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Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden

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Co-abhängig, schon mittendrin oder auf dem Weg dahin?   •    mauer um sich aufgebaut...fluch oder seegen?  
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Sorrowful
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 10
Alter: 31

BeitragVerfasst am: 29.11.2010, 23:47    Titel: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen!

Ich habe mich heute neu hier angemeldet, da ich seit knapp zwei Jahren in einer Beziehung mit meinem Freund lebe, der meiner Meinung nach auf jeden Fall ein Alkoholproblem hat. Es ist bei uns noch nicht so schlimm wie das, was viele hier sicher schon erleben mussten oder müssen... aber die Schwierigkeiten werden auch bei uns immer nur mehr...

Mein Freund ist definitiv jemand, der mit Suchtmitteln generell nicht umgehen kann. Seine Erfahrungen mit Cannabis, Koks, Betäubungsmitteln etc. hat er alle schon gemacht - er braucht immer irgendwas, um (wie er sagt) entweder mehr Power zu haben oder abschalten zu können...! Und der Alkohol kommt sozusagen als "Dauerproblem" hinzu. Es nimmt zwar noch nicht solche Ausmaße an, dass er sich täglich in den Rausch säuft, aber es reicht wohl schon, wenn sich die Bierflaschen in Küchenschränken, Abstellkammer und Keller stapeln und er ohne jeden Anlass sogar alleine viel zu oft trinkt...

Wir diskutieren und streiten regelmäßig über dieses Thema und alles, was damit zusammen hängt. Ich habe auch schon versucht, ihm Hilfe in verschiedenen Formen anzubieten. Nun wird mir aber mehr und mehr klar, dass es so nicht funktionieren wird und ich auf Dauer nur in eine Co-Abhängigkeit steuere, was ich auf jeden Fall vermeiden möchte. Meine eigenen Sorgen stehen jetzt schon oft hinten an...

Andererseits liebe ich ihn... Es ist mir nunmal nicht egal, was aus ihm wird, und ich kann ihm doch auch nicht tatenlos dabei zusehen, wie er sich selber immer wieder in Richtung Abgrund manövriert!

Ich fühle mich ziemlich hilflos in der Frage, was jetzt richtig ist? Wie kann ich mich ihm gegenüber verhalten, ohne die Probleme auszublenden, aber auch ohne sie zu sehr an mich zu reissen und alles alleine lösen zu wollen? Wie kann ich mich abgrenzen, ohne mich in der Beziehung zu sehr von ihm zu distanzieren? Es muss doch Wege geben, wie man es zusammen schaffen kann! Ich hoffe es so sehr...

Wäre sehr dankbar für Erfahrungen von anderen...

LG, Sorrowful
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Sorrowful hat zum Thema: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben
Verwirrte
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.10.2010
Beiträge: 8
Alter: 44
Wohnort: Mönchengladbach

BeitragVerfasst am: 30.11.2010, 00:11    Titel: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Sorrowful,

helfen kann ich dir leider auch nicht, ich bin in genau der gleichen Situation und habe mich auch erst heute angemeldet, bzw. mich heute hier zum ersten Mal zu Wort gemeldet.

Deine Gedanken kenne ich nur zu gut, bin aber vielleicht einen klitzekleinen Schritt weiter, da ich den Gedanken "wir müssen das doch irgendwie zusammen schaffen, wir lieben uns doch" seit einiger Zeit nicht mehr so vehement vor mir selber vertrete. Ich bin eher in Richtung "wie bereite ich meinen Schlußstrich vor?" ohne dass es mir selber zu sehr ans Herz geht.

Ich denke, jeder hat da so seine eigene Schmerzgrenze, meine liegt eigentlich, leider auch sehr hoch, das weiß ich aus meiner Ehe, die ich auch aushielt bis ich nicht mehr konnte.

