| Feiern ohne Alkohol...(?) • Wie kann ich ihm helfen???? Helft mir |
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Inka K. neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 05.05.2006 Beiträge: 8
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Verfasst am: 06.05.2006, 08:57 Titel: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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Hallo,
wie schon an anderer Stelle geschrieben, schäme
ich mich nicht dafür trockene Alkoholikerin zu sein.
Allerdings komme ich manchmal schon ins Grübeln,
wenn Menschen, von denen ich eigentlich etwas mehr
erwartet hätte, mir unbedingt abraten mich zu „outen"
weil das ja etwas ist für das man sich offenbar schämen muß
bzw. ihr eigenes Verhalten mir gegenüber nach der „Offenbarung" ändern.
Ich bin sehr stolz auf mich, auf das, was ich bis jetzt geschafft habe.
Für mich ist Alkoholsucht eine Sucht, die wie jede andere Sucht
ihre Entstehung in vielfältigen Ursachen hat - meist auch
sehr durch die Veranlagung und Umwelt bedingt -
und mit dem persönlichen Wert
eines Menschen nichts zu tun hat - sprich, ob dieser Mensch jetzt ein „Versager
oder schlechter Mensch" ist. Im Gegenteil,
die Abhängigen, die ich kennengelernt habe (eigentlich nur Frauen), waren gute Menschen,
nur eben evtl. etwas zu sensibel, zu wenig fähig mit Belastungen
oder gestellten Anforderungen umzugehen.
Oder auch nicht ausreichend fähig, sich den
Freiraum zu nehmen, um das eigene Leben so zu gestalten,
dass sie sich darin wohlfühlen und sich diesen Platz dann
im Rausch gesucht haben. Ich denke, das ist ein sehr
wichtiger Punkt. (aber doch kein Grund sich zu schämen !?)
Raucher werden bewundert, wenn sie es schaffen aufzuhören,
dicke Menschen werden bewundert, wenn sie ihren Essdrang
etwas zügeln und abnehmen - aber mir kommt es so vor,
als wird ein Alkoholiker egal was er tut - immer nur verachtet
(hart ausgedrückt).
Am besten ist es wohl mit niedergeschlagenen Augen zu „beichten"
was für ein elender Versager man ist, sich ausgiebig dafür
entschuldigen und dann dankbar die Verachtung über sich
ergehen lassen, die die anderen einem zukommen lassen.
Ganz ehrlich - manchmal glaube ich, es wird genau so von
mir erwartet. (Da könnse aber lange drauf warten !! )
Vielleicht sehe ich das auch etwas zu eng, hin und wieder
tendiere ich dazu.
Eine kleine Sache noch: ich finde das Wort „Säufer" „saufen" etc.
schrecklich und verwehre mich absolut dagegen.
Zu einem körperbehinderten Menschen sag ich ja auch nicht „Krüppel",
und zu einem übergewichtigen Menschen sagt man auch nicht „Fresser"
oder „Fresssack", oder ? Ich finde "Säufer" ist so negativ belegt und
spiegelt die Verachtung wieder, die uns die Gesellschaft entgegenbringt.
Die Diskriminierung fängt schon in der Art an, wie man sich über etwas
äußert.
So, das war jetzt lang, hat gut getan - falls einer durchgehalten hat und mir antworten möchte, würde ich mich freuen.
Gruß Inka
l |
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| Inka K. hat zum Thema: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31606 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 06.05.2006, 09:12 Titel: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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Hallo Inka
es gibt auch keinen Grund sich zu schämen, wenn man was gegen seine Alkoholsucht tut.
Die Ausdrucksweise und Umgangsformen, wie wer jemanden bezeichnet, kann man nur in so fern beeinflussen, wie man sich seine Gesprächspartner aussucht.
Leider ist die Akzeptanz für den Alkoholiker noch lange nicht so groß, wie wir es vielleicht wünschen.
Viele sehen darin eine Willenlosigkeit, die sie nicht anders einordnen können.
Vielleicht kann das Forum hier einen kleinen Teil dazu beitragen, dass einige Menschen umdenken.
Wenn man sich die Zahlen und Statistiken anschaut, hat jeder Mensch in unserem Land einen Menschen, der mit der Alkoholsucht zu tun hat, in seiner Fanmilie oder nährere Umgebung, wenn er nicht sogar selbst betroffen ist.
Durch die Scham vieler Menschen, wird dies aber verheimlicht und totgeschwiegen.
Wir können die Menschen aber nicht ändern. Wir müssen uns ändern.
