| Kurz vor Zwölf • Trennung und dann wieder zurück? |
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Julia33 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.03.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 31.03.2011, 10:48 Titel: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Hallo zusammen,
vielen Dank das es euch gibt. Habe hier die letzten Tage viel gelesen und mich wiedergefunden. Schlimm, dass es so viele von uns gibt und schön das man nicht alleine ist.
Ich versuche es so knapp wie möglich zu halten, weiss aber nicht ob mir das gelingt.
Seit Ende Februar sind mein Freund und ich beide arbeitslos. Er ist 7 Jahre jünger und hatte früher schon mal ein Alkoholproblem, das während seiner unrühmlichen Vergangenheit auch schon zu Auflagen geführt hat. Er hat es aber geschafft von der Zeit in der JVA während seiner Jugend sich in eine stellvertretende Führungsposition zu arbeiten. Leider wurde er da Betriebsbedingt letztes Jahr gekündigt (er hat einen Sohn, SCheidung läuft).
Er hat über sich selbst immer gesagt das er gerne Bier trinkt, weil es ihm schmeckt und mir ist in dem 1 1/4 Jahren die wir zusammenleben auch nie ein über länger andauernden Zeitraum übermässiger Alkoholgenuss aufgefallen. Im September kamen seine psychischen Probleme wieder (zu dieser Zeit war er arbeitslos), er wurde vor 5 Jahren schon mal medikamentös wegen Depressionen behandelt. Diese inklusive Zwangsgedanken kamen dann jetzt im September wieder. Zu diesem Zeitpunkt hat er auch wieder mehr getrunken und sich mir gegenüber oft ungerecht und zurückhaltend verhalten. Ich hab immer zu ihm gestanden und er hat sich dann wieder in ambulante Behandlung begeben und nimmt seit Ende November Antidepressiva. Im November haben wir beide auch wieder Arbeit gefunden (er sogar einen super bezahlten Job, der ihm auch noch Spass gemacht hat). Leider war er dann zu Beginn wegen der Depression einige Wochen krank, was dann jetzt auch letztendlich zur Kündigung in der Probezeit geführt hat. Oder vielleicht auch das andere Thema wer weiss?
Kurz nach der Medikamenteneinnahme ging es wieder aufwärts. Er hat die ersten Wochen nur alkfrei getrunken und auch zwischen uns war es richtig, richtig gut.
Tja und vor 6 Wochen hatte ich schon das Gefühl das er etwas viel trinkt und habe ihn darauf angesprochen. Ja, ich weiss, ich schraub es wieder runter aber den ganzen Tag daheim das macht mich krank....
Und vor 5Wochen habe ich lauter leere Flaschen im Kühlschrank gefunden + den leeren Bierkasten (innerhalb von 36 Stunden). Die üblichen Beteuerungen und der klassische Satz ich kann ja aufhören wenn ich will.
Einen Tag später habe ich ihn beim heimlich trinken im Schlafzimmer erwischt, dann im Auto. Habe meine Sachen gepackt, viele Tränen bei ihm und wieder das Versprechen, ich schraube es runter, ich liebe dich....ihr werdet das ja alle kennen. Und das er weiss das er es die letzten Tage übertrieben hat.
Was soll ich sagen, bin natürlich dem klassischen Kontrollzwang erlegen, habe für mich auch gleich einen Termin bei der Suchtberatung gemacht, er wusste davon hat den ersten Termin aber verstreichen lassen.
In den Wochen bis jetzt ist einiges passiert, ich bi n 4 Tage zu einer Freundin gefahren, komme wieder heim und was war das Ende vom Lied? Er war mit einem Freund Abends weg, geendet hat es auf der Polizei. Gefährliche Körperverletzung steht im Raum, weil sie einer jungen Frau geholfen hatten, die Ärger mit ihrem Freund hatte und dann ging es los. Mein Vater ist selbst bei der Polizei, sagt Zeugenaussagen abwarten, es gibt Widersprüche über die angeblichen Tritte. Er hatte 1,84 Promille, der Freund noch etwas mehr. Was soll ich sagen, an dem Abend habe ich mich von ihm getrennt, nicht nur deswegen , sondern auch weil er mit einer alten Freundin heimlich gemailt hat und es wieder abgestritten hat. Ich glaube zwar nicht das da was gelaufen ist, aber in Anbetracht der eiskalt ins Gesicht Lügerei wegen dem Alkohol, fällt es schwer zu vertrauen.
