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Meine Mutter eine Alkoholikerin?

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Engel0310
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2010
Beiträge: 6
Alter: 23

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 22:33    Titel: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen.
Kurz zu mir: Ich bin 21 Jahre alt, befinde mich im letzten Ausbildungsjahr zur Rechtsanwaltsfachangestellten und wohne noch bei meinen Eltern. Meine Mutter ist 47, mein Vater Ende 59 Jahre alt. Mein Vater hatte letztes Jahr einen Herzinfarkt und ist seitdem öfter krank zuhause als halbwegs fit bei der Arbeit. Meine Mutter scheint gerade in die Wechseljahre zu kommen und ist voller Tatendrang. Dementsprechend prallen auch ohne das eigentliche Problem zuhause schon so gut wie täglich zwei Welten aufeinander.

Ich bin mir nicht sicher, ob meine Mutter wirklich eine Alkoholikerin ist. Sie trinkt keinen harten Alkohol (abgesehen von Kräuterschnaps oder Ouzo mal zu Spieleabenden oder Geburtstagen), sie trinkt Rotwein und Sekt. Jeweils eine halbe bis ganze Flasche am Tag. Sie wirkt dann zwar nicht betrunken im "weitläufig verbreiteten" Sinne (sie torkelt nicht rum und nuschelt nicht). Sie sitzt dann aber oft die halbe Nacht traurig in der Küche, weint manchmal und wirkt insgesamt total unglücklich. Und raucht dazu noch eine nach der anderen, aber das ist momentan in meinen Augen das kleinere Übel.

Meine Eltern haben deswegen sehr oft Streit. Das ist belastend für uns alle, aber die Konsequenzen wollen sie irgendwie nicht ziehen. Sie halten mich immernoch für das kleine Mädchen, das seine Eltern braucht und merken gar nicht - obwohl ich das schon mehrmals sagte -, dass ich viel befreiter wäre, wenn einer von beiden nicht mehr hier wohnen würde. Von einer 21-Jährigen sollte man doch annehmen dass sie mit einer Scheidung der Eltern zurechtkommt? Die raffen das nicht. Die machen das alles von meinem Auszug abhängig (nach der Ausbildung). Sie versuchen auch immer, mich auf die eine oder andere Seite zu ziehen. Dass ich mit deren Streitereien überhaupt nichts zu tun haben möchte, interessiert sie auch überhaupt nicht (das habe ich denen auch schon 100 mal gesagt). Naja. Das ist aber in diesem Forum eher nebensächlich.

Also, wie gesagt, meine Mutter trinkt. Zuviel? Ich denke ja. Gestern ist es total eskaliert. Wir haben einen eigentlich netten SPieleabend gemacht (mein Freund, mein Schwager, meine Mutter und ich). Besagter Schwager ist aber leider mal der letzte Idiot. Der stiftet andere geradezu zum trinken an und hat meine Mutter inzwischen sogar soweit gekriegt, dass sie regelmäßig mit ihm kifft. Auch gestern wurde dann natürlich zuviel getrunken. Mich widert diese ganze Alkoholsache inzwischen so sehr an, dass ich bis auf ein-zwei Gläser Sekt zu Geburtstagen/besonderen Anlässen überhaupt nichts mehr trinke. Gestern kam dann der Kräuterschnaps auf den Tisch... Die Flasche haben die anderen drei geleert, mein Freund hat es jedoch im Gegensatz zu den beiden dabei belassen und nicht wild durcheinander gesoffen. Bei meiner Mutter gab es dazu Rotwein, davor gab es Sekt. Ich sagte ihr, sie könne dann doch wenigstens den Rotwein weglassen (da sie schon meinte dass es ihr heute bestimmt wieder soooo mies geht), da bekam ich nur zu hören "Kann ich nicht". Mein Freund und ich sind dann gegen 0 Uhr schlafen gegangen. Heut emorgen erzählte mein Vater, dass die beiden noch bis HALB SECHS MORGENS da saßen. Und noch mehr Wein getrunken haben. Meine Mutter hatte sich gestern abend schon so dermaßen peinlich aufgeführt.... Blödes Zeug erzählt und sich insgesamt benommen wie ne 15 Jährige. MEine Laune wurde dementsprechend immer schlechter. Ich habe in der NAcht zum ersten Mal konkreter über einen sofortigen Auszug nachgedacht. Ich fühle mich dem aber irgendwie weder finanziell noch psychisch gewachsen. Ich habe permanent das Gefühl kraftlos und machtlos zu sein. Das liegt hauptsächlich an den gesamten Streitereien hier im Hause, aber das Alkoholproblem rückt immer mehr in den Fokus.