Ich habe dieses Thema mal in den Bereich der Alkoholsucht verschoben.
Gruß Karsten
_________________________________________
Statistiken zu Alkohol und zur Alkoholsucht
Alkoholsucht? |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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schorni67 Gast
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Verfasst am: 06.05.2006, 09:12 Titel: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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hallo inka,
ich habe mir noch nie gedanken darüber gemacht, was andere menschen von mir denken. zugehört was sie mir offen sagen schon eher.
leider ist es wirklich so, viele haben den falschen job, wenn es nach mir ginge würden suchtkranke die trocken sind auch nur suchtkranke behandeln.
bei meiner entgiftung war es in etwa so.
es ist schwierig für einen menschen ohne alkoholproblem sich in die lage des betroffenen zu versetzen, die eigenen verwandten, kumpels und freunde können das nicht. ich versuche deshalb auch nie eine diskusion über alk anzufangen.
| Zitat: |
Am besten ist es wohl mit niedergeschlagenen Augen zu „beichten"
was für ein elender Versager man ist, sich ausgiebig dafür
entschuldigen und dann dankbar die Verachtung über sich
ergehen lassen, die die anderen einem zukommen lassen. |
wenn du das so rüber bringst, kommt es genau so an.
ich habe bis jetzt in meinen sieben jahren leben ohne alkohol, nie negative erfahrungen gemacht.
wenn das mal so wäre, ist mir das sowas von egal, ich bin ich und ich weiß was ich von mir zu halten habe.
die ausdrucksweisen stören mich auch.
pass gut auf dich auf und verlange nicht zuviel von den menschen, mach du deinen job besser als die anderen.
liebe grüße
schorni |
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| schorni67 hat zum Thema: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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lili50 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 21.09.2006 Beiträge: 51 Wohnort: Schwerin
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Verfasst am: 27.09.2006, 17:44 Titel: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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Hallo Inka,
dein Beitrag hat mich zum Nachdenken angeregt. Ja warum solten wir uns schämen? Ich selbst bezeichne mich als Säuferin, Warum? Weil ich mich verachte. Ich verachte auch meine Mutter, weil sie schon seit mindestens 36 Jahren trinkt. Ich bin im Grunde genauso wie die meisten Menschen. Ich habe keine Selbstachtung mehr, das wird mir von Tag zu Tag mehr bewusst. Nach außen hin versuche ich selbstbewusst aufzutreten. Keine Ahnung, ob das auch so ankommt. Langsam sollte ich mal aufräumen mit meinem inneren "Ich" und meiner Einstellung zu mir selbst, denn ich mag mich nicht. Und ganz besonders wenn ich was getrunken hatte. Du hast recht,, man sollte stolz sein, auf das was man geschafft hat. Mein ganzes Leben war und bin ich von Alkoholikern umgeben gewesen und teilweise ja auch heute noch. Meine Mutter ist Trinkerin, jahrzehntelang habe ich es versucht, nach aussen hin zu verbergen, sie zu schützen. Doch irgendwann hab ich es aufgegeben. Hatte keine Kraft mehr und hab es bei bestimmten Personen auch nicht mehr versucht, zu verheimlichen. Ich habe quasi in mein eigenes Nest gesch......! Irgendwie schäme ich mich jetzt dafür. Trotzdem kriege ich es nicht hin, mich ihr gegenüber zu outen. Warum? Sie ist selbst der Meinung, dass sie nicht krank ist. Ich habe Angst davor, dass sie mich verachten könnte, denn sie ist nicht selbstkritisch aber "ekelhaft" kritisch anderen gegenüber . Das will ich mir ehrlich gesagt, auch nicht antun. Mein Leben lang hab ich um ihre Anerkennung gerungen, die ich nie bekommen habe, und dann jetzt auch noch outen? Was meinst du dazu?
Liebe Inka, ich finde es total super, dass du so eine positive Einstellung zu dir selber hast und die Art und Weise, wie du dich mit der Problematik Alkohol in der Gesellschsaft auseinandersetzt. Du hast meine Hochachtung!
Seit wann bist du eigentlich trocken?
Würde mich sehr freuen, wenn du mir antworten würdest.
Ganz liebe Grüße von
Lili |
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| lili50 hat zum Thema: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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Micha sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.07.2006 Beiträge: 4371
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Verfasst am: 27.09.2006, 18:57 Titel: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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Hallo Lili,
es ist unwahrscheinlich, dass du von Inka eine Antwort bekommst. Ich bin ja auch noch nicht so lange hier und kenne sie nicht, aber ihre Daten verraten, dass sie sich im Mai angemeldet hat und nur über drei Tage Beiträge verfasst.