Soweit will ich es diesmal nicht kommen lassen, habe aber noch Probleme mit meinem "Herz", das mir immer noch Liebe suggeriert und das mich ihn vermissen läßt wenn er wieder mal in seinen Rausch abtaucht, so wie heute. Manchmal denke ich aber schon, dass ich gar nicht ihn vermisse, sondern dass wie es sein könnte, wenn der Alkohol nicht wäre. Aber der Alkohol spielt nun mal eine sehr wichtige Rolle im Leben meines Partners. Momentan ist ihm seine Pulle wieder mal wichtiger als ich und eine funktionierende Beziehung mit mir.

Was mir zu schaffen macht, sind die vielen Fragen, all das was ich nicht verstehe, da ich bis aug hin und wieder Zigaretten, noch nie in Gefahr war in eine Sucht zu verfallen, egal welcher Art.

Bei uns ist es auch nicht so schlimm, wie man sich das vielleicht vorstellt wenn man ließt, da lebt jemand mit einem zusammen der ein Alkohol Problem hat. Wir leben 2-3 Wochen ganz normal zusammen, alles läuft soweit, wir gehen sogar auf Parties und er hat dann seltsamerweise seinen Alkoholkonsum unter Kontrolle, keiner der ihn kennt, glaubt, dass er ein Problem mit Alkohol hat, alle haben mich für verrückt erklärt, als ich es erzählte, aber es ist wie es ist.

Ich kann dir nur den Tipp geben, verheimliche es nicht, such dir Vertraute, damit du reden kannst, mir hat das sehr geholfen. Ich habe es selber erst vor 4 Wochen getan, aber seither fühle ich mich ein wenig befreiter. Bis dahin fühlte ich mich ganz einsam mit meinem Problem.

Ich schick dir ganz viel Kraft von Leidensgenossin zu Leidensgenossin.
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Verwirrte hat zum Thema: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben
Sorrowful
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 10
Alter: 31

BeitragVerfasst am: 30.11.2010, 01:08    Titel: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank, Verwirrte, für deine schnelle Antwort!

Ich hab' eben auch schon etwas in deinem Thread gelesen und stelle fest: Es gibt wohl nicht die EINE Form der Alkoholsucht, sondern jede Geschichte läuft anders ab... Jeder, der davon betroffen ist, versucht anscheinend, so lange wie möglich die heile Fassade nach außen hin aufrecht zu erhalten. Und so lange es halbwegs "funktioniert", wird schön verleugnet, dass es überhaupt ein Problem gibt...!

Naja, so ist es wahrscheinlich mit vielen anderen Problemen auch - nicht nur mit dem Alkohol...

Jedenfalls, danke für deinen Tipp, mich jemandem anzuvertrauen und nicht alles zu verheimlichen. Ich gebe zu, es fällt mir schon schwer, unsere Probleme nicht vor anderen verheimlichen zu wollen! Aber ich habe vor kurzem auch schon mit meiner besten Freundin ansatzweise über das Thema gesprochen. Das Gespräch hat gut getan, nur leider (...zum Glück für sie Smilie ) lebt meine Freundin in einer sehr harmonischen Ehe und kann daher gewisse meiner Gedanken wahrscheinlich nicht so wirklich nachempfinden, bzw. mir nur schwer einen Rat geben. Daher wohl auch mein Gedanke, hier ins Forum zu kommen! Winken

Einfach einen Schlußstrich zu ziehen, dazu bin ich in der Tat noch nicht bereit! Im Sommer standen wir schon einmal kurz vor der Trennung, aber das lag mehr an diversen anderen Problemen - denn Probleme haben er und ich leider BEIDE zu genüge... Mit den Augen rollen
Aber wir haben uns wieder zusammen gerauft, denn wir lieben uns beide sehr - davon bin ich schon überzeugt! Ich möchte gerne einen Weg finden, wie wir es schaffen, aus dieser Abwärtsspirale rauszukommen und mit dem Thema umzugehen, ohne dass unsere Liebe und die Beziehung daran zerbricht.

