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Was nützt die Liebe in Gedanken...

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solvejg
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 18.10.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 25.10.2010, 00:09    Titel: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nein, ich habe absolut kein gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Als ich noch da wohnte haben sie mich geschlagen. Ich bin mit 18 Jahren ausgezogen. Seitdem ist der Kontakt sporatisch. Paddy, ja. So ist es. Vielleicht ist es auch so eine Art Mitleid und Pflichtgefühl einem Mensch gegenüber, den man ein sehr positives Gefühl gegenüber entwickelt hat. Was ich aber wirklich selbst an mir begreife, obwohl ich sonst in vielen Bereichen sehr pragmatisch bin, dass ich diesem Menschen bittere Beschimpfungen verzeihe. Ich würde manches was mir von ihm an den Kopf geworfen wurde von niemanden bieten lassen...Weil man diesen Menschen vertraut glaubt man ihn warscheinlich immer eine Spur breit, wenn er behauptet er hat kein Problem daraus resultiert ein Selbstzweifel, weil man selbst ja der Meinung ist, dass er definitiv ein Problem hat. Diese Unsicherheit macht bestimmt sehr manipulierbar.

Danke für den Link zu deinem Thread, ich möchte ihn mir erst ganz durchlesen bevor ich etwas dazu schreibe
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solvejg hat zum Thema: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 25.10.2010, 00:46    Titel: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Solveijg,
es ist schön, dass du heir gelandet bist und ich denke, dass du hier viele Menschen finden wirst, die dich verstehen, dich respektieren, Dich Ernst nehmen, nachempfinden können, was du fühlst und dich begleiten.
Ich kann Dir nur empfehlen, immer wenn es dir schlecht geht ein paar Zeilen hier zu lesen und zu schreiben.
Von dem, was Du schreibst kann man schon spüren, dass Du viel aufzuarbeiten hast udn das ist ein langer Weg. Auch ich bin schon lange dabei und noch längst nicht am Ziel, sofern es überhaupt eines gibt.
Auch ich bin - als Kind eines Alkoholikers aufgewachsen- schon in meiner Kindheit und Jugend harten Dingen ausgesetzt gewesen. Da gibt es noch einiges,w as ich irgendwie sogar verdrängt habe und noch garnicht drüber geredet habe. Das könnte schon fast zu viel sein für mich.
Als Jugendliche habe ich mich schon immer zurückgezogen und gestalterisch gearbeitet. auch ich bin beruflich dabei geblieben. Ich finde dass es ein guter Weg ist für mich. Wenn man emotioanl bewegt ist, etwas auszudrücken hat , dann sollte man es auch tun. Davon lebt die Kunst. Egal ob Darstellende Kunst oder Gestaltung. Daher möchte ich Dich auf jeden Fall ermutigen da weiter zu machen.
Mit Deinem Partner das ist auch sehr typisch. Wenn Du heir viele threads liest dann findest du dieses verhalten überall wieder. Wundere dich also nicht. typische symptome eiens Alkoholikers. Er streitet ab süchtig zu sein, trinkt heimlich, will sich ncith auf Diskussionen einlassen udn wird dann aggressiv und beleidigend. Dieses Verhalten wird dann imemr schlimmer, weil er darin seien befriedigung findet. Denn ein Alkoholiker sucht udn findet auch imemr ienen grund zu trinken. Vorzugsweise in seinem engen Kreis. Somit wirst du mehr und mehr zu seienm "Objekt der begierde". Dadurch wird Dein Leid immer größer werden. Denn Du wirst ungerecht behandelt werden. Du wirst Dich vertreidigen wollen, Dinge klar stellen wollen und merken, dass Du damit gegen die Wand rennst. Denn es geht nicht um die Sache an sich, sondern um die Sucht.
je eher Du dieses Muster begriffen hast und durchschaust desto besser sit es für dich. Ich habe als Kind auch imemr als Sündenbock dastehen müssen. Ich habe das alles auf mich persönlich bezogen und sehr gelitten. Nach und nach geht Deine Seele daran zu grunde, wenn Du keinen Schutz findest. Ritzen ist dann nur ein anderer Weg mit diesem Schmerz klar zu kommen, ihn woanders zu fühlen, als in deinem Herzen. Da wandelst Du nur den seelischen in eine physischen schmerz um. Aber Ziel sollte es sein, diesen schmerz nicht mehr zu fühlen, nicht mehr zuzulassen, dass dir jemand seelisch so weh tut. Du mußt lernen Nein zu sagen, grenzen zu setzen. Immer wieder. Du mußt ein Gefühl dafür entwickeln, was gut für dich ist. Denn irgendwann in deinem Leben hast du das bereits verlernt.
