| Noch einmal von vorn • Bin wirklich geschockt |
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judecca neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.06.2010 Beiträge: 261 Alter: 32
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Verfasst am: 14.03.2011, 22:53 Titel: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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Hallo,
ich habe mich hier vor einiger Zeit angemeldet, und lese jetzt fast täglich mit, und habe mich jetzt dazu durchgerungen, hier zu posten.
Mir hat dieses Forum schon viel gegeben, mir schon oft Mut gemacht wenn in mir der Suchtdruck hoch kam.
Ich stehe noch ganz am Anfang, am Anfang meines trockenem leben.
Ich bin 31 und jetzt genau 22 Tage trocken.
Meine Trinkerei fand ihren Anfang, im Jugendalter in der Clique, anfangs nur am Wochenende, die sich über die Jahre immer mehr gesteigert hat, bis hin zu meinen Spitzenzeiten von täglich 8-15 halbe Liter Bier.
Vieles was ich hier schon gelesen habe, kommt/kam mir erschreckend bekannt vor.Ich habe mich in vielen Geschichten selbst wieder gefunden.
Ich besuche eine SHG, und beginne im April eine ambulante Theraphie.Ja ambulant, da ich noch neu in meiner Firma bin, und ich deswegen kein Risiko eingehen will.Ich bin mir sicher das ich es auch so schaffen kann, ohne vollstationäre LZ-Theraphie.
Ich will nicht mehr trinken, und dem Alkohol NIE wieder so viel Macht über mich geben.Ich habe mich davon frei gemacht, und jetzt heißt es mein neues nüchternes leben richtig an zu gehen.
Ich werde die nächsten Tage/Wochen noch mehr dazu schreiben, über meine 14 Jahre täglichen Konsum, bis zum 20.02.2011.Mein Geburtstag in mein neues Leben.
Danke fürs lesen!
LG und gute Nacht Judecca! |
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| judecca hat zum Thema: Mein Weg, in mein neues Leben! geschrieben
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Nachwuchsoptimist neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.04.2008 Beiträge: 119 Alter: 33
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Verfasst am: 16.03.2011, 00:20 Titel: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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Hi Judecca,
wilkommen hier im Forum.
Ich kann mich noch gut an die erste Zeit der Umstellung erinnern, die nicht immer einfach ist. Ich habe selber kurz vor meinem 30. Geburtstag beschlossen, dass es reicht und habe seitdem ein paar Dinge gelernt.
Ich habe selber auch eine ambulante Therapie gemacht, und denke dass das funktionieren kann. Natürlich hängt das von sehr vielen Faktoren ab.
Ich habe in meinem alkoholfreien Leben soviele neue Dinge kennengelernt und in mir entdeckt, dass ich Dir dasselbe wünsche, und dass Dir Dein Neues Leben mit viel Freude gelingt! |
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Checkbe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.03.2011 Beiträge: 14
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Verfasst am: 16.03.2011, 09:06 Titel: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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Hi Judecca, Ich bin auch noch nicht lange im Forum. Aber es hat mir schon geholfen einfach zu erkennen, dass man es schaffen kann. Ich mache jetzt mit dem Thema 13 Monate rum und bin seither trocken. Das Wichtigste ist, dass du akzeptierst, dass es eine Krankheit ist. Das fällt mir immer noch schwer.
Ich habe die ersten 10 Monate kaum Schwierigkeiten gehabt. Erst nach einem Burn Out im Januar habe ich die typischen Krankheitsbilder entwickelt. Das ging von Angst- und Panikattacken bis hin zu Depressionen. Ich will dir keine Angst machen, denn du schaffst das. Ich schaffe es und andere schaffen es auch. Es gibt auch gute Medikamente. Aber es ist ein langer Weg. Lass die Finger weg vom Alk und stell dich drauf ein, dass es dauert und nicht immer einfach ist. Es winkt ein glückliches Leben ohne dieses Nervengift. Nimm dir Ruhe, versuche Sport zu treiben (wenn es mir schlecht geht, gehe ich raus, entweder joggen oder einfach nur spazieren) und lass keine schlechten Gedanken an dich ran. Den ersten Schritt hast du schon getan und wenn ich an meinen ersten Schritt denke, kann ich dir nur Hoffnung mitgeben. Ich habe mir eine Flasche Bier vor die Nase gestellt und gesagt, kämpf mit mir. War schwer, aber ich habe gewonnen. Das, was jetzt noch da ist halte ich mir immer vor Augen, es ist deine Krankheit.
Halte durch, du wirst belohnt werden. Denn du brauchst den Alk nicht.
Willkommen im neuen Leben- lg checkbe |
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| Checkbe hat zum Thema: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 16.03.2011, 12:27 Titel: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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Hallo Checkbe
| Zitat: | | Ich habe mir eine Flasche Bier vor die Nase gestellt und gesagt, kämpf mit mir. War schwer, aber ich habe gewonnen. |
Das hier im Forum zu posten halte ich für ganz großen Mist.
