| es auffliegen lassen? • Mutter trinkt sich tot |
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Mikesch neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.04.2010 Beiträge: 90 Alter: 44
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Verfasst am: 13.02.2011, 07:51 Titel: Re: falsche Erwartungen?? |
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Hallo Syke und Waltraud,
ich gebe dir recht, dass Mütter / Eltern so sein können, wie du beschreibst. Für mich fällt das aber ganz und gar nicht unter 'Pech gehabt'. Ich weiß, dass wir Menschen schon Eltern sein können auf eine Art, die 'ausreicht' um gesunde, halbwegs glückliche Menschen hervor zu bringen.
Leider ist das heute nur noch bei ca. 60 % der Kinder so. Ich empfinde es als (gesellschaftliche) Aufgabe für uns, das zu verbessern.
Durch die Bindungsforschung wissen wir recht gut, was ein Kind braucht: gelingende Interaktion / Kommunikation mit der Mutter, zeitnahe Erfüllung der Bedürfnisse. Das ist kein Hexenwerk. Da kann man auch ansetzen bei der nächsten Generation.
Bei allen von uns, die in dem Bereich ernstere Schäden haben (unsichere Bindungstypen bzw. desorientierte Bindung), ist da schon deutlich was schief gelaufen. Ursachen bei der Mutter könnten sein: psychische Erkrankung / Sucht, eigenes unverarbeitetes Trauma.
Natürlich ist es gut, irgendwann zu verstehen, warum die Mutter so ist / war. Für mich muss sich aber auch was ändern: wer psychisch nicht gut drauf ist, braucht Unterstützung, Mütter brauchen Unterstützung, Gewaltopfer brauchen Unterstützung etc.
Hui, jetzt hab ich mich in 'Rage' geredet. Sorry. Ihr merkt, hier ist meine Kindheit auch mein Motor für meine Arbeit, meine Haltung und mein gesellschaftliches Engagement.
Also mein Fazit: dass Menschen auf eine bestimmte Weise 'krank' werden durch ihre Erfahrungen, ist normal.
Nicht hinnehmen muss man, dass immer wieder Menschen schlechte, krankmachende Erfahrungen sammeln und keine Hilfe bekommen.
Krankmachende Erfahrungen sind nicht das Selbe, wie Enttäuschungen oder Frust im Leben.
Es gibt genug Wissen darüber, worauf es ankommt - ich möchte, dass 'Wir' als Gesellschaft das wieder ernst nehmen!
liebe Grüße
Mikesch |
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| Mikesch hat zum Thema: Re: falsche Erwartungen?? geschrieben
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Skye neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2009 Beiträge: 293 Alter: 42
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Verfasst am: 13.02.2011, 11:20 Titel: Re: falsche Erwartungen?? |
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Hallo Mikesch,
| Zitat: | | Nicht hinnehmen muss man, dass immer wieder Menschen schlechte, krankmachende Erfahrungen sammeln und keine Hilfe bekommen. |
Hilfe bekommen ist weniger das Problem, Hilfe wollen schon. Wenn jemand, warum auch immer, keine Hilfe will, dann ist das etwas, dass man nicht hinnehmen muss, aber um der eigenen Gesundheit Willen, hinnehmen sollte. Ich kann andere nicht ändern.
| Zitat: | | ich möchte, dass 'Wir' als Gesellschaft das wieder ernst nehmen! |
Die Gesellschaft sind wir alle. Aber auch hier gilt für mich nach wie vor, ich kann andere nicht ändern. Ich kann nur beim kleinsten Teil der Gesellschaft etwas ändern, bei mir.
Gruß
Skye |
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| Skye hat zum Thema: Re: falsche Erwartungen?? geschrieben
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Mikesch neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.04.2010 Beiträge: 90 Alter: 44
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Verfasst am: 14.02.2011, 08:15 Titel: Re: falsche Erwartungen?? |
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Genau, man kann selber etwas tun: sagen, was richtig ist und was falsch. Die Eltern, die ihre Kinder gefährden ansprechen und das Jugendamt einschalten. Denen die deutlich Hilfe brauchen, Hilfe anbieten. Ihnen sagen, wo sie fachliche Unterstützung bekommen können.
Nicht verurteilen, aber auch nicht weggucken.
Haltung zeigen.
Daran mitarbeiten, wie unsere Gemeinschaft aussehen soll: selber gesund werden und gesunde Beziehungen leben - das ist doch schon sehr viel Veränderung finde ich!
Natürlich ist das ein grosse Sa*erei, wenn Mütter ihren Kindern keine sichere Basis ins Leben mitgeben (können).
Das sollte auch benannt werden, finde ich!
Das ist nicht 'Pech', dagegen hätte man was tun können und sollen! |
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| Mikesch hat zum Thema: Re: falsche Erwartungen?? geschrieben
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