Sie trinkt schon lange. Mir ist es aber erst in den letzten 1-2 Jahren aufgefallen. Es wird auch immer mehr... Mein Vater hat manchmal Phasen, in denen er sagt, er bringt jetzt keinen Wein mehr mit (er ist für den Einkauf hier "zuständig"). Das hält er aber warum auch immer maximal drei Tage durch. Ich nehme inzwischen schon immer öfter das einkaufen auf mich, trotz stressiger Ausbildung, ich kann da nämlich konsequent bleiben. Klar weiß ich, dass sie dann früher oder später selbst was kauft.... Aber so habe ich zumindest ein etwas besseres Gewissen. Da ich ja sonst überhaupt nichts tun kann.

Ich habe schon so oft versucht mit ihr zu reden. Habe ihr so oft gesagt, dass es zuviel ist. Sie sagt immer, dass sie das weiß. Aber es ist ihr egal. Oder sie weiß es eben nicht. Ich habe ihr meine Hilfe angeboten, habe gesagt, dass es doch auch kleinere Weinflaschen gibt und dass sie doch einfach den Konsum langsam senken kann... Das prallt alles an ihr ab.

Inzwischen habe ich alles reden aufgegeben. Es nützt ja sowieso nichts. Stattdessen habe ich eine unfassbare Wut in mir drin. An so Abenden wie gestern kommt die dann halt auch durch. Ich bin in erster Linie wütend auf sie, ihr Verhalten und ihr Gesaufe. Aber auch auf mich, meine Hilflosigkeit. Ich fühle mich dann auch einfach immer furchtbar klein und alleine... Jetzt haben sie und ich heute den ganzen Tag nicht miteinander gesprochen. Gegen 17 Uhr habe ich mir vom Griechen was zu essen geholt, da pampte sie mich an wieso ich nix mitgebracht habe. Hat sie denn sonst keine Probleme? Gestern fragte sie auch tausendmal was sie denn falsch gemacht hätte. Meine Antwort kann inzwischen darauf nur noch lauten "ist doch eh egal", weil es sie ja eigentlich doch nicht interessiert. Daraufhin fängt sie an zu kichern wie ein dümmlicher Teenie. Selbst beim Schreiben darüber kocht die Wut in mir wieder hoch. Ich bin mir ehrlich auch nicht sicher, ob meine Psyche unter dem ganzen inzwischen so sehr leidet, dass man mich als depressiv bezeichnen kann. Ich finde das sehr beängstigend.

Solche Abende wie gestern gibt es übrigens mindestens einmal im Monat. Und ich will lieber nicht so genau wissen, wie oft es solche Abende gibt, wenn ich nicht da bin (Fernbeziehung, daher an manchen Wochenenden gar nicht zuhause).

Ich würde ihr gerne helfen. Aber ich weiß nicht wie. Und ehrlich gesagt, möchte ich im Moment in erster Linie mir selbst helfen, auch wenn das vielleicht egoistisch klingt. Ich möchte nicht, dass meine Psyche wegen dem Mist kaputt geht und ich habe furchtbare Angst, meine Ausbildung noch in den Sand zu setzen (da sich der Zustand natürlich auch auf meine Leistung in Büro und Schule auswirkt und ich bin eigentlich eine gute Schülerin...). Habt ihr Ideen, Tipps, Ratschläge?

