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Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus?

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Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft   •    Tätowierungen  
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Maria
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2007
Beiträge: 5582

BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 19:41    Titel: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo.

Häufiger lese ich, dass sich hier Menschen anmelden, überzeugt davon, dass ihr Alkoholkonsum vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist und ihnen große Sorgen bereitet. Sie sehen die ersten Anzeichen, doch haben dann nicht mehr den Mut weiter und vor allem genau hinzusehen.

Wenn dann gezielte Nachfragen oder Vorschläge kommen, heißt es schnell... soooo schlimm ist es noch nicht. Ob ich wirklich Alkoholiker bin, weiß ich gar nicht. Eher hab ich eine Problem mit Alkohol aber gleich abhängig?

Die Ängste, die zur Anmeldung geführt haben und der Mut, der aufgebracht wurde, sich hier zu öffnen, wird dann scheinbar vergessen. Es wird angefangen sich zu vergleichen mit den Menschen, die aufgrund ihres Suchtverlauf's viel tiefer runter mussten.

Und scheinbar der Entschluß gefasst, bei dem/der war's viel schlimmer... ich muss mir wohl was eingebildet haben. Der Konsum wird verharmlost... die Kontrollverluste und alles was war zur Seite geschoben.
Oder geschrieben... ich habe gedacht... ich könnte mal ein Glas versuchen.

Ich lese jedoch auch von vielen Menschen, die nach außen hin noch (gut) funktioniert haben und überhaupt nicht auffällig waren. Das Bild, welches in den Köpfen vieler vorherrscht, gar nicht erfüllt haben. Und trotzdem für sich erkannt haben: Wenn ich so weiter mache, saufe ich mich ins Grab.

Grade Frauen versuchen ja auf Teufel komm' raus ihre Sucht zu verheimlichen. Und nach bei einem Outing (so war´s im übrigen bei mir selbst auch) mit Fragen kontrontiert wird... wie du bist Alkoholikerin?? Übertreibst du da nicht ein bisschen? Also quasi noch überzeugen muss, suchtkrank zu sein.

Worauf ich hinaus möchte: Alkoholismus hat viele Gesichter... doch der Verlauf ist jedoch vorgegeben. Wenn ich die natürliche Grenze versoffen habe, dann geht es doch unweigerlich nur nach unten.

Ich würde gerne erfahren wollen: Wie war`s oder wie ist es bei Euch. Was hat bei Euch zu der Erkenntnis geführt, dass nur die Abstinenz den weiteren Verlauf in der Spirale stoppt und ihr eben doch in der Lage seit, annehmen zu können, abhängig zu sein? Heute sagen zu können: Ja... ich bin Alkoholiker/in, obwohl ich nicht Hab und Gut versaufen musste.

Was mich zusätzlich noch interessieren würde, wäre von den Menschen, die sehr viel tiefer runter mussten. Habt ihr nicht gemerkt, dass es immer tiefer geht oder habt ihr das mit dem eben oben genannten verharmlost... bei mir isses noch nicht so schlimm. In der Hoffnung, das "Problem" geht wieder weg. Oder kamen so Gedanken gar nicht auf und ihr habt einfach nur getrunken bis ihr auf der Intensivstation wach geworden seid?

Maria
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Maria hat zum Thema: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? geschrieben
Tina
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 9248
Alter: 43
Wohnort: NRW + seit 17.05.08 auch bei mir

BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 21:53    Titel: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin a Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Maria,
-Maria- hat Folgendes geschrieben:
Was hat bei Euch zu der Erkenntnis geführt, dass nur die Abstinenz den weiteren Verlauf in der Spirale stoppt und ihr eben doch in der Lage seit, annehmen zu können, abhängig zu sein? Heute sagen zu können: Ja... ich bin Alkoholiker/in, obwohl ich nicht Hab und Gut versaufen musste.
Das was mit meinem Konsum nicht stimmte wußte ich schon länger, nur wahrhaben wollte ich es nicht.
Dann bin ich umgezogen und ich hatte mir vorher vorgenommen, in dem neuen Heim nicht mehr alleine zu trinken, mir also nur noch ab und zu auf Feiern etc. "ein Glas zu gönnen". Dies war mein erster und einziger Versuch kontrolliert zu trinken. Nun, was passierte, kann sich jeder denken und zwei Monate nach dem Umzug konnte ich mir endlich gestehen, dass ich Alkoholikerin bin und dringend handeln muß, wenn ich nicht alles, was mir lieb ist, verlieren möchte. Es war eine sehr schmerzhafte, aber lebensrettende Erkenntnis.

