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Medikament zur Behandlung?

 
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sophia
Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 08:33    Titel: Medikament zur Behandlung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo an Alle:

Mich interessiert im Moment ein Thema:

Habe eine interessante Sendung im Fernsehen gesehen, wo über ein Medikament zur Behandlung von Alkoholismus gesprochen wurde.
Es wurden Menschen vorgestellt, die trotz Therapie und mehreren vergeblichen Versuchen und eine Grundstörung in der Persönlichkeit (Depression, Borderliner usw...) mit einem Medikament behandelt wurden.
Es soll das Verlangen nach Alkohol dämpfen oder gar ganz ausschalten.

Da es so vielfältige Ursachen gibt, um in einer Sucht zu bleiben...wäre es doch eine Hilfe um abstinent zu werden.

Ich weiß, daß hier der Schwerpunkt auf die Hilfe zur Selbsthilfe gelegt ist, aber es geht doch hier sicher auch um die Vielfältigkeit der Hilfsangebote.


Sophia
Hat jemand positive oder negative ERfahrungen damit??
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sophia hat zum Thema: Medikament zur Behandlung? geschrieben
Greg
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 06.05.2006
Beiträge: 12
Alter: 55
Wohnort: Paris

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 08:39    Titel: Re: Medikament zur Behandlung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

So lange die Ursachen des Alkoholismus (depression, borderline..) nicht indentifiziert sind, bringt alle neue Medikamente nicht viel. Alkoholismus ist nur der Teil des Icebergs den man sieht. Der Rest bleibt versteckt.
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Greg hat zum Thema: Re: Medikament zur Behandlung? geschrieben
schorni67
Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 09:17    Titel: Re: Medikament zur Behandlung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo sophia,

ich habe davon auch schon gehört, wirkt wohl auf das suchtgedächnis.

erstmal ist das relativ neu, also wenig erprobt und dann denke ich, damit würde ich eine droge mit der anderen droge bekämpfen.

diese selbsthilfegruppen haben sich über jahrzente als das beste therapiemodel durchgesetzt.
die medizin geht weiter, aber ich bin da sehr skeptisch gerade in richtung, dann kann ich ja wieder. wenn nicht nehme ich eine pille.

langfristig ist das ziel, zufrieden trocken leben. das kann keine pille.

liebe grüße

schorni
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schorni67 hat zum Thema: Re: Medikament zur Behandlung? geschrieben
chiara
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 362
Wohnort: UK

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 11:00    Titel: Re: Medikament zur Behandlung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Tabletten gegen die Alkoholsucht, das Thema berührt mich natürlich sehr, da ich ja Antabuspatientin bin.

Langfristig sehe ich im Tablettenkonsum keine Hilfe.
Egal ob es jetzt ein Mittel wie Antabus oder eine anders wirkende suchtbekämpfende Substanz ist.
Über einen gewissen Zeitraum eine Krücke anzunehmen , bis man zB einen Therapieplatz hat oder um zu gewährleisten, dass man überhaupt zu einer Selbsthilfegruppe gehen kann, ist ok.

Langfristig glaube ich, dass die Gefahr besteht die Verantwortung an das Medikament abzugeben. Wie zuvor an den Alkohol.

UND ganz wichtig: Man sollte die möglichen Nebenwirkungen, die jedes Medikament auf Dauer mit sich bringt, nie unterschätzen.
Ich könnte Euch ein Lied davon singen.

Ein Leben ohne Medikamente ist sicher wünschenswert, soweit das eben geht.

Dazu kommt auch noch ein psychischer Aspekt. Ich zB fühle mich als "Medikamentenschluckerin" oft minderwertig. Andere dürfen von sich sagen, sie schaffen es ohne Alles einfach nicht zu trinken, ich aber zwinge mich durch Einnahme einer Pille praktisch selbst dazu. Das empfindet man dann selbst als nicht gleichwertig. Aber auch die Umwelt und sogar Ärzte tendieren zu der Haltung: Alkoholiker sein ist schlimm. Antabusalkoholiker zu sein ist das Allerletzte.
Wäre das mit einem neuen Medikament nicht vielleicht genauso?
Who knows.
Mein langfristiges Ziel ist jedenfalls das Leben ohne Alkohol und ohne Tabletten.
chiara
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chiara hat zum Thema: Re: Medikament zur Behandlung? geschrieben
sophia
Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 21:09    Titel: Re: Medikament zur Behandlung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

In Vielem kann und möchte ich Euch recht geben und sehe es genau so.

Doch ich möchte noch mal näher erklräen, was mich so interssiert und was mir auch so einleuchtend ist.

Es gibt bestimmte Stoffe im Körper, die notwendig sind um das psychische Gleichgewicht zu halten. Man nennt sie Endorphine. Nun gibt es in der Physiologie sogenannte Fehlfunktionen, d.h. es fehlen bestimmte Botenstoffe um ein gesundes "Wohlfühlgefühl" zu erhalten.

Jahrelang werden depressive Menschen schon mit Medikamenten behandelt, da sie nie in der Lage wären, durch Therapie oder Selbsterziehung dieses in den Griff zu bekommen und darum zwar abhängig von den Medikamenten sind aber dadurch ihre Lebensqualität ohne Alkohol und ohne Drogen.deutlich verbessern

Ich will damit sagen, daß nicht alles mit gutem Willen und guter Worte zu beheben ist.

Möchte nochmal den diabetes (Zuckerkrankheit) anführen.
Ohne Insulin wären viele Menschen schon tot!

Ich hoffe, ich werde richtig verstanden. Ich plädiere nicht für Medikamente, doch gibt es sicher Menschen, die verzweifelt versuchen, immer wieder standzuhalten und immer wieder in ein tiefes Loch fallen, ohne zu wissen warum.
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sophia hat zum Thema: Re: Medikament zur Behandlung? geschrieben
Tabaluga
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2005
Beiträge: 947

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 23:26    Titel: Re: Medikament zur Behandlung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Na gut, dann schreib ich....

Hallo Sophia,
ich habe ADS und nehme ein Medikament.
Wurde deswegen auch schon als Drogenabhängige betitelt Geschockt Böse
Menschen, bei denen ADS früh erkannt und behandelt wird, mit Medis oder ohne, geraten seltener in eine Sucht als Menschen, bei denen es nicht oder sehr spät behandelt wird.
Ich schiebe meine Alkoholabhängigkeit nicht nur auf ADS zurück....
Ich bin nicht abhängig von diesem Medikament, nehme seit Jahren die gleiche Dosierung...
Es erleichtert mir meinen Alltag und ich fühle mich nicht mehr sooo "behindert" in meinen täglichen Dingen.
Es ist für mich wie die "Brille", wenn jemand schlecht sieht oder das Insulin bei einem Diabetiker.
Ich habe auf ADS Prozente beim Versorgungsamt bekommen.
Es gibt eben Menschen, bei denen es nicht ganz ohne Medis geht.... Mit den Augen rollen
LG
Tabaluga
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Tabaluga hat zum Thema: Re: Medikament zur Behandlung? geschrieben

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