Entschuldigt den langen Text, aber ich bin echt verzweifelt...
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Engel0310 hat zum Thema: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben
Sisu
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2010
Beiträge: 62
Alter: 42

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 22:54    Titel: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Tu Dir selbst den Gefallen und setz Dich an erste Stelle!

Hilf Dir selbst, einem Menschen der sich nicht helfen lassen will kannst Du nicht helfen!

Pass auf Dich auf,

Sisu
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Sisu hat zum Thema: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben
Schneekugel
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 28
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 08.11.2010, 15:01    Titel: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Engel, habe deinen Beitrag eben erst entdeckt und gelesen. Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen und möchte dir deshalb gerne antworten.

Wie Sisui schon geschrieben hat, musst du dich selbst an erste Stelle setzen. In so ziemlich jedem Thread wird dies den Betroffenen geraten, denn es ist wirklich die einzige Möglichkeit, zu "helfen". Auch ich musste erst mühselig lernen, dass ich nict für meine Eltern verantwortlich bin und dass ich nichts, wirklich überhaupt nichts, tun kann, um sie zu ändern. Heute fällt es mir manchmal auch noch schwer, nichts zu sagen, wenn sich meine Mutter direkt nach der Arbeit ein Bier reinleert und das Glas gleich wieder vollschenkt. Sie wird nur böse und hört nicht, was wir Kinder ihr sagen. Das ist ziemlich traurig, aber wir Kinder können nichts tun, damit sie damit aufhört.
Ich bin selbst erst vor kurzem ausgezogen und es geht mir so viel besser damit, dass ich nur jedem raten kann, es auch zu tun, sofern es finanziell möglich ist. Eine zeitlang war ich auch bei einer Psychologin, vielleicht kann dir das auch helfen?!

Es ist schwer, weil es die Mutter ist, aber man kann leider wirklich nichts machen.
Vielleicht ist es eine Möglichkeit, wenn du an solchen Spieleabenden nicht mehr teilnimmst? Dann musst du dir das Verhalten deiner Mutter wenigstens nicht mehr "live" antun?!
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Schneekugel hat zum Thema: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben
superunknown
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 21:39    Titel: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Engel,

ich kann dir nur erzählen, was mir gutgetan hat als ich noch zu Hause war: ich habe mich häufig zurückgezogen, war bei Freunden, habe im Cafe gelernt um möglichst wenig direkt mitzubekommen. Und ich habe immer und immer wieder was gesagt, auch wenn der Haussegen dann ganz schief hing. Dann bin ich halt wieder gegangen. Das hab ich für mich getan, weil ich einfach nicht schweigend zuschauen konnte. Ob das nun richtig oder falsch war, weiss ich nicht. Mir tats gut.
Am besten tat mir aber allerdings der Auszug. Da konnte ich Abstand gewinnen, meine Gedanken ordnen und mir überlegen, wie ich am besten mit der Situation umgehe. Inzwischen klappts ganz gut, wenn ich auch immer mal wieder grübel, wütend bin oder enttäuscht wenn ich daheim war zu Besuch.
Davon mal abgesehen kannst du deiner Mutter nicht helfen, da muss sie selbst drauf kommen. Du kannst nur dir selbst helfen. Welcher Weg da der der richtige ist, kann ich dir nicht sagen. Meiner hat mich einige Male in die Sprechstunde beim Uni-Psychologen geführt.
Ich wünsche dir alles gute!
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superunknown hat zum Thema: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben
Engel0310
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2010
Beiträge: 6
Alter: 23

