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Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit?

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Frozen Tears
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 12:02    Titel: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Es gibt ja das althergebrachte Bild der Frau, die bedingungslos liebt, sich für ihre Kinder und ihren Mann bis zum geht nicht mehr aufopfert. Die Frau/ Mutter, die immer für einen da ist, alles verzeiht, bis dass der Tod sie scheidet.. Die Mutter, die alles für ihre Kinder tut... Ich denke, diese Art von Erziehung, dass man durch derartiges Denken seine Liebe beweist trägt schon ganz schön zu Coabhängkeit bei. Denkt ihr auch, dass diese Art von "Frauenrolle" coabhängkeit fördert?
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Frozen Tears hat zum Thema: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben
Waldliebende
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.06.2010
Beiträge: 205
Alter: 52

BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 13:02    Titel: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Gute Morgen Frozen Tears,

ja, ich denke schon, dass die typische Mädchenerziehung da eine
Rolle spielen kann.
Ich habe es schon selber erlebt.
Bei meiner Schwiegermutter z.B. Sie war auch so ein
angepasstes Frauchen, ihr Mann trank.
Als ich ihr dann mal erzählte, dass meiner auch zuviel trinkt,
meinte sie, dass wir Frauen da durch müssten,
Männer seien eben so und es wäre doch kein
Grund sich zu trennen.
Das Leben sei eben nicht immer nur leicht, wir müssen da durch,
ich solle mich nicht so anstellen....
Sie machte ihm dann zwischen seinen Saufgelagen Tee und
belegte Brote und sagte immer: XY...du musst doch essen,
das geht doch nicht, dass du nichts im Bauch hast.....
Sowas von Co.abhängig.....
Noch ein Beispiel, mein Mann nahm unseren Sohn damals hier und da mit
zum Sonntagsfrühschoppen.
Ich sagt meiner Mutter, dass ich das nicht in Ordnung fände, weil
ein Kind nichts in einer Kneipe zu suchen hat.
Sie meinte nur: Ach lass doch die Männer, das musst du als
förderlich für die Vater-Sohn-Beziehung ansehen, sowas brauchen
Männer......
Es war auch normal, dass mein Vater mit glasigem Blick unter
dem Weihnachtsbaum saß, aber in der Kirche, da zog man sich dann
einen Anzug vom Feinsten an und wahrte sein Gesicht, ein Mann
vom Feinsten müssen die Leute gedacht haben.
Tun Männer das alles? Ich habe damals gedacht, es sei eben männlich.
Bin ich jetzt voll am Thema vorbei????
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Waldliebende hat zum Thema: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben
Monty
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2009
Beiträge: 3080
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 13:47    Titel: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Frozen Tears,
ja, das denke ich auch.

Habe da das beste Beispiel meiner Mutter. Sie war immer und zu jeder Zeit für die Familie da...alles andere war unwichtig.
Mein Vater war Quartalstrinker, sie wurde geschlagen und beschimpft.

Einmal versuchte sie sich zu lösen...hmm...er drohte ihr dadrauf, dass er die ganze Familie umbringen würde. Weinen
Sie blieb...mein Vater wurde nur 44 Jahre alt und meine Mutter verlagerte dann ihre Coabhängigkeit auf uns Kinder.
Sie lebte dann noch ein zufriedenes Leben, jedoch waren ihre Kinder immer an 1. Stelle.

Das alles sehe ich aber erst seit heute...wo ich selber coabhängig bin und mehr über diese Krankheit Bescheid weiß.

LG Monty
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Monty hat zum Thema: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10681
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 01:18    Titel: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Frozen Tears

Zitat:
Bild der Frau
woher hast du denn das Bild vermittelt bekommen? Waren das CO -Abhängig die das vermittelten oder wollten sie CO- Abhängige züchten?

ich denke es gibt schon äußere Einflüsse die begünstigender sind eher abhängig zu werden. Jedoch wo fange ich da an und wo höre ich da auf?