Dieser Mann tut Dir nicht gut, auch wenn Du es im ersten Moment glaubtest. Es gibt sicher eine Verbundenheit. Er kann Dich auf eine gewisse Art verstehen, nachempfinden, was in Dir vorgeht. Ihr seid wie Spiegel füreinander. So funktionieren die meisten Beziehungen hier zwischen nassen Alkoholikern und Coabhängigen. Ein Team zweier kaputten Seelen , die einander (ge)brauchen, um sich die Bausteine der Sucht liefern. Man hilft sich gegenseitig und versteht sich in dem Sinne, das der eine die Sucht des anderen unterstützt. unterstützt heißt eben auch dass man sie toleriert. Da die Süchte sich voneinander nähren kann man einander auch nicht aus der Sucht heraus helfen, sondern nur mehr hineinziehen. Das habe ich hier durch das lesen im Forum so nach und nach für mich erkannt. schonmal der erste schritt und kein einfacher. Denn man könnte ja denken, dass gerade derjenige einem doch helfen kann, der weiß wie man selber tickt. Wer denn dann, fragt man sich. Der "Normale" weiß garnicht worum es geht und nimmt ein nichmal ernst. Da bleibt dann nciht mehr viel übrig. Wir heir im Forum, in einer selbsthilfegruppe oder auch ein Therapeut können dir weiter helfen. aber am allermeisten mußt DU Dir selbst helfen, so wie auch nur dein Freund sich selbst helfen kann udn auch erst dann tuen wird, wenn ER seine Konsum als Problem ansieht und nicht Du, wie Du es ja jetzt bereits siehst. Und Du wirst sehen, dass Du hier nicht die erste und einzige bist, die sich hier anmeldet um Hilfe für den trinenden Partner sucht, aber im Grunde diese Hilfe für sich selbst benötigt.
Versuche eien Raucher vom rauchen abzubringen. oder die stark übergewichtige freundin vom schokolade essen. auf Zigarettenschachteln sthen sogar die schlimmsten Hinweise. keiner heutzutage kann sagen, dass er nciht weiß, wie gefährlich und ungesund das alle sist. auch dein freund weiß es. aber der süchtige WILL ES NCIHR HÖREN UND SCHON GARNICHT VON ANDEREN, solange er selber kein problem damit hat. Kurzum- es geht ihm gut mit seinem Konsum.
Aber warte ab, es wird ihm nicht gut gehen mit seinem leben, seinem Job, anderen schlechten Leuten, mit Dir, Deiner ewigen Meckerei und kritik, mit dem Geld, mit .... tausenden von Dingen, und das Wundermittel Alkohol kann ihm doch all diese Probleme wegnehmen. Wie heißt es doch so schön: Alkohl ist das beste Lösungsmittel.
Setz Dich gemeinsam mit ihm hin, einer Flasche Wein und redet gemeinsam darüber wie schlecht die Welt ist, dann bist Du sein allerbester Freund. Ist er dann aber erstmal betrunken kann auch das plötzlich ins Gegenteil umschwanken, also versuchs lieber garnicht erst.
Ich hoffe, dass wir hier noch ganz viel von Dir hören. Von deine Gedanken, deinen Ängsten, Deinen Fortschritten...
Fühl dich erstmal herzlich willkommen hier.
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Frozen Tears hat zum Thema: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... geschrieben
n i c i
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 2287
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 09:36    Titel: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Solvejg,
ich habe das mal in deinen Thread reingestellt, da kann ich Dir besser schreiben.
Zitat:
Eine tiefe Frage-schön.
Was ich an meinem Partner nach wie vor liebe ist, dass man, obwohl er ein Suchtproblem zu haben scheint ein Mensch ist, mit den man tiefe Diskussionen und Gespräche führen kann. Sie tangieren immer die Bereiche, die uns beide bewegen. Uns bewegt nämlich einiges identisches.
Zitat:
Das eine schließt das andere ja nicht unbedingt aus. Diskussionen habe ich so viiiele geführt. Und mit den Jahren wurde sein Anteil halt immer weniger.
Ich finde großartig, wie er andern Menschen gegenüber eingestellt ist. Sein Charakter ist sehr stark und er ist intelligent.
Zitat:
Gebracht hat es nicht wirklich was, sein Alk-Problem hat Er immer noch.
Er ist ein Mann der Tat, kocht wahnsinnig gut, verwöhnt mich wenn er bei mir ist. Wenn man all dies hört eigentlich ein Traum.
Zitat:
Nur hast Du ja nicht nur diese Seite, oder ?!
Also warum sich was vormachen.

