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Vater säuft, Mama Krebs

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Wie kann man mit Ihm drüber reden?   •    Was empfindet ihr?  
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heidi13
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 138
Alter: 39
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 09:05    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo MrHardcore,

ich hätte ihn schon vor Jahrzehnten vor die Tür gesetzt - das Problem ist aber, dass er das so nicht akzeptieren wird und dann Terror schlagen wird. Das ist das Letzte, was Mama brauchen kann.

Wenn ich nicht da bin, kümmert sich mein älterer Bruder um sie. Sie kann gar nichts momentan machen, nicht mal Tee kochen. An Einkaufen ist nicht zu denken. Durch meinen Beruf und dank meines verständnisvollen Chefs kann ich bei ihr Home-Office machen, d.h. tagsüber versorg ich sie, nachts programmier ich. Ab und zu muss ich aber zu Besprechungen runter. Alles geht nicht per Skype. Ich brauche die Zeiten auch, um mich wieder zu erholen.

Ich bin ein recht stabiler und belastbarer Mensch - aber es ist schon nicht einfach. Deshalb habe ich momentan meine eigene Firma und meine Doktorarbeit mehr oder weniger auf Eis gelegt. Mein Umfeld kennt die Problematik - ich mache da kein Geheimnis mehr darum. Ich kann nichts dafür, es ist nicht meine Schuld, ich muss mich nicht dafür schämen.

Danke & liebe Grüsse,
Heidi
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heidi13 hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben
Mikesch
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.04.2010
Beiträge: 90
Alter: 44

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 09:05    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

unter diesen Umständen hat sie evtl. das Recht auf häusliche Krankenpflege (wenn auch noch medizinisches zu tun ist, wie Blutdruck messen, Medikamente stellen o.ä.).

Oder auf Pflegestufe.

Was ein Mist, dass das KH da nichts eingestielt hat! Die entlassen sie einfach in Ungewisse Traurig

Reha - es gibt Kliniken, die gut in Ernährungsmedizin sind. Ich verstehe aber die Schwierigkeit, ich kann selbst auch wenig vertragen. Da ist man im KH verraten und verkauft Traurig

Bitte doch die Krankenkasse um Beratung.

lieber Gruß
Mikesch
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Mikesch hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben
Mikesch
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.04.2010
Beiträge: 90
Alter: 44

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 09:07    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Mikesch hat Folgendes geschrieben:

Oder auf Pflegestufe.

Was ein Mist, dass das KH da nichts eingestielt hat! Die entlassen sie einfach in Ungewisse Traurig



Ich zitier mich mal selber: wenn du jetzt anfängst, mit Pflegestufe, wird das ewig dauern. Dennoch solltest du es tun, wäre halt nur besser gewesen, die hätten das gleich im KH beantragt!
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Mikesch hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben
Weißbär
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.04.2009
Beiträge: 297
Alter: 60
Wohnort: Region Hannover

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 10:18    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Heidi,

wäre es möglich, mit dem Arzt in der Klinik zu reden. Die Zustände daheim erklären. Ich weiß von Krankenhausaufenthalten meiner Eltern, dass sie erst entlassen wurden, wenn die Versorgung Daheim gesichert war. Reha wäre schon eine gute Möglichkeit. Es gibt bestimmt auch Kurkliniken die auf spezielle Diäten eingerichtet sind.


Gruß

Weißbär
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Weißbär hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben
heidi13
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 138
Alter: 39
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 11:08    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

danke für eure guten Vorschläge.

Ach - ich weiss auch nicht, warum man sie so heim gelassen hat. Ich lebe einfach schon sehr lange nicht mehr in D und hatte nicht damit gerechnet. Es ging auch alles sehr schnell - von Diagnose zu OP. Von der Ferne lässt sich da auch wenig organisieren ..

Wir werden jetzt noch ca. 3 Wochen sehr viel helfen müssen - danach sollte es ihr körperlich besser gehen. Die Tumorzellen konnten wohl alle herausgeschnitten werden, so dass sie noch Glück im Unglück hatte - soweit man davon reden kann.

