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Verzweifelte
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.01.2011
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 12:41    Titel: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich lese hier immer wieder Beiträge, seit Wochen, Monaten, und ich finde mich bzw. meinen Mann in vielen Sachen wieder.

Wir sind seit 6 1/2 Jahren zusammen, seit 7 Monaten verheiratet. Seit etwa 2 Jahren ist mir wiederholt und immer mehr aufgefallen, dass er sehr viel Alkohol trinkt. Ich muss dazu sagen, dass ich quasi gar keinen Alkohol trinke. Er schmeckt mir einfach nicht und ich mag es nicht, besoffen zu sein. Mein Mann trinkt fast jeden Abend, unterschiedliche Mengen. Mal ein Glas Wein, mal 3. Mal 2 Rum&Coke, mal eine halbe Flasche Sekt. Dann gibt es auch Abende, wo er nichts trinkt. Aber die sind eher selten.

Ich habe ihn schon zweimal erwischt, als er heimlich Schnaps getrunken hat. Das erste mal war seine Ausrede der Stress auf der Arbeit. Das zweite Mal wollte er feiern und hatte Angst vor meiner Reaktion (weil ich beim ersten Mal ja so einen Aufstand gemacht hatte als er Schnaps getrunken hat).

Ich habe ihn schon zigmal auf seinen Alk-Konsum angesprochen. Anfangs war er erstaunt, hat gesagt, er wolle was ändern, das sei ihm gar nicht so bewusst gewesen. Dann hat er irgendwann nur noch geschwiegen und gesagt "ich liebe Dich". Er ist genervt von diesem Thema.

Ich habe schon zweimal angefangen meine Tasche zu packen, bin aber beide Male wieder eingeknickt weil er mir leid tat und ich immer dachte, wir haben uns doch versprochen, in Guten wie in Schlechten Zeiten zueinander zu stehen... Er war auf mein Bitten beim Arzt und hat sich durchchecken lassen, körperlich hat er (wie er sagt) noch keine Probleme.
Er war aber nicht hundertprozent ehrlich mit der Ärztin was seinen Umgang mit Alk jetzt und auch früher angeht. Das fand ich so schade, dass er die Gelegenheit nicht genutzt hat, mit einer neutralen Person einfach mal alles zu besprechen. Offen und ehrlich.

Vor einigen Wochen habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten. Ich kam nach Hause und er hatte wieder was getrunken (er trinkt fast IMMER, wenn er alleine zu Hause ist und ich später heim komme). Ich habe ihm dann einen langen Brief geschrieben und ihm offen und direkt geschrieben wie es mir geht, was ich denke und fühle, und dass ich bereit bin, alle Konsequenzen zu ziehen, wenn er sich nicht ändert. Er war geschockt über den Brief und meinte, er würde das alles ganz anders sehen.
Ich solle ihm doch Zeit lassen. Früher wäre das alles doch noch viel schlimmer gewesen. Er habe sich doch so gut entwickelt, wenn er rückwirkend betrachte, mit was für Leuten er früher so rumgehangen habe (in seiner Teenager-Zeit z.B. mit Punkern), wie viel er früher getrunken habe und dass es doch schon weniger geworden ist,
und wie weit er es im Job bisher gebracht habe, usw.

Er war so ehrlich zu sagen, dass er selbst glaubt, dass er manchmal einfach Bock habe "über die Strenge zu schlagen" (so wie er es früher mit Freunden gemacht hat, wenn er mal Extasy geschluckt hat) und der Alkohl "das Einzige Mittel" sei, das ihm dazu jetzt noch geblieben ist.

Wir haben eigentlich gut geredet an dem Abend. Zum ersten Mal. Er war endlich mal ehrlich und schonungslos - das habe ich geschätzt. Dann war es mal ein paar Wochen besser mit dem Alk, er hat unter der Woche nichts getrunken und nur mal am Wochenende einen Wein oder so, und jetzt hat sich der "Saufalltag" wieder eingeschlichen. Er hat letzte Woche an 6 von 7 Tagen 1-3 Gläser Wein getrunken, und ich glaube, einen Abend auch heimlich noch Schnaps - niemand ist SO betrunken von 2 Gläsern Wein.....

