| Bernsteinauge on Tour... • zurück zum leben |
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1357 Alter: 33
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Verfasst am: 11.03.2011, 12:51 Titel: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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Hallo,
da mein anderer Thread geschlossen wurde, möchte ich hier einen neuen aufmachen mit meinem eigentlich Anliegen (dem auch der andere Thread zugrunde lag - eigentlich ). Ich habe im Moment ein wenig Sorge um meine Trockenheit, warum schreibe ich nun also nicht, damit der Thread hier nicht wieder geschlossen wird.
Nur soviel zum anderen Thread - nein, ich suche keine Anleitung zum Rumexperimentieren oder dergleichen, ich fühle mich momentan von der ganzen Ärzteschaft völlig im Stich gelassen. Aber gut, ich werde mir einen anderen Neurologen suchen (der derzeitige ist völlig überlaufen, und hat mir auch Informationen gegeben, die mich in die derzeitige Misere geführt haben) und dort ohne Termin aufschlagen.
Noch kurz etwas zu meiner derzeitigen Situation. Es ist ja einige Zeit vergangen, seit ich mich das letzte Mal gemeldet hatte. Ich hatte das letzte Jahr mit Depressionen zu kämpfen, nachdem ich mich im Oktober 2009 von meiner langjährigen Beziehung getrennt hatte. Dank Psychotherapie geht es mir inzwischen wieder gut, auch wenns hin und wieder natürlich noch kleinere Rückfälle gibt .
Allerdings bin ich momentan völlig allein, außer meiner Familie habe ich keinerlei Sozialkontakte mehr. Die habe ich im Laufe meiner Beziehung abgebroche, weil alle mir erzählt hatten, was für einen Scheißkerl ich da am Wickel hatte. Ich habe auch das ganze Jahr über mein Studium schleifen lassen, weil ich einfach nicht mehr dazu in der Lage war. Mir ging es einfach zu schlecht.
Soviel erstmal von mir, ich muss nun leider los zum Arzt (nur zahnärztliche Vorsorgequal, wenn er bohren muss schreie ich ). Allerdings möchte ich mich nochmal aufrichtig für meinen vorherigen Thread entschuldigen, ich bin langjährige Nutzerin dieses Forums und war mir sicher, nicht gegen die Regeln verstoßen zu haben. Es tut mir echt leid .
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10682 Alter: 49
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Verfasst am: 11.03.2011, 13:30 Titel: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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Hallo Pleja
| Zitat: | | ch habe im Moment ein wenig Sorge um meine Trockenheit, warum schreibe ich nun also nicht, damit der Thread hier nicht wieder geschlossen wird. | schön dich wieder einmal zu lesen, weniger schön das du Angst um deine Trockenheit hast. Sollte da der Grund liegen wegen Medikamente dann musst du dich auch an einen Arzt wenden der das auch nur für dich beurteilen kann. Suche dir notfalls Alternativen im medizinischen Bereich . Speziell Suchtärzte sind da wohl der Ansprechpartner.
Ansonsten frage ich dich mal direkt wie weit du gedanklich schon im Rückfall steckst ? Was ist denn der Auslöser ? Nur Medikamente?
Was meinst du das du dazu beitragen kannst deine sozialen Kontakte wieder herzustellen? Gehst du zusätzlich in eine reale Gruppe?
Viele Fragen habe ich da mal wieder an dich .
