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Einige Zeit ist vergangen...

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Packe ich das noch?   •    Ich brauche ganz dringend Rat und Hilfe!!  
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Sternenlicht78
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2010
Beiträge: 16
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 14.03.2011, 16:51    Titel: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich habe mich vor einiger Zeit hier im Forum vorgestellt und hatte seitdem nicht die Kraft, hier wieder 'reinzuschauen, weil ich immer wieder neue Hoffnung schöpfte, dass alles besser wird.

Mein Mann ist Alkoholiker, wir haben zwei sehr kleine Kinder miteinander. Es ist aber nichts besser geworden, im Gegenteil - es wird immer schlimmer.

Es gab "lichte" Wochen, d.h. mein Mann hat keinen Alkohol angerührt und es war wie der Himmel auf Erden für mich. Diese Tage sind mir so in Erinnerung - aber auch nur dort. Immer und immer wieder beteuert er, dass er sich ändern wird. Aber es hat sich nichts getan und ich weiss nicht mehr weiter.

Ich habe keine Kraft mehr, aber ich liebe ihn einfach auch so sehr. Viel zu schwach bin ich, um "auf den Tisch zu hauen" und ihm die Pistole auf die Brust zu halten. Ich kämpfe jeden Tag so sehr um uns, um unsere kleine Familie. Mir treibt es schon wieder die Tränen in die Augen und ich weiss nicht mehr, was ich machen soll.

Es ist ein furchtbarer Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr herauskomme. Würde meine Freundin mir "meine Geschichte" erzählen, so, wie ich sie erlebe, dann würde ich ihr aber ganz, ganz dringend raten, diesen Kerl zu verlassen. Aber ich kann es nicht, ich liebe ihn doch.

Ich komme mir vor wie ein Kind, wenn ich meine Worte so lese. Aber sie sind so ehrlich. Mit niemandem kann ich darüber reden und ich habe mich bisher so sehr gescheut, darüber zu schreiben.

Ich bin doch so stark. In meinem Freundeskreis bin doch immer ich diejenige, die guten Rat hat. Immer ein offenens Ohr für alle - aber warum dann nicht für mich? Ich hatte Angst vor Vorwürfen, vor dem Druck, der kommen mag, dass ich ihn verlassen soll. Zum Wohle der Kinder - natürlich. Bin ich deshalb eine Rabenmutter, weil ich bei ihm bleibe. Bin ich zu egostisch. Sind meine Träume auf Sand gebaut, dass es irgendwann besser wird?

Denke ich zu sehr an mich, weil ich Angst vor dem Verlust habe? Ich denke, Ihr merkt, wie verzweifelt ich bin und mir tut jedes Wort weh, das ich hier schreibe. Vernünftig reden kann ich mit meinem Mann nämlich nicht. Wenn er nüchtern ist, dann stoße ich ihn in diese Richtung, dass "wir mal reden müssen" - dann kommt aber: "Es ist alles gut, ich trinke nichts."

Dann lass' ich ihn, weil ich neuen Mut schöpfe, es geht ein, zwei Tage gut und dann fängt das Drama von vorne an. An diesen Tagen kann ich gar nicht mit ihm darüber reden. Ich würde ja nur "quatschen", ihn immer und immer wieder unter Druck setzen (was ich wirklich nicht tue, aber vielleicht mal tun sollte).

Er fängt jetzt auch schon morgens an zu trinken, er hat nur einen Job zweimal die Woche, wo er auch teilweise trinkt. Es wird nicht gemerkt, weil er allein ist im Büro... Ich versteh' die Welt nicht mehr und vor allem mich selbst nicht. Ich müsste doch so stark sein, um einen Schlussstrich zu ziehen. Was kann ein Mensch aushalten? Ihc fühle mich so schlecht und krank, weine so oft und versuche, es nicht an die Kinder 'ranzulassen.

Dabei vermisse ich meinen Mann schon, wenn ich z.B. arbeiten bin. Sagt mal, bin ich krank? Ich hoffe, ich kann hier so offen und ehrlich schreiben und niemand erklärt mich für verrückt....

Ich hatte niemals etwas mit Alkoholsucht zu tun, "nur" mein onkel war Alkoholiker, von dem hab' ich aber so viel nicht mitbekommen. Ich weiss nicht, an wen ich mich wenden kann. Selbsthilfegruppen sind ausgeschlossen, da ich jede freie Minute mit meinen Kindern verbringe, weil ich Vollzeit arbeite. Ausserdem ist er furchtbar misstrauisch und würde es nicht verstehen, wenn ich dahin gehen würde.