Aber wer weiß, vielleicht liest sie das ja trotzdem.
Aber zum Thema. Du bist doch trocken oder ?
Also ich bezeichne mich nicht als Säufer. Ein Säufer säuft. Ich saufe nicht, also bin ich kein Säufer.
Ich bin Alkoholiker, trockener.
Alkoholismus ist eine Krankheit. Nicht mehr und nicht weniger. Das braucht man nicht zu bewerten.
Bewerten kann man menschliche Handlungsweisen, die auf Betrunkenheit zurückzuführen sind. Also wenn Männe besoffen seine Frau prügelt (das gilt nüchtern natürlich auch, aber nüchtern macht er es vielleicht nicht). Das ist zu verachten. Und wenn er es immer wieder tut und nichts unternimmt dagegen. Dafür sollte er sich schämen und in dem Fall von mir aus sogar verachten.
Aber die Krankheit als solche ist doch wertfrei. Im Gegenteil. Wer sie kennt, weil er sie hat, weiß wie stark Leute sind, die ihr Paroli bieten.
Ich bin 3,5 Monate nüchtern. Meine Mutter ist auch Alkoholikerin, nein stop ... sie ist sogar Säuferin, also nasse Alkoholikerin. Ich habe mich gestern geoutet bei ihr und sie hat es gar nicht zur Kenntnis genommen. Einfach weil sie im Glashaus sitzt, aber es nicht zugeben kann.
ich habe mich allerdings nicht geoutet weil ich mir Anerkennung davon versprochen habe. Sondern weil ich ihr helfen wollte.
Also Lili, ich fasse das nicht, dass du dich nicht traust dich zu outen einer aktiven Säuferin gegenüber, die jegliche Selbsterkenntnis vermissen lässt. Das ist doch verkehrte Welt. Du bist eine kleine Heldin, weißt du das nicht ??
Ich protestiere energisch dagegen, dass du dich so klein machst!
Herliche Grüße vom
Micha
der sich noch für deine Lorbeeren für den offenen Brief bedanken möchte
P.S.: Es gibt ein ganz sicheres Mittel für Alkoholiker, ihre Selbstachtung wiederzubekommen: Trockenbleiben |
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| Micha hat zum Thema: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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walf Gast
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Verfasst am: 27.09.2006, 19:52 Titel: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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Hi,
Ralf Alkoholiker
lilli schrieb:
| Zitat: | | Trotzdem kriege ich es nicht hin, mich ihr gegenüber zu outen. Warum? Sie ist selbst der Meinung, dass sie nicht krank ist. Ich habe Angst davor, dass sie mich verachten könnte, denn sie ist nicht selbstkritisch aber "ekelhaft" kritisch anderen gegenüber . Das will ich mir ehrlich gesagt, auch nicht antun. |
Warum um Gottes Willen soll ich als trockener Alkoholiker mich gegenüber einem/r nassen Alkoholiker/in outen?
Was bitte soll das bringen außer Häme, Spott und vielleicht noch besoffener Kläglichkeit?
Ich bin jetzt seit über 11 Jahren trocken. Ich lebe ein normales Leben, selbstbestimmt (im Rahmen meiner Möglichkeiten) und ohne dieses schlechte Gewissen, das den nassen Alkohliker weit in seine Trockenheit verfolgt.
Klar es ist deine Mutter, klar wäre es schön wichtige Dinge mit ihr teilen zu können, aber: Wenn deine Mutter mit diesem Thema nicht kann, wenn deine Mutter keine positiven Emotionen für dich über hat, was bitte willst du mit einem Outing (was für ein scheiß Wort) ihr gegenüber bezwecken?
Ich rede nicht mit Menschen die mich permanent versuchen fertig zu machen, über mein Gefühlsleben. Es gibt dafür keinen Grund.
Ich rede auch nicht mit meiner Mutter über meine Probleme, weil das zu einer emotionalen Katastrophe führt. Wem soll so was nützen?
.Micha schrieb:
| Zitat: | | Also Lili, ich fasse das nicht, dass du dich nicht traust dich zu outen einer aktiven Säuferin gegenüber, die jegliche Selbsterkenntnis vermissen lässt. Das ist doch verkehrte Welt. Du bist eine kleine Heldin, weißt du das nicht ?? |
Wenn ich Schnupfen habe und dann bereit werde warme Socken anzuziehen und einen Schirm mitzunehmen, bin ich dann ein Held?