Der nächste, der das nachmacht, "verliert" vielleicht und säuft wieder.
Kann sein, daß diese leichtsinnige und überflüssige Aktion bei dir gut ging. Aber was heißt das schon? Grenzen austesten, Kämpfe kämpfen, sich selber etwas beweisen wollen - das bringt einen Alkoholiker nicht weiter. Man sieht das an der riesigen Rückfallquote.
Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! geschrieben
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Checkbe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.03.2011 Beiträge: 14
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Verfasst am: 16.03.2011, 12:44 Titel: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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| Tut mir wirklich leid, so habe ich es nicht bedacht. Ich wollte nur anhand meiner Geschichte Mut machen, dass es geht. Jetzt, da ich es lese, hast du natürlich recht. Man kann es so und so lesen. Ich hoffe, dass ich mit meiner Antwort richtig verstanden werde, denn es zeigt auch einen Weg. Natürlich braucht es Profihilfe und die habe ich auch angenommen (bis heute). Grundsätzlich kann ich sagen, hätte ich diesen Weg (Arzt) einschlagen sollen. Vielleicht wäre mir da manches erspart geblieben. |
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| Checkbe hat zum Thema: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! geschrieben
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judecca neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.06.2010 Beiträge: 261 Alter: 32
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Verfasst am: 16.03.2011, 18:00 Titel: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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Guten Abend,
und danke für eure Post!
@Nachwuchsoptimist
Also ich denke auch das es auch mit ambulante Theraphie klappen kann, es liegt nur an einem selbst.
Ich bin nun nicht komplett gegen vollstationäre Theraphien, eigent
lich im Gegenteil, finde wenn man am Anfang für ein paar Wochen/Monate aus seinem gewohntem Umfeld raus ist, der ausstieg leichter fällt.Aber es geht nunmal nicht anders in meinem Fall.
Ich bin außerdem froh, das ich keine professionelle Entgiftung brauchte.Ich hatte auch die ersten Tage keine großen körperlichen entzugserscheinungen.
Außer ein paar unruhige Nächte, mit bis zu 4 mal wach und eine geraucht, plus Alpträume, die haben sich jetzt nach 24 Tagen auch gelegt.
@Checkbe
Okay das mit der Flasche Bier lasse ich lieber, nicht das ich sie wenn eine vor mir steht umgehend trinken würde.Das sicher nicht und stimme da Linde zu.Wozu sich unnötig irgendwas beweisen, oder einem Rückfall-Risko aussetzen.Aber ich habe mir meine letzte Flasche Bier die ich getrunken habe aufgehoben, und auf dieser das/mein Datum drauf geschrieben. |
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| judecca hat zum Thema: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! geschrieben
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Checkbe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.03.2011 Beiträge: 14
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Verfasst am: 17.03.2011, 15:43 Titel: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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Ja, es war meine Art, dem Alk den Kampf anzusagen. Und es geht ambulant. Aber es ist ein weiter Weg, denn viele Gewohnheiten fallen weg. Ich konnte am Anfang und auch teilweise heute noch, nicht in eine Kneipe. Jetzt so langsam, habe ich gelernt zu akzeptieren. Und seit einem Jahr höre ich mir Sprüche an, wie "wann trinken wir mal wieder ein Bier zusammen, du spinnst doch". Ja, die wissen nichts davon und irgendwie kann ichs ja verstehen. Vielleicht oute ich mich irgendwann mal.
Du hast recht, es liegt an einem selbst. In deinem Alter hatte ich schon mal so ein Problem. Ursache war Trennung usw. Da habe ich dann 6 Monate nichts getrunken. Und als es mir wieder gut ging, habe ich wieder einschleichend angefangen. Hätt ich es nur mal bei ein paar Bier belassen, sage ich heute. Kämof drum und bau dir ein anderes Leben auf, ohne Alkohol.Ich habe meinen ersten Geburtstag schon gefeiert und es kommen noch ein paar. |
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| Checkbe hat zum Thema: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! geschrieben
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Dante sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2006 Beiträge: 2113 Alter: 50 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.03.2011, 15:54 Titel: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! |
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Hallo ju & Willkommen im Forum!
Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, weil du eine ambulante Therapie machst. Die ist nicht schlechter als eine stationäre, setzt aber einiges voraus.
Du trinkst nicht, machst (hoffentlich) keine Kampfmätzchen wie die von Check beschriebene & gehst eine Therapie zeitgleich mit neuem Berufsleben an - mehr geht doch auch gar nicht. Das ist genug zu tun für einen trockenen Neuanfang.
toi toi toi  |
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| Dante hat zum Thema: Re: Mein Weg, in mein neues Leben! geschrieben
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