Meine Güte, wenn ich das so lese, dann erkenne ich auch eine Sucht - ich bin abhängig von ihm. Aber was macht mich so abhängig? Ich weiss es nicht und hoffe, dass ich Euch nicht zu sehr verwirrt habe mit meinen durchgekreuzten Gedanken.

Ich danke Euch schon jetzt für Eure Ohren und hoffe, dass ich mich hier ein wenig austauschen kann. Vielleicht (ganz sicher, evtl. in anderer Form) kennt das ja alles jemand??

Viele liebe Grüße!!
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Sternenlicht78 hat zum Thema: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben
Pittchen
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.10.2009
Beiträge: 653
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 14.03.2011, 20:59    Titel: Re: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sternenlicht,

"Selbsthilfegruppen sind ausgeschlossen, da ich jede freie Minute mit meinen Kindern verbringe, weil ich Vollzeit arbeite."

Einen Abend in der Woche, in der Du etwas für Dich und somit auch für Deine Kinder/Familie tust,
kann durchaus wertvollere Ergebnisse hervorbringen als "jede freie Minute" ...

"Ausserdem ist er furchtbar misstrauisch und würde es nicht verstehen, wenn ich dahin gehen würde."

Na und ??
... aber es würde ihn erstmalig zum Nachdenken bringen!
... oder sollen Deine Kinder mit einem schon morgends trinkenden Vater aufwachsen??
Was glaubst Du, ab welchem Alter sie es merken?
... es ihrer Entwicklung schadet?
Kannst Du in Ruhe, ohne Sorgen, Vollzeit arbeiten??

Gruß
Pittchen
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Pittchen hat zum Thema: Re: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben
Maleny
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 15.03.2011, 08:55    Titel: Re: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sternenlicht,

aus deinen Zeilen klingt wirklich sehr viel Verzweiflung. Ich kenne das aus meiner Vergangenheit auch. Mir ging es auch mal so (nur dass ich keine Kinder habe).

Du sagst, du bist zu schwach und hast keine Kraft um etwas zu ändern. Aber du hast tagtäglich die Kraft das alles auszuhalten? Wie lange noch?

Ich kann verstehen, dass du jetzt erstmal überhaupt nicht weisst, welchen Weg du gehen sollst, damit es dir besser geht.
Ich verharrte jahrelang in dieser Verzweiflung und irgendwann kam der Tiefpunkt und ich packte die Dinge an. Ich wusste schliesslich genau was ich wollte, denn ich hatte mir das ja jahrelang (heimlich) ausgemalt und mir vorgestellt, was mich wirklich glücklich machen kann.

Bei mir war es nicht wirklich Liebe was mich damals noch an den Partner klammern lies, sondern meine Fürsorge und Angst, dass er ohne mich nicht zurecht kommt und ganz viel Mitleid. Ich stellte ständig meine Wünsche hintenan und mein Gesicht besaß nichts fröhliches mehr. Den Mann den ich liebte, war er schon lange nicht mehr. Warum also ließ ich das alles nur zu? Warum stand ich mir selbst zu meinem eigenen Glück so im Weg?

Durch das, dass ich alles aufrecht erhielt und versuchte, dass es ja keiner mitbekam, habe ich die Sucht meines Partners damals nur vorangetrieben. Er wusste, ich regle alles und er kann dann in Ruhe trinken. Und das tat er auch. Es war ihm egal, ob es mir passt oder nicht.
Wenn ich es mal wagte das Problem anzusprechen hieß es: Misch dich nicht ein, ich weiss, dass ich ein Problem habe.
Ok, irgendwann mischte ich mich dann auch nicht mehr ein und packte meine sieben Sachen. Tja, dass ich ihn wörtlich nehme, hat er nicht gedacht.

Lies dich hier mal durch und schreib weiter von dir. Vielleicht findest du ja dann schon einen Ansatz, wie es weitergehen soll.

Wünsch dir viel Kraft!
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Maleny hat zum Thema: Re: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5776
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 15.03.2011, 09:13    Titel: Re: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sternenlicht,

hallo hier im Forum.

Was ist für dich Liebe? Denn du sagst, du würdest ihn so sehr lieben.
Zitat:
Aber es hat sich nichts getan und ich weiss nicht mehr weiter
Zitat:
Ich habe keine Kraft mehr
Zitat:
Ich kämpfe jeden Tag so sehr um uns
Zitat:
Mir treibt es schon wieder die Tränen in die Augen und ich weiss nicht mehr, was ich machen soll.
Zitat:
Angst vor dem Verlust
Zitat:
Ihc fühle mich so schlecht und krank, weine so oft
Zitat:
Ausserdem ist er furchtbar misstrauisch

Das ist jetzt mal ein kleiner Auszug dessen, was du geschrieben hast. Hört sich das nach liebevoller Beziehung an...?