Tja und seitdem bin ich hier im Forum und tausche mich vorwiegend im geschützten Bereich aus.

Habe ich Deine Frage damit richtig verstanden ?

Grüße
Tina
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Tina hat zum Thema: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin a geschrieben
Maria
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2007
Beiträge: 5582

BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 22:21    Titel: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ja danke schön Tina.

Zitat:
Das was mit meinem Konsum nicht stimmte wußte ich schon länger, nur wahrhaben wollte ich es nicht.


So ging es mir nämlich auch. Ich wußte es, aber habe ganz bewußt mich nicht damit auseinander gesetzt... gar nicht hingeguckt. Karsten hat ja an anderer Stelle einen Thread : Gespräche ausweichen... genauso war es bei mir. Sobald das Thema auf Alkohol kam... hab ich das Weite gesucht... als ich noch trank. Heute ist es anders und stelle bei meinen Gesprächspartnern entweder eine Bereitschaft fest oder totale Ablehnung.

Was mir jedoch hier im offenen Bereich häufiger auffällt ist - und das würde mich halt mal interessieren - es wird ja erst hingeguckt, scheinbar was gesehen und aufeinmal und ganz plötzlich wieder weg geguckt.

Also angefangen hinzuschauen, weil ja was im argen liegt, dann wohl das gesehen, was nicht gesehen werden will und dann nochmal die Augen extra zu... unter dem Vorwand... es ist doch alles halb so schlimm... denn es ja zum Verlauf der Krankheit dazu gehört. Es fängt schleichend an, entwickelt eine eigene Dynamik und der eigene Zugriff wird immer geringer.

Regelmäßig Alkohol trinken zu müssen und die Kontrolle hinsichtlich der Menge zu verlieren... ist nunmal nicht halb so schlimm... auch wenn das zum normalen Alltag der trinkenden Gesellschaft gehört... und scheinbar alle so machen.

Und ich denke, wenn wir dieses Bild ein wenig ins Recht Licht rücken könnten, dass eben nicht jeder Alkoholiker oder nicht jede Alkoholikerin erst auf der Intensivstation landen muss um erkennen zu können, dass ein Suchtproblem vorliegen kann, ist vlt. der Mut eher da, hinzusehen und anzunehmen.

Maria
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Maria hat zum Thema: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? geschrieben
dorothea
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.08.2006
Beiträge: 7472
Alter: 48
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 11:21    Titel: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo maria

bei mir war schon lange klar das ich alkoholikerin bin. ich habe mir da nichts vor gemacht, ich wußte das es da keine diskusion gibt. aber ich hatte panische angst die schritte aus der sucht zu machen. da waren meine kinder, ich hatte angst das man sie mir wegnimmt. auch waren da sicher einige depressionen mit dabei, so nach dem motto, wozu bist ja eh nichts wert. auf hilfe von außen hoffte ich auch nicht, mein mann machte da auch keine anstallten in richtung abstinenz, eher im gegenteil, ich war besoffen sehr viel bequemer für ihn. ich habe einfach keine möglichkeit gesehen da raus zu kommen. bis zu dem tag als meine nachbarin vor mir stand und sagte, komm doro ich helf dir da raus. sie hat für mich anrufe gemacht und mich am nästen tag zum arzt, zur suchtberatung und dann ins kh gebracht. seit dem tag bin ich trocken.

doro
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dorothea hat zum Thema: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? geschrieben
Maria
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2007
Beiträge: 5582

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 12:13    Titel: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke doro.

