| Brauche euren Rat • neu hier - warum ist es so schwer zu begreifen? |
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 30.12.2010, 18:16 Titel: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? |
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Hallo berkel
| Zitat: | | Oder das ich bei einigen Dingen, die ich fühlen sollte einfach... hmmm .. nichts so wirklich dabei empfinde, bzw. nicht an mich heranlasse. Gleichzeitg habe ich aber ein ziemlich gutes Gespühr dafür entwickelt, was in anderen vorgeht. Das widersprich sich doch eigentlich. |
Ich bin bei meiner alkoholkranken Mutter aufgewachsen und schon als Kind habe ich ein feines Gespür dafür entwickelt, wie was wer wo warum los ist. So kam ich mit der verqueren Situation zuhause irgendwie besser zurecht.
Gleichzeitig fing das bei mir als Kind schon an, daß ich nichts mehr fühlte. Es ist so eine Art Überlastungsschutz der Gefühle innendrin eingebaut.
Ich finde nicht, daß sich das widerspricht, sondern daß es eher sogar zusammengehört, wenn man in so einem ambivalenten Umfeld aufwächst.
Liebe Grüße, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? geschrieben
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janeba neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.08.2010 Beiträge: 163 Alter: 36
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Verfasst am: 30.12.2010, 19:34 Titel: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? |
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hallo alle zusammen,
ich probiere sehr viel aus und treffe so manches mal nicht den richtigen ton oder zeitpunkt
doch wenn es gut war, freue ich mich so über mich selbst, es geschafft zu haben auf mich zu achten und meine bedürfnisse nicht zu unterdrücken....
ein beispiel.... ich war sehr unzufrieden mit dem kauf einiger textilien... früher hätte ich sie einfach selbst repariert oder entsorgt... doch heute gehe ich in den laden zurück und zeige die dinge vor und verlange mein "recht"
oder beim arzt, hab leider sehr schlechte erfahrungen gemacht, hatte nicht auf meine innere stimme gehört, die sagte da stimmt was nicht und mich von den ärzten einlullen lassen, bin gerade so von der schippe gesprungen....... doch jetzt lasse ich das nicht mehr zu... ich kenne meinen körper ganz genau und gehe erst dann, wenn es mir besser geht... am anfang hab ich meinen mann mitgenommen als rückendeckung, doch jetzt schaffe ich das gut alleine... bin so stolz auf mich das ich das probiert hab, trotz aller wiederstände
ein gutes erlebnis bestärkt mich immer wieder diesen weg zu gehen und mich für mich ein zu setzten...also horch auf dich, was tut dir gut und was nicht...
lg janeba |
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| janeba hat zum Thema: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? geschrieben
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berkel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.12.2010 Beiträge: 11 Alter: 34
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Verfasst am: 30.12.2010, 23:28 Titel: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? |
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| Linde66 hat Folgendes geschrieben: | Hallo berkel
| Zitat: | | Oder das ich bei einigen Dingen, die ich fühlen sollte einfach... hmmm .. nichts so wirklich dabei empfinde, bzw. nicht an mich heranlasse. Gleichzeitg habe ich aber ein ziemlich gutes Gespühr dafür entwickelt, was in anderen vorgeht. Das widersprich sich doch eigentlich. |
Ich bin bei meiner alkoholkranken Mutter aufgewachsen und schon als Kind habe ich ein feines Gespür dafür entwickelt, wie was wer wo warum los ist. So kam ich mit der verqueren Situation zuhause irgendwie besser zurecht.
Gleichzeitig fing das bei mir als Kind schon an, daß ich nichts mehr fühlte. Es ist so eine Art Überlastungsschutz der Gefühle innendrin eingebaut.
Ich finde nicht, daß sich das widerspricht, sondern daß es eher sogar zusammengehört, wenn man in so einem ambivalenten Umfeld aufwächst.
Liebe Grüße, Linde |
Genau dieses Gespür brauchte ich für zu Hause auch. Da wusste ich dann gleich was Sache war und konnte mich entsprechend zurückziehen oder eben auch nicht. Aber das ich mich weniger gefühlt habe, daran kann ich mich so nicht erinnern - das war schon immer so für mich  |
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| berkel hat zum Thema: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? geschrieben
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heidi13 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.11.2010 Beiträge: 138 Alter: 39 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 31.12.2010, 11:37 Titel: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? |
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@so_anders
Ich habe Deine Reaktion erst jetzt gesehen.
Mir ging es überhaupt nicht darum, irgendetwas zu werten oder jemanden anzugreifen. Ich wollte lediglich sagen, dass jedes EKA anders reagiert. Mein Brüder reagieren ja auf sogar die gleiche Familiensituation völlig anders als ich.
In der Frage stand ja nicht, dass man nur mit JA antworten darf ...
Manchmal tut ja auch eine konträre Sichtweise gut. Mir zumindest hilft das immer weiter.
Lieben Gruss,
Heidi |
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| heidi13 hat zum Thema: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? geschrieben
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superunknown neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 07.11.2010 Beiträge: 58
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Verfasst am: 04.01.2011, 01:33 Titel: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? |
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| berkel hat Folgendes geschrieben: | Hallo!
