| Ist der Weg schon vorgezeichnet? • will einfach mal was von seele schreiben |
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Gebby neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2009 Beiträge: 5 Alter: 43 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 25.02.2011, 11:47 Titel: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Hallo,
ich habe gerade den Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht. Bislang habe ich wie so viele den Alkoholismus meines Partners und meinen Co-Alkoholismus schöngeredet. Unserer beider Familien sind eigentlich immer mit einer gut ausgerüsteten Bar bestückt gewesen. Wenn ich Rat bei den Eltern meines Freundes suchte wegen seines horrenden Konsums jeden Abend zur gleichen Zeit (zurückgezogen für sich allein und P-Filmen), dann wird es wie allseits bekannt schöngeredet. Nach harter Arbeit kann er ruhig mal ein Schnäpschen zur Entspannung vertragen. Egal, was ich erwidere, die Schotten werden dicht gemacht, als ob ich überhaupt nichts gesagt hätte. Denn wenn es ein (Kräuter-)Schnäpschen wäre, würde ich nichts sagen können, aber bei einer ganzen Flasche und etlichen Bieren weiß doch jeder, dass es zuviel ist. Aber wahrscheinlich denken diese Menschen, ich übertreibe halt. Obwohl diese Menschen des öfteren morgens eine Fahne festgestellt hatten.
Die Situation ist für mich unerträglich, dass ich mir jetzt vorgenommen habe, mit ihm zu sprechen, was für Konsequenzen das Fortführen seines jetzigen Verhaltens hätte. Nämlich, so schwer es mir fiele, die Trennung. Hat jemand von Euch auch das Problem, dass er sich Geld von Euch leihen will? Man weiß genau, wofür und leiht es doch? Wie haltet Ihr es in solchen Fällen?
Gebby |
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| Gebby hat zum Thema: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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Hanna2010 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.06.2010 Beiträge: 284 Alter: 47
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Verfasst am: 25.02.2011, 13:31 Titel: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Hallo Gebby,
es ist leider oft so...nicht nur innerhalb der Familie, sondern auch im Freundes- und Bekanntenkreis, unter Arbeitskollegen.
Das Thema Alkohol bzw. der zu hohe Konsum und eine (mögliche) Abhängigkeit werden beiseite geschoben, nicht realisiert, ja bagatellisiert oder ignoriert (so gibt es weiterhin Präsentkörbe mit Wein etc)..keiner möchte das gerne wahrhaben..aus den unterschiedlichsten Gründen...um sich nicht mit seinem eigenen Alkoholkonsum auseinanderzusetzen, weil Veränderungen allgemein schwer fallen und und und...
Für Dich ist es aber wichtig, Deine Meinung und Wünsche klar zu formulieren und Deinen Weg- dass DU damit nicht mehr leben kannst und willst - weiter ins Auge zu fassen.
Was meinst Du genau mit Geld leihen? Ich denke, er arbeitet, dann kann er sich seine Sachen doch selbst finanzieren...behalte Dein Erspartes für Dich.
Ich wünsch Dir alles Gute,
Hanna |
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| Hanna2010 hat zum Thema: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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Gebby neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2009 Beiträge: 5 Alter: 43 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 25.02.2011, 15:33 Titel: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Hallo Hanna,
ich laboriere schon lange dran herum, wie ich es klar formuliere. Ich muß dabei auch zugeben, dass er bestimmt 3-4 x schon zur Abreise in die eigene Wohnung parat stand. Dann habe ICH die Konsequenzen nicht ausgehalten und bekam eine wahnsinnige Panik, alleine zu sein. Dadurch wird natürlich nichts besser, weil ich einfach bis jetzt nicht konsequent genug war, vielleicht, weil ich noch nicht genug leide??
