| Habe meine Freundin einweisen lassen und was nun??? • Bei sich bleiben nach meinem Verständnis |
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bettina69115 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2011 Beiträge: 9 Alter: 47
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Verfasst am: 04.02.2011, 20:18 Titel: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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Hallo,
nach 18 Monaten, in welchem ich dachte er (Alk) sei mein Traummann, kam es vorgestern zum Eklat, weil ich ihm offen gesagt habe, dass es mich sehr belastet, dass er sich immer bis zur Besinnungslosigkeit betrinkt und im betrunkenen Zustand unfaire Sachen sagt, die er am nächsten Tag nicht mehr gesagt haben möchte. Er meinte daraufhin: Willst Du mir sagen, ich sei ein Alkoholiker? Das muss ich mir von Dir nicht sagen lassen. - er packte daraufhin seine Jacke und ging. Ich hab ihm dann seine Sachen gepackt bin hinterher und hab sie ihm in die Hand gedrückt. Muss sagen, dass er mich schon die ganzen Monate über immer wieder angelogen hat und hab auch rausgefunden dass er das mit seiner Mutter auch so getan hat. Ganz schlimme Lügen waren das. Anfang Januar hatten wir wegen der Lügen, deren Wahrheit ich rausgefunden habe, schoneinmal für ein paar Tage eine Trennung, hab ihn aber wieder zurückgenommen, hatten lange Gespräche, dass er das nie wieder tut. Habe jetzt rausgefunden, dass er doch weitergelogen hat.
Ich liebe ihn noch, er mich auch, das haben wir uns per sms geschrieben. Aber ich hab hier gelesen, dass ich ihm nicht helfen kann, oder doch? was kann ich tun? Hätte so gerne, dass er trocken ist, wieder Arbeit hat und danach nochmal mit ihm ein neues Leben anfangen, aber ich lese hier, dass ich ihn zu dieser Einsicht nicht kriegen kann, da fühlt man sich sehr hilflos....
Bin undendlich traurig derzeit... Habe grad neue Arbeit angefangen, die sehr frustrierend ist, muss aber durchhalten.
Wir haben uns mehrere SMS heute geschrieben, er will zurückkommen, aber ich brauche Hilfe, wie ich mich verhalten soll, mein Herz sagt ja, komm zurück, aber wie soll ich mit ihm umgehen, ohne Vorwürfe zu machen, denn das hilft nicht weiter, das weiß ich. Ich bin der einzige Mensch bisher in seinem Leben, der ihn nicht in die Hölle treten will, er hat schon ne Ehe hinter sich, wo er viel gelitten hat und auch eine böse Beziehung, hatte vor mir keinen Menschen, der ihm nicht in den A... getreten hat. Glaube, er verhält sich deshalb selbst wie ein A..., weil er Angst vor Verletzungen hat. Liege ich da richtig? Möchte ihn gern davon überzeugen, dass ich ein besonderer Mensch bin und dass er aus seinem Dreck rauskommen kann will ich ihm irgendwie erklären, ihn begleiten, aber ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll, ohne dass er jedesmal angepisst ist, wenn er einen Hauch Kritik spürt....
lg. Bettina |
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bettina69115 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2011 Beiträge: 9 Alter: 47
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Verfasst am: 04.02.2011, 21:18 Titel: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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| Schade, warte verzweifelt auf Antwort.... Er schreibt mir SMS dass er darüber nachdenkt, wie es weitergehen soll... kann er das überhaupt?... welche Worte kann ich wählen um ihm zu helfen....? |
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| bettina69115 hat zum Thema: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? geschrieben
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heidi13 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.11.2010 Beiträge: 138 Alter: 39 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 04.02.2011, 21:44 Titel: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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Taten zählen, nur Taten .. keine leeren Worte.
Und dass er Dich "schon die ganzen Monate über immer wieder angelogen hat" spricht für mich Bände.
Du musst jetzt DIR helfen, nicht ihm.
Am besten antwortest Du jetzt gar nicht. Lass Dich nicht erpressen. Komme erst mal zur Ruhe.
Lieben Gruss,
Heidi |
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| heidi13 hat zum Thema: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? geschrieben
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chinablue neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2010 Beiträge: 76 Alter: 45
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Verfasst am: 04.02.2011, 21:58 Titel: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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Hallo Bettina,
so ähnlich lautete meine Fragestellung vor 3 Monaten auch.