Schwierig wird es aber schon bei der Frage, wie er zu der ganzen Sache steht: Es gab z.B. schon eine Situation, in der er mich im besoffenen Kopf unter Tränen angefleht hat, ihm da raus zu helfen... Dann gab es Momente, in denen er nüchtern ganz klar zugegeben hat, ein Problem zu haben, und wo er wusste, dass er daran arbeiten muss... Dann wieder verharmlost er alles, rafft sich doch nicht auf, um z.B. mal zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen, hält seine Versprechungen nicht ein, wird böse oder stellt auf stur, wenn ich nochmal nachfrage...

Ich weiß wirklich langsam nicht mehr, wie ich mich verhalten soll. Mir ist klar, dass er selber den Willen haben muss, etwas zu verändern, und dass ich das nicht für ihn tun kann. Aber ich frage mich halt, ob es nicht doch etwas gibt, wie ich ihn zumindest unterstützen kann?

Wie kann ich es ihm leichter machen, diese schwere Hürde auf dem Weg zur Hilfe zu überwinden? Denn Hilfe von außen werden wir brauchen - da bin ich mir so gut wie sicher... Wie kann ich überhaupt geschickterweise das Thema zur Sprache bringen, ohne dass er sich gleich wieder bedrängt fühlt? Oder ist das alles ganz falsch und ich sollte besser gar nix mehr sagen und ihn einfach machen lassen, wie er grad will, bis er es selber merkt? Nur: Wenn ich auf diese Art weggucke, hab' ich das Gefühl, es entsteht automatisch ein Graben zwischen uns... Er ist ein toller Mensch und ich möchte ihn nicht verlieren. Er hat so viele Qualitäten und absolut liebenswerte Seiten!

Gibt es hier vielleicht jemanden, der in einer ähnlichen Situation war oder ist und der mir einen Rat geben kann, was euch geholfen hat oder was ihr versucht habt?
Dir, Verwirrte, wünsche ich auf jeden Fall alles Liebe und ebenfalls viel Kraft - wie auch immer es weitergehen mag!

LG, Sorrowful
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Sorrowful hat zum Thema: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben
Joanne
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 588
Alter: 44

BeitragVerfasst am: 30.11.2010, 01:15    Titel: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sorrowful
willkommen hier im Forum
Zitat:
Andererseits liebe ich ihn... Es ist mir nunmal nicht egal, was aus ihm wird, und ich kann ihm doch auch nicht tatenlos dabei zusehen, wie er sich selber immer wieder in Richtung Abgrund manövriert!



Ja aber das tust du,in dem du nichts machst

auch ich habe das so gemacht,habe immer gedacht ach so schlimm ist es ja gar nicht,bis zum Tag X
Jetzt bin ich am kämpfen,einen Kampf der sehr ungleich ist,ich bin ganz schwach und der Alkohol ist so stark
am besten ist du liest dich hier ein bisschen durch,damit erkennst du das du nicht alleine bist,und du wirst vieles lesen,das du erstaunlicher Weise eigentlich schon kennst

VG Joanne
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Joanne hat zum Thema: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben
Maleny
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 30.11.2010, 09:25    Titel: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Sorrowful,

ich kann deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen, weil ich diese auch lange hatte.

Ich bin beide Wege gegangen. Einmal habe ich versucht zu helfen, Vorschläge zu machen, zu reden und Möglichkeiten aufzeigen. Habe immer wieder zu ihm gesagt, dass ich da bin und ihm helfe. Es hat leider nichts gebracht. Er hat nichts unternommen.
Dann habe ich versucht wegzusehen, habe ihm gesagt, dass ich nichts mehr davon wissen möchte und er selber zusehen soll, dass er da rauskommt. Es hat nichts gebracht. Er hat nichts unternommen.