Ich weiß gerade einfach nicht weiter. Wenn ich ihn jetzt nochmal auf das Thema anspreche, macht er total dicht. Ich komme nicht an ihn heran, ich bin die Böse, die ihm vorwirft ein Problem zu haben. Nur weil ich selbst keinen Alk trinke. Aber ich weiß selbst von seinen Freunden, dass viel weniger trinken und auch nicht so regelmäßig.

Er macht mittlerweile sogar Witzchen darüber, ob ich gerade meine Tasche packe um ihn zu verlassen, wenn ich meine Sachen für's Fitness-Studio packe. Er nimmt das nicht ernst und findet, ich übertreibe in all dem. Aber nur, weil ich keinen Alk trinke, bedeutet das nicht, dass ich nicht beurteilen kann, ob jemand anders offenbar zu viel Alk trinkt. So sehe ich das.

Puh, das ist jetzt wirklich viel - aber ich musste einfach mal alles aufschreiben und würde mir wünschen, ein bisschen Feedback von Euch zu bekommen.

Danke,
Eine Verzweifelte Weinen
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Verzweifelte hat zum Thema: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben
lottemotte
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.01.2011
Beiträge: 149
Alter: 31

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 13:10    Titel: Re: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Verzweifelte,

Puh, was für ein Albtraum. Du schreibst sehr viel von ihm, was er tut, was er macht, was er sagt. Es gibt nur ein Weg bleib bei Dir, lass ihn los. Du kannst keinen anderen Menschen ändern. Solange Du dich abhängig von dem machst was er tut, was er denkt, wirst du leiden. Alles leicht geschrieben. Es ist sooooo schwer. Hol Dir Unterstützung und Hilfe.

Viel Kraft und Du bist nicht allein.
Lieselotte
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lottemotte hat zum Thema: Re: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben
Verzweifelte
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.01.2011
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 14:24    Titel: Re: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Liselotte,

ich musste ja gerade mal viel von ihm schreiben, um die Geschichte ansatzweise wiedergeben zu können.

Ich habe hier sehr viel gelesen, habe auch sehr viel nachgedacht. Ich habe mir fest vorgenommen, bei mir zu bleiben, auf mich zu achten, und wirklich zu gehen, wenn meine Schmerzgrenze erreicht ist. Ich werde ihn auch niemals decken, auch das habe ich mir vorgenommen.

Ich finde es so schade, dass Du sagst, ich soll ihn loslassen - meiner Meinung nach steht er am Anfang einer möglichen Sucht. Wobei ich auch glaube, dass es (derzeit) nur eine psychische Sucht ist und keine körperliche. Wobei ich mir aber natürlich durchaus bewußt darüber bin, dass das körperliche noch kommen kann.

Weißt Du, wir sind gerade erst seit 7 Monaten verheiratet - da kann man doch nicht einfach alles so hinschmeißen.

Ich bin ständig hin- und her gerissen zwischen "reagiere ich jetzt über?" oder "tue ich ihm Unrecht" und "schon wieder ein Abend, an dem er was trinkt" und "jetzt sind es schon wieder 4 Abende hintereinander, an denen er getrunken hat". Manchmal denke ich, ich bin überempfindlich bei dem Thema geworden. Und manchmal spüre ich aber auch nur noch Hass, wenn ich wieder nach Hause komme, die Haustüre aufschließe und mir denke 'jetzt gleich sehe ich ihn und sehe ihm an den Augen schon an, dass er was getrunken hat'. Dann gehe ich rein, sehe ih und sehe im an den Augen schon an, dass er was getrunken hat. Dieses Gefühl, diese Momente, sind so unbeschreiblich schlimm. Und ich wünschte, er könnte das verstehen und würde spüren, wie sehr ich darunter leide.

Eine Verzweifelte
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Verzweifelte hat zum Thema: Re: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben
Maleny
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 15:03    Titel: Re: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Verzweifelte,

ein liebes Willkommen im Forum!

Verzweifelte hat Folgendes geschrieben:
ich wünschte, er könnte das verstehen und würde spüren, wie sehr ich darunter leide.


Er kann gar nicht spüren und fühlen wie es dir geht - denn dazu ist er viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und so wie er selbst da reingeraten ist und auch selbst darin verweilt, muss er auch selbst wieder da rauskommen.