Zitat:
ich war besoffen sehr viel bequemer für ihn


Das kenn ich leider ja auch so Geschockt Aber nicht nur für ihn Winken frei und eigenständig denkende Menschen halten einen Spiegel hoch... damit kann nicht jeder umgehen... das wäre aber nu` ein anderes Thema.
Oder vielleicht doch nicht?
Vielleicht hindert das Umfeld so sogar den Alkoholabhängigen rauszutreten , weil auch das Umfeld vergleicht. Und bevor es selbst bei sich gucken muss, eher dem Alkoholabhängigen sagt... ach quatsch... du redest dir eine Sucht nur ein??? Du siehst ja gar nicht wie ein(e) Säufer/Säuferin aus.
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Maria hat zum Thema: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? geschrieben
MrHardcore
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.12.2009
Beiträge: 149
Wohnort: Nähe München

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 13:06    Titel: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi –Maria-

wie sieht ein alkoholiker aus – wie habe ich ausgesehen und habe ich mir selbst mein saufen schoen geredet?

nun, ich war im berufsleben erfolgreich im vertrieb taetig, hatte eine liebe frau, das erste kind, ein eigenes abbezahltes haus, was also lag naeher, als mich nach aussen als trinkfest, aber nicht als alkoholiker praesentieren? schließlich wird „unter maennern“ schon mal mehr getrunken, allemal nach einem guten deal. Und wer gut ist, vertraegt halt auch was… dass ich kein „normales“ trinken mehr betrieb, schon seit vielen jahren nicht mehr, war mir bewusst. aber ich wollte es damals noch nicht als sucht sehen. sucht war ja was fuer die, die bereits alles verloren hatten, job, familie, obdach.

ich habe daher meinem „problem“ jahrelang keine „prioritaet“ eingeraeumt und/oder zugestanden, sondern bewusst meinen konsum kleingeredet. als dann ein guter freund von mir unvermittelt an leberzirrhose binnen vier wochen verstarb, habe ich aus angst versucht, trocken zu werden. sehr halbherzig und sehr gefaehrlich, denn ich habe zweimal hintereinander kalt entzogen – damals noch in unkenntnis dessen, was dabei passieren kann. Und auch in kompletter verkennung der realitaet, einer masslosen selbstueberschaetzung meines zustands.

kurz und gut, zweimal kalt als trinkpause hat natuerlich nicht funktioniert, wie auch. beim dritten versuch des kalt entziehens bin ich am vierten tag ohne jede vorwarnung mit einem krampfanfall auf der straße zusammengebrochen und ins delir gefallen. Die aerzte haben mich mit viel muehe mehrfach wieder ins leben zurueckholen muessen. mir fehlen mehrere tage meiner erinnerung, in denen ich im koma lag.

wer meint, jetzt waere es gut und vorbei gewesen, der irrt. ich wollte das, was mir die aerzte in der klinik sagten, nicht annehmen. ich und alkoholiker, lachhaft! ich war ein angesehenes mitglied der „besseren“ gesellschaft, international in meiner branche bekannt und geachtet. also habe ich ein weiteres mal zum alkohol gegriffen, ich wollte beweisen, dass ich den alkohol unter kontrolle hatte, und nicht er mich. ausserdem wollte ich ja nie so werden, wie mein vater. der, ja, der war alkoholiker...

es war die lachnummer schlechthin. Ich habe nach drei tagen wieder mein volles pensum und noch einiges mehr gesoffen. Zum schluss lag mein alkoholkonsum in lebensbedrohlichen mengenbereichen.

ohne zu saufen ging in der frueh schon das trockenkotzen los (seit monaten…), ohne permanenten nachschub fing das zittern an (frueher „wenigstens“ nur nach halben tagen „ohne“…), wortfindungsstoerungen, kreislaufanomalien bis zu herzrhytmusstoerungen, kurz, das ganze programm.

