| Noch jemand da? • erfahrungsaustausch |
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Mora neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.05.2011 Beiträge: 63
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Verfasst am: 19.05.2011, 15:21 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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Hallo ihr Lieben
wow, ist das schön und inspirierend, euren Austausch zu lesen!
ok ,ich möchte mich mit beteiligen und beginne erst einmal aufzurollen
betreffs Komedianshow und Fotos
Jo Melanie, ich musste auch schmunzeln, als ich las und mir so Gedanken machte. Ist was wahres dran!
Und noch ein paar Gedanken zur Fotografie: Wisst´s, mir war und ist teils jetzt noch ein Graus, Fotos zu "schießen" oder mich "schießen" zu lassen nach dem Motto: Mensch beim sonnen, Mensch beim essen, Mensch beim....
Fotos,bei denen eigentlich das Bild selbst, abgesehen davon das es zu einer bestimmen (Urlaubs)Zeit und an einem bestimmten Ort fotographiert wurde, diese Bilder selbst in ihrer Aussage eigentlich eine gewisse Oberflächlichkeit besitzen.
ok, das ist das eine. Das andere an was ich denken musste.: Warum habe ich mich sehr selten fotografieren lassen? Warum dann mit oder durch Menschen doch gern und bei anderen wiederum konnte ich regelrecht garstig werden.Und warum habe ich mich selbst auf andere Motivwahl fokusiert? Fazit meines überdenkens: Ich wollte mich unbewusst auch distanzieren. Ich wollte mich auf Bildern nicht darstellen lassen oder mich darstellen, wo sich bei mir mit oder in der Situation etwas sträubte. Rebellion auf der Ebene Fotografie. Ist schon irre die Erfahrung, wo und wie ich Rebellion zeigte.
Lasst ihr euch gern fotografieren oder habt ihr euch gern oder ungern fotografieren lassen? |
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| Mora hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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Mora neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.05.2011 Beiträge: 63
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Verfasst am: 19.05.2011, 15:42 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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So, worüber hattet ihr denn noch so Austausch ?
Melanie hat schon sehr viel und hilfreich über sich selbst verzeihen geschrieben. Danke Melanie!
Jo, Schuldgefühle und auch das sich selbst verzeihen bandeln sehr eng zusammen. Jo, das kann ich nur bestätigen. Das fiese ist, das sich dieser Murks so unscheinbar ins Innere einnistet. Es ist die Summe von "Erkenntnissen/Erfahrungen wie z.B. Wie konnte ich nur...., Warum habe ich es nicht erkannt.... Warum trete ich auf einem Punkt in meiner Entwicklung auf der Stelle..... Ich schaffe es nicht..etcpp.
Da kommen noch so paar Negativempfindungen dazu, die feiern zusammen eine Party und ein verdecktes Sichnichtverzeihen wächst bis zum Nichtmehrverzeihenkönnen heran.
Dieses sich verzeihen können, ob es nun durch zu hohe Ansprüche an sich selbst oder durch andere Umstände hervorgerufen wurde/wird, ist wichtig. Dem Einen fällt es leichter dem Anderen etwas schwerer. Jedoch, wird dieser Negativaspekt nicht entlarvt und aus seinem Bau vertrieben, schleppen wir den Murks als Negativballast in unserem Lebensrucksack mit uns rum und hindert uns am "Lebenshüpfen" . Und wer möchte nicht unbelastet durch Leben hüpfen?
Zudem dieses sich selbst verzeihen auch eine Grundlage darstellen kann oder darstellt, in Folge einen Mitmenschen wirklich verzeihen zu können und damit könnte sich auch durchaus ein entspanntes Verhältnis entwickeln, wo es anfangs fast schier unmöglich erschien.
| Zitat: | Übrigens hat er auch ein Alkoholproblem. Seit ca. September trinkt er nach eigenen Worten nicht mehr. Ich habe ihn zufällig in einem Cafe kennengelernt und wir haben uns sofort gut verstanden.
Er ist wesentlich jünger als ich und ich sehe die Begegnung als eine reine Freundschaft an und halte mich auch dementsprechend zurück.
