| schuldfrage... • trinkender Sohn |
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Mama52 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2010 Beiträge: 11
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Verfasst am: 22.12.2010, 23:04 Titel: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin |
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Hallo ihr Lieben,
sorry - ich war lange nicht mehr da. Aber ich muss euch sagen, dass meine Tochter seit Mitte Dezember in einer Suchtklinik ist. Den Anfang hat sie jedenfalls geschafft und ich bin so froh darüber. Aber es ist eben nur der Anfang... ob sie es schafft, vom Alkohol auch in Zukunft los zu kommen, das weiß ich natürlich nicht. Ich wünsche es ihr so sehr! Aber letztendlich ist es ihre Entscheidung, was sie aus ihrem Leben macht. Ich will mich dafür nicht verantwortlich fühlen und schuldig will ich mich auch nicht fühlen. Mir ging es die letzten Wochen eigentlich ganz gut - ich hatte mich innerlich ein wenig abgegrenzt von ihr. Heute Abend war ich in einer Gruppentherapie mit Angehörigen der Alkoholiker in dieser Klinik. Das hat mich wieder innerlich aufgewühlt, weil die Ärztin zu mir sagte: Ihre Tochter ist sehr, sehr krank. Das hat mir meine Hoffnung wieder etwas genommen, dass sie es schaffen könnte.
@Frozen Tears... ja, Depressionen zählen zu den schlimmsten Krankheiten überhaupt. Ich hatte früher auch mal eine - als ich mich von meinem ersten Mann getrennt hatte. Ohne professionelle Hilfe hätte ich damals nicht mehr aus diesem schmerzhaften Zustand raus gefunden. Deshalb kann ich auch meine Tochter in dieser Hinsicht gut verstehen und habe Mitgefühl für sie. Aber für mich ist das kein Grund, so exzessiv nach der Flasche zu greifen, dass man damit sein Leben zerstört. In der heutigen Zeit gibt es Hilfsangebote ohne Ende - wenn man aus so einem tiefen Loch wieder rauskommen will, sollte man so eine Hilfe auch annehmen. Das habe ich ihr x mal gesagt - sie hat aber nichts angenommen, gerade so als wolle sie mit ihrem Leiden Macht über mich ausüben... ich verstehe das zwar nicht... trotzdem, ich möchte gar nicht wissen, wie oft sie mich mit ihrem Verhalten um den Finger wickeln konnte und ich habe es noch nicht mal bemerkt. Also irgendwas läuft da falsch zwischen ihr und mir - habe ich so das Gefühl. Mal sehen, ob ich das rausfinden kann in diesen Gruppengesprächen.
Ich will versuchen, stark zu bleiben. Aber ob ich es schaffe, weiß ich nicht... denn ich weiß ja nicht, was noch alles auf mich zu kommt.
Jetzt möchte ich euch allen erst mal frohe Weihnachten wünschen - trotz allem, was ihr gerade durchmacht. Auch ich wünsche euch viel Kraft und Stärke für das kommende neue Jahr und wünsche euch - und auch mir - dass sich alles zum Guten wendet.
Es grüßt euch lieb Lena |
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| Mama52 hat zum Thema: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 23.12.2010, 11:54 Titel: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin |
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hallo lena
ich würde die worte der ärztin nicht unbedingt sooo negativ werten. deine tochter ist sehr krank, aber jetzt ist sie auf dem richtigen weg, sie ist in den händen von ärzten die ihr helfen können und wenn sie hier mitzieht wird sie auch wieder auf die füße kommen. die ärztin wollte dir wahrscheinlich nur sagen das es noch ein weiter weg ist, das das ganze nicht mit dem aufenthalt in der klinik abgeschlossen ist, sondern sich wirklich über jahre hinzieht. aber das weißt du doch schon. mach dich jetzt nicht verrückt. atme durch und genieß jetzt mal die zeit für dich in der sie im kh ist. jetzt kann nichts passieren. sie hat den anfang gemacht. sie wird sich ein leben lang mit der krankheit auseinander setzen müssen, aber damit kann man leben. ich lebe damit nun seit 9 jahren und mir geht es prima. sie wird auf vieles achten und auf einiges verzichten müssen, aber das ist alles halb so wild. sie wird es lernen. lass du jetzt mal los, du kannst es jetzt. genieß weihnachten.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin geschrieben
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Mama52 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2010 Beiträge: 11
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Verfasst am: 03.01.2011, 13:29 Titel: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin |
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Hallo doro,
danke dir für deine tröstenden Worte! Das macht mir schon wieder etwas mehr Mut und Hoffnung, dass sie es doch schaffen könnte.