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 11.03.2011, 13:41 Titel: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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liebe plejaden,
deppressionen sind schrecklich. ich hatte auch eine zeit lang depressionen, ich versteh dich, denn auch bei mir waren die sozialen kontakte sehr wenig in dieser zeit. denn ich hatte keine kraft und energie mich um meine freunde zu kümmern. nur seh ich das heute eher als positives an. denn anscheinend hatte ich freunde um mich herrum die erwartungen an mich hatten,das ich funktioniere wie sie das möchten. anscheinend siebt sich in solchen zeiten dann der freundeskreis so aus, das diejenigen übrig bleiben, die einem so annehmen, mit all dem was mich ausmacht. diese menschen standen auch in dieser zeit voll hinter mir und haben mir geholfen mich wieder zu erholen.
es dauert jahre bis eine depression geheilt ist. viele jahre. ich möchte dir mut machen nicht aufzugeben, trotz aller mühe, die es macht raus zu gehen, versuchen irgendwo leute kennen zu lernen. es gibt viele möglichkeiten dazu. ich weiss selbst das kostet ewig viel kraft sich zu überwinden, in den armen und beinen hatte ich das gefühl beton zu haben, jeder schritt war schwer wie blei, kam ich kaum treppen hoch. doch irgendwann, auch durch die eigenen entwicklung, das ausseinandersetztn mit mir selbst und meiner situation in der ich lebte waren die depressionen weg. einfach weg!zudem hab ich mir selbst all zu oft in den allerwertesten getreten mich zu bewegen, auch wenn ich keine lust dazu hatte.
das mit den neurologen kenn ich auch. lange wartezeiten, ich war mit dem einen neurologen auch nicht zufrieden. es gibt eben auch x verscheidenen medikamente, da muss man x verschiedenen präparate versuchen bis mal eins passt. ich habe es abgelehnt medikamente zu nehmen, wollte aus eigenenr kraft raus kommen. manchmal aber bleibt einem nichts anderes übrig und muss versuchen, versuchen , versuchen bis dann eins passt und stimmt. ich kenn das aus meiner arbeit, jeder mensch ist unterschiedlich, jedes präperat wirkt anderst bei jedem. es ist ein komplettes experimentieren und wie gesagt es dauert ewig bis man da raus kommt.aber bitte nochmal, keine eigenversuche, das kann total daneben gehen und dann hast du keinen arzt an deiner seite, der das überwacht. pass bitte auf dich auf, hier handelt es sich eben nicht um einen schnupfen!
lieben gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1357 Alter: 33
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Verfasst am: 11.03.2011, 15:28 Titel: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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Huhu und danke für die Antworten!
@Hartmut: Ich hoffe, ich darf nun wenigstens das schreiben, ein Medikament hat bei mir Nebenwirkungen ausgelöst, welche einem "Kater" gleichkommen. Etwas, das ich ja nun schon seit fast vier Jahren nicht mehr hatte, so lange bin ich ja nun trocken. In einem Rückfall stecke ich nicht, es ist allerdings ein extrem mulmiges Gefühl, mich nach all den Jahren wieder "so" zu fühlen.
Ich werde mal schauen ob es morgen einen Notdienst irgendwo gibt, ansonsten setze ich mich - wie mir schon geraten wurde - aufs geradewohl bei einem Neurologen ins Wartezimmer. Sowas wie die letzten Tage will ich echt nie wieder erleben.
An meiner Meinung zum Alkohol hat sich nie etwas geändert. Er ist das Schlechteste, was mir in meinem Leben passiert ist, und der Gedanke "nie wieder Alkohol" erfüllt mich nicht Angst und Schrecken (wie zu Beginn meiner Trockenheit), sondern mit Freude. Ich bin einem fürchterlichen Gift entkommen, in dessen Arme ich nie wieder zurück will.
Meine Therapeutin und ich haben uns schon ein paar Möglichkeiten ausgedacht, wie ich neue Kontakte knüpfen kann. Die Maßgabe ist, dass es wenig bis gar nichts kosten darf, weil ich nach wie vor knapp bei Kasse bin. Ich möchte das in Angriff nehmen, sobald es mir wieder besser geht. Die alten Kontakte herzustellen traue ich mich nicht, weil ich Angst habe, dass die Leute sauer auf mich sind. Ich kann schließlich nicht von jedem Verständnis erwarten
In meine reale Gruppe gehe ich schon seit einiger Zeit nicht mehr, weil ich dort von einem Typen angebaggert wurde. Da dieser Typ ein vorbestrafter Gewalttäter war, wollte ich mich dort nicht mehr blicken lassen, eh der gute Mann richtig Feuer fängt.
