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trennung der kinder zuliebe?

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Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 12:07    Titel: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo zusammen,

ich bin beim lesen hier auf einen ganz interessanten gedanken gekommen, den ich als sehr wichtig empfinde mal anzuschauen. gerade als co abhängige!!!!

als ich mich trente tat ich es in erste linie mir zuliebe, er schlug mich , wir gingen extrem schlimm miteinander um. doch auch zum schutz der kinder , da diese dieses theater um unds herrum auch nicht verkrafteten. ich weiss noch , das meine kinder zu der zeit sehr auffällig aggressiv waren, wen wunderts bei den eltern!

nun habe ich meine coabhängigkeit nicht abgestellt, hatte damals "nur" eine trennung gelebt, den trinkenden part aus meinem leben , meinem zuhause geschickt doch mein verhalten blieb das einer co abhängigen.

hier beim lesen fällt mir heute auf des viele mütter ihre kinder als vorwand bringen, sich nicht trennen zu können, weil sie den kindern den vater nicht "wegnehmen" wollen. andere wiederum können sich ein wochenende ohne kinder an ihrer seite nicht vorstellen. wieder andere geben aufforderungen sich zu trennen sich selbst und der kinder zu liebe.

ich weiss kinder sind immer einheikles thema, mir gehen da auch oft gefühle durch wenns um kritik um die kinder und um mein verhalten geht. aber nur mut zu schreiben, ich denke auch hier sollte der gedanke auch dringend mal verfolgt werden wie sehr ich als co abhängige mich wieder von meinen kindern abhängig mache. denn ich kann für mich schon beschreibe, das ich eine lange zeit so fixiert war auf meine kinder, das da kein anderer mehr dran durfte. zusätzlich habe ich oft die kinder benutzt um nicht das ein oder andere zu unternehmen.allse finde ich anzeichen für meine coabhängigkeit und beziehung die ich lebe. zeitweise habe ich meinem sohn sogar das leiden abgenommen, das weinen als er so schwer in der schule kämpfen musste.

auch litt ich unter der befreiungszeit meines ältesten sohnes, der sich mehr und mehr vor mir verdrückte und mich nicht mehr an sich rangelassen hatte.

wie sehr das eigenene co verhalten in unsere erziehung mitreispielt habe ich erst wärend meiner therapie herrausgefunden, auch hier habe ich meine beziehung zu meinen kindern überprüft und mit erschrecken festgestellt, das auch hier das co bei mir immer wieder seinen raum gefunden hatte. ich habe tolle kinder, sie haben sich prächtig entwickeln können, ein glück. doch ich versuche seit der therapie immer mehr die drei als unabhängige menschen zu sehen. das ich mich angefangen habe zu lösen von ihnen, weil es nötig ist sie auch ihre erfahrungen sammeln müssen. das ich anderen menschen zutraue, das sie gut mit ihnen umgehen, ich also auch mal jemanden anderen überlassenkann ohne sie zu vermissen oder angst zu haben. auch für mich konnte ich erfahren das eine zeit ohne kinder eine erfüllte zeit sein kann.

wie sehrt ihr eure beziehung in die richtung?????

danke für den mut den ihr aufbringt über dieses thema zu schreiben.

alles liebe melanie
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Melinak hat zum Thema: trennung der kinder zuliebe? geschrieben
underground
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.06.2010
Beiträge: 54
Alter: 32

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 12:41    Titel: Re: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Melanie,

meine Tochter ist noch recht klein mit ihren 21 Monaten und hat zum Glück nicht soviel mitbekommen wie das andere Kinder erleben müssen.
Auch ich hatte immer den Gedanken, daß ich meinem Kind nicht den Vater nehmen kann, ihr eine "Familie" bieten möchte. Ein Vater der sowieso nicht da war und eine Familie die es nie gab.
Es war MEIN Wunsch, MEINE Sehnsucht, nach Familie, "heile Welt", das Kind "vorgeschoben". Natürlich möchte man das Beste für sein Kind, aber ich glaube wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ist der Hauptgrund nicht zu gehen, nicht wegen dem / der Kind / Kinder. Es war meine Illusion, die ich auf einen Menschen projeziert habe, der er nicht war und nicht ist.
Ich habe viel darüber nachgedacht warum ich nicht viel eher "gegangen" bin. Warum ich mir die Zeit mit meinem Kind dadurch kaputt hab machen lassen? Angst. Sehnsucht.
Heute würde ich es anders machen. Bin ich zumindest der Meinung.
Ihr Vater und ich haben uns seit Monaten nicht mehr gesehen. Er hat sein Kind seit Monaten nicht mehr gesehen. Er hat zwar ständig angerufen, aber das hatte weniger mit seiner Tochter zu tun. Seit ca. einer Woche gibt es auch keine Anrufe mehr. Und es ist gut so. Es ist ruhiger. Und bei jedem Anruf lass ich mich immer wieder auf Diskussionen ein. Vorwürfe warum er sich nicht kümmert - er ist seit einigen Monaten "trocken". Ich denke typisches Co-Verhalten meiner Seits. Wobei ich nicht alles als Co. bezeichnen möchte. Ich glaube manche Reaktionen, Verhaltensweisen sind natürlich und nicht gleich Co-geprägt.
Ich bin seit 2 Jahren mal wieder mit einer Freundin tanzen gewesen. Die Kleine war bei der Oma versorgt. Hatte in den letzten Wochen öfter mal "Kindfrei". Meistens mit schlechtem Gewissen, aber auf der anderen Seite auch Momente in denen ich es geniessen konnte. Smilie

