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Autor Nachricht
Manfred
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.12.2009
Beiträge: 1477
Alter: 54
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 17.12.2010, 15:00    Titel: Re: Was uns verbindet ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Matthias,

ja klar, auch Harmonie um mich herum.

Aber ich glaube mehr und mehr, dass es vor allem um Harmonie im Innen geht. In mir. Um eine innere Balance.

Ich habe viel zu lange um eine äußere Harmonie gekämpft.

Jetzt bin ich dabei eine innere Harmonie herzustellen, insbesondere im Rahmen meiner Therapie. Ich fühle mich dabei auf einem guten Weg.

Am Meisten steht mir dabei mein Perfektionismus im Weg. Böse

Es wird sicher noch ein bisschen dauern ...

Ich bin da mitten im Klärungsprozess.

LG Manfred
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Manfred hat zum Thema: Re: Was uns verbindet ... geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4502
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 17.12.2010, 15:36    Titel: Re: Was uns verbindet ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Manfred hat Folgendes geschrieben:
Am Meisten steht mir dabei mein Perfektionismus im Weg. Böse
stimmt - ohne perfektionismus könnt einiges viel schneller gehn

glück auf

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Was uns verbindet ... geschrieben
Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 19.12.2010, 12:28    Titel: Re: Was uns verbindet ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo manfred,

ich bin die letzten tage öfter auch bei den alkoholiker treads durchgegangen und habe dort gelesen.was ich leider bemerke der ton dort ist scharf, hitzig,angespannt,manchmal sehr persönlich verletzend. ist es möglich, das dort ein wesendlich grösseres potenzial an "aggressivität" herscht? es ist ein momentander eindruck von mir, wobei ich vor einiger zeit schon einmal ausflüge zu den alkohlikern gemacht hatte, da empand ich es genau so.

bei uns cos hällt sich das eher zurrück. selten werden so direkte konflickte ausgetragen, die mir auf persönlicher ebene und nicht aus der sachlichen eben stadtzufinden scheinen.klar gibts mal nen kurzen "oh habt euch doch wieder lieb" hinweis, wenn das mal passiert, all zu oft haben wir das dort nicht. ich empfinde hier einen deutlichen unterschied zu den beiden bereichen.

zudem werden die cos ab und an mal als "zu knuddelig, zu lieb, zu nett" beschrieben, was angeblich nicht weiterhelfen soll (ich bin andere meinung, mir hilft inzwischen auch sowas weiter, früher lehnte ich all das ab, heut freut mich das, das tut mir gut!)

ich bin inzwichen weit weg dafon, mich derartigen disskussionen zu stellen, ich geb zwar auch meine meinung kund, lass den anderen aber dann in ruhe, das bringt doch nichts.

als co litt ich früher sehr unter dieser art und weise des umgangs mit meinem mann. ich habe genau diese form von diskutieren jahre lang selbst mitgemacht, das tat mir nicht gut, machte aber irgendwie weiter, es verband uns, war alltag,gehörte fast schon dazu. nach jahrelangen streitereien habe ich mir nach der trennung gesagt, das ich so viel streit und stress in meinem leben hatte, das langt für drei leben.

der unterschied bei mir co abhängigen, ich habe eine sehr grosses harmoniebedürfnis entwickelt. bei meinem ex mann würde ich behaupten, er hatte ein grosses bedürfniss nach streit, eine streitsucht entwickelt.

das verband uns beide sehr miteinander, was leider dazu führte das beide sich extrem unwohl fühlten.

ich für mich sprechend meide den alkoholikerbereich sehr. inzwischen möchte ich zwar sachlich diskutieren können, auf einer ebene die nicht erfüllt ist von eigenem frust, selbstmitleid oder was sonnst zu dieser lebenseinstellung führt( wobei ich im co bereich auch slochen menschnen begegne, die gehen aber etwas anders damit um).ich habe als co erstmals gelernt, das ich so nicht weiter leben muss, weil es mir nichts bringt.darum verbindet mich heute sehr wenig mit den alkoholikern.diejenigen die schon sehr lange trocken sind, sich hinterfragt und mit sich ausseinander gesetzt haben kann ich inzwischen begegnen. nur schwebt mir in meinem noch co abhängigen köpfchen immer noch die angst, ich könnte wieder in genau dieses verhaltensmuster rutschen, das uns früher mal verbunden hat.

