| Meine Mutter eine Alkoholikerin? • Mutter seit 15 Jahren Alk. Kann ich ihr noch helfen? |
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insecure neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.10.2010 Beiträge: 34 Alter: 20 Wohnort: Landkreis Gießen (Hessen)
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Verfasst am: 31.10.2010, 21:37 Titel: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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Hallo an alle!
Den Titel für meinen eintrag habe ich gewählt, weil ich in einem Buch neulich gelesen habe dass ein Alkoholproblem in der Familie wie ein Elefant im Wohnzimmer ist... Alle sehen ihn, alle wissen dass er da ist weil er nicht zu übersehen ist, aber keiner will darüber reden.
Wie ich bei meiner Vorstellung schon gesagt habe, ist mein Vater in diesem Fall der Grund, warum ich mich hier angemeldet habe...
Ich habe mehrere große Fragen für deren Antwort ich hierher gekommen bin:
Wie kann ich meinem Vater helfen?
Wie kann ich meiner Familie helfen?
Und, wie kann ich mir selbst helfen?
Ich halte das einfach nicht mehr aus! Ich dachte immer in meinem Alter sollte man sich sorgen machen was man anzieht, wie man Schule/Ausbildung geregelt bekommt, was mit der besten Freundin los ist oder welches MakeUp man heute auflegt...
Stattdessen drehen sich meine Sorgen darum, wie ich mit meinem alkoholabhängigen Vater klar kommen kann und wie ich ihm helfen kann. Wie ich verhindern kann dass meine Freunde davon erfahren oder mein neuer Freund...
Ich habe genug davon daneben zu sitzen und mir mit anzuschauen wie mein eigener Vater sich selbst zerstört! Das muss jetzt aufhören! Es muss aufhören das mich all das langsam von inner auffrisst!
Ich möchte endlich etwas ändern. Ich weiß nur noch nicht wie. Und darum hoffe ich dass ihr mir helfen könnt und mir sagen könnt, wie ihr mit sowas umgeht oder umgegangen seit! Bitte... könnte ihr mir helfen?
Liebe Grüße
insecure |
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| insecure hat zum Thema: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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Sweetnina5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.12.2008 Beiträge: 107 Alter: 44
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Verfasst am: 01.11.2010, 00:14 Titel: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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| insecure hat Folgendes geschrieben: | Hallo an alle!
Den Titel für meinen eintrag habe ich gewählt, weil ich in einem Buch neulich gelesen habe dass ein Alkoholproblem in der Familie wie ein Elefant im Wohnzimmer ist... Alle sehen ihn, alle wissen dass er da ist weil er nicht zu übersehen ist, aber keiner will darüber reden.
Wie ich bei meiner Vorstellung schon gesagt habe, ist mein Vater in diesem Fall der Grund, warum ich mich hier angemeldet habe...
Ich habe mehrere große Fragen für deren Antwort ich hierher gekommen bin:
Wie kann ich meinem Vater helfen?
Wie kann ich meiner Familie helfen?
Und, wie kann ich mir selbst helfen?
Ich halte das einfach nicht mehr aus! Ich dachte immer in meinem Alter sollte man sich sorgen machen was man anzieht, wie man Schule/Ausbildung geregelt bekommt, was mit der besten Freundin los ist oder welches MakeUp man heute auflegt...
Stattdessen drehen sich meine Sorgen darum, wie ich mit meinem alkoholabhängigen Vater klar kommen kann und wie ich ihm helfen kann. Wie ich verhindern kann dass meine Freunde davon erfahren oder mein neuer Freund...
Ich habe genug davon daneben zu sitzen und mir mit anzuschauen wie mein eigener Vater sich selbst zerstört! Das muss jetzt aufhören! Es muss aufhören das mich all das langsam von inner auffrisst!
Ich möchte endlich etwas ändern. Ich weiß nur noch nicht wie. Und darum hoffe ich dass ihr mir helfen könnt und mir sagen könnt, wie ihr mit sowas umgeht oder umgegangen seit! Bitte... könnte ihr mir helfen?
Liebe Grüße
insecure |
Hallo insecure,
herzlich Willkommen hier im Forum. Den ersten Schritt in Richtung Veränderung bist du damit schon gegangen.