Ich bin ja in der wöchentlichen Gruppentherapie mit dabei. Ich habe auch die anderen Alkoholabhängigen kennen gelernt und ich muss sagen, das sind alle sehr wertvolle Menschen mit einem guten, inneren Kern und es steckt wahnsinnig viel verschüttetes Potential in ihnen, dass es ihnen normalerweise ermöglichen würde, aus ihrem Leben was zu machen.... wenn dieser Sch... Alkohol nicht wäre. Ich mag alle irgendwie - wenn ich mich mit ihnen unterhalte. Es ist schlimm, sich das ansehen zu müssen - natürlich vor allem bei der eigenen Tochter.
Aufgrund der Gruppengespräche kam nun heraus, dass in der Kindheit für meine Tochter einiges schief gelaufen ist. Gewisse Dinge hat sie bis heute nicht verarbeitet. Ihr Bruder war ein Adhs-Kind - ganz schwierig und schwer zu erziehen. Er hat die ganze Aufmerksamkeit der Eltern gefordert und sie ist dabei auf der Strecke geblieben. Sie war immer sehr angepasst und lieb - weil sie ihren Eltern nicht auch noch zusätzliche Sorgen machen wollte... sagt sie heute. Das ist furchtbar schlimm für ein Kind - ich wollte, ich könnte noch mal von vorne anfangen und das alles anders machen. Geht aber nicht mehr... trotzdem machen mir derzeit Schuldgefühle zu schaffen. Auf der anderen Seite sage ich mir, sie muss endlich mal lernen, eigenverantwortlich zu handeln. Mit meiner übermässigen Hilfsbereitschaft und dem ständig übers Köpfchen streichen: Du armes Kind, ich bin immer für dich da! habe ich wohl viel falsch gemacht die letzten Jahre. Sie konnte sich von mir überhaupt gar nicht ablösen, weil sie innerlich noch ein kleines, hilfloses Kind ist, das stets auf der Suche nach Liebe und Zuwendung war und sie hat mich deshalb auch ständig übermässig in Anspruch genommen. Ich habe das zugelassen... na ja, kein Mensch ist allwissend und perfekt. Da mache ich mir keine großen Gedanken darüber - aber ich mache mir tausend Gedanken über das, was in der Kindheit passiert ist.
Geht es jemandem von euch ähnlich wie mir?