Ich kann deine Argumente sehr gut nachvollziehen, so ähnliche Dinge haben mich festhalten lassen an einer Ehe, die längst keine mehr war. Da waren 1000 Ängste und Ausreden, warum ich mich nicht trennen konnte. Die Kinder, das Geld, die Eltern, meine Verantwortung usw.
Irgendwann war ich nicht mehr die Starke, da war ich dann kaputt vom Kämpfen.

Bei dir hört sich alles nach Kampf an, nach Aushalten. Ist das Liebe, was dich da festhält?

Liebe Sternenlicht, natürlich kannst du dich hier austauschen! Dafür sind wir alle hier. Schon weiter oder am Anfang unseres Weges. Du bist hier in einer Selbsthilfegruppe gelandet, toll, dass du den Mut hattest, hier zu schreiben.

Viele Grüße
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben
Sternenlicht78
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2010
Beiträge: 16
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 15.03.2011, 13:30    Titel: Re: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Erst einmal vielen lieben Dank für Eure Antworten, mir tut es wirklich gut, mir alles von der Seele schreiben zu können. Danke, dass Ihr mich so nett aufgenommen habt.

@pittchen:
Ich bin mir dessen bewusst darüber, dass das Verhalten meines Mannes den kindern schadet, ja natürlich. Und nein, ich kann nicht mit Ruhe arbeiten gehen. Du hast so Recht und wie ich schrieb, dass ich das, wenn ich "meine Geschichte" von ausserhalb so hören würde, da würde ich demjenigen die Ohren lang ziehen wollen, damit er sich bloss trennt.

Das ist ja auch mein Dilemma, ich weiss nicht, was es ist, was mich hält... Ist es die Angst vor Neuem? Ist es die Angst, loszulassen? Was ist mit den Kindern? Hat er das Recht, sie übers Wochenende zu betreuen?? Das sind alles Fragen, die ich mir nun anfange zu stellen, es ist alles noch ganz, ganz wirr, weil ich immer noch die Hoffnung habe, dass alles gut wird, dass er nicht mehr trinkt. Ich habe diesen Hoffnungsschimmer und der lässt es noch nicht zu, den endgültigen Schritt zu gehen.

Ich weiss, das hört sich sehr naiv und unreif an und ja, ich gebe es zu, in diesem Fall bin ich es auch. Es ist traurig, das alles selbst so erkennen zu müssen.

@meleny:
Ich stehe noch ganz am Anfang - es war schon ein großer Schritt, mich hier wieder zu melden. Zwischenzeitlich war es mal "gut", dann habe ich alles verdrängt, aber die Ruhe hat nicht lange angehalten udn der Griff zur Flasche war nicht weit....

@Aurora:
Liebevolle Beziehung? Nein, nach meinen Worten zu urteilen höer sich das alles andere an, als nach einer intakten Ehe. Was mich festhält ist die Hoffnung, dass es alles wieder gut wird. Das ist mein Problem.... Ich bin im Herzen noch nicht so weit, den Schimmer der Hoffnung auszulöschen. Es tut momentan alles so verdammt weh.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen und die o.g. "Ausreden", warum man sich nicht trennen kann, kommen mir alle so bekannt vor.

Es tut einfach so gut, mich hier austauschen zu können, ich lese gleich noch ein wenig und das gibt mir hoffentlich die nötige Kraft, irgendeine Entscheidung zu treffen. Ich kann es nicht sofort tun, bitte rollt nicht mit den Augen, aber ich bin ehrlich, weil ich echt nicht mehr weiter weiss.

Wenn Ihr nichts dagegen habet, dann würde ich gern hier ab und zu schreiben, was zu Hause passiert ist, wie er sich verhalten hat, über gute und schlechte Tage - vielleicht hilft es mir, die Augen zu öffnen. Ich weiss es nicht, aber ich denke, das ist ein erster Schritt, oder?
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Sternenlicht78 hat zum Thema: Re: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben
Maleny
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 15.03.2011, 14:51    Titel: Re: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Natürlich liebe Sternenlicht - schreib, schreib, schreib....

Niemand rollt mit den Augen. Keiner verlangt von dir eine Entscheidung zu treffen. Das musst du schon selbst tun. Winken

Du wirst irgendwann wissen wie es weitergeht und dazu dann auch die Kraft haben. Den ersten Schritt was für dich zu tun hast du schon getan, indem du hier gelandet bist.
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Maleny hat zum Thema: Re: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben
Svamya
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 14.03.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 15.03.2011, 15:26    Titel: Re: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sternlicht,

ich hatte Deinen Beitrag auch schon gelesen und wollte
Dich auch schon anmelden, leider kann ich Dir keine
PN schicken. haben ja schon das ein oder andere gemeinsam.

