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Snorre
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.01.2011
Beiträge: 3
Alter: 41
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 16.01.2011, 13:13    Titel: Ein weiter Weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo!
Ich wohne mit meiner Schwester zusammen in demselben Haus. Seit April weiß ich von ihrer Alkoholabhängigkeit. Bis vor kurzem war ich wegen meiner Co-Abhängigkeit in Behandlung. Meine Schwester ist seit ca. 2 Jahren arbeitslos. Sie hat ihr ganzes Erspartes durchgebracht und ist nun ganz mittellos. Zur Zeit lebt sie von Notstandshilfe. Natürlich habe ich das gemacht was jeder Co-Abhängige macht: Habe ihre Rechnungen bezahlt, habe sie vor Arbeitskollegen in Schutz genommen, habe sie gepflegt und gehegt wie ein kleines Kind. Zweimal hat sie die Therapie abgebrochen und trinkt immer noch.
Wir waren in diversen Beratungen: Schulden- Familienberatung. Dort habe ich meiner Schwester gesagt, daß sie selbst für sich sorgen muß und nicht ich.
Die finanziellen Probleme sind mittlerweile so groß daß ich die meisten Rechnungen bezahlen muß, das nervt mich gewaltig.
Kurz gesagt: Durch die Therapie und den ganzen Ärger den ich mit ihr habe, habe ich beschlossen das Haus zu verkaufen (wir sind beide Eigentümer). Das habe ich meiner Schwester gestern gesagt. Sie war natürlich sehr geschockt und verkrümelt sich seitdem in ihrem Zimmer. Da sie vollkommen pleite ist mache ich mir sicher Gedanken wo sie wohnen wird. Gut sie wird sich das erste Mal in ihrem Leben selbst drum kümmern müssen.
Es wird natürlich sehr viel Arbeit auf mich zukommen. Bevor ich einen Makler kontaktiere muß ich das Haus zuerst entrümpeln. Da meine Schwester sehr unordentlich ist und das ganze Haus mit Hausrat zumüllt.
Für die ganzen Kosten muß ich aufkommen.
Ich hoffe das Haus schuldenfrei zu verkaufen, sonst muß ich für die Schulden aufkommen, denn meine Schwester ist mittellos. Das hat man uns beiden bei der Schuldenberatung gesagt.
Ich denke ein Leben ohne meine Schwester ist allemal besser, auch mit Schulden.
Da ich keine sonstigen Familienangehörige und keine Freunde habe, und somit allein bin, ist der Gedanke daran allein zu leben nicht gerade amüsant. Aber mit Hilfe der Therapie wage ich den Schritt, weil ich noch was aus meinem Leben machen möchte, und nicht nur ausgenutzt werden möchte.
Es wird ein schwerer Weg werden und ich weiß daß ich bei der Durchführung ins straucheln kommen werde, habe aber große Angst das ich mein Vorhaben verwerfe und bei meiner Schwester bleibe.
Darum bitte ich Euch mir mit Eurem Rat zu helfen
Liebe Grüße
Snorre
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Snorre hat zum Thema: Ein weiter Weg geschrieben
SAD
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.09.2009
Beiträge: 50
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 16.01.2011, 16:15    Titel: Re: Ein weiter Weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Snorre!

Ich bin auch Co, bei mir ist es mein Freund, aber das spilet ja keine Rolle.
Deine Schwester wird sich wie jeder Süchtige bestimmt erstmal querstellen bzw. auf "beleidigte Leberwurst" machen. Es ist verdammt schwer, ich bin gerade mitten im Trennungsschmerz, aber ich weiß es ist seine bzw, vorallem meine einzige Chance uns zu helfen.
Deine Schwester wird ja wohl anspruch auf Hartz4 haben, oder? Sie bekommt eine Wohnung zugewiesen, sie wird nicht obdachlos. Ich denke, für dich ist es wichtig, die deine eigenen vier Wände zuzulegen. Du lässt sie nicht im Stich. die Wogen werden sich wieder glätten: ihr seid geschwister. ich wünsche dir ganz viel kraft. hier sind ganz viele liebe menschen, die den weg schon viel weiter gegangen sind wie ich, sie werden dir sicher viele nützliche tips und ratschläge geben und dich auch zum nachdenken bringen. ich bin jedenfalls froh, hier zu sein... gemeinsam schaffen wir das! liebe grüße, sad
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SAD hat zum Thema: Re: Ein weiter Weg geschrieben
Snorre
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.01.2011
Beiträge: 3
Alter: 41
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 16.01.2011, 16:48    Titel: Re: Ein weiter Weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sad!
Ich lebe in Österreich und bei uns bekommen Arbeitslose keine Wohnung zugewiesen, darum muß man sich selber kümmern. Meine Schwester wird noch betreut, also wird ihr sicher Hilfe angeboten. Aber darum muß sie sich selber kümmern. Ich bin sehr froh darüber daß ich mich emotional von ihr lösen kann und endlich mein eigenes Leben leben kann. Zur Zeit schmollt sie und zieht sich zurück, aber es ist wirklich ihre einzige Chance ihr Leben noch zu retten.
Ich habe nur Angst, daß ich einen Rückzieher mache und alles so lasse wie es ist.
Snorre
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Snorre hat zum Thema: Re: Ein weiter Weg geschrieben

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