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 04:24    Titel: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Das Bild der frau, also die Vorstellung davon wie eine Gute Frau / Ehefrau zu sein hat in der Generation unserer Mütter wurde wohl geprägt von Religion, Literatur, Tradition, Gesellschaft...Es war eben dmals der trend der zeit. Und damals war es ja sogar so, dass Frauen zumindest finanziell von ihrem Partner abhängig waren. Die zeit der Unabhängigkeit der Frau ist ja noch nicht sooo lange her und hat sich bis heute ja auch noch nciht vollkommen durchgesetzt. Wir bewegen uns in die Richtung, ja. Und selbst heute, wenn ich das so in vielen Threads hier lese, scheinen viele Frauen zumindest noch finanziell abhängig von ihren Männern zu sein, befürchten zumindest finanzielle Einbussen, wenn sie sich trennen.
Die Denkweise der Frauen, warum sie sich für ihre Partner so aufopfern finde ich auch noch eine sehr althergebrachte Denkweise.
Auch ich habe das ja von meiner Mutter vorgelebt bekommen. Mein Vater ist trocken. Aber meine Mutter hat irgendwie nichts dazu gelernt.
Ich finde, dass ich wesentlich selbständiger bin als meine Mutter. Vielelicht gerade deswegen, weil ich nie so sein wollte.Und dennoch bemerke ich jetzt dass doch ein anderer Teil in mir schlummert, der diese alten Werte vermittelt hat, wie eine Frau zu sein hat.
Diesen widerspruch, den ich in mir trage habe ich früher nicht wahrgenommen. Eigentlich erst durch das lesen hier im Forum ist es mir bewußt geworden, dass auch dieser coabhängige Teil in mir schlummert.
Anders als viele Partnerinnen von Alkoholikern habe ich zwar keine Ambitionen mich bis zum Burnout für einen Partner aufzuopfern oder ihn in seiner sucht verändern zu wollen. Das habe ich als Kind auch nie so gedacht oder erlebt, dass dies möglich sein könnte. Aber ich merke dass ich sehr tolerant gegenüber den bösen Auswirkungen des Alkohols bin. Für mich war es ja Tagesordnung und somit normal. zwar nervig, aber auch allmählich nichts besonderes mehr. Meine Toleranzgrenzen sind eigentlich viel zu hoch. Und obwohl ich ganz anders als meine mutter darüber denke, was man sich gefallen lassen sollte und was nicht habe ich allein durch ihr vorgelebtes Verhalten so eine Gleichgültigkeit gegenüber vielen Dingen entwickelt.
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Frozen Tears hat zum Thema: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 07:36    Titel: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Es spielt eine Rolle ihr Lieben, zumal wir erzogen wurden - oft - diplomatisch zu sein, zurückhaltend und und und....

Wir aber können das Bild verändern! Wir sind sehr wohl in der Lage als Frau gleichwertig zu sein ohne die nicht negativen Eigenschaften von mitfühlend ect. zu behalten.

Ich darf mitfühlen, darf auch (wenn jemand Hilfe wünscht) ihm Ansätze auf den Weg geben, durchstarten muss mein Mitmensch dann selber.

Ich kann dem anderen ein geschlechtsneutraler, menschlicher Freund sein ohne die liebende, überfürsorgliche Mutter zu sein, die das Kind nicht von der Hand lässt.

Lieben Gruß von Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4502
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 09:30    Titel: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf Frozen Tears

Frozen Tears hat Folgendes geschrieben:
Es gibt ja das althergebrachte Bild der Frau, die bedingungslos liebt, sich für ihre Kinder und ihren Mann bis zum geht nicht mehr aufopfert. Die Frau/ Mutter, die immer für einen da ist, alles verzeiht, bis dass der Tod sie scheidet.. Die Mutter, die alles für ihre Kinder tut... Ich denke, diese Art von Erziehung, dass man durch derartiges Denken seine Liebe beweist trägt schon ganz schön zu Coabhängkeit bei. Denkt ihr auch, dass diese Art von "Frauenrolle" coabhängkeit fördert?
ja dieses bild / diese rolle fördert die co-abhängigkeit - genau so wie der "auftrag?": "bis das der tot euch scheidet" + auch die "Bild der Frau" fördert die co-abhängigkeit

ich frag mich: kann ich was dagegen tun?

schöne zeit

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben
Martha66
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.12.2009
Beiträge: 3784

BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 09:42    Titel: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Frozen Tears,

ein für mich gute und wichtige Frage, die ich ganz klar mit JA beantworte.

LG Martha
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Martha66 hat zum Thema: Re: Fördert das "Bild der Frau" Coabhängigkeit? geschrieben

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