Leider habe ich die Trennung genau 12 Stunden durchgezogen und war wieder da. Er sagt immer das er mich über alles liebt und mich niemals verlieren will, vielleicht ist das ja auch so.
Letzte Woche sind wir dann gemeinsam zur Suchtberatung gegangen (habe bis zuletzt nicht geglaubt das er mitkommt). Natürlich war er dort über seinen Konsum nicht ehrlich, hat dann aber von sich aus vorgeschlagen, dass wir ein paar Termine zusammen machen und dann jeder alleine, um einen Weg zu finden was man tun kann.
Es war dann zwischen uns auch ruhiger, bis auf ein zweimal. Er reagiert sehr, sehr schnell verbal aggressiv und ich komme da immer nicht hinterher. Vorallem beim Thema Alkohol natürlich und dann ist es auch zweimal zwischen uns verbal sehr ausgeartet, unterstes Hartz 4 Niveau, hat sich dann aber auch wieder beruhigt.
Inzwischen waren wir das zweite Mal bei der SB und die Suchtberaterin hat festgestellt, dass ich mindestens genauso therapiebedürftig bin wie er und ab nächster Woche haben wir Einzeltermine.
Letzte Woche hatte er auch eine plötzliche Einsicht und erzählte mir eine Stunde lang wie er fühlt und das ihm das kommende Vorstellungsgespräch so Auftrieb gegeben hat, dass er kapiert hat das was passieren muss und das auch seine Gesundheit auf dem Spiel steht, dass er es gut fand das mein Vater mit ihm Tacheles geredet hat und er möchte zur Entgiftung……und er versteht wie ich mich fühle. Fragte mich da schon in welchem Film ich jetzt wieder bin.
Tja, am nächsten Tag war von Entgiftung keine Rede mehr. Der Konsum, hmmm, wir hatten in der SB ausgemacht, dass er mir Abends sagt was er getrunken hat. Sind jetzt so im Durchschnitt 4-6 Bier. Stimmt meistens auch, aber ich weiss ja nicht was er unterwegs trinkt (ich rieche keine Fahne mehr wenn er heimkommt und das was er hier trinkt, sagt er auch).
Das er früher getrunken hat, wusste ich vorher. Meine Eltern kannten ihn ja beide aus „alten Zeiten“ dienstlich und er hat mir auch erzählt, dass er am Ende seiner Ehe (also vor gut 1 ½ Jahren) sehr viel getrunken hat), letzte Woche habe ich seine Nochfrau getroffen und wir haben uns unterhalten. Er hatte das Problem schon wohl in relativ großem Maße bevor der gemeinsame Sohn geboren wurde (danach wollte er nämlich aufhören) und das war 2008. Mit Flaschen verstecken, lügen. Sie hat ihm dann Abends einen Kasten Bier hingestellt, damit er zumindest nicht mehr weggeht. Wenn ich jetzt zurückdenke, fallen mir Sachen wieder ein. Am Anfang unserer Beziehung dieses starke , grundlose Schwitzen, einmal ist er mir im Bad umgekippt, Herzrasen. Und ich sage damals noch vielleicht sind es Entzugserscheinungen, dachte aber nicht im Entferntesten tatsächlich in ein dauerhaftes Alkoholproblem.
Vielleicht hat er damals beflügelt vom Verliebtsein tatsächlich weniger getrunken. Zweimal habe ich Flaschen im Wäschekorb gefunden (sind von meinem Bruder, der hat zu diesem Zeitpunkt bei uns gewohnt), in meinem Auto (sind auch vom Bruder), mein Gott warum war ich so blind????
Seit gestern frage ich mich allerdings warum er mit zur SB geht. Sind auf das Thema Gesundheit gekommen und ich sagte ja man hat nur ein Leben und du machst es mit diesem *** kaputt, er wurde sofort aggressiv „nervst du mich schon wieder mit diesem Thema, woher willst du das wissen, hast du Medizin studiert oder was?“ Und Abends, er war in der Küche, hab gehört das er am Kühlschrank war und getrunken hat (was er ja seit der SB ungeniert vor mir tut) und auf einmal hat er das kotzen angefangen (neulich schon mal, da habe ich den Notarzt gerufen weil Blut dabei war), ich komme in die Küche, was macht er, übergibt sich fertig und macht sich erstmal ein Bier auf.
Er hat sich so verändert. Wo ist der Mann, der mir vor einem Jahr einen wunderschönen Heiratsantrag gemacht hat, der mir immer das Gefühl gegeben hat was besonderes zu sein? Wir streiten so viel, nicht wenn wir uns neutral unterhalten, aber man hat ja schon Angst was über das Thema zu sagen und ihn an seine Versprechungen zu erinnern.