Mein Mann weiss seit einer Ewigkeit das er ein Problem hat,
wenn es dann mal zum Streit kam, kamen halt die üblichen
Versprechen und Ausreden.
Er war einmal bei den AA und hat es immer wieder mit
kontroliertem trinken versucht. Seine Verstecke habe ich aber
immer gefunden.
Eingesehen hat er es immer aber nie etwas unternommen...
Als ich dann vor zwei Wochen rausgefunden habe, dass er unsere
Kinder in Gefahr gebracht hat, war es zuviel. Da hat er eine Grenze
üerbschritten und das ist unverzeihlich.
Den Montag darauf sind wir gemeinsam zur Anmedlung gefahren, seit gestern ist er nun im Entzug.
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Svamya hat zum Thema: Re: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben
Sternenlicht78
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2010
Beiträge: 16
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 22.03.2011, 10:53    Titel: Re: Einige Zeit ist vergangen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@Maleny:
Das ist sehr lieb, vielen, vielen lieben Dank. Wie ich hier so sehe, seid Ihr alle schon einen Schritt weiter, ich stehe noch ganz am Anfang. Ratlos. Ich habe Euch gefunden und den Mut gehabt, mich hier mitzuteilen, das war schon ein großer SChritt für mich - hört sich irgendwie lächerlich an und ich fühle mich wie ein Kind, wenn ich das so schreibe. Aber ich bin froh, hier gelandet zu sein.

@Svamya:
Hm, ich glaube, um eine PN zu schreiben, muss ich mehr Beiträge schreiben, gell?! Das ändere ich jetzt jedenfalls Sehr glücklich
Stimmt, wir haben einige Gemeinsamkeiten, bis auf, dass Ihr meilenweit weiter seid als wir es sind momentan.
Mein Mann will auf keinen Fall eine Therapie machen, er sagt, das würde das Gegenteil auslösen, wenn man ihn zwingen würde. Es ist verflixt, weil ich nicht weiss, was ich tun soll. Ihn unter Druck setzen? Das artet zur falschen Seite aus, er macht vollkommen dicht, ist bockig und trinkt noch mehr.... Ich halte (im Moment noch) an ihm und unserer Ehe fest, es ist so unbeschreiblich dieses Gefühl, was einen halten lässt. Weisst, wie ich meine? Jeder Aussenstehende würde mir einen Vogel zeigen, genauso wie ich jemanden einen Vogel zeigen würde, der so etwas mitmacht....

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Es sind wieder ein paar Tage vergangen.... Was soll ich sagen? An zwei Tagen hat er rein gar nichts getrunken, war wie ausgewechselt und es war wie früher, als er noch nichts getrunken hat. Wir haben in dieser Zeit auch sehr viel darüber geredet. "Ja, ich habe ein Problem, das weiss ich und ich will es bekämpfen. Es muss von mir aus kommen, mit Druck geht da gar nichts!" Das waren seine Worte. Er sah mich sehr traurig, was ihm auch wieder leid tat und er meinte, dass er es für uns tun würde, aber im Moment viel zu schwach ist?? Hallo???? Was bin ich dnen im Moment? Muss ich erst zusammenbrechen, damit er mal zur Vernunft kommt? Er sieht wie schlecht es mir geht und macht dann nach den zwei Tagen weiter, wo er aufgehört hat?? Im klaren Kopf sieht er mich ja traurig, es nagt an seinem Gewissen und wenn er dann wieder trinkt und in "seiner Welt" ist, dann verdrängt er es...

Es ist ein Teufelskreis, ich habe noch nicht den Mut, die Kraft, den Willen oder was auch immer, die Faust auf den Tisch zu hauen und ihn vor die Wahl zu stellen. Was mich immer noch abhält? Ich weiss es nicht. Ich denke dann an die "trockenen Tage", die ich an einer Hand abzählen kann. Aber ich halte mich so sehr an ihnen fest und hoffe so so so sehr, dass er von alleine zur Vernunft kommt. Kennt das jemand von Euch?? Dieses völlige Verblendet-Sein? Das Nicht-Wissen, was zu tun istß ob die Trennung die beste Lösung ist oder ob man kämpfen soll??
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Sternenlicht78 hat zum Thema: Re: Einige Zeit ist vergangen... geschrieben

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