Es grüßt euch lieb Lena |
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| Mama52 hat zum Thema: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 03.01.2011, 14:17 Titel: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin |
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hallo lena
es ist nicht einfach allen kindern wirklich gerecht zu werden, das weiß ich selbst sehr genau, ich habe 4. grade wenn eines schwierig ist und die anderen sehr "pflegeleicht" erscheinen kommt man ja gar nicht auf die idee das da was falsch laufen könnte. ich denke auch das alkoholiker sehr empfindsame menschen sind die ihren frust und kummer im alk ersäufen weil sie mit den gefühlen nicht klar kommen und keinen damit belasten wollen. genau das muß deine tochter lernen, hilfe annehmen wenn man selbst kein land mehr sieht. über gefühle und probleme reden statt sie zu ersäufen. auch du mußt da einiges lernen, es wird für euch beide nicht einfach sein. aber lass die selbstvorwürfe, die bringen einen kein stück weiter. die vergangenheit läßt sich nicht ändern. vor allem hast du ja nichts mit vorsatz falsch gemacht, ergo ist da auch keine schuld. es ist wie es ist, daraus müßt ihr jetzt einen weg finden. für euch beide, das ihr jeder für sich ohne schuldgefühle in den spiegel schauen kann. du hast schon vieles gelernt, wenn du das dann auch umsetzen kannst wird es euch beiden mit der zeit immer besser gehen.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin geschrieben
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Mama52 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2010 Beiträge: 11
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Verfasst am: 03.01.2011, 16:45 Titel: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin |
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Hallo doro,
ich habe schon einiges verstanden und gelernt, ja... vom Kopf her... aber meine Gefühle machen mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Im Moment ist Wut und Enttäuschung vorherrschend... all` die Jahre habe ich geglaubt, meine Tochter und ich würden uns gut verstehen. Wir haben uns oft verhalten wie Freundinnen - obwohl ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt habe: Normal ist das nicht! Eigentlich ist eine Mutter nie und nimmer eine gute Freundin ihrer Tochter - sondern eine Mutter, die im Hintergrund für ihre Tochter da ist, wenn sie sie braucht. Und umgekehrt natürlich auch... Nun muss ich erfahren, dass sie schon seit vielen Jahren einen inneren Vorwurf gegen mich hegt - ja, quasi ihre Kindheit (mich) verantwortlich macht für ihr Schicksal und ihre Depression. Das hat sie zwar nicht direkt so gesagt - aber auf Umwegen schon und ich glaube, meine Wahrnehmung täuscht mich da nicht. Ich merke es auch an ihrem ablehnenden Verhalten mir gegenüber. Als ich gestern in die Klinik kam, saß sie mit jemanden auf der Couch und war am Socken stricken. Sie hat mich noch nicht mal begrüßt - hat mich einfach da stehen lassen und hat weiter gestrickt. Erst als ich mich umgedreht habe und im Begriff war, zu gehen, hat sie gesagt: Setz` dich doch.
Ich habe von einem Buch gehört, das heisst: Mutter ist an allem schuld! (Von Dr. Marion Becker-Richter) Ich bekomme das aber in keiner Buchhandlung mehr und in den Internetshops ist es zurzeit auch anscheinend nicht zu haben. Weiß vielleicht jemand von euch, wo man dieses Buch noch herbekommen könnte?
Liebe Grüße Lena |
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| Mama52 hat zum Thema: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 03.01.2011, 23:09 Titel: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin |
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also jetzt muß ich mal ganz klar sagen, stop lena du suchst jetzt alle schuld bei dir und das ist nun mal unsinn. schuld hat man dann wenn man etwas wider besseres wissen tut. und das hast du nun mal nicht. fakt ist, deine tochter hätte etwas anderes gebraucht, nur war das weder dir noch ihr wirklich bewußt. das wird euch erst jetzt klar, jetzt wo es dafür zu spät ist. punkt!
im hier und jetzt braucht jeder von euch zeit für sich, zeit zu verstehen, zeit herz und hirn in einklang zu bringen. das geht nicht von heute auf morgen, das ist auch nicht mit ner umarmung getan. da hilft auch alle liebe nicht die ihr für einander habt. hier ist die zeit der punkt. gebt sie euch, das ist ganz wichtig. auch meine mutter hat in meiner kindheit viel falsch gemacht, aber dafür verurteile ich sie nicht, sie wußte es eben nicht besser, aber auch ich brauchte zeit um das alles zu erkennen und zu verarbeiten und dann das beste daraus zu machen. das ist das was ich meinte als ich dir sagte das es jahre braucht um da wirklich raus zu kommen. bei deiner tochter und ebenso bei dir. brech da nichts übers knie und nimm es nicht zu persönlich wenn sie dir nicht bei jedem besuch gleich um den hals fällt. sie ist eben sehr mit sich und ihren gefühlen beschäftigt, muß lernen sie richtig einzuordnen, negative gefühle auszuhalten, die dinge richtig zu bewerten. das kann ein nasser alkoholiker nicht.