Liebe Grüsse

Underground
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underground hat zum Thema: Re: trennung der kinder zuliebe? geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10682
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 13:31    Titel: Re: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo melanie

die Co Krankheit kann ja auch schon vor der Beziehung stehen oder erst in einer ausbrechen. Du hast es geschafft sie zu stoppen und weist auch dadurch wo die Gefahrpunkte bestehen. Also ran an die Männer Welt Smilie

Zitat:
hier beim lesen fällt mir heute auf des viele mütter ihre kinder als vorwand bringen, sich nicht trennen zu können, weil sie den kindern den vater nicht "wegnehmen" wollen.
die Väter entziehen sich doch durch Ihre Sucht den Kindern . Was ist denn , wenn die Beziehung aufrecht erhalten wird? Heranzüchten von EKA? Denn das passiert ja dann.

ch denke das festhalten und heile Welt spielen, ist nasses CO Denken und ein Bestandteil der Krankheit. Aber deswegen ist ja auch jeder hier um mit und aus der Krankheit zu lernen.

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: trennung der kinder zuliebe? geschrieben
Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 14:12    Titel: Re: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo hartmut,
Zitat:
die Co Krankheit kann ja auch schon vor der Beziehung stehen oder erst in einer ausbrechen. Du hast es geschafft sie zu stoppen und weist auch dadurch wo die Gefahrpunkte bestehen. Also ran an die Männer Welt
stimmt schon, ich kann da inzwischen sehr gut auf mich aufpassen....lol...doch den mann zu begegnen der mir gut tut werd ich sicherlich nicht mit danach suchen erzwingen. das kommt irgendwann auch noch gaaanz automatisch!!!!!!grins breit....lol..... Winken

solang komm ich mit mir, meinen kindern, den freunden ganz gut zurrecht....und das soll hier ja auch garnicht zu thema stehen, mir gings hier ja eher darum mal nach sich und den kindern/beziehungsthematik gehen. weils auch hier sehr wichtig ist hinzuschauen, wir produzieren ja nicht nur EK, sondern auch co-abhängige wenn wir da nicht aufpassen!!! Mit den Augen rollen

lieben gruß
melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: trennung der kinder zuliebe? geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4502
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 14:55    Titel: Re: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf melanie

Zitat:
trennung der kinder zuliebe?
ja - ich halts für n gutes motiv endlich zu handeln - meiner meinung nach tragen die kinder schwerere schäden davon als die/der co + die kinder können sich nich wehren

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: trennung der kinder zuliebe? geschrieben
n i c i
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 2287
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 16:10    Titel: Re: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Erst bin ich geblieben wegen meiner Kinder,
dann hatte ich meinen Tiefpunkt wegen ihnen :
Sie sagten so können sie nicht mehr weiter leben.
Und ich musste handeln.
Sie waren meine Bremse und mein Motor.

Nun denk ich, gehen wollte ich schon lange, dass bin ich nicht der Kinder zuliebe, und merkte garnicht dass sie auch nicht mehr konnten.

Jetzt schau ich nach mir, bau mir mein eigene Leben auf und genieß es, jeden Tag ein bisschen mehr.
Dir Kinder sind flügge, auch schön das zu sehen.
Sie erforschen die große weite Welt der Teenies, und es fängt das cherche-la-famme an...grins
Schön sie wieder so unbedarft zu sehen. Das gibt mir Mut und macht mir auch wieder Lust auf mehr.