vielleicht ändert sich das ja eines tages, wenn ich selbst eine solche stabilität entwickelt habe , die mich daran hindert mich solch hitzigen ausseinandersetzungen mit persönlich werdenden angriffen abbreche und meinen eigenen harmoniebedürfnis wieder zuwende.im moment meide ich eher diese form der ausseinandersetzung, ich merk da bin ich noch zu sehr co.

liebe grüße melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: Was uns verbindet ... geschrieben
Paddy
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.12.2006
Beiträge: 391

BeitragVerfasst am: 19.12.2010, 13:33    Titel: Re: Was uns verbindet ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@ Melinak,
interessant was Du da schreisbt. ich sehe jetzt gerade aber nciht den Zusammenhang zu dem Thema von Manfreds thread " Was uns verbindet".
Ich bin ja auch co , war aber bisher noch nicht im Alkoholikerbereich und verspüre irgendwie ein wenig angst davor. Vielleicht is es auch gut so. der Coabhängigenbereich ist ja mein bereich und da muß ich mich erstmal festigen. Was Du da aber beschreibt wundert mich nciht allzu sehr.
Es beschriebt für mich auch genau die Charaktäre die in meiner beziehung aufeinander trafen. Ich wollte alles harmonisch, war eher nachgiebig. Er war aufbrausend, nahm kein Blatt vor den mund. Allein das hat mich schon ser gestört. Obwohl mein Mann so wie er damals war eher ein ruhiger Typ war mutierte er durch den Alkohol eben zu diesem anderen. Für mich nachvollziehbar, denn durch den ALkohol hat er jegliche Hemmungen gegenüber sher vielen Dingen einfach verloren. So hat sich dann ein ganz neuer "Charakter" entwickelt. So wirds ja immer beschrieben: Alkohol verändert den menschen, das Bewußtsein etc. Alkoholiker sind für mich eine riesige große Macht vor der ich mich sehr in Acht nehmen muß. Sie sind "mein suchtmittel". Ein Alkoholiker hei rim Forum redet ja nciht mit dem Alkohol. aber wir cos sind hier unseren Suchtmitteln ausgesetzt, auch wenn die sich auf dem wege der trockenheit befinden. Auch das dürfen wir cos hier im Forum nicht übersehen.


jetzt zu manfred und den verbindlichkeiten:
Alles was Du hier schon geschrieben hast finde ich shcon dass es zutrifft.
Für mich sehe ich allerdings in erster Linie den Kontrollverlust als gemeinsamkeit.

wir alle haben die Fähigkeit verloren Grenzen zu setzen,
im richtigen Moment nein zu sagen,

Was Du da schreibst kann als Ursache dahinter stecken, muß aber nicht. Man kann auch einfach aus Naivität, Gewohnheit, mangelnder willensstärke, Unüberlegtheit süchtig werden.

Es gibt viele Problemtrinker, -esser, - ...., die so zu ihrer Sucht kommen.
Vielleicht ist es für diese am einfachsten ihre Probleme auf andere art zu bewältigen.

Dann gibts ja aber auch die große Kategorie der Genuß, Lust und Laune - trinker, esser, -raucher, ....
Maßloses Vergnügen ohne ende, was allmählich zur Gewohnheit wird.
Hier sehe ich eher das Problem der Kontrolle verlieren, Unvernunft, nicht nein sagen können. Da kann man dann sicher jahre verschwenden und Ursachen in der Kindheit suchen oder Triebumwandlung wegen unerfüllter S**ät, keine Ahnung.
Hab ich mich nicht ausreichend lieb, wenn ich jeden Tag ein Gläschen Wein zum Essen trinke und es dann über die Jahre zur gewohnheit wird, letztlich zur sucht?

ich glaube darin liegt die gefahr alels über einen Kamm zu scheren.
Du gehst da eher auf die ursachen ein. die sind aber meiner Meinung nach verschieden. Da gibts aber sicher auch Kategorien, wie ich das mal ( sicher auch zu einfach dargestellt) eingeteilt habe.

Die Gemeinsamkeiten aller Süchte sehe ich im Kontrollverlust.
Im Unvermögen nein zu sagen zu Dingen, die einem nicht gut tun - warum auch immer.
Wir haben unser Leben nicht mehr selber im Griff.
wir sind abhängig von anderen Mächten wie alkohol, menschen, Essen, ....

