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Alkoholiker

Kalter Entzug = Tod

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Tons
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2011
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 08.03.2011, 20:35    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo liebe Gemeinschaft!
Ich habe heute dieses Forum entdeckt und nehme schon Teil an unser aller Schicksal.

Ich habe immer "nur" Bier konsumiert, darauf bedacht am nächsten Morgen fit für die Arbeit zu sein. Das ging dann soweit, daß von 17-21 Uhr getrunken wurde. Dann war man nach der bekannten Formel um 7.00 wieder auf0,00.

Dann lief der Versuch, weniger am Tag, nur noch freitags und samstags trinken... klappte auch gut, nur, dass dann nachgeholt wurde. Die Sehnsucht auf das erste Bier am Freitagabend begann aber schon Montagsabends!

Da dachte ich dann nach 30 Jahren: Alles oder NICHTS! Nach einem Monat Wochenendsaufen habe ich den Arzt aufgesucht. Da ich seiner Meinung nach noch im dunkelgelben Bereich war, versuchten wir einen ambulanten Entzug zuhause, nur einmal die Woche beim Doktor vorstellen, und Psychotabletten der leichtesten Sorte.

EIN ENTZUG ganz OHNE ARZT ist tödlich!





Ich war krank geschrieben, amb. psych. Behandlung.

SOFORT bin ich parallel dazu einer SHG beigetreten, und heute nach 2, 5 Jahren schon stellv. Gruppenleiter.

Dass der Entzug so geklappt hat, ist auf die berufliche und Ehesituiation zurückzuführen, die mich beide unterstützt haben.

OHNE zusätzlichen Halt---NUR KLINISCHE BEHANDLUNG!!! Experimentiert bloß nicht mit Eurem Leben!

Man sagt mir heute nach, ich sei eigentlich kein Alkoholiker... aber wo fängt das an und wo hört das auf? Ich fühle mich (endlich) als solcher und lebe seit dem Entschluß absolut abstinent. Ich habe gegenüber meiner Gruppe, vor Gott und vor allem vor meiner Frau einen EID geschworen.

Die erste Zeit des Entzuges 6 Wochen sollten, nein müssen klinisch erfolgen. Stationär oder ambulant bei täglicher Behandlung.

Es grüßt Euch
Horst/Tons
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Tons hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben
Tons
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2011
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 09.03.2011, 08:16    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Tons hat Folgendes geschrieben:
Hallo liebe Gemeinschaft!
Ich habe heute dieses Forum entdeckt und nehme schon Teil an unser aller Schicksal.

Ich habe immer "nur" Bier konsumiert, darauf bedacht am nächsten Morgen fit für die Arbeit zu sein. Das ging dann soweit, daß von 17-21 Uhr getrunken wurde. Dann war man nach der bekannten Formel um 7.00 wieder auf0,00.

Dann lief der Versuch, weniger am Tag, nur noch freitags und samstags trinken... klappte auch gut, nur, dass dann nachgeholt wurde. Die Sehnsucht auf das erste Bier am Freitagabend begann aber schon Montagsabends!

Da dachte ich dann nach 30 Jahren: Alles oder NICHTS! Nach einem Monat Wochenendsaufen habe ich den Arzt aufgesucht. Da ich seiner Meinung nach noch im dunkelgelben Bereich war, versuchten wir einen ambulanten Entzug zuhause, nur einmal die Woche beim Doktor vorstellen, und Psychotabletten der leichtesten Sorte.

EIN ENTZUG ganz OHNE ARZT ist tödlich!





Ich war krank geschrieben, amb. psych. Behandlung.

SOFORT bin ich parallel dazu einer SHG beigetreten, und heute nach 2, 5 Jahren schon stellv. Gruppenleiter.

Dass der Entzug so geklappt hat, ist auf die berufliche und Ehesituiation zurückzuführen, die mich beide unterstützt haben.

OHNE zusätzlichen Halt---NUR KLINISCHE BEHANDLUNG!!! Experimentiert bloß nicht mit Eurem Leben!

Man sagt mir heute nach, ich sei eigentlich kein Alkoholiker... aber wo fängt das an und wo hört das auf? Ich fühle mich (endlich) als solcher und lebe seit dem Entschluß absolut abstinent. Ich habe gegenüber meiner Gruppe, vor Gott und vor allem vor meiner Frau einen EID geschworen.

