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Gedanken über die Krankheit Sucht

 
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Autor Nachricht
Oneday
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Internet

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 16:29    Titel: Gedanken über die Krankheit Sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich will mal meinen Vorstellungsthread beenden, sonst wird er
noch zu lang.
Jetzt hoffe ich mal stark der Bereich hier ist richtig.

Ich habe jetzt länger überlegt wie ich den thread nennen könnte. Und
mir ist kein besserer Titel eingefallen als dieser.
Er drückt das aus wie es mir geht. Ich habe mir lange keine wirklichen
Gedanken mehr gemacht über meine Krankheit.
Ist das euch auch schon so gegangen?


@ Lilly, das Gefühl der Erleichterung das die Zeit vorbei ist, ist etwas
wunderbares nicht wahr? Smilie
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Oneday hat zum Thema: Gedanken über die Krankheit Sucht geschrieben
schorni67
Gast






BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 16:49    Titel: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo oneday,

ein leider häufig gemachter fehler. ich war von 1987- 1990 schon mal trocken.
ich habe, trots besseren wissen, gedacht ich wäre gesund.
wir können die alkoholkrankheit zum stehen bringen, aber nicht heilen.
aus diesem grund ist es wichtig, ein leben lang etwas für seine zufriedene trockenheit zu tun.

liebe grüße

schorni
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schorni67 hat zum Thema: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht geschrieben
Oneday
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Internet

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 18:25    Titel: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
aus diesem grund ist es wichtig, ein leben lang etwas für seine zufriedene trockenheit zu tun


Das ist ein schöner Satz. Besonders der Teil "zufriedene Trockenheit"
Genau das macht es wohl aus.
Und in den letzten Monaten war ich täglich unzufrieden. Mir mir und meinem
geführtem Leben. Vielleicht kam daher der Gedanke mich betäuben
zu wollen?
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Oneday hat zum Thema: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht geschrieben
Oneday
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Internet

BeitragVerfasst am: 24.05.2006, 10:07    Titel: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen,

als ich mich hier anmeldete ging es mir so übel das ich Angst hatte
vor einem Rückfall. Das hatte ich gut überstanden und es ging wieder
bergauf. Ich war richtig glücklich.
Danach ging dieser ewige Kampf mit meinem Ex-Mann wegen der
Scheidung weiter und ich war nervlich wieder am Boden.
Nun ging ich zu meinem Arzt und redete mit ihm über alles. Er hat mir
Tabletten zur Beruhigung verschrieben. An diesem Tag nahm ich auch
eine Viertel Tablette , aber schon mit ungutem Gefühl.
Für mich als Süchtige ist es merkwürdig ein Medikament zu nehmen,
was mich beruhigt.Ich merkte das ich damit gar nicht klar kam.
Heute habe ich beschlossen keine weiteren Tabletten zu nehmen.
Und damit geht es mir schon wieder viel besser. Smilie
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Oneday hat zum Thema: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 24.05.2006, 10:30    Titel: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Oneday,

ich war meiner jetzigen Trockenheit, schon dreimal ca. 1 Jahr trocken.
Nach einer gewissen Zeit kam immer wieder das Gefühl hoch, ob ich es wohl nötig habe, mich weiterhin mit dem Thema zu beschäftigen.
Ich war der Meinung, alles wird mir zu viel und ich möchte endlich einen Abstand zwischen mir und der Alkoholsucht. Ich war so übermütig und überheblich, dass ich dachte, mir kann nichts apssieren,laß die anderen doch reden, in ihre Gruppen rennen.
Die Rückfälle nach dem jeweils einem Jahr dauerten nur wenige Tage.
Das Wissen, was ich mir in der trockenen Zeit angeeignet hatte, ließ mich aus Scham, es wiedermal nicht geschafft zu haben, soviel trinken, dass ich nur noch schlief und trank.
Bei meiner jetzigen Trockenheit habe ich nie den Kontakt zu meinen Mitstreitern abgebrochen.
Wir sind eine kleine Gruppe, von leider nur noch drei Freunden, die sich gegenseitig beobachten und austauschen.
Dieser Kreis kennt mich genau und nimmt kleinste Veränderungen wahr.
Auch nach den nun schon Jahren meiner Trockenheit, werde ich mich imer mit dem Thema Alkohol auseinandersetzen.
Ich bin und lebe heute zufrieden und glücklich.
Das möchte ich mir erhalten.
Darum wird mir auch kein Gespräch über Alkoholsucht zuviel werden.
Wenn ich vergesse, wo ich herkomme, habe ich die Flasche bereits in der Hand.
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Karsten hat zum Thema: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht geschrieben
Oneday
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Internet

BeitragVerfasst am: 24.05.2006, 10:41    Titel: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Karsten,

ich danke dir für deine Antwort.
Und ich glaube du hast den Punkt getroffen. Viel zulange schon
habe ich mich mit dem Thema nicht mehr auseinander gesetzt.
Vor vielen Jahren war ich fast täglich in einer SHG. Ich bin mit diesen
Leuten damals an Wochenenden quer durch Europa auf Treffen mit
anderen Abhängigen gefahren.

Auf einmal wurde mir das alles zuviel. Ich wollte nicht mehr die ewig
gleichen Themen hören. Und ich hörte auf von mir selber und meiner
Suchtkarriere zu sprechen.
Zu dieser Zeit ging ich noch oft in Therapienund Entgiftungsstationen umvon mir zu erzählen. Auch damit hörte ich auf.

Selbstbesessen dachte ich, das ich es nicht mehr nötig habe.
Nun habe ich stark spüren müssen das dies ein riesengroßer Fehler ist.

Ich bin unendlich dankbar das ich dieses Forum gefunden habe.
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Oneday hat zum Thema: Re: Gedanken über die Krankheit Sucht geschrieben

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