Sobald sie etwas transportfähig ist (und das auch will !!), nehme ich sie mit zu mir. Sie kann halt sehr schlecht Hilfe annehmen. Ist aber nun auch nicht so, dass ich beliebig lange und oft Home-Office machen kann. Ich hab ja meinem Arbeitgeber gegenüber auch Verpflichtungen.

Diese schreckliche Ohnmacht diesem Ekel gegenüber ist für mich einfach furchtbar. Es platzen gerade auch wieder viele Wunden aus meiner Vergangenheit auf, wo ich wieder damit konfrontiert bin. Ich kann mit so viel Egoismus ganz schlecht umgehen.

Traurige Grüsse,
Heidi
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heidi13 hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben
superunknown
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 21:24    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Heidi,

es gibt Reha-Massnahmen, die auf "Sonderernährung" spezialisiert sind. Da ist grad jemand, den ich kenn, der hat Mit-Reha-Patienten, denen Organe fehlen und die jetzt wieder "Essen Lernen" müssen. Allerdings weiss ich nicht, wie man daran kommt. Vielleicht kann das KH da helfen? Oder die Krankenkasse?
Ich weiss zb auch, dass ich mir hier Lebensmittel liefern lassen kann. Ob das eine Möglichkeit ist, die Situation ein bisschen zu vereinfachen?
Schämen brauchst du dich ganz und gar nicht.
Ich wünsch dir alles Gute!
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superunknown hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben
heidi13
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 138
Alter: 39
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 10.11.2010, 11:16    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ach .. ihr seid hier alle so lieb und hilfsbereit - das ist echt unglaublich!

Ja - vermutlich gäbe es Reha-Möglichkeiten. Aber vermutlich nicht von gestern auf heute und sie muss es auch wollen. Ich kann sie ja nicht zwingen dazu. Und - Gott seis gedankt - ihr geht es von Tag zu Tag besser und sie wird immer stabiler und mobiler.

Gestern hat sie mir am Telefon erzählt, mein Vater würd ihr jeden Tag alles vorwerfen, was ich zu ihm gesagt habe ... Böse. Ich mags gar nicht erzählen, was er alles bringt ... Geschockt. Das ist alles einfach nur noch krank.

Jetzt frage ich mich, wie ich mich am besten nächstes Mal verhalte, um es für Mama nicht noch schlimmer zu machen?

Ich tendiere dazu, ihn einfach zu ignorieren. Heile Welt spielen kann ich nicht mehr. Aufregen will ich mich nicht mehr. Und neues Futter liefern will ich ihm nicht mehr.

Diese verdammte Machtlosigkeit ... Mit den Augen rollen

Lieben Gruss an euch alle
Heidi
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heidi13 hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben
n i c i
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 2287
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 11.11.2010, 22:52    Titel: Re: Vater säuft, Mama Krebs Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Heidi,

bei meinen Schwiegereltern war es genau die gleiche Sitution.
Nur das damals hat mein Mann (15) und mein Schwager (18 ) den Hausarzt mit ins Boot geholt hatten. Der hat sich wiederum mit den Ärzten aus dem KKH zusammen getan, und mein Schiegervater kam in die Psychatrie (hatte schon jahre zuvor Suizidversuche hinter sich). Noch bevor sie aus dem KKH entlassen wurde.
Aber meine Schiegermutter kam damals mit dem KKH-Bett nach Hause zum sterben. Ob das relevant ist weiß nicht.
Ich würd mich auf jeden Fall mal dem Hausarzt anvertrauen, und fragen was Du da für Möglichkeiten hast.
Das dass so deine Mutter nicht allein bewältigen kann muss der Arzt doch sehen.
Ist der Alkolismus deines Vaters schon iwo aktenkundig ?

Eine Familienthereapeutin würd ich auch einschalten und vielleicht Info´s bei der Krankenkasse abgeben.

Vielleicht kann Deine Mutter direkt zu einer Kur fahren.
Da sind auch auf andere Kost eingestellt. Und Du müsstest Dich nicht so sorgen, wenn Du weißt, dass sie gut versorgt wird.

Liebe Grüße,
nici
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n i c i hat zum Thema: Re: Vater säuft, Mama Krebs geschrieben

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