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was tun ?

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co geht k.o.   •    Ich lach grad über mich selbst  
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peter99
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Beiträge: 17
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 17:04    Titel: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

liebe mitleidende, bitte lest meine geschichte unter vorstellung. ich denke es gibt viele paare, die vor dem problem stehen: einer trinkt, der andere ist co-abhängig. das wäre also nicht neu. meine situation ist dergestalt interessant und voller leiden, dass der alkoholiker sein glück in einer trennung sieht. sein glück in einem neuen partner sieht. das bittere ist, dass ich immer wieder überlege, ob ich alles falsch gemacht habe. falsch mit dem satz: die sauferei muss aufhören und du musst es aus dir heraus wollen. meine alk krake frau verlangte von mir immer mehr zugeständnisse....... bin auf kommentare und hilfen sehr gespannt.
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peter99 hat zum Thema: was tun ? geschrieben
Zeter
neuer Teilnehmer


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Beiträge: 232
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 18:00    Titel: Re: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

kann leider Deine Geschichte nicht lesen. Ist aber für einen guten Zuspruch aber gar nicht so relevant.
Dein kleiner Text zeigt Deine Ängste.
Frag doch mal Dich, geh mal ganz tief in Dein Herz. Was ist so erstrebenswert, immer Zugeständnisse zu machen, die Dir eigentlich sehr weh tun?

Wichtig ist, dass Du glücklich bist. Wie das Ziel erreicht werden kann, ist ganz unterschiedlich.

Hör mal in Dich hinein.

Deine Aussage ist nicht falsch. Ich finde sie ganz normal. Das zeigt, was Dir nicht gut tut.
Treff Du für Dich eine Entscheidung. Wie sie sich entscheidet, kannst Du ihr nicht vorschreiben. Auf ihre Vernunft kannst Du nicht hoffen.

Liebe Grüße
Zeter
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Zeter hat zum Thema: Re: was tun ? geschrieben
peter99
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 02.01.2011
Beiträge: 17
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 18:10    Titel: Re: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zeter hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

kann leider Deine Geschichte nicht lesen. Ist aber für einen guten Zuspruch aber gar nicht so relevant.
Dein kleiner Text zeigt Deine Ängste.
Frag doch mal Dich, geh mal ganz tief in Dein Herz. Was ist so erstrebenswert, immer Zugeständnisse zu machen, die Dir eigentlich sehr weh tun?

Wichtig ist, dass Du glücklich bist. Wie das Ziel erreicht werden kann, ist ganz unterschiedlich.

Hör mal in Dich hinein.

Deine Aussage ist nicht falsch. Ich finde sie ganz normal. Das zeigt, was Dir nicht gut tut.
Treff Du für Dich eine Entscheidung. Wie sie sich entscheidet, kannst Du ihr nicht vorschreiben. Auf ihre Vernunft kannst Du nicht hoffen.

Liebe Grüße
Zeter


GESCHICHTE:
bin 53 h alt. männlich und seit 27 j mit meiner frau zusammen. sie trinkt seit 1995 (also seit 15 J). ich denke sie hat auch zuvor getrunken. jedenfalls sprach ich sie 95 drauf an und sagte: es kann so nicht weiter gehen. sollen wir gemeinsam etwas unternehmen: beratung etc. antwort: ich habe gar kein alk problem. sie steht / stand beruflich deutlich unter stress. unsere ehe lief eigentlich ganz gut. bis auf eines: sehr früh S** ablehnung: "ich will nicht". nicht nur einmal, sondern immer wieder. ==> konsequenz getrennte schlafzimmer. letzendlich hab ich es aber akzeptiert. 2002 sagte ich: es muss was geschehen, muessen mehr gemeinsames tun, für uns tun. sie zeigte einsicht weinte."ich werde was tun". S**: nach einigen malen: ich will nicht. alk konsum immer wieder immer mehr. sie nahm eine stelle mit mehr verantwortung an, war überfordert. ca. 2004: du bist das wichtigste ; ich will was tun. mehr auf dich zugehen etc. es wurde aber nie realität daraus. alk konsum: täglich. am we bis zu vier flaschen wein. über den winter 2002/2003 verteilt einen ganzen schrank mit harten sachen niedergemacht. ich wendete mich von ihr ab, war ab 2005 oft alleine unterwegs. sie trank immer mehr. 2007 führerschein verlust mit 2.5 %o . 2008 wiedererlangt; erste fahrt mit neuem lappen: supermarkt alk einkaufen. 2008 bis juni ca. 30 tage krank. alk pegel morgens um sieben bereits geschätze 2 promille. sehr grosszügiges geschenk zum 50. geburtstag an mich. dann juni auszug aus dem gemeinsamen haus. gg. mitte des jahres e-kur. ich wurde aber nicht eingebunden. gg. ende d. jahres viel kontakt mit mir. jedoch ganz klar immer wieder stark unter alk. das heisst rückfall. keine weitere e kur.keine stat. behandlung. ich sagte ohne massnahme hat es mit uns keinen sinn...abwehren, dass ich ihr helfe, eine klinik zu finden. dann eine längere reihe harmonische kontakte, jedoch absolutes blocken über alk zu reden. keine kur. etc. dann einige sehr angenehme treffen: aber klare aussage ihrerseits keines falls zurückkommen. dann noch einige treffen nette gespräche gemeinsam gut gegessen, dann schlagartig null kontakt. neue wohnung. keine tele nummer. dann nachricht: hab einen andern mann, dann scheidungsantrag und scheidung.
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peter99 hat zum Thema: Re: was tun ? geschrieben
Zeter
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.04.2009
Beiträge: 232
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 18:48    Titel: Re: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Deine Geschicht habe ich jetzt gelesen. So ein Matyrium haben wir alle hinter uns.
Sie sieht Ihr Glück in einem neuen Mann. Läuft also vor sich selbst davon. Löst nicht ihr Problem. Ob es für Euch noch eine Zukunft gibt, das steht in den Sternen.