Er sagt auch immer das er weiss das er zuviel trinkt und er sei ja schon am runterschrauben, aber gut 4-7 Bier....
Gott, ist das lang geworden. Entschuldigt bitte, aber es tut gut sich mal alles von der Seele zu schreiben. Es ist schlimm, daneben zu sitzen, es klar zu sehen und zu zuschauen wie der andere sich mit Alkohol und der Kombi Antidpressiva systematisch zu Grunde richtet. |
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| Julia33 hat zum Thema: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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Grazia aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2007 Beiträge: 767 Alter: 46 Wohnort: By
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Verfasst am: 31.03.2011, 11:11 Titel: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Hallo Julia
Willkommen hier.
frag ich mich, ob Du Dir im klaren bist, dass es hier um Dich geht nicht um ihn. Wir wissen jetzt was er sagt, was und wie er trinkt, was in seiner vergangeheit war, sein Beruf, seine familie sein leben. Was ich in Deinem Post vermisse bist DU.
Wo bist DU denn?.
Wie fühlst Du Dich, was willst Du, was für Hilfe erwartest Du hier?
LG Grazia |
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| Grazia hat zum Thema: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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sonne5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2011 Beiträge: 358
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Verfasst am: 31.03.2011, 11:20 Titel: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Liebe Julia,
schön dass du hier her gefunden hast.
Ja es ähnelt sich wast jeder Beitrag hier, aber dein Thread rührt mich sehr. Sogern möchte ich helfen und dabei bin ich selbst noch nicht so weit.
Liebst du XY noch?
Bleib hier und lies und schreib, es hilft sehr fürs erste.
viel Kraft schickt dir die
sonne  |
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| sonne5 hat zum Thema: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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Julia33 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.03.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 31.03.2011, 11:38 Titel: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Vielen Dank für die nette Begrüßung,
ja wo bleibe ich? Das frage ich mich auch schon seitdem. Gestern war ich an so einem Punkt wo ich mir sagte, ich muss für mich was tun, habe mich mit einem Kaffee auf den Balkon gesetzt und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und dachte mir, ok, ich kann es nicht ändern, aber ich kann mich ändern.
War ihm gegenüber auch recht distanziert, er hat es bemerkt, denn alle 5 Minuten kam was ist los Schatz, liebst du mich noch.
Ich weiss nicht genau ob es noch die Liebe ist, wie vor einigen Wochen. Ich sehe einen fremden Menschen vor mir und manchmal noch den alten.
Manchmal denke ich, hey ich gehe einfach, um wieder das Gefühl zu haben durchatmen zu können und frei zu sein. Dann wieder bricht das HElfersyndrom voll durch und ich erinnere mich an unsere Träume und die schönen Zeiten. Ich bin so hin und hergerissen in meiner GEfühlswelt.
Auf der einen Seite weiss ich das kein Mensch sich beleidigen lassen muss, dass es keine Liebe bis zur Selbstaufgabe gibt, andererseits ist der andere Teil in mir, der denkt, was ist wenn ich gehe? Ich weiss ER MUSS ES WOLLEN.
Wenn ich ausziehe und er bleibt (er wird nicht in eine gemeinsame Kündigung einwilligen, hat er schon gesagt), und er zahlt die Miete nicht, muss mein Vater einspringen, er musste im September für uns bürgen, da wir ja beide zu diesem ZEitpunkt arbeitslos waren und die Bürgschaft noch Bestand hat. Habe mit dem Vermieter schon gesprochen, er weiss Bescheid, kann aber nichts machen. Und es würde meine Eltern zum jetztigen ZEitpunkt auch finanziell ruinieren. Dann ist unser Hund, den er vor 2 Monaten ohne mein Wissen aber mit meinem Geld aus dem Tierheim geholt hat, ich hänge an dem Hund, möchte ihn auch nicht da lassen, weil ich nicht weiss ob er sich dann auch wirklich so kümmert wenn ich weg bin, bisher tut er es. Er steht auf dem Kaufvertrag.
Ich bin immer noch in so einem Schockzustand, teilweise, weil mich die Ereignisse überrollt haben.