Der Fakt, dass er sich selbst kaputt macht durch den Alkohol ist für mich so unbegreiflich und beängstigend. Es passt eigentlich nicht zu ihm.
Zitat:
Eine Krankheit kommt oder geht, auch ohne dass wir sie begreifen.
Manchmal begreif ich auch nicht, warum der eine Krebs bekommt und der andere nicht, wenn sie die gleichen gesunddheitl. Veraussetzungen haben.
Aus all meinen Gefühlen gegenüber ihm behaupte ich schon, dass es eine Liebe ist, die mich Emotional immernoch an ihn bindet. Ich sehe ihn noch als Menschen, der etwas bewegt. Noch ist es nicht soweit, dass er komplett unfähig ist, ein eigenständiges Leben zu leben.
Zitat:
Aber wie lange noch ? Und willst Du das alles mitansehen ?
Ich könnte das nicht mehr.
Allerdings leistet er sich manchmal Abstürze im Freundeskreis. Mir tut es immer leid, wenn er so seinen Respekt verliert...
Er arbeitet auch regelmäßig mit voller Leidenschaft.
Zitat:
Aber Respekt wird leider beim Alkgenuß immer weniger, und auch aus Leidenschaft wird oftmals Oberflächlichkeit, weil der gesamte Focus auf den Alk und dessen Beschaffung ausgelegt wird. Die gesamte Leidenschaft fließt dann darein.
Ich wünsche mir so sehr, dass er sich auf das verlassen kann, was er darstellt als Mensch.

Leider ändert der Alk die Menschen, und damit die deren frühere Darstellung.

Und wir können das nicht beeinflussen, ändern können nur sie was.
Was wir aber tun können, liebe Solvejg, wir können nach uns schauen.
Uns ein Leben unabhängig vom Alk aufbauen.
Ganz langsam und Schritt für Schritt.
Bei jedem Schritt gehts besser und vorwärts.

Liebe Grüße,
nici Winken
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n i c i hat zum Thema: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... geschrieben
co-Elfi
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.10.2010
Beiträge: 1206

BeitragVerfasst am: 28.10.2010, 15:04    Titel: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Als ich noch da wohnte haben sie mich geschlagen.

>Ich würde manches was mir von ihm an den Kopf geworfen wurde von niemanden bieten lassen...>

Du hast aus Vertrauen deine Grenzlinie geöffnet. Das ist verständlich.
Versuche, an deinen Grenzen zu arbeiten.

>Weil man diesen Menschen vertraut glaubt man ihn warscheinlich immer eine Spur breit, wenn er behauptet er hat kein Problem>

Verständlich. Du gibtst ihm erstmal einen Vertrauensvorschuss, er könnte ja recht haben (auch wenn die Tatsachen dagegen sprechen).

> daraus resultiert ein Selbstzweifel, weil man selbst ja der Meinung ist, dass er definitiv ein Problem hat. Diese Unsicherheit macht bestimmt sehr manipulierbar.>

Lerne, dir selbst zu vertrauen, auf deine innere Stimme zu hören.
Zusätzlich Fakten zusammentragen, um das Bauchgefühl mit Tatsachen zu bestätigen.

Ich wünsche dir Gelassenheit und innere Stärke.
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co-Elfi hat zum Thema: Re: Was nützt die Liebe in Gedanken... geschrieben

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