@Melinak: Danke fürs Mut machen . Gerade die Motivationslosigkeit hat mir echt zu schaffen gemacht. Keine Interessen mehr haben, sich zu nichts aufraffen können, am Liebsten den ganzen Tag schlafen etc.
Ich weiß, dass ich nie ein "Partytier" mit 200 Freunden werde, aber ein paar gute Freunde sind wichtig, das weiß ich jetzt.
Mit den Medikamenten habe ich es bisher ähnlich gesehen wie du. Allerdings ging es mir dann vorletztes Jahr so schlecht, dass meine Therapeutin es für nötig hielt. Naja, seit den Erfahrungen der letzten Tage bin ich mir nun sicher, dass ich echt nie wieder welche nehmen werde. Gerade auch deshalb, weil der Zugang zu den beratenden Ärzten (Neurologen) zumindest hier in meinem räumlichen Umkreis extrem schwierig ist, und man bei akuten Problemen keine Hilfe erwarten kann.
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6388 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 12.03.2011, 07:50 Titel: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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Hallo Plejaden,
ich freue mich, dass Du wieder "aufgetaucht" bist.
Deine verfahrene Situation mit den Medikamenten erinnerte mich an einige Mitpatienten in der Entgiftung.
Vielleicht wäre das eine Option für Dich.
Ich hoffe, Du findest bald einen Aus- Weg.
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 13.03.2011, 00:25 Titel: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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Hallo Plejaden!
Schön dass Du wieder da bist!
Weniger schön wie es Dir geht und wie Du Dich fülst.
Wohnst Du weit von Zürich weg?
Guck mal da wo es Wärme in Dir hat hin! Den Rest weisst Du ja eh.
Ist vielleicht gaanz klein aber da ist es bestimmt!
Das ist einfach so.
Drück Dich lieb
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1357 Alter: 33
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Verfasst am: 13.03.2011, 23:23 Titel: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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So, ich war gestern morgen noch bei einem Bereitschaftsarzt, der hat mir zu den Medis was gesagt, das habe ich getan, heute geht es mir schon besser. Für nächste Woche werde ich dann mal bei einem Neuro aufschlagen, mit viel Zeit und einem guten Buch .
Danke kommal, dass du mir diese Option aufgezeigt hast; daran habe ich noch gar nicht gedacht. Falls es mir nochmal so akut schlecht gehen sollte, wäre das eine echte Alternative.
Und Yvonne, ja ich wohne leider weit weg von Zürich , im schönen *hust* Ruhrpott. Nach innerer Wärme zu suchen ist für mich ein echt gutes Stichwort. Ich fühle mich zwar insgesamt schon viel viel besser was meine Depressionen anbetrifft, aber was bleibt ist eine komische "Gefühllosigkeit". Wenn ihr versteht was ich meine.
Was mir dagegen hilft sind im Moment vor allem meine Wellensittiche, die ich seit Anfang Januar habe. Ich merke, wie ich den Tieren mit viel Wärme entgegenkomme, und mir das gut tut. Ich beschäftige mich viel mit ihnen, gewinne langsam ihr Vertrauen. Es rührt mein Herz zu sehen, wie solche kleinen, zerbrechlichen und schreckhaften Wesen langsam "auftauen" und mich an ihrer Fröhlichkeit teilhaben lassen. Inzwischen werde ich sogar vermisst, wenn ich mal nicht da bin
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 14.03.2011, 00:36 Titel: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit |
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Hallo Plejaden,
das freut mich sehr für dich, daß du eine Lösung gefunden hast! Und noch viel mehr, daß es dir schon etwas besser geht.
Wellensittiche sind richtige kleine Kobolde.
Liebe Grüße, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Ein bisschen was von mir, nach langer Zeit geschrieben
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