| Namensgebungen • Diesmal muss es klappen ! |
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krümmelkäfer neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2011 Beiträge: 19 Alter: 36 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 25.01.2011, 19:49 Titel: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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Huhu Forum,
bin Neuling. Habe vor 8 Tagen aufgehört mit dem Saufen.
War heute beim Arzt und habe mir noch ein paar Medikamente geben lassen.
Kurz zu mir:
Bin 35 und trinke seit 15 Jahren, davon 10 Jahre schwer.
Ich habe keinen Job, keine Freunde (bis auf ein paar Frauenbekanntschaften), viele Hobbys (die ich aber nur sporadisch ausgeführt habe) und ich habe Angst!
Angst davor, das ich es wieder einmal nicht schaffen werde. Nicht wie so oft, sondern nur 2 Mal.
Denn zweimal war ich letztes Jahr zur Entgiftung im KH. Und zweimal hatte ich einen Rückfall.
Den ersten durch den Tod eines Familienangehörigen (Okay, ich weiß, das ist mal wieder eine Ausrede gewesen, um trinken zu dürfen).
Das zweite Mal allerdings offensiv und mit voller Absicht. Direkt nach meiner KH-Entlassung bin ich dann in den Supermarkt und habe ordentlich eingekauft.
So konnte es nicht weitergehen sagte ich mir. Nimm noch Silvester mit (war auch ne Top-Party. Am Morgen danach lag ich in den Armen von zwei Frauen. Was wünscht Man(n) sich mehr?)
Aber der Kater war unterträglich. Und ich erinnerte mich an eine damalige Bekannte, die mir sagte, als ich sie fragte:
Ich:"Warum trinkt dein Mann eigentlich auf Partys so wenig."
Sie:"Er mag das Gefühl des Betrunkenseins nicht!"
Es musste also aufhören. - edit, Linde-
Heute fühle ich mich sehr gut. Habe mir eine Badehose gekauft und gehe morgen schwimmen.
Ich habe nur immense Schlafprobleme, wenn ich überhaupt schlafe.
Was ich aber nicht mehr haben möchte und was durch den Alkohol gekommen ist:
Durchfall, Sodbrennen, Schwitzen, Schlechte Laune, keinen Antrieb, Potenz gleich null.
Naja ich werde die nächsten Tage sehen wie es weitergeht.
Gruß
krümmel |
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| krümmelkäfer hat zum Thema: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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Pierre64 aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.10.2010 Beiträge: 995 Alter: 47 Wohnort: BaWü
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Verfasst am: 25.01.2011, 20:16 Titel: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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Hallo krümmelkäfer,
erstmal willkommen und alles Gute !
Mit 35 ist es für nix zu spät,zu spät ist es wenn man in der Kiste liegt.
Du solltest nicht nur sehen wie es die nächsten Tage weitergeht,du solltest selbst bestimmen wie es weitergehen soll.Willst du denn nochmal eine Therapie anstreben ? |
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| Pierre64 hat zum Thema: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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krümmelkäfer neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2011 Beiträge: 19 Alter: 36 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 25.01.2011, 20:21 Titel: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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Hallo,
ich meinte mit den nächsten Tagen. Das ich hoffe einen besseren Schlaf zu bekommen, das mein Herzrasen aufhört und ich keine Panik mehr im Bett habe werde, das mein Herz stehen bleiben könnte.
Eine Therapie kommt für mich nicht in Frage. Erstmal dauert das zu lange, zweitens muss ich wieder arbeiten gehen um Geld zu verdienen, weil ich zwei Töchter habe, denen ich Unterhalt schulde.
Ja klar, die Gesundheit gehr vor. Aber ich denke eine Therapie ist für Menschen konzipiert die wirklich seelisch sehr schwach sind.
Das bin ich nicht. Ich habe immer meinen Weg gefunden. Hatte immer Arbeit. Nur im Moment halt nicht.
Gruß
krümmel |
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| krümmelkäfer hat zum Thema: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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Spedi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 1089
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Verfasst am: 25.01.2011, 20:42 Titel: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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Servus Krümmelkäfer,
diese Aussage macht mich stutzig:
| Zitat: | | Aber ich denke eine Therapie ist für Menschen konzipiert die wirklich seelisch sehr schwach sind. |
Wenn ich diese Aussage mal "zerpflücke", sind also Alkoholiker, die eine Therapie benötigen, seelisch schwach. Wenn Therapie nur etwas für seelisch Schwache Menschen wäre und Du aber seelisch nicht schwach bist, warum säufst Du dann?
Fällt Dir was auf?
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Was möchtest Du denn diesmal an Deinem Leben verändern, um in Zukunft abstinent leben zu können? Und wie willst Du es anstellen?
Erzähl doch mal...
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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krümmelkäfer neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2011 Beiträge: 19 Alter: 36 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 25.01.2011, 20:47 Titel: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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Hallo,
genau das ist der Grund warum ich der Meinung bin keine Therapie nutzen zu müssen.
Ich wollte nicht alle Menschen(Alkoholiker) über einen Kamm scheren. Aber der eine ist nun mal schwächer, als der andere.
Und ich denke nur von mir das ich die Therapie nicht brauche, auch wenn ich jahrelang sehr viel getrunken habe.