Und was hab ich Ihnen "für sie" angetan, etwas was mich noch lange begleiten wird, dieses schlechte Gewissen, es so weit kommen gelassen zu haben.
Ja, wir haben eine Verantwortung ihnen gegenüber, wieso hab ich es so falsch interpretiert. Weinen

Liebe Grüße,
nici Winken
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n i c i hat zum Thema: Re: trennung der kinder zuliebe? geschrieben
Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 17:55    Titel: Re: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr
Zitat:
doch auch zum schutz der kinder
ich denke das sollte eine motivation sein sich zu trennen. nicht der kinder zuliebe sondern zum schutz der kinder vor einer entwicklung, eben das sie keine cos werden. EK sind sie automatisch, dagegen sind wir machtlos, das können wir leider nicht ändern. aber auch hier müssen sie nicht zu leidenden opfern erzigen und aufwachsen sondern zu starken EKs die die verantwortung nicht bei sich sondern beim trinkenden angehörigen sehen!ja, wir haben eine veratwortung für sie wenn sie jünger sind mehr, wenn sie älter werden immer weniger.

doch eine trennung sollte unbedingt wegen mir erfolgt sein, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, weil ich erkannt habe co abhängige zu sein und dann kann ich auch was für mich unternehmen.

wer der kinder zuliebe auszieht machts nicht aus eigenmotivation und unter umständen hat derjenige ziemlich glück gehabt kinder zu haben und dem terror zu entfliehen. nur wenn er im leben dann wieder jemand anderen trifft rutscht er vielleicht wieder ins gleiche muster, aus dem er geflohen ist.

mir ging das gleich. ich hatte damals tatsächlich vom regen in die traufe gelebt, konnte mich dann vonm nächsten partner wieder schwer trennen, erst dann erkannte ich, das es an mir liegt, ich tatsächlich das gleiche muster suche und finde. den kindern zuliebe hatte ich zum glück der kinder den nächsten partner nicht vorgestellt gehabt. irgendwie ist das komisch.

so seh ich das inzwischen, wie seht ihr das?

alles liebe melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: trennung der kinder zuliebe? geschrieben
Sweetnina5
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.12.2008
Beiträge: 107
Alter: 44

BeitragVerfasst am: 13.01.2011, 22:33    Titel: Re: trennung der kinder zuliebe? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Melanie,

vorweg: der Gedanke der Kinder wegen zu bleiben ist mir nicht eine Sekunde lang gekommen.

Als mein Leidensdruck immer größer wurde, habe ich mich hier im Forum angemeldet und viele, viele Erfahrungsberichte im EKA- und Co-Bereich gelesen oder auch inhaliert. Die vielen kleinen Puzzleteilchen haben sich dann irgendwann zu (m)einem gestochen scharfen Bild entwickelt. Wie in einer riesengroßen Kristallkugel konnte ich plötzlich mich, meine eigene Kindheit, meine Beziehungen, meine Ehe und mein heutiges Leben sehen und alles miteinander in eine logische Verbindung bringen. Und erst hier habe ich auch begriffen, dass ich einen aussichtslosen Kampf um meine Ehe und gegen den Alkohol führe, obwohl ich es -wie so viele andere- zunächst nicht glauben wollte und auch nicht konnte, dass er weder mir noch den Kindern zuliebe das Trinken lassen würde.

Ein paar Tage nachdem mein Jüngster geboren war, wurde mir klar, dass ich den Teufelskreis ein für allemal durchbrechen musste. JETZT oder NIE. Für mich UND für meine Kinder. EKAs werden sie für alle Zeit sein, aber es liegt in meiner Hand, ob sie irreparablen Schäden mit in ihr Erwachsenenleben nehmen müssen. Die Kinder (und ihre im Falle der Fortführung der Ehe unschwer vorhersehbare Zukunft) haben mir die nötige Kraft für diesen Schritt gegeben.

Ich denke, der Knackpunkt am Tiefpunkt ist die Entscheidung, für welchen Weg ich mich nach der Trennung, egal welche Motivation in diesem Moment zugrunde liegt, langfristig entscheide: Es ist bequem und sehr einfach, sich anschließend in die Opferrolle zu begeben, die Schuld nur beim anderen zu suchen, um dann genau so weiterzumachen wie vorher, den ein oder anderen Rückfall zu haben, oder sich auf eine ähnlich gestrickte Beziehung einzulassen.
Wenn ich aber erkenne, dass diese Beziehung ohne mich und mein Verhalten nie in dieser Art und Weise stattgefunden hätte, wenn ich bereit bin, auch mich und nicht nur den Partner in Frage zu stellen, bin ich auch in der Lage, an mir und den Fehlern der Vergangenheit zu arbeiten, meinen Kindern ein Leben ohne Suchtstrukturen vorzuleben und ihnen eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen.

Auch wenn die einzige Motivation für die Trennung ausschließlich die Kinder sind, liegt dem ja automatisch die Motivation zugrunde, die Kinder schützen zu wollen. Also sind dann auch schon zwangläufig ausbaufähige Erkenntnisse und Gedanken in die richtige Richtung vorhanden. Und daran weiterzuarbeiten und nicht stehenzubleiben ist dann wohl die jedem eigene Willens-, Verdrängungs- oder auch Charakterfrage.

Danke für den interessanten Denkanstoss.

Lieben Gruß
Nina
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Sweetnina5 hat zum Thema: Re: trennung der kinder zuliebe? geschrieben

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