Die erste Zeit des Entzuges 6 Wochen sollten, nein müssen klinisch erfolgen. Stationär oder ambulant bei täglicher Behandlung.

Es grüßt Euch
Horst/Tons



NOCH EIN GAAANZ WICHTIGER HINWEIS

Ihr MÜSST dem Arzt KLAR UND DEUTLICH sagen, dass das ALKOHOLPROBLEM besteht!!! Mein Internist wollte das erst garnicht wahrhaben!!! Er meinte nämlich, weil die Leberwerte bei den Checkups nicht sonderlich hoch waren, es sei wohl nicht so schlimm.... Viele Ärzte bei denen man schon Jahrelang in Behandlung war, scheuen sich um die Wahrheit, weil sie dem Patienten nicht vor den Kopf stoßen wollen. Das haben mir in unseren Gruppenstunden immer wieder Weggefährten berichtet.

Der OFFENE Hinweis an den Arzt ist der wichtigste ERSTE Schritt.

Und den,,,hätte man viel eher tun sollen!

Beim ersten Schritt ist die Richtung wichtig, nicht die Weite!

Ich wünsche weitere gute 24 Stunden!
Horst
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Tons hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben
röschen15
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 1769
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 22.03.2011, 11:31    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ein Hallo an Alle

Wieder las ich vom kalten Entzug im Vorstellungsbereich
nur weil man glaubt das Angehörige im medizinischen
Bereich tätig sind,ist man lange noch nicht vor den möglichen
Folgen des kalten Entzug geschützt.Deshalb hole ich diesen Thread
wiedermal aus der Versenkung.

Und kann nur dies Unterstreichen:



Zitat:
EIN ENTZUG ganz OHNE ARZT ist tödlich!


Zitat:
Der OFFENE Hinweis an den Arzt ist der wichtigste ERSTE Schritt.


Zitat:
Bei einem kalten Entzug spielt Mann/Frau mit seinem/ihren Leben...


Zitat:
Experimentiert bloß nicht mit Eurem Leben!


Bitte denkt daran !!!!

LG röschen
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röschen15 hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben
Tons
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2011
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 22.03.2011, 12:02    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Röschen,
mit Bedauern habe ich auch Deine Geschichte gelesen und spreche Dir auch mein aufrichtiges Beilid aus.

Man soll ja hier im Forum eigentlich nur über "sich" schreiben.

Zum Theman Kalter Entzug MUSS ich aber das Schicksal meines Onkels kurz anreissen.
Im Jahre 1969 gab es noch nicht die medizinische Betreuung wie heute!
Mein Onkel trank schon zum Frühstück ein Schnäpschen. Als man ihn auf der Arbeit öfters auf seine Fahne ansprch, versuchte er den kalten Entzug.

Er landete mit einem Delir im Hospital, drehte geistig durch, und starb nach einigen Tagen. Ich war damals noch ein Kind! Man erzählte mir erst Jahre später, was er hatte!

Trotzdem war ich so blöd, auch den Bierkonsum zu steigern, bis ich vor 2 einhalb Jahren die Notbremse zog!

Noch heute zweifelt mein Hausarzt daran, dass ich im medizinische Sinne ein Abhängiger bin. Nur weil ich früh genug um Hilfe gebeten habe???

ALSO: DEM ARZT IMMER KLIPP UND KLAR PLATT VOR DEN KOPF SAGEN: Ich trinke schon zu lange und zu viel. Es ist leider so, dass man oft erst ernst genommen wird, wenn man betrunken, voll wie eine Haubitze in der Praxis aufkreuzt.

Sinnvoll ist immer auch der Besuch bei einer öffentlichen Suchtberatungsstelle. Hier werden auch die Langzeit-Therapien nach der Entgiftung eingeleitet.

Auch die Krankenkassen geben als Rehaträger Hilfestellung! Es gibt keinen Grund sich zu schämen, mit der Verordnung für die stationäre Entgiftung zur Kasse zu gehen. Man bekommt in aller Regel SOFORT die Kostenzusage für 6 Wochen, und das ohne sein Gesicht zu verlieren.

Auch sollte man sich nicht scheuen, die Famile über seinen Entschluss zu informieren. Die Erleichterung der Angehörigen, am Tag meiner Offenbarung ist noch heute für mich spürbar. Damals... am Tag X klebten abends, als ich von der Arbeit kam, kleine Zettelchen an der Kellertür: "Denk an deine Worte" stand darauf. Die waren aber nicht lange nötig. In einer "Zeremonie" wurde sämtlicher Inhalt aller alkoholhaltigen Getränkeflaschen in den Ausguss gegossen. Das Leergut entsorgt.