als ich dann auch noch tagsueber auf einmal zu halluzinieren begann, stand fuer mich schlagartig fest, ich muss etwas aendern, ich bin alkoholiker, und ich brauche hilfe, um aus diesem zustand herauszufinden. noch in der gleichen viertelstunde habe ich meinen arbeitsplatz „auf unbestimmte zeit“ verlassen, bin zu meinem hausarzt („ach, sie haben es auch endlich erkannt, das haette ich Ihnen schon vor drei Jahren sagen koennen…“), in die entgiftung, die langzeittherapie und in die selbsthilfegruppe.

ab diesem tag gab es fuer mich keinerlei grund mehr, irgend etwas an meiner krankheit zu verleugnen oder zu beschoenigen. ICH-HATTE-FERTIG!

meine gesundheitlichen schaeden haben sich in den letzten jahren meiner trockenheit sehr zu meinen gunsten gebessert. manche sind jedoch nicht mehr umkehrbar, ich werde mein restliches leben damit leben muessen.

mein umfeld von frueher (beruf, bekanntenkreis) fiel zum teil aus allen wolken, als ich mich als alkoholiker geoutet habe. so manch einer wollte ab dann mit mir nichts zu tun haben.

beruflich wurde ich in der firma geaechtet und mir wurde nahe gelegt, von mir aus zu kuendigen. mit einem alkoholiker koenne man nicht weiter zusammen arbeiten. ich habe dann jedoch sehr schnell eine neue stelle gefunden, wobei mein neuer chef selbst bekennender, trockener alkoholiker war. ein absoluter hardliner, von dem ich viel gelernt habe. meine frau hat in der ganzen zeit zu mir gestanden und mir geholfen, indem sie einfach nur offen war fuer eine neue entwicklung mit uns beiden. aber das ist ein anderes thema und gehoert nicht hier her.

sorry fuer mein abschweifen, aber so war es bei mir. mein persoenlicher point of surrender.

Cu
MrHardcore
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MrHardcore hat zum Thema: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? geschrieben
Maria
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2007
Beiträge: 5582

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 14:23    Titel: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke schön MrHardcore.

Ich dufte meinen Wendepunkt im Leben ja um einiges früher erkennen, doch könnte ich trotzdem fast jeden 2. Satz von dir kopieren, weil es bei mir genauso war und mir diese Dinge eben vorgegaukelt haben... ICH HABE DOCH KEIN SUCHTPROBLEM... ich trinke vlt. etwas zuviel... aber abhängig?

Zitat:
ausserdem wollte ich ja nie so werden, wie mein vater. der, ja, der war alkoholiker...


Das ist derjenige, den ich besonders hervorheben möchte. Denn zu all den anderen Gründen fühlte ich mich zusätzlich als Opfer, was es mir noch schwerer machte, genau hinzugucken.

Vielen Dank nochmals für deine offenen Worte.
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Maria hat zum Thema: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? geschrieben
Martin
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 23.01.2007
Beiträge: 10047
Alter: 47
Wohnort: Frankfurt a. M.

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 16:47    Titel: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Maria,

ich wäre ganz weit unten gelandet wenn ich nicht "rechtzeitig" die Notbremse gezogen hätte und im Krankenhaus entgiftet hätte.

Mit ca. 20 Jahren konnte ich ohne genug Alk im Blut keinen geraden Strich zeichnen, trotzdem habe ich 20 Jahre weiter gesoffen.

Dass ich "ein Problem" hatte wusste ich, dachte das gehe ich morgen dann mal an.

So ging das immer weiter bis ich die Einsicht hatte und in die Entgiftung ging.

Ab da fehlt mir die Erinnerung, ich wurde Wochen später wach, überall Schläuche in mir drin und zu nichts in der Lage.

Incl. Reha, in der ich wieder laufen und essen lernte, war ich 6 Monate in verschiedenen Kliniken, alles wegen der Sauferei.

Ich stelle mir nicht die Frage ob ich Alkoholiker bin, das weiss ich.

LG Martin
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Martin hat zum Thema: Re: Wie sieht denn ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin aus? geschrieben

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