BeitragVerfasst am: 13.11.2010, 21:27    Titel: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr Lieben,
danke für eure Antworten. Zurückgezogen habe ich mich tatsächlich. Vor drei Wochen ist meine Mutter mit besagtem Schwager und noch zwei seiner Kumpels nach Hamburg zur Reeperbahn gefahren. Auf nem Sonntag. Sie kam montag früh um 7 wieder. Mein Papa und ich wussten nicht bescheid. Sie erzählte uns nur, dass die ihren Zug verpasst hätten und dass sie gesagt hat dass sie nach Hause müssen aber dass die anderen immer nur meinten sie solle sich entspannen und noch einen Wodka trinken. Seitdem rede ich nicht mehr mit ihr. Beziehungsweise nur noch das nötigste. Diesen Mittwoch habe ich einmal etwas mehr erzählt, bekam aber gleich eine übertrieben pampige Antwort, so dass ich das Reden jetzt wieder eingestellt habe. Sie sagt dauernd zu meinem Papa dass sie überhaupt nicht versteht warum ich ihr so böse bin. Er leidet auch massiv unter der Situation zuhause. Letztes Wochenende war auch so eine Sache... Mein Freund überredete mich zu einem kleinen Spieleabend, da er und meine Mutter gerne Rommé spielen wollten. Ich habe trotz der miesen Stimmung klein bei gegeben. Blöd. Am Ende bin ich leider echt ausgerastet und habe ihr - kurzgefasst - an den Kopf geworfen, dass ich glücklicher wäre wenn sie nicht da wäre. Auch das hat sie nicht verstanden. Wie denn auch. Ich halte auch einfach diesen ganzen Mief aus Rauch, Alkohol und den Räucherstäbchen auf die sie ja so sehr abfährt, echt nicht mehr aus. Ich hasse es, frisch geduscht durch die Wohnung zu gehen und in meinem Zimmer angekommen nach Rauch zu stinken -.-
Das mit dem Psychologen ist so ne Sache... Ich würde die Hilfe gerne in Anspruch nehmen, es dauert aber zum einen ewig bis man überhaupt nen Termin bekommt und zum anderen... bezahlen kann ich das nicht.

Wenn ich meine Kaninchen mit ihrem riesigen Platzbedarf nicht hätte wäre ich glaube ich längst zu meinen Großeltern gezogen... Aber die haben keinen Platz für die Tiere und hergeben würde ich die beiden Schnuffels niemals. Die sind das einzige, was mich derzeit noch zum lachen bringt.
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Engel0310 hat zum Thema: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14432
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 14.11.2010, 10:29    Titel: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Engel,

Psychologen werden von den Krankenkassen bezahlt. Du bekommst eine Überweisung bei deinem Hausarzt und gibst die dann einfach ab, wenn du deinen Termin hast. Einfach herumtelefonieren und gegebenenfalls auf die Warteliste setzen lassen. Am Telefon hörst du schon, wessen Stimme dir symphatisch ist.

Sind die Kaninchen ein Vorwand, nichts verändern zu müssen? Wie beim Psychologentermin: ohne Einsatz tut sich nichts und du wirst weiter unter der Situation leiden.

Ich bin sicher, wenn du wirklich willst und etwas dafür tust, dann findet sich eine Lösung, auch für die Kaninchen. Denen gefällt es im übrigen in einer verqualmten Wohnung sicher auch nicht.

Nimm dich wichtig und leg los! Winken

Lieber Gruß, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben
Taale
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.08.2010
Beiträge: 104
Alter: 36

BeitragVerfasst am: 14.11.2010, 10:42    Titel: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Engel,

