Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 29.03.2011, 10:50 Titel: Re: ist jemand der alle paar Wochen säuft Alkoholiker |
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liebe rumpelchen, | Zitat: | | dass unsere Beziehung kurz vor dem Ende ist aber aus lauter Mitleid bleibe ich bei ihm. Wenn er nüchtern ist tut er mir leid. Wenn er sich um mich bemüht, wenn er sich bemüht ruhig zu bleiben. | schau dir das mal nochmal an. mitLEID. was bringt mitLEID? Leiden! warum sich das antun?
das systhem funktioneiert genau auf dieser ebene. warum tutst du dir nicht selbst leid? dann kannst du nämlich anfangen dich um dein leiden zu kümmern und nicht um das leid deines partners.
weisst du, ein alkoholiker sieht nur sich und den alkohol. er funktioniert nur dafür, sich den coabhängigen zu eigen zu machen um weiter saufen zu können. dieses bemühen um dich bassiert nicht darauf dir gutes zu tun, hierbei handelt es sich um das von sich abhängig machen.
ich konnte das selbst erkennen, gerade meine mutter und ich wir funktionierten jahrzente lang so. ich hatte mitleid mit ihr, in den zeiten wo sie nicht gesoffen hatte war es ein wunderbares miteinander auskommen. doch hier merkte ich wie sehr ich mich in diesen zeiten von ihr abhängig machte. "ist doch alles wieder gut, es ist doch soooo toll" waren meine gedanken dazu. "ich helf ihr weiter, damit sie sich wohl fühlt und nie wieder anfängt zu saufen" der zweite gedanke dazu. ich funktionierte wunderbar und sie begann wieder zu saufen an, wenn eine minimale kleinigkeit sie wieder belastete, waren minimale probleme, gründe für sie wieder anzufangen.meisstens wenn ich nicht funktionierte, wie sie von mir erwartete.ich fühlte mich schuldig und unfähig ihr alles schön zu machen. das machte mein selbstbewusstsein vollkommen kaputt. ich war abhängig von lob und anerkennung von aussen, ihr kam das nur recht um weiter saufen zu können. ich war hilflos dagestanden und verstand die welt nicht mehr. "ich kann tun und machen was ich will ich schaff es nicht er richtig zu machen" das drückte auf mir wie eine last.
alles reden, bemühen, hilfe leisten machte mich nur schwächer und müde. ich war mir selbst nichts mehr wert.funktionierte wie eine marionette. bis zu dem tag als ich so schwer krank wurde.
damals war meine mutter plötzlich für mich da und wollte mir helfen. das konnte ich nicht ertragen, denn spürte ich wie ich wieder benutzt wurde um sie zu stärken, ihr einen neuen sinn im leben zu geben, für mich da zu sein. das wollte ich nicht, denn im grunde , das ist mir heute klar, spüret ich damals schon wie wichtig es ist, das jeder mensch für sich selbst da zu sein hat, um sich selbst kümmern muss. alles andere ist ein benutzen des anderen um sich besser zu fühlen und ist ein völliges abhängig machen von aussen.sobalt ich wier gesund war viel sie wieder in ein loch und begann zu saufen an wie gehabt und ich fühlte mich schuldig.sie versuchte sogar mich weiterhin krank zu machen.hätte ich mich darauf eingelassen, mich in ihre hände begeben, ich wär da nie raus gekommen.
dann funktionierte ich nicht mehr, weil ich bemüht war mir selbst zu helfen und sie dadurch ablehnte und begann nein zu sagen.ich wollte gesund werden, denn die schmerzen , die angst die ich hatte war extrem belastend für mich.
ich begann die therapie, von da an ging es stetig immer mehr den berg auf für mich. erst wollten mir meine eltern die therapie schlecht reden, ausreden es zu tun. hilft ja eh nichts, psychologen sind menschn die mit ihren eigenen leben nicht klar kommen so ähnlich kamen aussagen. doch spürte ich damals, sie hatten berechtigte angst dafor das ich aus dem systhem aussteige und sie beide mit ihrer eigenen problematik alleine lassen werde.
ich lies sie allein damit. ich fuhr nicht mehr einkaufen. ich suchte wege um das auto nicht mehr so oft zu brauchen, dadurch wurden begegnungen mit ihnen immer weniger.ich räumte ihn nichts mehr auf, brachte nichte mehr weg. so stand mein vater wieder da wo er hin gehörte, an die seite seiner frau, durfte nun endlich wieder die se aufgaben erledigen, die er hätte immer schon machen sollen. erst war er sauer auf mich. auch sie. dann wurde mir hinterher gelaufen, hinterher telefoniert. doch in der therapie lernte ich mich selbst mehr kennen und konnte immer selbstsicherer zu meinen eigenen bedürfnissen stehen.
ich lernte nein zu sagen, mich solchen situationen nicht mehr auszusetzen und mir selbst wichtig zu werden. mich zu spüren und mir selbst wieder etwas wert zu sein.
es tat so gut, als ich merkte, mein "neues" handeln hat erfolg für mich und mein wohlempfinden. das stärkte mich immer mehr. ich hab mich gelöst aus diesem co verhältnis. natürlich gibt es heute noch kontakte, doch inzwischen wiess ich genau, wo der co knopf bei mir klingelt und wie ich darauf reagieren kann. doch inzwischen lasse ich meine eltern ihr leben leben, so wie sie es wollen. es ist nicht mehr meins.
ich war auch mal ganz unten, doch es war mein eigener innerer wille der mich dazu brachte da auszusteigen und mir wieder etwas wert zu sein.
die einstellung:"ich schaff das noch nicht" ist ja änderbar. versuch das genauer anzuschauen,WANN willst du anfangen was für dich zu tun, damit sich etwas ändert!!!!!!jeder tag an dem du leidest ist ein verschwendeter tag. ich weiss nun heute, das leben ist irgendwann zu ende. meine krankheit hat mir das bewusst gemacht, es kann so schnell vorbei sein, also warum nicht heute, jetzt gleich anfangen sich gutes zu tun. warum nicht heute, jetzt anfangen sich um das eigene selbstbewusstsein zu kümmern? weisst du was morgen ist? keiner weiss das und ich möchte auf mein leben schauen können und sagen:hey, ich hab alles so getan das es mir gut geht, ich bin mit mir und meinem leben zufrieden.
noch was: stell dich deiner angst, die du hast. lass die angst die du hast nicht über dich beherrschen dann auch hier machst du dich dafon abhängig, wie vom partner, vom mitleid usw.........
ändern kannst NUR DU FÜR DICH etwas.
lieben gruß melanie |
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