Natürlich muss ich mir nun wieder mal die Frage stellen, ob ich diese Männer magisch anziehe oder auch umgekehrt. |
Gute Frage Antilope!
Dieses sich (gegenseitige) anziehen, was könnte dahinterstecken?
Was durfte ich mit Hilfe verstehen? Ich versuche mal, das zu formulieren, was ich verstanden habe.
Da ist auf der einen Seite ein offensichtliches Suchtverhalten, was gelebt und erlebt wird.
So und auf der anderen Seite ist da eine Unmenge an Informationen, die herausgefiltert und unbewusst in unser Hirn aufgenommen wurden und im Unterbewusstsein abgespeichert wurden. Diese stehen auf Abruf bereit. Es bedarf nur eines passenden Schlüsselreizes und das Schloß springt auf. Lebens-Überlebensnotwendig ist dieser Vorgang, denn würde es dieses nicht geben, gingen wir an Reizüberflutung jämmerlich zu Grunde.
Etwas absolut Geniales, was da im Menschlein vorhanden ist!
Knackpunkt ist, das sich bei jeden Anhängigem für sein ganz persönliches Überleben als Abhängiger eine Form/Art und Weise der Druckentlastung manifestiert hat, die ihm ein Wohlgefühl wie auch immer bereitet. Und es hat instinktiv eine immense Sensibilität entwickelt, womit/wodurch/mit wem er diese Druckentlastung oder Wohlfühlgefühl erreichen kann. Eine hochsensible Antenne wohnt dem Menschen inne. Da reicht ein bestimmter Augenaufschlag, eine Geste, ein Lächeln aus und sofort springt das Schloß durch den "Schlüsselreiz" im Hirn auf. Man fühlt sich sogleich auf "gleicher Wellenlänge", weil da Verknüpfungen im Hirn passieren, die bei dem Empfinden -angenehm- eine Verhaltensantwort auslösen und bei -unangenehm- eben eine andere Verhaltensantwort auslösen.
Bin ich mir dessen bewusst, was da im Hirn passiert und was letztendlich Auswirkungen hat auf mein Verhalten hat, kann ich bewusst damit umgehen.
Aufmerksam sein, mich selbst und den Mitmenschen besser und umfassender wahrnehmen/verstehen, welches dann Kontakte zulässt, bei denen sich ein abrutschen und ein im Prinzip missbrauchen des anderen größtmöglich ausschließt.
So, ich wünsche euch einen angenehmen Tag und viel Freude im Herzen!
lg
Mora |
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| Mora hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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Mora neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.05.2011 Beiträge: 63
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Verfasst am: 19.05.2011, 16:27 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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irgendwie fehlt ein Posting
Ich stelle es nochmal ein
@ Antilope
| Zitat: | | es macht Mut und auch viel Spass, sich mit Dir auszutauschen. |
Danke Antilope! Und sehr gern gebe ich auch dieses Kompliment an dich!
| Zitat: | | Aber in Deinen Zeilen lese ich auch, dass Du eine sehr tiefgründige und teilweise auch einsame Frau bist. |
Wow dachte ich, Antilope ist eine sehr aufmerksame und einfühlsame Frau! Und dann upsa,was ist denn tiefgründig? Und was ist einsam? Ist einsam alleine? Und was ist der Unterschied zwischen einsam und alleine? Und ich begann wieder zu bröseln. Was konnte ich erbröseln: Einsam ist ein Gefühl, Allein sein ein Zustand im Kern sozusagen.
Ja es gab Zeiten, wo ich mich immens einsam gefühlt habe, wo ich mich ab- nein ausgegrenzt gefühlt habe. Dieser emotionale Zustand war fürchterlich für mich. Ich habe mich zu diesen Zeiten nicht gefragt: Ist denn das wirklich so oder bist du diejenige, die sich in dieses Gefühl manövriert hat.