Hier im offenen Bereich können wir deine Vorstellung leider nicht lesen, du solltest sie deshalb nochmal hierher in deinen Thread kopieren. Ich denke auch, du bist im Bereich der EKAs (erwachsene Kinder von Alkoholikern) noch besser aufgehoben. Vielleicht liest du dich dort erstmal ganz in Ruhe ein, dann wird dir auch schon vieles klarer.
Mein Vater war/ist übrigens ebenfalls Alkoholiker, ein bei uns familiäres Tabuthema. Dieses ungeschriebene Schweigegelübde konnte ich leider erst mit meinem 37. Lebensjahr brechen. Deshalb:
Nur wenn du nicht wegsiehst und offen mit dem Thema umgehst, kannst du auch Hilfe und Unterstützung erhalten. Falsche Scham ist hier fehl am Platz, dein Vater trinkt und du bist weder Schuld daran, noch hast du Einfluss darauf.
Die Veränderung fängt immer bei DIR an und vielleicht kann sie dann auch eine Veränderung bei deinem Vater und/oder deiner restlichen Familie bewirken. Stelle DICH und DEINE Bedürfnisse in den Mittelpunkt.
Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe oder du sprichst mit deinem Hausarzt über dieses Thema und fragst nach Hilfsangeboten. Nimm alle Hilfe an, die du bekommen kannst.
Lieben Gruß
Nina |
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| Sweetnina5 hat zum Thema: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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insecure neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.10.2010 Beiträge: 34 Alter: 20 Wohnort: Landkreis Gießen (Hessen)
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Verfasst am: 01.11.2010, 07:37 Titel: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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Hallo sweetnina5!
Vielen Dank für deine Antwort. Das mit dem Hausarzt ist an sich eine gute Idee, aber die habe ich schon lange verworfen da mein Hausarzt ein persönlicher Freund unserer Familie ist. Mit ihm möchte ich nur ungern darüber reden...
Deinem Vortschlag meine Vorstellung noch mal hier her zu kopieren komme ich gerne nach:
Hallo!
Ich bin 18 Jahre alt, morgen 19... Ich lebe zusammen mit meinem Vater, meiner Stiefmutter und meinem 7 Jahre alten Halbbruder zusammen.
Mein Vater ist alkoholabhängig... seit wann mir das klar ist weiß ich nicht genau, aber jetzt, wo mir das wirklich klar ist, weiß ich dass es schon viele Jahre so ist... eigentlich schon so lange dass ich mich nicht mehr erinnern kann wann es nicht so war.
Für mich als Tochter ist es schrecklich daneben zu sitzen, zuzuschauen wie mein Vater sich selbst zerstört und nichts dagegen tun zu können.
Er trinkt ausschließlich Bier. Aber das mehrmals die Woche und genug davon um nicht mehr zu wissen was er tut oder sagt.
Ich habe lange Zeit versucht damit einfach zu leben und es hinzunehmen, bis ich gemerkt habe wie sehr es mich innerlich auffrisst.
Ich hoffe hier zu erfahren, wie andere mit so etwas umgehen/umgegangen sind, wie man ihm vielleicht helfen kann und wie ich mir selbst helfen kann besser mit der Tatsache zu leben, dass der Vater den ich liebe und immer bewundert habe, ein Alkoholiker ist. Ich ertrage es einfach nicht mehr...
Liebe Grüße
insecure |
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| insecure hat zum Thema: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14432 Alter: 46
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Verfasst am: 01.11.2010, 11:25 Titel: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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Hallo insecure,
dann wünsche ich dir heute mal als allererstes alles, alles Gute zum 19. Geburtstag!
Ich kann mich gut erinnern, wie ich so etwa mit 15 oder 16 beim Hausarzt saß und wegen der Trinkerei meiner Mutter nachfragte. Er hat mich quasi rausgeschmissen. Danach bin ich für Jahre verstummt, habe mich überhaupt niemandem mehr anvertraut. Ich spinne ja und sie ist schließlich ein ehrwürdiger Teil der Dorfgemeinschaft..... Ich habe dann den Hausarzt gewechselt.
| Zitat: | Wie kann ich meinem Vater helfen?
Wie kann ich meiner Familie helfen?
Und, wie kann ich mir selbst helfen? |
Dreh mal die Reihenfolge um, dann stehst du da, wo du hingehörst: oben!