Eine kürzliche Aussage irgendwo hier in einem thread hat mich sehr beeindruckt, jemand schrieb: ich möchte die Fäden wieder in meiner Hand haben. besser kann man es sich nicht vorstellen. Wir süchtige sind zu Marionetten geworden, die von anderen "Mächten/ Machern" regiert, geleitet werden. Die bestimmen unser Leben mehr und mehr.
Ich habe mich getrennt, weil ich mein Leben wieder selbst bestimmen will.
Nur allein wegen diesem gefühl oder wegen dieser tatsache sage ich mal besser, hat es sich gelohnt.
Das ist herrlich, befreiend ohne Ende. Das ist Freiheit, die ich nicht mehr missen möchte.
Sucht ist für mich wie Gefängnis in den Fängen einer anderen Macht.
Unsichtbar, ohne Gitter bin ich dem ausgeliefert.

Deine These mit der Motivation warum man etwas schreibt finde ich aber auch sehr interessant und muß da gleich auch nochmal drüber nachdenken. Vielen Dank für Deine Anregungen
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Paddy hat zum Thema: Re: Was uns verbindet ... geschrieben
Manfred
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.12.2009
Beiträge: 1477
Alter: 54
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 20.12.2010, 00:07    Titel: Re: Was uns verbindet ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Melanie und Paddy,

vielen Dank für Eure interessanten Gedanken.

Das mit den verbindenden Gemeinsamkeiten ist wohl nicht so einfach zu klären. Wie Hans schon schrieb, haben sich da auch schon andere die Zähne dran ausgebissen. Soweit wird es hoffentlich nicht kommen Winken

Selbstachtung bleibt für mich ein zentrales Thema.

Woher kommt sie?
Wie kann ich sie stabilisieren und erweitern?

Eins steht in jedem Fall für mich fest: Alkohol und andere Suchtmittel helfen mir dabei nicht weiter.

Liebe Grüße
Manfred
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Manfred hat zum Thema: Re: Was uns verbindet ... geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 20.12.2010, 04:10    Titel: Re: Was uns verbindet ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Alles was hier schon geschrieben wurde liegt ja dich nebeneinander: Selbstachtung, Selbstwertgefühl, Selbstbewußtsein, Grenzen setzen Kontollverlust...

Sich einfach gehen lassen, Sch***-Egal-Haltung einnehmen kann sicher schnell aus Frustration entstehen. Enttäuschungen, falsche oder zu hohe Erwartungen, Verluste, Ängste. besonders dann, wenn viele Dinge auf einmal auf jdn einstürzen.

Ich habe mich beispielsweise schonmal dabei erlebt, wo ich mir die ungesunden fettmachenden Sachen in den mund geschoben habe und mir selbst gesagt habe. Egal, ich weiß das ist voll ungesund, aber ich brauch das jetzt. Irgendwie meinte ich, dass ich das brauchte, weil ich da gerade mal so viel Stress hatte. Gleichzeitig war ich da der Überzeugung, dass ich das bald wieder in den Griff bekomme.

Ebenso kenne ich Situationen , wo ich mir ALkohol reingekippt habe.Nicht aus geselligem Genuß, sondern weil ich meine Situation nciht ausgehalten habe.

Da könnte ich noch einige andere Dinge nennen. Für mich ist das alles schon grenzwertig und Einstiegssituationen und Gedanken, die zur Sucht führen könnten. negative Gedanken spielen in meinen Überlegungen zur sucht eine immer größere Rolle.

Jeder Mensch hat Probleme. Mal keinere, mal größere. Aber nicht jeder wird süchtig. Positive Gedanken haben mich immer sehr weit gebracht.
Den Glauben an sich selbst verlieren war für mich oftmals das Problem in Tiefs zu fallen bis hin zu Depressionen oder Coabhängigkeit ( eher ohne Alkoholabhängigen Partner).

Wie gelangt man wieder in den "Normalzustand"?

Sich selbst Mut zusprechen.
Positive menschen um sich herum suchen.
Hilfe annehmen von anderen.
Seine Ziele überdenken, oder überhaupt welche suchen.
Sich selbst realistisch einschätzen.
geduld üben.
Seine grundbedürnisse erfüllen.
Seine Träume und wünsche erkennen.
Seine Mitte finden.
Sich überhaupt mit sich selbst beschäftigen und zum Mittelpunkt des eigenen Lebens machen.
Sich Gutes tun.
Sich unabhängig von den Ansichten anderer machen.
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Frozen Tears hat zum Thema: Re: Was uns verbindet ... geschrieben

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