Nochmal, warum lohnen sich Deine Zugeständnisse?

Ein Alkoholiker bleibt immer ein Alkoholiker. Ob naß oder trocken. Ganz egal. Wichtig ist, will sie wirklich ihr Problem angehen.
Willst Du darauf warten?

Du mußt für Dich eine Entscheidung treffen. Nicht warten, ob es sich wieder einrengt. Willst Du Dein Leben wartend verbringen? Sicher nicht, Du hast nur das Eine.
Was ist wirklich gut für Dich? Ob auf diesem Wege dann ihr beide Euch wiederfindet, wer weiß das schon.

Deine ganzen Wunden solltest Du verarbeiten. Sprich was mit Deiner Co-abhängigkeit zusammenhängt.

Scheidung. Ist doch erlaubt.

Sie retten wirst du nicht, wenn Du in die Scheidung nicht einwilligst. Ist ihre Entscheidung was sie macht.

Das Einzige was Du machen kannst, bau Dir weiter Dein Reich und verarbeite Deine Gefühle. Da hast Du genug mit zutun. Denn Dein Glück liegt nicht in Ihrer Hand.

Vielleicht helfen Dir meine Worte ein wenig.
Liebe Grüße
Zeter
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Zeter hat zum Thema: Re: was tun ? geschrieben
chinablue
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.11.2010
Beiträge: 76
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 18:57    Titel: Re: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Peter,

eigentlich kannst DU Dir doch Deine Frage selbst beantworten: Deine Frau hat sich für ein anderes, ein Leben MIT Alkohol entschieden. Ich denke nicht, dass Du sie aufhalten kannst.

Ich denke, wenn man nicht von Anfang an klar formuliert, was man von seinem Partner erwartet (nämlich ein Leben ohne Alkohol) und dies dann auch mit Nachdruck durchsetzt, hat man so oder so verloren. Einerseits seinen Partner und dazu noch viele Jahres seines Lebens.

Ich stehe zwar erst am Anfang, aber mir ist klar, dass ich ein weiteres Leben mit Alkohol nicht tolerieren werde. Ich liebe meinen Mann, aber sollte er wieder einen (nachhaltigen) Rückfall haben, so werde ich mich trennen. Das weiss er.

Du hast Dich (räumlich) getrennt und trotzdem bist Du noch am hoffen, tja, das ist schwierig, zumal ich denke, dass Du die Trennung nun akzeptieren und Deine Kraft auf Dich und Dein neues Leben richten solltest. Wieso trauerst Du einen umsteten vom Alkohol geprägten Leben nach? Sieh es als Neuanfang und setzte es auch um.

Bestimmt ist das nicht die Antwort, die Du hören wolltest, aber ich denke Du solltest die Chance nutzen und einen Schlußstrich machen, auch wenn es nicht das ist, was Du willst. Aber willst Du noch mehr leiden und zusehen, wie die Gesundheit Deiner Frau noch schlechter wird? Willst Du sie noch weiter unten sehen? Ich finde das kann man sich ersparen und neu anfangen, zumal Du doch schon einige Jahre für evtl. Verbesserungen zugewartet hast. Und wo hat es hingeführt? Auf jeden Fall nicht zu einem alkoholfreien Leben.

LG chinablue
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chinablue hat zum Thema: Re: was tun ? geschrieben
peter99
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 02.01.2011
Beiträge: 17
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 19:04    Titel: Re: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

chinablue hat Folgendes geschrieben:
Hallo Peter,

eigentlich kannst DU Dir doch Deine Frage selbst beantworten: Deine Frau hat sich für ein anderes, ein Leben MIT Alkohol entschieden. Ich denke nicht, dass Du sie aufhalten kannst.

Ich denke, wenn man nicht von Anfang an klar formuliert, was man von seinem Partner erwartet (nämlich ein Leben ohne Alkohol) und dies dann auch mit Nachdruck durchsetzt, hat man so oder so verloren. Einerseits seinen Partner und dazu noch viele Jahres seines Lebens.