Das eine, hat mit dem anderen nichts zu tun. Schwach war ich auch, ja, das stimmt.
Aber ich bin auch stark genug, selbst zu erkennen was gut für mich ist und dazu brauche ich keine Therapeuten, die mir das sagen.
Ich hoffe nicht, das meine Aussage zu negativ rüber kommt. So meine ich das nicht.
Jedem soll geholfen werden, der seinen inneren Schweinehund nicht selbst besiegen kann.
Aber es gibt freilich auch Ausnahmen...
Gruß
krümmel |
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| krümmelkäfer hat zum Thema: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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Pierre64 aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.10.2010 Beiträge: 995 Alter: 47 Wohnort: BaWü
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Verfasst am: 25.01.2011, 21:21 Titel: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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Worauf beruht dann aber deine Angst es wieder nicht zu schaffen ? Es geht nicht nur darum seine Stärken zu erkennen,sondern darum die Schwachpunkte zu finden.
Ich muß zugeben das ich auch keine Therapie gemacht habe,auch für 2 Kinder unterhaltspflichtig war und immer gearbeitet und funktioniert habe.Aber ich habe mir diese Option einer Therapie zumindest offen gelassen und von Anfang an regelmäßig eine Selbsthilfegruppe besucht.Ich glaube allerdings nicht das ich deshalb seelisch irgendwie stärker als andere bin.Ich weiß warum ich getrunken habe und woran ich arbeiten mußte und immer noch muss.Auch nach 8 Jahren ohne Rückfall.Natürlich kann man nicht verallgemeinern,aber man sollte sich genau hinterfragen. |
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| Pierre64 hat zum Thema: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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hoppegarten neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 221 Alter: 30
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Verfasst am: 26.01.2011, 02:03 Titel: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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@ krümmel
Hallo,
den körperlichen Entzug solltest du ja hinter dir haben.
Deine Einstellung empfinde ich aber als problematisch. Nicht für mich, nicht für andere User, sondern für dich.
Du argumentierst mit "Schwäche" und "Stärke", mit "starken Menschen" und "schwachen Menschen".
Ich sage dir voraus, dass du irgendwann erkennen wirst, dass ein Alkoholiker ein Alkoholiker ist und Stärke oder Schwäche überhaupt keine Rolle spielen. Es ist nur relevant, wie tief man bereits gesunken ist, wenn man trocken wird.
Alkoholiker, die 30 Jahre hart gesoffen haben, schaffen es an sich nie ohne langwöchige Therapie in der Klinik.
Andere Alkoholiker schaffen es nach dem Entzug ohne einen Aufenthalt in einer Klinik.
Hat das mit Stärke oder Schwäche zu tun? Ich denke nicht.
Aber zu dir:
Hast du nicht den Wunsch, herauszufinden, weshalb du süchtig geworden bist? Und hast du nicht den Wunsch, deine Probleme aufzuarbeiten?
Ok, du meinst, dass du alles mit deiner Stärke schaffen wirst.
Viel Erfolg.
Andere sehen aber keine Schwäche darin, sich um eine Psychotherapie zu kümmern, sodass sie jede Woche wenigstens eine Stunde professionell an sich arbeiten.
Ich empfinde dies als Stärke und als Mut.
Noch etwas: ich kenne bestimmte Leute, die deiner Meinung nach extrem stark zu sein scheinen. Diese verdienen viel Geld, stehen ihren Mann und hängen an der Flasche. Nebenbei noch ein wenig Koks und dann passt das.
Und natürlich haben diese nach eigener Aussage alles voll im Griff.
Aber ich sage es mal so. Ich kenne niemanden, der schwächer und armseliger ist als diese Leute.
Gruß |
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| hoppegarten hat zum Thema: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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Spedi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 1089
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Verfasst am: 26.01.2011, 07:53 Titel: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? |
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Servus Krümmelkäfer,
ich nehm Dir hier gar nichts übel, ich wundere mich nur. Insbesondere wundere ich mich, dass es selbst heute noch Alkoholiker gibt, die ihre eigene Krankheit Alkoholismus für eine Willensschwäche halten und nicht für das, was sie ist: eine Krankheit.
Ich überzeichne mal gnadenlos: wahrscheinlich ist für Dich die Erde noch eine Scheibe, und das Frauenwahlrecht ist per se schlecht für die Moral, oder?
Nee, nee, sorry, mit der Einstellung machst Du nicht nur Dir das Leben schwer.
Geh doch mal zu einer Suchtberatungsstelle, um Dich zu informieren. Nur, damit du für Dich erst mal Fakten über unsere Krankheit in der Hand hast, und nicht irgend welches abstruses Stammtischgeplapper mit Dir rumträgst.
Wichtig für uns Suchtkranke ist es, dass wir -wissensmässig- zu einem Experten unserer Krankheit werden, um so für uns selbst die "Fallen" zu erkennen, die wir uns immer wieder im Laufe unserer Abstinenz stellen.
Das Suchtgedächtnis bleibt uns schließlich ein Leben lang erhalten.
Also, mach Dich kundig, und Du wirst für Dich selbst zu einer völlig neuen Bewertung Deiner Situation kommen.
Alles Gute & LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Mit 35 Jahren schon zu spät? geschrieben
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