Verzweifelte hat Folgendes geschrieben:
Er macht mittlerweile sogar Witzchen darüber, ob ich gerade meine Tasche packe um ihn zu verlassen, wenn ich meine Sachen für's Fitness-Studio packe. Er nimmt das nicht ernst


Er nimmt das nicht ernst, weil du ......
Verzweifelte hat Folgendes geschrieben:

Ich habe schon zweimal angefangen meine Tasche zu packen, bin aber beide Male wieder eingeknickt weil er mir leid tat



Dass du hin und hergerissen bist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber du reagierst auf keinen Fall über. Denn es belastet dich den ganzen Tag. Dir gehts schlecht, wenn er getrunken hat.
So ging es mir auch. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, dass es mir wegen ihm und seiner Trinkerei schlecht geht. Nachdem ich begriffen habe, dass ich meinem Ex nicht helfen kann, hab ich angefangen mir Gedanken über MEIN Leben zu machen und was mich glücklich machen würde und habe mich Schritt für Schritt auf den Weg gemacht. Mein Ex hat diese Schritte mitbekommen, aber nicht aufgehört zu trinken.
Heute sind wir getrennt und ich wohne in meiner eigenen Wohnung.

Sei geduldig mit dir und höre in dich hinein. Was willst du vom Leben?
Erinnere dich dabei aber, dass es nicht funktioniert, wenn du sagst: Ich will, dass er nicht mehr trinkt. Leider, so hart das klingt.

Wünsch Dir was!
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Maleny hat zum Thema: Re: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben
lottemotte
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.01.2011
Beiträge: 149
Alter: 31

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 15:03    Titel: Re: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Es ist hart. Es stimmt man heiratet, weil man sich für eine Zukunft miteinander entscheidet. Das tut verdammt weh, wenn man sieht dass die Zukunft ein Albtraum ist. Das heißt auch einen Zukunftstraum aufgeben. Du reagierst nicht über, du setzt Dich mit der Realität auseinander.

Ich drück Dich mal.
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lottemotte hat zum Thema: Re: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben
Verzweifelte
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.01.2011
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 15:36    Titel: Re: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank Ihr beiden für Eure Rückmeldungen.

Ich weiß, dass nur er selbst die Entscheidung treffen kann, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, und etwas an seinem Verhalten zu ändern. Genau das habe ich ihm auch im Brief geschrieben: ich würde dich gerne bitten, aufzuhören Alk. zu trinken - vor allem heimlich - aber ich werde es nicht tun. Weil ich Angst davor habe, dass Du das nicht kannst oder gar willst.

Ich glaube, das ist ihm sehr nahe gegangen.

Ich würde mir so sehr wünschen, dass er sich mal mit dem Thema auseinander setzt. Er müsste mir das ja noch nicht mal erzählen, aber dass er wenigtens mal nach Alkoholmissbrauch googelt oder hier im Forum nachliest (er würde sicher wie ich sehr schnell hier landen). Dass er sich einfach mal andere Geschichten durchliest und anhört, und dadurch vielleicht Parallelen entdeckt.
Es ist furchtbar zu sehen, dass er in dieser Sache so "dicht macht" und abwehrt und sich damit nicht auseinander setzen möchte. Ja, ich weiß - die Antwort von Euch wird jetzt sein: natürlich möchte er das nicht. Er ist ja der Meinung, dass nicht ER ein Problem hat, sondern DU. Er könnte ja etwas ändern müssen. Und das würde heißen: kein Alk mehr.

Es ist, als ob ich einen fremden Menschen vor mir habe, wenn ich versuche, über dieses Thema mit ihm zu sprechen.

Ich habe so sehr um ihn gekämpft, immer wieder gab es Stolpersteine in unserer Beziehung, immer wieder haben wir beide die Kurve gekriegt und aneinander festgehalten, weil wir uns so sehr lieben, weil er meine große Liebe ist und ich weiß ich bin seine - ich will nicht akzeptieren, dass das hier jetzt etwas ist, das wir nicht gemeinsam meistern können.

Ich habe heute zum wiederholten Male überlegt, zu einer SHG zu gehen. Aber der Schritt liegt noch wie ein Riesenberg vor mir, den ich noch nicht bezwingen kann. Es geht mir wie so vielen hier - dann kommt wieder ein Tag dazwischen, wo er nichts trinkt, und die Hoffnung ist wieder da, dass jetzt alles gut wird.