Bei ersterer Methode machte er mir verständlich, dass ich mich nicht so einmischen soll und es seine Sache ist und bei zweitere Methode hieß es, ich würde ihn hängen lassen und ich würde mich nicht mehr für ihn interessieren. Ich konnte machen was ich will - es war nie richtig.

Ich weiss nicht - das soll dir nur mal aufzeigen, wie das bei mir abgelaufen ist Wege zu finden und letztendlich keinen gefunden zu haben.

Ich denke weiterhin noch wie bei der zweiten Methode und habe entschieden, dass ich ausziehe und ihn verlasse (was im Moment im vollem Gange ist). Aber ich habe ewig lange dazu gebraucht diesen Schritt zu gehen und auch hinter diesem zu stehen.

Setz dich jetzt aber erstmal nicht unter Druck. Aber beantworte dir selbst ganz ehrlich was deine Ziele im Leben sind. Wie dein Leben aussehen soll und ob dein Partner da mitziehen kann oder will.
Seine Verwirrtheit in Bezug auf: Dich anflehen ihm zu helfen, erkennen dass er ein Problem hat, dann doch wieder alles verharmlosen und letztendlich doch nichts unternehmen, sagt, dass er auf keinem Weg ist.
Diesen Weg muss er aber selber finden!
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Maleny hat zum Thema: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben
Emma2010
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 164

BeitragVerfasst am: 30.11.2010, 10:37    Titel: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sorrowful,

vielleicht kannst du mit meine Denkanstösse etwas anfangen.

Zitat:
Seine Erfahrungen mit Cannabis, Koks, Betäubungsmitteln etc. hat er alle schon gemacht - er braucht immer irgendwas, um (wie er sagt) entweder mehr Power zu haben oder abschalten zu können...!


Sieht ganz danach aus, als würde dein Freund schon ganz schön tief in den destruktiven Mustern drinnen stecken.
Klar, vlt. ist heut zu Tage die Kokserei und Sauferei oberflächlich betrachtet nichts aufregendes, aber dahinter steckt wahrscheinlich eine
Person, die ohne das Zeugs im Leben nicht mehr zurecht kommt.
Warum missbraucht dein Freund alle Suchtmittel als eine Medizin
zum Abschalten?
Weißt du wer dein Freund hinter der Fassade ist?
Sei dir darüber im Klaren, dass Er die Sucht nicht einfach ablegen kann und alles ist gut.
Ohne Beratungsstelle und eine Therapie, die ihn wieder ins
seelische Gleichgewicht bringen kann, ist dein Kampf um ihn sicher völlig aussichtslos.

Zitat:
Nun wird mir aber mehr und mehr klar, dass es so nicht funktionieren wird und ich auf Dauer nur in eine Co-Abhängigkeit steuere, was ich auf jeden Fall vermeiden möchte. Meine eigenen Sorgen stehen jetzt schon oft hinten an...


Um das zu vermeiden, mußt du auch dich genau prüfen, den Fokus auf dich ausrichten. Was brauchst du von ihm, was du dir selbst nicht geben kannst?
Eine abhängige Liebe macht auf Dauer nicht glücklich.
Also wo sind auch deine Schwachpunkte oder die unerfüllte Sehnsucht, die du mit seiner Zuneigung kompensieren willst?

Aber auch das funktioniert nicht. Niemand kann in der Seele eines Anderen Befriedigung pflanzen, den dazu ist jeder sich selbst der Nächste.
Jeder Gesunde oder auch jeder Depressive muß im Leben mit Erlebnissen des Scheiterns und mit emotionalen Enttäuschungen fertig werden.
Ein gesunder Körper hält das aus, hält dem Stand und braucht keine Ersatzlösungen.

Wenn du es schaffst, gut für Dich selbst zu sorgen und du gut im Leben stehst mit allen was dazugehört, kannst du deinen Freund
innerlich loslassen.
Nur indem du ihn nicht umgedingt haben mußt, kann auch eine leistungsunabhängige Liebe entstehen.

