| Komasäufer werden mehr • Kurzfilm "Mein Papa trinkt" |
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 06.02.2011, 12:25 Titel: Einstiegsalter bei Jugendlichen |
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Einstiegsalter
Wie jetzt wieder in den Medien zu hören ist, ist wohl der Alkoholkonsum insgesamt gesunken, aber bei dem sogenannten Komasaufen oder auch Kampftrinken genannt, nimmt es immer schlimmere Ausmaße an.
Vor allem immer mehr Frauen fangen früher mit dem übermäßigen Trinken an, also hier schein das Einstiegsalter zu sinken.
Was kann man dagegen machen, um junge Menschen darüber aufzuklären, dass Alkohol eine Droge ist und der Konsum zur Suchtkrankheit führen kann?
Ist es der richtige Weg, wie das Land Brandenburg jetzt wohl in einem Test
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.186122.de
mit Jugendlichen beweisen will, wenn man den kontrollierten Umgang mit dieser Droge den Jugendlichen beibringen will?
Alkohol bei Jugendlichen ist ja nicht erst seit heute ein Thema in unserer Gesellschaft.
Kann das helfen, auf die Gefahren hinzuweisen und die Jugendlichen vom trinken abzuhalten?
Es wird ja viel darüber diskutiert, aber leider immer noch viel zu wenig gehandelt. Ob dieser Test das Bewusstsein der jungen Menschen ändern kann?
Warum trinken junge Menschen, so dass auch das Einstiegsalter immer geringer wird? Begreifen sie nicht, dass es sich dabei um eine Droge, eventuell sogar um eine Einstiegsdroge in noch andere Abhängigkeitserkrankungen, handelt?
Was haltet ihr für die beste Aufklärung, um junge Menschen auf die Gefahren hinzuweisen?
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Einstiegsalter bei Jugendlichen geschrieben
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Spedi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 1089
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Verfasst am: 06.02.2011, 15:23 Titel: Re: Einstiegsalter bei Jugendlichen |
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Servus Karsten,
ein Patentrezept gibt es glaube ich nicht.
Mir ist allerdings aufgefallen, dass auch bei uns die örtliche Suchtberatung parallel zur Aufklärung/Prävention ein immer stärker auf Jugendliche zugeschnittenes "Ersttäter"-Programm anbietet.
Zielgruppe: alle Jugendlichen und Kinder, die alkoholisiert in eine Klinik eingeliefert werden. Die Eltern und die Schule werden in diesem Fall mit einbezogen.
Scheinbar ist -trotz gesetzlicher Vorgaben für Alcopops & Co.- noch zu viel Alkohol und zu leicht für Kinder und Jugendliche verfügbar. Der Gruppendruck scheint auch ein Faktor zu sein, der zu solchen "Erfahrungen" führt.
Ich bin nach wie vor der Meinung, nur aktives Vorleben im Elternhaus in Verbindung mit dauernder Gesprächsbereitschaft kann helfen, dass Jugendliche für sich selbst stark genug werden und so gar nicht in Versuchung kommen, ihre Probleme mit Drogen jeder Art zu betäuben.
So von wegen gesunder Geist in gesundem Körper und so...
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Einstiegsalter bei Jugendlichen geschrieben
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Manfred sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2009 Beiträge: 1477 Alter: 54 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 06.02.2011, 16:28 Titel: Re: Einstiegsalter bei Jugendlichen |
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Hallo Karsten,
Suchtprävention ist m.E. eine gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe.
Auf die möglichen Gefahren und Folgen von Alkoholkonsum hinzuweisen ist dabei nur ein Baustein und reicht m.E. bei weitem nicht aus.
Mal angenommen die Jugendlichen würden die Gefahren ernst nehmen und keinen Alkohol trinken (woran ich nicht glaube, da Jugendliche ja gerne das austesten, wovor Erwachsene warnen), dann gäbe es immer noch eine Vielzahl von Möglichkeiten anderweitig süchtig zu werden.
Deshalb würde ich in der Prävention auch einen anderen Ansatz wählen. Einen, der sich mit Gesundheitsförderung ganzheitlich befasst. In dem es um Themen wie Ernährung, Bewegung und Entspannung geht (die „klassischen“ Themen der Gesundheitsförderung). Mindestens genauso wichtig sind für mich die Themen: Umgang mit Gefühlen und Stress und Strategien zur Problem- und Konfliktlösung.
Mit dieser Form der Aufklärung sollte m.E. auch so früh wie möglich begonnen werden, spätestens in der Grundschule. Hierzu gibt es auch bereits ein bundesweites Projekt, dass schon seit einigen Jahren läuft: Klasse2000. Ich habe mir mal deren Website angesehen und finde den Ansatz und das Programm sehr gut.
Damit es überhaupt eine gewisse Nachhaltigkeit entfalten kann, ist die Einbeziehung der Eltern m.E. unerlässlich, was in dem Programm wohl auch gemacht wird, soweit ich die Materialien richtig gelesen habe.
Dazu gehört meiner Meinung nach auch eine gesamtgesellschaftliche Debatte darüber, was „Sucht“ „eigentlich“ ist, und in welchen Lebensbereichen sie überall zu finden ist und was sie bewirkt.
Ob diese Debatte allerdings überhaupt erwünscht ist, darüber habe ich große Zweifel.
Unabhängig davon, kann sich selbstverständlich jeder süchtig gewordene Mensch weiter mit seinen eigenen Suchtstrukturen auseinandersetzen und sich selbst fragen, wie er in seinem Umfeld (Familie, Freundeskreis, Beruf, etc.) damit umgeht.
LG Manfred |
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| Manfred hat zum Thema: Re: Einstiegsalter bei Jugendlichen geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6713
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Verfasst am: 06.02.2011, 19:29 Titel: Re: Einstiegsalter bei Jugendlichen |
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Hi Karsten,
ich hatte ganz viel aufklärung in der Schule zwecks dem thema Rauchen... mit vielen ekligen Bildern, die mir auch jetzt noch im Kopf sind. Ich bin in nem kompletten Nichtraucherhaushalt aufgewachsen geraucht hab ich trotzdem, genauso wie genug andere in meinem Alter - Aufklärung allein langt daher m. E. nicht.
Auf gewisse Weise glaub ich, das des thema Alkohol und Jugendliche in den letzten jahren aufgebauscht wird. nicht unbedingt in dem Sinne, das es übertrieben wird, sondern das es vorher kaum beachtet wurde. Ich kann mich zumindest an genug 2-mark-partys u.ä. erinnern, wo mancher nicht mehr ansprechbar nach Hause gebracht wurde, da hat kein hahn nach gekräht.
Wie sich das Problem in Griff kriegen läßt, so recht weiß ichs offen gesagt net
Aufklärung, Ansprechpartner und offen mit umgehn gehört definitiv dazu und läßt sich auch umsetzen.
Was ich aber mit als Problem mit betrachte ist, das die Jugendlichen m. E. weniger Zukunftsaussichten haben als z.b. noch ich damals. Und soooo ewig is das ja net her, wo ich Jugendliche war (wehe hier widersprecht jemand ). Die Schule plätscherte vor sich hin, ich hab mir nen Job überlegt, zehn Bewerbungen max. geschrieben und mir dann noch Gedanken gemacht, ob der Job auch wirklich so schön wird. ich glaub über diese art von Problemen können viele Jugendliche nur noch lachen Klar, das is nur ein Teilbereich im Leben, aber halt doch ein recht großer. Und hier einschreiten/helfen is nicht so einfach für den einzelnen wie ich finde.
lg Dani |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Einstiegsalter bei Jugendlichen geschrieben
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