Dann begann der eigentliche Entzug unter fachärztlicher Aufsicht und strenger Disziplin......

Weiteres könnt ihr im geschlossen Zugang dieses Forums nachlesen.

Alles Gute...... und denkt dran: KEIN KALTER ENTZUG!!!!

Tons.
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Tons hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben
Tons
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2011
Beiträge: 187

BeitragVerfasst am: 04.05.2011, 16:29    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Das Thema KALTER ENTZUG gehört ganz nach oben......
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Tons hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben
Ghiuirgean
Gast






BeitragVerfasst am: 15.06.2011, 23:27    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

... mindestens 1x im Monat

Slán Jürgen

>> Sorgen Sie dafür, daß es Ihnen gut geht. <<
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Ghiuirgean hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben
gipfel
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 17.06.2011
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 19.06.2011, 07:01    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

kalter Entzug hat mich vor rund 14 Jahren das Leben gekostet.
Ich wurde ins KKH eingeliefert und auf der Intensivstation als "klinisch tot" behandelt.
Dank moderner Technik und engagierten Ärzten, bin ich dem Satan noch mal von der Schippe gesprungen.
Vielleicht war's auch nur Zufall oder innerer Überlebenswille oder "gerade noch rechtzeitig".
Ich will's garnicht wissen.

Das (Wieder)Erwachen war die Hölle pur. Ich mag's nicht beschreiben; es war einfach nur furchtbar.

Nach 1 Woche Kampf war ich wieder da.
Mein Körper sah aus, wie eine überreife Banane (durch Fixierungen und Infusionen, ich konnte nicht mehr reden, und mich nicht kontrolliert bewegen.
Ausscheidungen wurden durch Katheder resp. künstl. Darmausgang "erledigt".
Nach 2 Wochen konnte ich dann einigermaßen verständliche Sätze sprechen und langsam ging es körperlich und psychisch wieder bergauf.

Ich möchte betonen, daß dieser kalte Entzug nicht freiwillig war.
Meine Angehörigen nutzten "die Gunst der Stunde", weil ich zu schwach war um "Nachschub" zu besorgen.
Nein, sie wollten mich nicht umbringen, sie meinten es tatsächlich nur gut.

Sie waren der Meinung, daß es mir besser geht, wenn ich den "Rausch ausgeschlafen habe" und wollten mich mit Kraftbrühe und Kamillentee wieder aufpäppeln.

Woher sollten sie den Unterschied zwischen "ausnüchtern" und "trocken entziehen" auch kennen ?

Seitdem weiß jeder meiner Angehörigen und Freunde, daß sie mich selbst bei dem Verdacht, daß ich etwas getrunken habe, sofort den Notarzt anrufen sollen.

"ich würds doch nicht anders machen, wenn jemand von Euch versehentlich Rattengift geschluckt hat".
dieses Beispiel hat überzeugt

LG
gipfel
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gipfel hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben
purzelbaum
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2010
Beiträge: 108
Alter: 37

BeitragVerfasst am: 17.07.2011, 12:31    Titel: Re: Kalter Entzug = Tod Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo allerseits,

ich hab zu diesem thema ein frage bzw. problem.

ich bin bereits seit fast 8 monaten abstinent, dennoch habe ich (leider) immer noch freundinnen, die trinken. der konsum bei denen besteht meistens am we. insbesondere bei einer sehr lieben freundin besteht am we ein konsum von ca. 2 flaschen wein - mal mehr mal weniger, aber sie versteht es ganz gut, sich einmal die woche komplett wegzuschiessen. all mein reden hat nichts gebracht.....

meine frage ist, hat sie mit diesem konsum auch einen kalten entzug??? wo fängt das und wo hört das auf? sicherlich kann man da nicht abgrenzen, aber ich würde ihr gerne einmal schwarz auf weiß zeigen was soviel betroffene zu diesem konsum sagen und wie gefährlich das zuletzt sein kann, damit sie endlich begreift was los ist.

danke im vorfeld und einen schönen sonntag allen Smilie
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purzelbaum hat zum Thema: Re: Kalter Entzug = Tod geschrieben

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