ich bin zwar in anderer Hinsicht vom Alkoholismus betroffen (mein Mann), aber ich kann mich ein bißchen in dich hineinversetzen. Ich bin mit einer Stiefmutter aufgewachsen, die ihr Wohlbefinden von meinem Verhalten/Benehmen abhängig gemacht hat. Ich kann Dir nur raten:
Halte Abstand, Niemals trifft dich eine Schuld, wenn Deine Mutter sich schlecht oder unglücklich fühlt. Oder trinkt. Sie ist unfähig an ihrer situation was zu ändern und es ist nicht deine aufgabe, dafür zu sorgen, das es ihr gut geht.
Mein Vater und meine Stiefmutter haben mir immer abwechselnd ihr Leid über den anderen geklagt und wenn ich sagte: "Trenn dich doch" dann erntete ich empörte Blicke.
Ich an deiner stelle würde so schnell es geht ausziehen. Es gibt - wenn du in ausbildung bist - Hilfe zum Lebensunterhalt. Erkundige dich einfach mal. Wenn mich nicht alles täuscht, müssten deine eltern dir unterhalt zahlen (bis abschluss der ersten ausbildung) und wenn die situation zuhause für dich psychisch zu belastend ist, kann auch keiner verlangen, dass du dort wohnen bleibst.
Es wird ja nicht "einfach plötzlich so" bald besser werden. Also würd ich recht bald mal über alternativen nachdenken, bevor es dir richtig schlecht geht....
Ich würde jegliche Bemerkungen darüber wie schlecht es ihr geht, etc. unkommentiert lassen. Die antwort ärgert dich eh nur und macht dich wütend und traurig. Ist ja vorherzusagen....
Geh mit deinem Freund ins Kino, geht essen, geht spazieren statt anzuschauen, wie deine Mutter sich betrinkt, es DIR dabei aber schlecht geht. Trefft euch einmal mehr bei IHM und nicht bei dir, damit du dieser belastenden Situation aus dem weg gehen kannst....Wenn Dein Freund dich liebt, dann wird er mehr als gern auf einen Romme abend verzichten.

Ich wünsch dir alles gute und viel Kraft!

Weppi
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Taale hat zum Thema: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben
Engel0310
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2010
Beiträge: 6
Alter: 23

BeitragVerfasst am: 14.11.2010, 22:48    Titel: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
danke für die Antworten.
@Linde: Gut zu wissen mit dem Psychologen. Das wusste ich nicht. Werde ich mir merken. Ich habe heute aber endlich mal meiner besten Freundin gegenüber den Mund aufgemacht (bisher habe ich sie da rausgehalten, wollte auch nen Raum haben, in dem es nicht um meine Probleme geht, wollte sie nicht damit belasten da sie grad genug selbst zu kämpfen hat etc). Das hat sehr gut getan, daher denke ich - aktuell, das kann in einer Woche schon wieder anders aussehen - dass ich vorerst keine psychologische Hilfe brauche. Auch sie hat mir übrigens geraten, dringenst auszuziehen. Die Kaninchen sind keinesfalls ein Vorwand, sie sind einfach nur ein "Hindernis".

Weppi, danke für deine Tipps. Ich habe auf jeden Fall vor am Mittwoch (vorher komme ich da nicht hin) mal zu meinen Großeltern zu fahren und mit denen zu reden. Die wissen, dass meine Mutter dieses Problem hat, die wissen, dass es mir schlecht geht zuhause, sie haben mir bereits ihre Hilfe angeboten und haben mir für meinen eigentlich in 7,8 Monaten geplanten Auszug bereits ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Da deren Finanzen ziemlich rosig sind, spricht denke ich auch nichts dagegen, diese Unterstützung eben auf jetzt vorzuverlegen. Mit BAB oder Wohngeld müsste ich dann sehen, aber dafür bräuchte ich ja zunächst eine Wohnung.

Ich will ausziehen. Unbedingt. Es ist allerhöchste Zeit. Mein Freund möchte gerne, dass ich am kommenden Wochenende, wenn er hier ist, nochmal mit meiner Mutter rede. Ich will das nicht. Ich glaube nicht, dass es was bringt. Er will, dass ich den Auszug als "Druckmittel" verwende. Möchte ich auch nicht. Meine Eltern wissen bisher von diesen Bestrebungen nichts und ich möchte sie, insbesondere meine Mutter, eigentlich vor vollendete Tatsachen stellen. Ich hab monatelang nur gegen Wände gequatscht. Irgendwann sollten doch auch Taten folgen, oder?
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Engel0310 hat zum Thema: Re: Meine Mutter eine Alkoholikerin? geschrieben

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