol Einzug genommen hatte, war er auch immer griffbereit. Meistens habe ich nach einem Arbeitstag ein zwei Gläser getrunken. Das wurde aber irgendwie immer mehr. Ich fühlte mich meistens durch den Alkohol belohnt. Gute Arbeit geleistet, hieß Belohnung. Irgendwann belohnte ich auch meine eigene private Arbeit. Ergo suchte ich immer mehr Sachen zu Hause um mich belohnen zu dürfen. Irgendwann, merkte ich das ich da was falsch mache. Aber der Alk. hatte mich schon gepackt. Nun trank ich schon vor zu erledigten Aufgaben meinen Alk. Hab mich ja schon vorher belohnt für die schweren Dinge (was ein Witz) die da auf mich zukamen. Und nach der Arbeit erst recht. Das Alk. Hirn verlangte seine Belohnung. Das ging noch mal so ganz viele Jahre. Irgendwann belohnte ich mich nur noch, weil ich an anstehende Aufgaben dachte. Meine Gefühle dabei waren bis zu einem gewissen Grad immer die absolute Zufriedenheit.
Deine Frage, " Wodurch wird man zum Alkoholiker" kann ich dir nur so beantworten: In dem man zu gibt, einer zu sein.
LG Nobby |
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| Waschbaer hat zum Thema: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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gavris neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 18.02.2010 Beiträge: 57
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Verfasst am: 03.04.2011, 13:30 Titel: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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@Spedi: Darf ich widersprechen?
Natürlich, wenn ich nicht trinke kann ich nicht abhängig werden, logisch.
Doch jetzt kommt das große ABER; Kämpferherz meinte mit seiner Frage ja, warum nahezu alle Europäer mit Alk in Berührung kommen und trozdem der weitaus größte Teil der Bevölkerung keine Probleme mit dessen Genuss hat?
Und da kann die Antwort nicht lauten, dass man durch bloßes Trinken eben süchtig wird. Denn warum wird denn getrunken?
Weil gewisse Schmerzzustände im Suff erträglicher sind. Weil der Alkoholiker eben, warum auch immer, die Alltagsprobleme nicht verarbeiten kann. Er muss sie folglich "chemisch", mit Hilfe des Alkohols, vergesen, verdrängen etc.
Der Alkoholiker ist in Sachen Konfliktverdrängung nahezu perfekt. Zumindest bei mir ist es so, dass ich mir eine ganze Palette an Konfliktverdrängungsstrategien aneignete. Wird aber wohl bei allen Alkoholikern so sein. Denn eine dieser Strategien, oder im fortgeschrittenen Krankheitsstadium dann eh schon die einzige, ist ja das Vergessen durch Alkohol.
Und da ist es naiv (nicht persönlich oder gar bös gemeint ) zu glauben, dass alleiniges Trinken die Sucht induziert. Denn dann wäre wohl ja auch jeder so intelligent zu wissen, dass er besser aufhören sollte, bevor es zur Sucht kommt Sucht = Persönlichkeitsstörung.
Bei den typischen "Saufurlauben" von 18- oder 20-Jährigen wird aus geselligen Anlässen heraus auch oft eine Woche durchgetrunken. Trotzdem werden die nicht süchtig. Zumindest die Gesunden nicht. Und diejenigen, die eben diese Persönlichkeitsstörung entwickelten und die volle Wirkung des Alkohols kennenlernten, können im Prinzip ÜBER NACHT zum Alkoholiker werden, weil sie ihn von nun an als perfektes Heilmittel ansehen.
So gesehen kann jemand sein ganzes Leben ab und zu ein Achterl Wein (oder auch mal wesentlich mehr) trinken, ohne süchtig zu werden. Wohlgeschmack ist zB der Grund des Trinkens.
Andererseits kann ein 60-jähriger, der NOCH NIE trank über Nacht zum Alkoholiker werden wenn er die spezifische Wirkung als Seelenbalsam und Schmerzmittel empfindet. Zugegeben, ein krasses Beispiel. Aber ist alles schon so passiert.
Lg |
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| gavris hat zum Thema: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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Spedi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 1089
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Verfasst am: 03.04.2011, 14:03 Titel: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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Servus Gavris,
mit Verlaub: warum ein Teil alkoholtrinkender Menschen suchtkrank wird und ein anderer Teil nicht, ist so bedeutsam wie der Pickel am Ars.. eines Braunbären in der Mongolei.
Es ist, wie es ist - und wir werden es nicht ändern.
Viel wichtiger ist: Wenn ich Alkoholiker bin, dass ich von meinem Suchtmittel loskomme und ein Leben ohne Suchtmittel erlerne.
Dieses ganze "Gründe suchen", "Ursachen erforschen", "Zusammenhänge herstellen", das kann gerne in einem vierten, fünften, sechsten oder wievielten Schritt auch immer getan werden, wenn ich
- Schritt eins: trocken werden
- Schritt zwei: trockenes Leben erlernen
- Schritt drei: trockenes Leben verinnerlichen
so sicher beherrsche, dass mich die Ergebnisse meiner "Suche" nicht gleich wieder "umwerfen".
Ach ja, noch was: die allermeisten Alkoholiker, die ich kennen gelernt habe, können ihre Probleme sehr wohl lösen. Zum Zeitpunkt des Trinkens wollten sie dies jedoch nicht, sondern haben die betäubende Wirkung des Alkohols vorgezogen.
Deine Betrachtungsweise greift für mich viel zu kurz, denn sie schließt die Eigenverantwortung, die wir alle nun mal haben, einfach aus.
Ich weiss, dass meine Aussage sehr provozierend klingt, aber wer sich die Mühe macht, einmal ehrlich sein Handeln zu hinterfragen, wird feststellen:
Ich war nicht immer Alkoholkrank. Erst mein destruktives Handeln in Form des permanenten Alkoholmissbrauchs hat mich alkoholkrank werden lassen.
Folglich -und jetzt sind wir in einer anderen Ebene der Diskussion- habe ich zwar meine Alkoholkrankheit verschuldet (im Sinne von verursacht), ohne Schuld zu sein an meiner Krankheit.
Du kannst das drehen und wenden wie Du willst, wir alle haben immer die Möglichkeit, uns anders zu entscheiden. Es stand nie jemand mit geladener Waffe im Anschlag hinter uns und hat uns den Alkohol eingeflößt. Sondern wir haben getrunken, wir aus eigenem Antrieb.
Die "Gründe" für unser Trinken, die sind -siehe oben- egal: es gibt immer noch mehr Menschen, die wegen genau dieser Gründe trotzdem nicht trinken.
Alles klar?
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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Waschbaer sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2011 Beiträge: 1277 Alter: 54 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 03.04.2011, 14:31 Titel: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? |
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| Spedi hat Folgendes geschrieben: |
Viel wichtiger ist: Wenn ich Alkoholiker bin, dass ich von meinem Suchtmittel loskomme und ein Leben ohne Suchtmittel erlerne.
Dieses ganze "Gründe suchen", "Ursachen erforschen", "Zusammenhänge herstellen", das kann gerne in einem vierten, fünften, sechsten oder wievielten Schritt auch immer getan werden, |
Hi Spedi
Die Frage war aber " Wodurch wird man Alkoholiker " oder
LG Nobby |
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| Waschbaer hat zum Thema: Re: Wodurch wird man zum Alkoholiker? geschrieben
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