Ich habe hier von Euch von vielen Verhaltensmustern gelesen, die ich auch an mir wiedererkannt habe. Was kann ich denn dagegen tun? Wie kann ich da am besten an mir arbeiten?
Das ist jetzt zwar furchtbar allgemein von mir, aber das lässt sich ja noch ausbauen  |
immer schön kleine schritte machen und sich trauen. mach ich auch grad. ich denke immer, dass ich eh nichts zu melden habe und sämtlicher input von mir unerwünscht ist, jetzt tu ichs mal trotzdem
man soll sich ja nicht zu wichtig nehmen, aber irgendwie scheine ich auch "unfreiwillig gelernt" zu haben, dass es immer was wichtigeres als mich gab. haben wahrscheinlich viele hier.
ich hab mir genau überlegt, welche verhaltensmuster ich gar nicht mag und welche einfach als eigenschaft zu mir gehören.
erstere versuche ich, schritt für schritt zu ändern, wobei ich inzwischen sogar kleine zwischenerfolge "feier" warum auch nicht? jahrelang erlerntes oder getanes lässt sich irgendwie nicht von heut auf gleich ändern.
letztere habe ich akzeptiert und versuche, sie nicht extrem werden zu lassen. aber da ja niemand perfekt ist, klappt das nicht zu 100%, aber soweit, dass ich die "macken" mag und sie zu mir gehörig empfinde.
jetzt mag ich meinen dickschädel, denn da hängt der eiserne wille mit dran, der mir zu eigen ist.
ich akzeptiere auch, dass ich ein chaoskind bin und mich gerne verzettel, dem wirke ich mit wirklichen zetteln entgegen. dann vergess ich weniger. und das planen wird leichter. so mal als beispiel.
bei dem "wichtig nehmen" pendel ich immer noch häufig in extremen. ich freue mich da über jeden erfolg und jeden ton, den ich treffe, wenn ich mal wieder entweder fürchterlich "unwichtig" bin oder zu laut krakele um halt mal wichtig zu sein wenns fehl am platze oder unnötig ist. dafür kann ich mich jetzt auch für mein selbsterkanntes verhalten entschuldigen, wenn dies nötig ist. und ich bin auch nicht mehr so beleidigt, wenn man mich darauf aufmerksam macht. kleiner zwischenerfolg, der mich freut. |
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| superunknown hat zum Thema: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? geschrieben
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berkel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.12.2010 Beiträge: 11 Alter: 34
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Verfasst am: 04.01.2011, 12:28 Titel: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? |
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Danke schonmal für Eure ganzen Antworten Es ist doch schön zu sehen, das ich nicht der einzige bin, der damit Schwierigkeiten hat.
Zu Silvester habe ich jetzt das erste mal eine falsche Abrechnung im Restaurant moniert Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - Stück für Stück  |
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| berkel hat zum Thema: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? geschrieben
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fatima neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.12.2010 Beiträge: 54 Alter: 32 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 06.01.2011, 00:42 Titel: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? |
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hallo an euch alle!
mir hat mal jemand gesagt: wer 20 jahre gebarucht hat, um so zu
werden, der braucht auch 20 jahre, um wieder ganz anders zu werden.
so pessimistisch bin ich zwar nicht.
aber was ich daraus für mich ziehe:
NICHT zu perfektionistisch zu sich sein und erwarten, der erfolg müsse
bei der benennung des problems sofort eintreten!
wir sind eben jahrelang auf etwas geeicht worden- wie auch immer sich
das beim einzelnen ausdrückt, gemeinsam haben doch alle:
man hat erkannt, so will man nicht ewig weiterleben!
so, wie man ist, lebt man nicht glücklich!
aus dem wunsch nach veränderung können taten folgen (die kleinen,
regelmäßigen sind besser als die großen einzelaktionen!), aber auch
frust, wenn die erwartungen zu hoch geschraubt waren.
jeder tag, an dem ich mich nicht gehen lasse, nicht deprimiert herumhänge,
nicht kleine süchte befriedeige (ewig lang im netz surfen, ewig lang
unwichtige statt akut weichtige dinge zu tun, ewig überlegen, was mir
an mir alles NICHT gefällt)-
ist ein erfolg mehr auf meiner liste.
die "guten" tage haben definitiv stück für stück zugenommen.
und das beste: ich erkenne es, und meine eigene zufriedenheit darüber
reicht mir völlig aus! ich brauche keinen mehr, der das beklatscht oder
mir sagt, wie er/sie das jetzt findet/bewertet.
ich habe zugang zu mir gefunden, nicht immer, aber öfters.
diese innere stimme ist glaub ich bei vielen zugekippt worden.
aber obwohl sie lange nicht gehört hatte (und glaubte, ich werde nur
durch andere bestimmt: er ist glücklich, also bin ich froh, sihr geht´s schlecht,
also kann ich nicht guten gewissens froh sein blabla...)-
es gibt sie! und jetzt hör ich sie eben häufiger mal und THAT FEELS GOOD!
lg fatima |
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| fatima hat zum Thema: Re: Wie mit dem eigenen Verhalten umgehen? geschrieben
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