Zitat:
Andererseits liebe ich ihn... Es ist mir nunmal nicht egal, was aus ihm wird, und ich kann ihm doch auch nicht tatenlos dabei zusehen, wie er sich selber immer wieder in Richtung Abgrund manövriert!


Na gut, bitte probier es doch aus. Wenn du so stark bist, dann zeig ihm doch, wies geht, wie man auch ohne eine Sucht ganz gut leben kann und glücklich sein kann.

Alles Gute
wünscht Dir Emma
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Emma2010 hat zum Thema: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben
Aleksa
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 14
Alter: 41
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 30.11.2010, 11:30    Titel: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Sorrowful, ein sehr trauriger Name...

hast Du ihn gewählt weil Du Dich im großen nur so fühlst, dann musst Du für Dich dringend und schnell etwas tun.

Auch ich bin neu hier, nach 5 Jahren Co-Abhängigkeit habe ich endlich begriffen, dass ich da nicht alleine rauskomme.
Leider habe ich das erst begriffen, als es mir sehr schlecht ging - mir mein Leben egal war - weil ja die Abhängigkeit meines Partners alles in sich verschlungen hat...und meine Abhängigkeit von ihm mich und meine Persönlichkeit regelrecht zerstört hat. DAS hat mir mehr Angst gemacht, als die Trunksucht meines Partners.

Bis vor ein paar Tagen hätte ich niemals das Wort Co-Abhängig in meinen Mund genommen. Als ich mich jetzt aber mit meinem Problem beschäftigen musste, weil es nicht mehr anders ging habe ich erkannt, dass ich das schon seit Jahren bin.

Diese Erkenntnis ist, wie bei dem betroffenen Partner, der erste und wichtigste Schritt Dein Leben wieder in gute und gesunde Bahnen zu lenken.

Lies Dir doch mal die Infos zur Co-Abhängigkeit durch, gehe in Dich und sei ehrlich mit Deinen Antworten Dir selbst gegenüber, mir hat das sehr geholfen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, das Du das für Dich früher erkennst, noch bevor die Abhängigkeit Deines Freundes Dein Leben steuert.
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Aleksa hat zum Thema: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben
empty
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2009
Beiträge: 438
Alter: 31

BeitragVerfasst am: 01.12.2010, 00:20    Titel: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo sorrowful,

ich habe Dich gerade gelesen und da kommt mir einiges bekannt vor. Mein XY konsumiert auch alles an Drogen die er gerade so kriegen kann, dazu noch ohne Ende Alkohol.

Ich hab auch versucht, es mit ihm zusammen zu schaffen, ich habe ihm 100.00 Vorschläge gemacht wie er oder wir es schaffen können, die Idee fand er dann auch immer ganz toll, aber nur weil er wußte, das ich wollte das er sie toll findet, nur weil er wußte, das er so noch mehr Zeit schinden kann, aber leider nie, weil er sie wirklich in die Tat umsetzen wollte.

Ich habe so sehr dafür gekämpft, dafür, das wir es schaffen können, aber mittlerweile hat er mich vom Gegenteil überzeugt, es geht einfach nicht. Ich wollte es nie glauben, aber jetzt muß ich es. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, das wenn beide es wollen auch klappen kann, aber nur wenn der Alkoholiker ernsthaft von sich aus alles in die Wege leitet.

Ich bin auch noch nicht lange getrennt, aber ich glaube nicht mehr daran es jemals mit ihm zusammen schaffen zu können. Vielleicht schafft er es irgendwann, wenn er für sich klar gemacht hat, das er ein Problem hat welches er in den Griff kriegen will.

Wie ist es denn bei Deinem? Meint er das er ein Problem mit dem Alkohol hat oder denkt er Du übertreibst?

Ich wünsch Dir alles Gute LG empty
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empty hat zum Thema: Re: Ich will nicht zur Co-Abhängigen werden geschrieben

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