Ich leihe, weil der arme Mann sich sonst nichts zu essen kaufen kann. Sein Konto ist Mitte des Monats bereits überzogen und einen Dispo bekommt er nicht. Ich muß dazu sagen, dass ich mich selbst ewig deswegen in meinem Dispo befinde. Ich bekomme es nicht übers Herz, nichts zu leihen, obwohl ich weiß, dass der Großteil der Summe in Sprit umgesetzt wird. Oder ich bin es auch leid, mich wieder endlosen Debatten auszusetzen. Da wir meist zusammen einkaufen gehen, wäre es mir auch irgendwie doof, wenn ich mir Sachen einhole und er sich nichts kaufen kann.
In letzter Zeit höre ich auch immer wieder: Ich hätte doch auch schon so oft gesagt, ich wolle abnehmen. Ich täte es nicht, warum sollte er dann aufhören zu saufen.
Gebby |
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| Gebby hat zum Thema: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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inga neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.06.2009 Beiträge: 197 Alter: 44 Wohnort: Sachsen-Anhalt
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Verfasst am: 25.02.2011, 21:48 Titel: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Hallo Gebby,
was würde schlimmsten Falls passieren, wenn Du ihm kein Geld mehr leihst?
Vielleicht das, wovor Du wahnsinnige Panik hast?
Nämlich daß er ausziehen könnte?
Warum hast Du solche wahnsinnige Panik vorm Alleinsein?
Was ist daran so schlimm?
Ich will Dich hier nur in eine Denkrichtung schubsen, damit Du Deiner Angst auf den Grund gehst. Oder stell Dir die Situation vor, Dein Einkommen würde soweit sinken, daß Du ihm gar kein Geld mehr leihen könntest. Was dann? Du tust ihm keinen Gefallen damit. Die Sache wird nur schlimmer, für ihn ist es doch so super einfach an seinen Stoff zu kommen. Falls Du eine innere Leere fühlst, wenn Du allein bist, füll sie doch mit Sport (z.B: tanzen, spazieren gehen) und gesundem selbstzubereiteten leckerem Essen. (Dann hätte er einen Grund weniger, Dir etwas vorzuhalten, wenn Ihr dann noch zusammen wärt )
lg inga |
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| inga hat zum Thema: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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Gebby neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2009 Beiträge: 5 Alter: 43 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 26.02.2011, 23:57 Titel: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Hallo Inga,
das habe ich heute gemerkt, dass es ein Fehler war. Er hat sich nämlich gleich 3 Fl. gekauft, weil ja Wochenende ist, weil .......... Wie bekannt sein dürfte, gibt es natürlich 1.000 Gründe, wozu ein großer Vorrat gut ist.
Ich weiß nicht mal genau, wovor ich solche Panik habe. Wahrscheinlich einfach vor der fehlenden Anwesenheit einer zweiten Person im Haushalt. Ich versuchte heute mit ihm zu sprechen, aber er fühlte sich wegen der wiederholten Anfrage, ob wir nicht gemeinsam zum HA gehen, um einen Entzug zu planen, wieder unter Druck. Ich solle mich um meine eigenen Angelegenheiten kümmern.
Aber wozu brauche ich einen "Partner", auf den ich sowieso nicht zählen kann, wenn es z. B. im Haushalt etwas zu reparieren, renovieren etc. gibt. Entweder ich schaffe es alleine oder es wird eben nicht gemacht. Bei der letzten Arbeit im Haushalt hat er so gezittert, dass ich dachte, er fiele von der Leiter.
Da "beruhigt" mich auch nicht, dass es meiner Mutter mit meinem Vater ähnlich geht, obwohl dieser inzwischen trocken ist wegen einer Nervenkrankheit, die nicht mehr zu beheben ist.
LG Gebby |
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| Gebby hat zum Thema: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 27.02.2011, 00:11 Titel: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Liebe Gebby,
da hat er Dir doch eine Steilvorlage gegeben: Du sollst Dich um Deinen eigenen Kram kümmern.
Na dann mal nichts wie los, zeige ihm, dass Du seine Worte ernst nimmst....
Ganz ehrlich, ich bin trockener Alki, so wie das bei Euch läuft, kriegst Du ihn nicht davon weg. Weder durch Worte noch mit Geldentzug. Und die Spirale geht automatisch immer tiefer in den Sumpf.