Glaubst du es ist eine besonders gesunde Einstellung einer Krankheit gegenüber, den Anfang der Genesung als Heldentat hochzustilisieren.
Ganz nebenbei sterben viele Helden an ihrem Heldentum.
Ob das wohl was mit Größenwahn zu tun hat?
Dazu mein Motto: | Zitat: | | Lieber fünf Minuten feige als ein Leben lang tot!! |
| Zitat: | Ich bin 3,5 Monate nüchtern. Meine Mutter ist auch Alkoholikerin, nein stop ... sie ist sogar Säuferin, also nasse Alkoholikerin. Ich habe mich gestern geoutet bei ihr und sie hat es gar nicht zur Kenntnis genommen. Einfach weil sie im Glashaus sitzt, aber es nicht zugeben kann.
ich habe mich allerdings nicht geoutet weil ich mir Anerkennung davon versprochen habe. Sondern weil ich ihr helfen wollte. |
Nüchtern
Ich darf mal einwerfen, dass in der Genesung auch davon gesprochen wird, dass Nüchtern werden in etwa so lange dauert wie die Trinkkarriere!
Warnen möchte ich vor dem schnell einsetzendem Sendungsbewußtsein, dass viele von uns nach ganz kurzer Zeit umtreibt. Nach 3,5 Monaten gehts um dich und um niemanden sonst. Wenn das erste Hochgefühl verfliegt, wirst du alle Kraft für dich brauchen, da sind keine Ressourcen zum helfen frei!
Entschuldige wenn ich dich hier so direkt anspreche Micha, aber bei deinem Posting schrillen bei mir alle Alarmglocken - aus leidvoller Erfahrung!
Gute 24h
Ralf |
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| walf hat zum Thema: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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esgehtanders aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 670
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Verfasst am: 27.09.2006, 20:16 Titel: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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| ich kann micha da nur beipflichten; warum selbst verachten? du hast dein Problem erkannt und bist es angegangen |
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| esgehtanders hat zum Thema: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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Micha sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.07.2006 Beiträge: 4371
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Verfasst am: 27.09.2006, 20:20 Titel: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? |
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Hallo Ralf,
ich weiß das wohl zu schätzen von einem alten Hasen. Man kann immer gut brauchen von erfahrenen Menschen am Boden gehalten zu werden.
Du beziehst dich allerdings nur auf einen einzigen Beitrag, den du von mir gelesen hast. Wenn du von diesem auf meine gesamte Einstellung dem Trockenwerden gegenüber schließt, verstehe ich deine Bedenken absolut.
Ich wollte Lili Mut machen, weil sie sich so sehr klein macht. Das hat mich zu großen Worten verleitet. Das ist wahr. Dies ist aber nicht repräsentativ für meine Umgang meiner Krankheitsgeschichte.
Ich befinde mich keineswegs in einer Phase ersten Hochgefühls, sondern bemühe mich kontinuierlich und sehr akribisch meinen Weg zu gehen ohne den Boden der Tatsachen zu verlassen. Ich bin regelmäßig im Forum, führe auch regelmäßig Tagebuch im geschlossenen Bereich und fühle mich hier von Menschen umgeben, die mir gegenteiliges berichtet hätten. Ich habe dort von der Begegnung mit meiner Mutter berichtet und auch, dass ich bar jeden missionarischen Einsatzes nach Hause gegangen bin. Es war einfach gut für mich, dieses Thema meiner eigenen Mutter gegenüber nicht ausgespart zu haben, ob man es "outen" nennt oder anders ist mir wurscht.
Was das Wort "nüchtern" anbelangt, benutze ich es für den Zustand den ich habe, wenn ich keinen Alkohol zu mir nehme. Ich unterscheide das für mich sehr bewusst von dem Wort "trocken". D.h. nach meinem Sprachgebrauch: Ich bin 3,5 Monate nüchtern(habe keinen Alk getrunken) und ich bin auf dem Wege trocken zu werden.
Vielleicht ist es für manche nützlich die Alkoholkrankheit mit einem Schnupfen verglichen zu bekommen und das Trockenwerden mit dem einfachen Anziehen von Socken, für andere nicht.
Aber wie auch immer. Ich danke dir für das Betätigen der Alarmglocken und das du hier bist.
Herzliche trockene Grüße vom
Micha |
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| Micha hat zum Thema: Re: Wieso soll ich mich schämen ?? geschrieben
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