ich vergleich das mit auto fahren, wenn man den führerschein neu hat nimmt man jedes schild, jedes hinderniss alles einfach sehr bewußt wahr. es ist sehr anstrengend sich richtig zu verhalten und fordert die ganze konzentration. wenn man paar jahre fährt sieht man die schilder gar nicht mehr bewußt, man reagiert ohne nachzudenken einfach richtig. so ungefähr kannst du dir eure situation eben vorstellen. bei euch beiden. ihr seit eben sehr damit beschäftigt zu schauen was ihr wie machen müßt das für anderes kein raum ist. akzeptiert das einfach so. es wird mit der zeit leichter. irgendwann ist es wie das fahren routine und dann kann man auch andere dinge wahrnehmen als stur auf die straße zu schauen. hab geduld, das braucht seine zeit aber es wird besser.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin geschrieben
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Taale neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2010 Beiträge: 104 Alter: 36
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Verfasst am: 16.01.2011, 09:50 Titel: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin |
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Liebe Mama52,
ich schreibe Dir heute, weil ich mich emotional ein bißchen mit Deiner Tochter vergleichen kann. Ich habe zwar meine Sorgen etc. nicht mit Alkohol zu verdrängen versucht, aber ich hatte auch einen, sagen wir mal, verhaltensauffälligen Bruder, der sämtliche Aufmerksamkeit meiner Eltern (Vater, Stiefmutter) forderte. Ich war brav, angepasst, immer bemüht, es allen Recht zu machen um, genau, nicht AUCHNOCH Probleme zu machen, damit nicht auch noch wegen mir rumgebrüllt wurde...
Ich finde es gut, dass Du diese Gefühle bzgl. der Kindheit Deiner Tochter ernst nimmst! Aber es nützt euch beiden auch nichts, darauf rumzureiten, und es nützt euch beiden auch nichts, wenn Du dir deswegen jetzt ständig Schuldgefühle einredest.
Ich finde, Du hast es schon gut gesagt: Eine Mutter ist die Person "im Hintergrund", die immer da ist, wenn man sie braucht. Eine Mutter nimmt einen so, wie man ist, auch wenn man mal Probleme macht oder hat - DU kannst ihr jetzt nicht viel helfen, dass müssen die Ärzte tun und sie selbst für sich! Du kannst aber da sein, wenn sie Deine Hilfe möchte. Das klingt wenig, ist aber unglaublich viel! Ich bin froh, wenn ich das später schaffe für meine Kinder umzusetzen!
Meine leibliche Mutter hat es irgendwie geschafft - auch wenn wir sie nur alle 2 wochen sahen. Sie war immer da, sie nahm uns ganz individuell wahr. Meinen schwierigen Bruder auf seine, und mich auch meine ganz persönliche Art und Weise. Heute habe ich mit ihr immer noch eine ganz enge emotionale Beziehung und doch sprechen wir uns manchmal wochenlang nicht, weil wir beide unser eigenes Leben leben.
Sei einfach da für Deine Tochter. Die guten Ratschläge für ihr Leben geben ihr die Ärzte. Nimm Anteil an ihrem Leben, aber schreibe ihr nichts vor. "Bemutterung" ist lieb gemeint, hift aber gar nichts beim erwachsen werden.... Und Mitleid hilft euch jetzt auch nichts. In einer ruhigen Minuten würde ich ihr einfach mal sagen, dass Du erkannt hast, dass ein bißchen was verkehrt gelaufen ist in ihrer Kindheit, das es dir leid tut und du es leider nicht rückgängig machen kannst auch wenn du es gern könntest. Das ist ehrlich. Mir hätten diese einfachen Worte meiner Stiefmutter und meines Vaters sehr sehr geholfen und mich emotional "befreit", leider ist ihnen eine so selbstkritische Sicht, wie sie dir gelingt!, nicht möglich und ich kann wohl ewig drauf warten.
Gib dir und deiner Tochter Zeit. Das wird schon wieder!
Ich wünsch euch alles Gute!
Weppi |
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| Taale hat zum Thema: Re: Meine Tochter ist Alkoholikerin geschrieben
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