Mein Mann machte erst einen ambulanten Entzug (weil ich ihn massiv unter Druck setzte), wurde rückfällig (rückblickend - so denke ich - war er einfach noch nicht ganz reif sein Problem einzusehen) und als ich dann kurz vor Weihnachten mitbekam, dass er wieder trank setze ich ihn am 1. Weihnachtsfeiertag vor die Tür (in der Hoffnung, dass er sich in eine Klinik begeben würde, was er auch machte).
Er ist nun seit über einem Monat trocken, geht demnächst für weitere 3 Wochen in die Klinik für eine Therapie. Er besucht nun regelmäßig eine SHG und macht auch insgesamt einen guten Eindruck.
Er hat mir nass alles versprochen, was ich hören wollte und was ihm von Vorteil war, dass er seine Ruhe hatte und weiter trinken konnte. Mit war klar, dass ich mit einem nassen Partner keine Zukunft sehe. In der Extremsituation des Rausschmisses war er gezwungen zu handeln. Er wußte, dass ich im nass keine weitere Chance geben würde. Ich liebe ihn, aber eben nicht um jeden Preis.
Anderseits habe ich auch gemerkt, dass der Alki selbst wollen muss. Wann will er? Na dann, wenn es unbequem für ihn wird. Vielleicht klappt es bei Dir auch auf diese Art. Ich wünsche Dir auf jeden Fall dafür alles Gute.
lg chinablue |
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| chinablue hat zum Thema: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? geschrieben
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bettina69115 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2011 Beiträge: 9 Alter: 47
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Verfasst am: 04.02.2011, 22:23 Titel: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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| Danke für die lieben Antworten, bin total fertig vom vielen Nachdenken. Mein Problem ist immer noch, wie ich es ihm gegenüber formulieren soll, dass er eine Therapie braucht, wie kann ich ihn draufstubsen, sein Problem zu erkennen? will doch nicht dass er sich totsäuft, würde mich dann schuldig fühlen.... |
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| bettina69115 hat zum Thema: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? geschrieben
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Laurina5 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 08.06.2005 Beiträge: 303 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 04.02.2011, 22:57 Titel: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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Hallo Bettina,
sicher suchst Du noch nach den "richtigen Worten" und bist am Grübeln, wie Du ihn überzeugen kannst, dass er eine Therapie braucht. Hier im Forum geht es aber nicht um die Hilfe für einen Alkoholiker, sondern um Hilfe für uns Angehörige. Er wird selbst wissen, was er wann braucht. Nicht jeder Alkoholiker geht nach einem Rausschmiss zum Entzug, einge sind dann auch froh, endlich in Ruhe weiter trinken zu können. Du kannst nichts tun, die Hilfe liegt im Nicht mehr helfen, in der Kapitulation und dem Erkennen der eigenen Machtlosigkeit, es ist eine Krankheit, die in fachliche Hände gehört, dazu muss der Betoffene selbst bereit sein und seinen Tiefpunkt erreichen. Bis ich das annehmen konnte, das hat schon gedauert, zuvor habe ich mir auch den Kopf zermartert und glaubte Einfluss ausüben zu können, das hat aber alles nichts gebracht, außer meine Kraft und Nerven gekostet. Hast Du mal die Bausteine über Co.-Abhängigkeit durchgelesen und daran gedacht, dass Du selbst Hilfe brauchst z.B. durch den Besuch einer Angehörigen-Gruppe, dort wirst Du ähnliche Geschichten hören und erkennen können, dass Dich keine Schuld trifft, er hat sich entschlossen zu trinken und ist dafür allein verantwortlich. Weil ich weiß, wie ich damals selbst gedacht habe und los ging und schrieb, um für ihn Hilfe zu suchen, war ich erst mal enttäuscht, wenn die Antworten nicht so ausfielen, wie ich sie mir erhofft und erwartet hatte, leider kann ich Dir nicht die richtigen Worte liefern, sie gehen nämlich alle ins Leere, bevor er selbst keine Krankheitseinsicht hat. Die Entscheidung liegt nun bei Dir, wie Du Dich weiter verhalten willst. Liebe Grüße Laurina  |
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| Laurina5 hat zum Thema: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? geschrieben
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bettina69115 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2011 Beiträge: 9 Alter: 47
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Verfasst am: 04.02.2011, 23:07 Titel: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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Danke Laurina,
involviert in die ganze Sache ist aber auch noch seine fast 90-jährige Mutter, bei der er, bevor ich ihn kannte lebte und bei der er jetzt lebt, er versorgt sie täglich, da sie sich nicht mehr selbst versorgen kann. Habe mit ihr telefoniert und sie leidet ebenfalls unter seiner Krankheit. Wenn ich also nicht helfe, dann muss sie weiterleiden, ich hab sie aber lieb gewonnen. Sie kann ihn nicht rausschmeißen oder selbst gehen. Sie war eigentlich so froh, dass wir zusammenkamen und war glücklich darüber. |
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| bettina69115 hat zum Thema: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? geschrieben
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bamboo neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2011 Beiträge: 5 Alter: 44 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 04.02.2011, 23:20 Titel: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? |
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Hallo
will doch nicht dass er sich totsäuft, würde mich dann schuldig fühlen....