Ich stehe zwar erst am Anfang, aber mir ist klar, dass ich ein weiteres Leben mit Alkohol nicht tolerieren werde. Ich liebe meinen Mann, aber sollte er wieder einen (nachhaltigen) Rückfall haben, so werde ich mich trennen. Das weiss er.

Du hast Dich (räumlich) getrennt und trotzdem bist Du noch am hoffen, tja, das ist schwierig, zumal ich denke, dass Du die Trennung nun akzeptieren und Deine Kraft auf Dich und Dein neues Leben richten solltest. Wieso trauerst Du einen umsteten vom Alkohol geprägten Leben nach? Sieh es als Neuanfang und setzte es auch um.

Bestimmt ist das nicht die Antwort, die Du hören wolltest, aber ich denke Du solltest die Chance nutzen und einen Schlußstrich machen, auch wenn es nicht das ist, was Du willst. Aber willst Du noch mehr leiden und zusehen, wie die Gesundheit Deiner Frau noch schlechter wird? Willst Du sie noch weiter unten sehen? Ich finde das kann man sich ersparen und neu anfangen, zumal Du doch schon einige Jahre für evtl. Verbesserungen zugewartet hast. Und wo hat es hingeführt? Auf jeden Fall nicht zu einem alkoholfreien Leben.

LG chinablue


chinablue und zeter,

ihr habt ja recht. ich weiss es ja auch.
aber es gibt erinnerungen gefühle und und und ....

die scheidung werde ich nicht aufhalten, weil ich sie will. ich will sie, weil ich keine lust habe ihr ein pflegeheim zu bezahlen.

die andere frage ist, kann man zusehen, wie ein mensch sich kaputt macht ?
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peter99 hat zum Thema: Re: was tun ? geschrieben
Falaba
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 16.12.2010
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 20:01    Titel: Re: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Peter,

ich komme von der Seite Deiner Frau. Mir leuchtet Deine letzte Frage nicht ganz ein - Du schaust doch schon seit 15 Jahren dabei zu, wenn ich Deine Geschichte richtig verstanden habe. Fast genauso lange lebt ihr keine Partnerschaft mehr, jedenfalls lese ich keine Partnerschaft aus Deiner Beschreibung raus. Ihr hattet eine WG, oder? Was sind für Dich denn die benannten harmonischen Kontakte und die angenehmen Treffen? Was hat die ausgemacht? War sie gut gelaunt, weil Du wegen des Nervthemas nichts mehr gesagt hast und sie fröhlich vor sich hinsüffeln konnte? Sie hat sich einen Partner gesucht, der (ich möchte nichts unterstellen, kann aber ziemlich gut mutmassen) vermutlich einen ähnlichen Umgang mit Alkohol wie sie pflegt. Quasi ihr Hobby teilt. Sie hat sich deutlich entschieden und zwar nicht für Dich und das schon vor langer Zeit.

Ich lese sehr oft hier im Co-Bereich und mich erstaunt immer wieder, wieviel die Angehörigen sich bieten lassen. Als Säufer handelt man da sehr viel egoistischer und rücksichtsloser gegenüber Dritten, Angehörigen usw.. Nimm dir doch daran mal ein Beispiel Winken
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Falaba hat zum Thema: Re: was tun ? geschrieben
chinablue
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.11.2010
Beiträge: 76
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 20:06    Titel: Re: was tun ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nein, Peter, man sollte nicht mit zusehen, wie ein Mensch sich kaputt macht. So viel Selbstschutz sollte man haben und sich vorher abwenden, wenn das Unaufhaltsame nicht aufzuhalten ist.

Ich persönlich will es nicht sehen und werde mich abwenden, wenn es nicht klappt. Du musst es wollen, Du mußt Dich abwenden. Nicht wegen der Kosten sondern für Dein eigenes Ego. Wieviel bist Du Dir wert? Wieviel willst Du noch ertragen? Hast Du nicht ein Recht darauf zu leben? Ich meine damit richtig zu leben und nicht mit der Angst, dass der Partner wieder aus der Rolle fällt. Eine neue Partnerschaft könnte Dir vielleicht die Aufmerksamkeit geben, die Dir gehört. Sicher ist eine Partnerschaft nicht ein Aufrechnen. Ich habe meine Ehe für "in guten als auch schlechten Zeiten" geschlossen. Aber wenn es nur schlechte Zeiten gibt, dann will ich das für mich nicht tollerieren.

Und ja, es gibt Gefühle und Erinnerung, die einen auch prägen. Aber immer den alten (nicht guten ) Zeiten nachzuhängen ist auch nicht der Lebensinhalt. Wach auf und sieh all die anderen schönen Dinge im Leben. Sei offen für Deine Umwelt und merke, wie falsch es bei Dir läuft und wie sehr Du Dir damit schadest. Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du einem anderen Menschen begegnen kannst, der Dir zeigt, dass es auch ein Leben/eine Beziehung ohne Alkohol geben kann.

LG chinablue
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chinablue hat zum Thema: Re: was tun ? geschrieben

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