Die anderen sind für sich selber verantwortlich. Und du bist für dich verantwortlich. Was da jeder von euch draus macht, das ist Seins.
Lieber Gruß und hab einen schönen Tag. Auch wenn es den anderen nicht so gut geht - Dir darf es gut gehen!
Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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insecure neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.10.2010 Beiträge: 34 Alter: 20 Wohnort: Landkreis Gießen (Hessen)
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Verfasst am: 01.11.2010, 17:06 Titel: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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Hallo Linde66!
Danke für deine Antwort...
Vielleicht denken alle so die erst vor kurzem wirklich realisiert haben dass ein echtes Problem vorliegt wie ich. Ich denke immer noch dass man das Problem bei der Wurzen packen muss! Das heißt, dass man meinem Vater helfen muss seine Sucht zu überwinden damit es uns anderen besser geht!
Oder ist das falsch?
LG |
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| insecure hat zum Thema: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14432 Alter: 46
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Verfasst am: 01.11.2010, 17:19 Titel: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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Das gilt nicht für eine Suchterkrankung wie Alkoholismus.
Da ist Vorraussetzung, daß der Betroffene von sich aus aufhören möchte. Von außen kann man nichts tun, solange derjenige keine Einsicht hat und von sich aus um Hilfe nachfragt.
Ihm wird ja jederzeit geholfen! Beim Hausarzt, der Suchtberatungsstelle, in der Entgifungsstation usw. - wenn er denn will!!
Dann kommt noch dazu, daß wir Angehörige keine Profis sind und diese Erkrankung gehört professionell begleitet. Als Angehöriger meint man helfen zu müssen und kommt so in Gefahr, in co-abhängiges Verhalten zu geraten. Also den Alkoholiker in den Mittelpunkt zu rücken und die Gedanken kreisen nur noch um ihn. Und man selber geht mit unter.
Feierst du schön?
LG, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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MrHardcore neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2009 Beiträge: 149 Wohnort: Nähe München
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Verfasst am: 01.11.2010, 17:25 Titel: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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hi insecure,
der einzige, der einem alkoholiker am anfang helfen kann, ist der alkoholiker selbst.
er muss zu der einsicht kommen, dass er ein leben ohne alkohol fuehren will. er. einsicht. ohne alkohol. W O L L E N.
und ab da wird jeder alkoholiker dieser welt eine solch breite palette an hilfsangeboten finden (zumindest in deutschland ist das so), dass er die fuer ihn passenden hilfsangebote auch wahrnehmen kann.
ohne diesen winzigen teil am anfang gibt es nichts und niemand, der einem alkoholiker helfen kann.
von daher: mach dein ding, loese dich aus dieser krank machenden familienstruktur, und lass den elefanten (geil! der gedanke gefaellt mir!) oefter mal draussen im regen stehen, oder schick ihn in die wueste - da gerhoert er naemlich hin.
einen schoenen geburtstag wuensch ich dir noch, lass es dir gut gehen und halt die ohren steif!
cu
MrHardcore |
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| MrHardcore hat zum Thema: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 01.11.2010, 21:52 Titel: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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Hallo,
auch von mir ein herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!!!!
Ich schliesse mich all dem an was schon geschrieben steht. Du musst dich zudem nicht schämen oder gar verheimlichen was dein Vater tut. Nicht vor deinen Freunden, vor niemanden, denn das bist nicht du die Trinkt, es ist er!!!!!!!
Mir tat es immer gut und auch ich war 16 Jahre alt als ich das erste mal realisierte das meine Mutter Alkoholikerin ist. Ich habe eine lange Co_Abhängigen Geschichte hinter mir. Darum finde ich es wichtig, das du es JETZT schaffst mehr auf dich zu achten, für dich zu sorgen und deinem Vater da nicht weiter nachhängst.
Schwer ich weiss. Aber tu dir selbst einen Gefallen damit, bleib offen und spreche das Thema bei deinen Freunden, Freundinnen an.Ich habe einen Sohn in deinem alter auch ihm empfele ich über seine Oma offen zu reden, auch über seinen Vater (Alkoholiker). Es wird hier und heute nichts mehr heimlich gemacht.Das tut uns allen nur gut!
Lieben gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen geschrieben
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