Ich weiss es alles ganz einfach nicht. Wenn ich mich von aussen sehen würde, würde ich sagen, Mädel nimm die Beine in die Hand und renn! Aber wenn man mit drinsteckt, dann sieht das ganz schnell anders aus. |
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| Julia33 hat zum Thema: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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Julia33 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.03.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 31.03.2011, 12:05 Titel: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Und dann ist noch dieser Punkt.
Mitleid. Wenn ich gehe, nehme ich alles mit. Die beiden Autos, fast die ganze Einrichtung, die Küche die in der Wohnung ist haben meine Eltern abgelöst. Er bleibt mit nichts.
Es gibt Momente da denke ich mir, ok, vielleicht merkt er es dann und dann kommt der andere Moment, wo ich mir denke, hey, du liebst ihn, er ist kein schlechter Mensch, er ist krank.
Ich bin einfach noch nicht an dem Punkt wo es mir egal ist, weil er mir nicht egal ist. |
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| Julia33 hat zum Thema: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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Grazia aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2007 Beiträge: 767 Alter: 46 Wohnort: By
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Verfasst am: 31.03.2011, 12:15 Titel: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Hallo Julia
Für mich heisst es im Klartekst, Du bist mit ihm, wegen: schöne Erinnerungen, helfersyndrom, Burgschaft, Hund.
Wenn ich das so knallhart schreibe, was denkst Du darüber? was fühlst Du?
Wenn Du jetzt Geld genug hättest, wärst Du gegangen?
Das soll Dich zum Nachdenken bringen, Du musst die Fragen nicht beantworten.
Wenn Du Abstand brauchst, und Dich wieder brauchst, dann finden sich Wege und Möglichkeiten.
Frauenberatungsstellen, Suchtberatungsstellen es gibt immer Hilfe die Du in Anspruch nehmen kannst.
Du musst aber bei sich anfangen, ICH WILL .........
ja, was willst Du?
LG Grazia |
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| Grazia hat zum Thema: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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Grazia aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2007 Beiträge: 767 Alter: 46 Wohnort: By
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Verfasst am: 31.03.2011, 12:22 Titel: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Mitleid
Warum bist Du für ihn verantwortlich? Ist er Minderjährig? Nein. Du bist nicht sein Vormund. Du denkst, ohne Dich geht er unter. Auch für mich war das schwer zu begreifen und umzusetzen. Es hat auch was mit Respekt zu tun. Kannst Du genug Respekt zu ihm zu haben, dass Du sagen kannst, er ist ein erwachsener mensch, der verantwortung für sich zu tragen imstande ist. Solange Du die trägst, wird er die nicht übernehmen.
LG Grazia |
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| Grazia hat zum Thema: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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Weißbär neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2009 Beiträge: 297 Alter: 60 Wohnort: Region Hannover
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Verfasst am: 31.03.2011, 12:29 Titel: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... |
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Hallo Julia,
deine Argumente, warum du nicht so ohne weiteres gehen kannst machen mich doch sehr betroffen. Ich habe bei einem gewalttätigen Mann über Jahre ausgehalten, weil ich dacht ich kann/darf nicht gehen, weil meine Eltern uns beim Hausbau finanziell unterstützt haben und das Geld bei einer Trennung womöglich verloren wäre. Ich finde so ein Preis ist einfach zu hoch.
Das dein Partner dir so direkt sagt dass er mit einer gemeinsamen Kündigung nicht mitziehen wird und dein Bedenken von wegen der Miete, die er möglicherweise nicht zahlen kann/wird, lassen tief blicken. Traust du das deinem Partner zu, so subtile Drohungen. Ich kenne mich mit Bürgschaften bei Vermietungen nicht aus, hier wäre eine Auskunft beim Anwalt angebracht.
Deine Bedenken wegen dem Hund kann ich nachvollziehen. Ein ‚Kaufvertrag’ beim Tierheim ist nicht gleich einem Kaufvertrag mit einem Züchter. Das Tierheim ist nie ganz aus der Verpflichtung raus. Wenn ich mich nicht mehr um meine Katze kümmern könnte, bei Krankheit, Umzug oder so, nimmt das Tierheim meine Katze zurück und kümmert sich. Falls ihnen zu Ohren kommt, dass ein von ihnen abgegebenes Tier schlecht behandelt wird, werden sie einschreiten.
Baut dein Partner vielleicht auf deine Rücksichtnahme gegenüber deinen Eltern und dem Hund?
Ich lese gerade bei dir was von Mitleid. Du mit ihm aber wer mit dir?
Gruß
Weißbär |
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| Weißbär hat zum Thema: Re: Einmal Hölle und zurück bitte.... geschrieben
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