Ich glaube, was für mich am Schlimmsten ist, ist sein Verhalten, wenn er was getrunken hat - sei es auch nur ein Glas Wein. Er wird dann so gleichgültig, er kriegt einen Schlafzimmerblick und schnieft ständig. Bis vor diesem vorher erwähnten Brief von mir war er dann sehr leicht reizbar und angriffslustig mit Worten. Er hat schon immer gerne provoziert, auch ohne Alk, aber mit dem Alk hab ich oft das Gefühl, er kennt die Grenzen nicht mehr. Seit meinem vorher erwähnten Brief vor einigen Wochen ist mir aufgefallen, dass er nicht mehr provoziert, sondern mehr meine Nähe sucht. Mir immer wieder sagt, wie sehr er mich liebt und braucht. Das macht die ganze Situation für mich nur noch "schlimmer". Wie oft antworte ich "ich liebe Dich auch" und denke mir "aber..."

Ich weiß, es wird einen großen Bruch geben, wenn ich das Thema jetzt noch einmal anspreche, aber ich fürchte, irgendwann in den nächsten Wochen wird für mich wieder der Punkt gekommen sein, wo ich nicht mehr anders kann... und ich hoffe, ich werde dann viel Kraft haben, das alles durchzustehen... wie auch immer "das alles" dann aussehen wird...
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Verzweifelte hat zum Thema: Re: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben
inga
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.06.2009
Beiträge: 197
Alter: 44
Wohnort: Sachsen-Anhalt

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 23:39    Titel: Re: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Verzweifelte,

solange es unseren Partnern noch vermeintlich gut geht, werden sie sich nicht freiwillig mit diesem Thema auseinandersetzen. Sie sehen einfach keinen Grund, etwas an ihrem Verhalten zu ändern. Bis es ihnen richtig dreckig geht, selbst dann schaffen es aber auch noch nicht alle etwas zu ändern.

Bei mir und meinem Ex war es auch so, daß er bei dem Thema über seinen Alkoholkonsum abblockte und auch total ausrasten konnte, bei dem Thema Alkoholkonsum anderer lief er zur Hochform auf, weil er damit "zeigen" konnte, daß es bei ihm doch ganz harmlos sei und alle anderen viel schlimmer sind. Mir wurde immer als schlechte Eigenschaft vorgehalten, daß ich keinen Alkohol trinke (ich mag es nicht). Ich habe dann das Thema außen vor gelassen und er hatte seinen Willen: in Ruhe trinken (oder besser saufen?).

Willst Du wirklich alles durchstehen?

lg inga
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inga hat zum Thema: Re: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3354
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 21.01.2011, 07:39    Titel: Re: Ein ständiges Auf und Ab Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Verzweifelte!

Genauso wie bei dir ein "Riesenberg vor dem Besuch einer SHG" liegt, so liegt für deinen Mann ein Riesenberg vor dem Schritt zum Trockenwerdenwollen und - können.
Es ist unheimlich anstrengend, diesen Riesenberg zu erklimmen.
Für beide.
Ich habe ihn damals begonnen, als ich ganz unten im Tal war. Nicht mehr konnte.
Beschämend ist es schon für mich, dass ich dazu so lange brauchte. So lange das Hin und Her, das du auch etliche Jahre mitgemacht hast, hingenommen habe.
Ob es zu einem großen Bruch gekommen wäre, war mir damals egal, weil unsere Ehe sowieso im Eimer war. So wie ich ihm egal war, ist er mir egal geworden. Vor allem mit Fahne und Schnarchen.
Da war dann nur noch Ekel.
An diesem Punkt wurde mir klar, dass ich das nicht bis zum Lebensende mitmachen wollte. Was sollte sonst noch kommen? Von alleine konnte es nicht besser werden.
Zuletzt konnten auch die wenigen "nüchternen" Momente mit zärtlichem Gesäusel nicht mehr mithalten und mich aufrecht erhalten.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut für dein klärendes Gespräch!
Und Mut und Kraft für einen Besuch bei einer SHG oder sonstigen Hilfeperson. Vlt. kannst du ja auch mit deinem Hausarzt etc. darüber reden?
Liebe Grüße von Gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: Ein ständiges Auf und Ab geschrieben

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