Ich bin mir sicher: Das will niemand wirklich - auch wenn man manchmal solche Gedanken bekommen kann.
Die Sache mit dem sich schuldig fühlen ist leider ein schon fast obligatorischer Begleiter - du kannst Dir x-mal vor Augen führen, dass dich keine Schuld trifft - und dennoch wird dich dieses Gefühl immer mal wieder beschleichen.
Was ich Dir eigentlich sagen möchte:
Die Zutaten sind alle vorhanden - es ist wohl so, dass dein Partner Alkoholiker ist und du mitten in der Co-Abhängigkeit.
Es gibt keinen richtigen und keinen falschen Weg - es gibt nur deinen Weg. Wie dieser aussehen wird, liegt einzig und alleine an dir. Nicht an den Umständen, nicht an anderen Menschen und auch nicht an deinem Partner.
Genausowenig wie dein Partner für dich verantwortlich ist - für dein Wohlbefinden oder auch dein Leid und deinen Kummer, bist du für ihn und seine Bedürfnisse zuständig. Wir sind ausschließlich für uns und unser Leben verantwortlich. Der jeweils andere ist oft der mit seinen Taten und Worten der Auslöser für unsere Gefühle - aber niemals die Ursache. Die liegt tief in uns.
Es gibt also genaugenommen jetzt zwei Herausforderungen, welche das Leben an dich stellt: Möglichst rasch und konsequent die Auslöser für bestehendes und noch zu erwartendes Leid überwinden und hinter Dir lassen - und...schauen, was das alles mit Dir zu tun hat - welchen Nutzen Du aus dieser Krise ziehen kannst - denn den gibt es.
Das wird jedoch kaum ohne Hilfe und an einem Tag zu schaffen sein.
Ein Alkoholiker ist ein psychisch und seelisch und ab einem bestimmten Stadium auch ein physisch kranker Mensch, der jedoch gesunden kann.
Absolute Grundvoraussetzung hierfür ist die Einsicht und das Einverständnis des Alkoholikers. Bei den allermeisten kommt diese erst mit der Kapitulation - wenn alles, wirklich alles zusammengebrochen ist. Und selbst dann gibt es noch keine Garantie für einen Therapieerfolg.
Diese Einsicht kann nicht erzwungen aber eventuell unterstützt werden, indem du dich getreu dem Motto: Keine Hilfe ist die beste Hilfe verhälst.
Ich weiß, das klingt brutal und unmenschlich: Lass ihn fallen - in der Hoffnung, dass es richtig böse wird - denn dann ist die Kapitulation am wahrscheinlichsten. Alles andere führt euch beide in einen langen, leidvollen und zerstörrerischen Prozess an dessen Ende ...
Wenn es DIr gelingt, ihm jetzt sofort diesen (vorläufig letzten) Liebesdienst zu erweisen, indem Du jede Brücke vollständig abreist...wer weiß - vielleicht steht er irgendwann wieder nüchtern und dankbar vor Deiner Tür und ihr könnt gemeinsam eure Erlebnisse austauschen und vielleicht sogar...eine neue Liebesbeziehung finden. Denn die Liebe bleibt - und das ist auch völlig Ok. Er darf den Platz im Herzen ja behalten - aber in Deinem Leben...da tu Dir und ihm den Gefallen und jag ihn da raus.
Und steh das nicht alleine durch. Schau mal, was es für unterstützende Angebote in Deiner Ecke gibt - such solange, bis Du Dich gut aufgehoben fühlst!!
Kommst Du damit klar?
Wünsch Dir von Herzen alles Gute
Lieber Gruß von
Bamboo |
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| bamboo hat zum Thema: Re: was kann ich tun, damit unsere Liebe eine Chance bekommt? geschrieben
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