Und wer sagt denn, dass Du durch eine Trennung lebenslänglich alleine im Haushalt wärst...
LG
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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sonne5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2011 Beiträge: 358
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Verfasst am: 27.02.2011, 08:42 Titel: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Liebe Gebby,
ich hab mich getrennt und ja es ist schwer allein.
Aber das ist der Anfang und anfangs ist alles schwer, jedoch bleibt mir derzeit viel Ärger und Terror erspart. Keine falschen Vorwürfe mehr, Provokationen, Ängste wann und wie kommt er nach Hause, die mit Pfefferminz verdeckte Fahne usw. Das alles nicht mehr zu haben und sich aufs eigene Leben konzentrieren zu können, tut jetzt schon gut.
Ich lebe jetzt auch allein mit meinem kleinen Kind und es macht oft Freude zu sehen, dass man kleine Dinge im Haushalt als Frau sehr wohl erledigen kann. Er wars meist sowieso nicht im Stande bzw. hatte er kein Interesse sich um uns oder Haushalt zu kümmern.
Ansonsten gibt es sicher Freunde oder Familie die dir gewisse Dinge im Haushalt erledigen können. Deswegen brauchts du sicher keinen "Alkmann" im Haus.
Ich verstehe deine Zweifel und Ängste nur zu gut, nur leider wird irgendwann der Punkt kommen wo du nicht mehr kannst und willst. Denn so wie es jetzt ist wirds nicht bleiben, er hat ja alles was er braucht, warum sollte er irgendetwas ändern???
Schreib und lies weiter, hier sind alle für einander da!
Liebe Grüsse und viel Kraft! |
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| sonne5 hat zum Thema: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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Gebby neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2009 Beiträge: 5 Alter: 43 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 28.02.2011, 17:05 Titel: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht |
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Hallo,
ich danke Euch sehr für Eure Zusprüche. Habe am Wochenende viel bei Euch gelesen und gelernt, es ist ja wirklich bei vielen von Euch ähnlich wie bei mir. Was mich auch immer nervt, sind diese unbegründeten Beschuldigungen mit recht derben Schimpfworten. Dieses ist eben erst zu einer bestimmten Uhrzeit. Wenn er anfängt zu "genießen", dann ist er noch lieb und nett und liebt mich über alles, ca. 2 Stunden später beginnt das Pöbeln und Beschimpfen übelster Art und er wirft mir eben vor, dass ich immer nur meckern würde. In letzter Zeit droht er eben auch oft mit Suizid, womit ich überhaupt nicht umgehen kann. Früher hat es mich alles nicht so gestört, weil ich zu Beginn unseres Kennenlernens sogar teilweise mittrank. Aber im verflixten 7. Jahr nimmt irgendwie keiner mehr Rücksicht. Das absolute High Light war die Nichtbeachtung meines Geburtstages. Er habe eben kein Geld und könne nix kaufen etc. Und er scheint eifersüchtig auf die Katzen zu sein, was zu Beginn noch nicht war. Neulich ging das erste Mal etwas zu Bruch, ich hätte ausrasten können, fegte aber nur still die Scherben fort, damit niemand in diese tritt. Er hatte absolut nichts mitbekommen.
Und immer noch habe ich es nicht geschafft, ihm zu sagen, er solle doch in seine Wohnung gehen. Da ist ein komplett eingerichtete Wohnung, in die ich am liebsten manchmal selbst gehen würde, aber dann würde er natürlich umgehend nachkommen.
Genauso wie einige von Euch schreiben, dass er im Haushalt nichts tut, weil er dazu gar nicht in der Lage ist.
Ich bin am Überlegen, ob es etwas nützen würde, wenn ich seinem Vater mal klar alles maile, aber wahrscheinlich würde er mir gar nicht glauben, wenn er es mir von Angesicht zu Angesicht nicht glaubt, warum sollte er es per Mail tun.
Alles Gute
Gebby |
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| Gebby hat zum Thema: Re: Endpunkt meiner Freudlosigkeit erreicht geschrieben
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