Was habe ich dabei emfunden?: Ich habe mich abgelehnt empfunden, dort, wo ich eigentlich so gern mit aktiv/dabei sein wollte. Etwas bewegen wollte und ich fühlte mich mit meiner Absicht unverstanden, fühlte mich in Folge abgelehnt was nur den Grund haben konnte: Ich habe zu wenig Wissen, zu wenig Einfühlungsvermögen, ich mache nur Fehler etcpp.
Und wie war meine Verhaltensantwort? Ich habe immense Anstrengungen unternommen, doch dabei zu sein, "mitzumischen", mich an Menschen festzuklammern. Egal "was es kostet". Und: Ich habe meine Vehaltensantwort keinesfall kritisch überdacht. Jo.
Himmel war das ein Mauerfall, diesen Punkt loslassen zu können! Manchmal kommt das "Einsamkeitkribbel" wieder hoch, jedoch durfte ich einen Weg erfahren, meinen aufkeimenden Fokus umzulenken.
Antilope, ich weis nicht was du unter tiefgründig verstehst. Magst es mir bitte erklären?
Was meine Vermutung dazu ist, würde ich als anlysieren beschreiben wollen. Damit oder dabei habe ich jedoch noch nicht so das Gleichgewicht gefunden. In mir wurde ja so bissel die Freude geweckt, sich mit der Verwendung von Begriffen auseinanderzusetzen. Für die Kommunikation, den Gebrauch von Wörtern wichtig, jedoch, und das hast du vielleicht auch bemerkt, ich kann mich darin regelrecht "festfahren" und das ist wiederum völlig kontraproduktiv. Da brauche ich auch Hilfe von "außen", die mich bremst und wieder auf die richtige Bahn lenkt.
| Zitat: | | Dabei ist es gerade in unserer Situation ganz wichtig, Kontakte zu pflegen, Kommunikation zu üben und auch zu betreiben. Ich denke, das kann man lernen. Bei mir ist in den letzten Jahren viel davon verlorengegangen. Mit den Trennungsgedanken habe ich angefangen, daran zu arbeiten, meine sozialen Kontakte wieder aufzubauen. |
Du hast einen superwichtigen Schritt getan, Kontakte aufzubauen! Genial wie du das zu diesem Zeitpunkt erkannt und umgesetzt hast!
| Zitat: | | Oberflächlich gesehen, ist das nicht schwierig. Aber mit den Jahren wird man immer sensibler und vorsichtiger im Umgang mit anderen Menschen. Das geht mir auch so. |
Danke für dieses Feedback!
Kommunikation üben und Kontakte pflegen, jo manchmal bissel schwierig und jo, irgendwie werden wir nicht nur älter sondern auch sensibler. Aber auch bissel weiser, gelle?! Also, auf das wir altern um weise zu werden
| Zitat: | Ich bin aber sicher, das normalisiert sich mit der Zeit.
Solange ich nicht anfange, mit mir selbst zu reden ..... lach.. |
Ich muss lachen......
Du, ich spreche doch schon manchmal zu mir: Mora, nun heb doch mal deinen....usw.
| Zitat: | | Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich nicht so viel mit der Vergangeheit zu beschäftigen. Aber ich merke auch, dass das nicht so einfach geht. Dieser Schritt ist einfach zu groß für mich. |
Umformulieren ist manchmal hilfreich, vielleicht so in etwa: Ich habe mir vorgenommen und in Angriff genommen, mich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und merke, das diese Schritte nicht einfach sind. Diese Schritte sind im Moment schwierig, jedoch nicht so groß, als das ich sie mit Geduld, innerlicher Ruhe, Liebe zu mir selbst und nicht zu hohen Ansprüchen an mich selbst .... nicht bewältigen könnte.
Umformulierungen können manchmal richtig kleine Mutmacher werden. Was meinst Antilope. Könnte es so leichter für dich innerlich umsetzbarer werden?
Hilfreich kann auch sein, dieses verinnerlichte "ich muss" herauszunehmen. Sozusagen -ich muss nicht, sondern ich darf.- (im positiven Sinn), -ich bin nicht verprfichtet sondern habe ein liebevolles Bedürfnis die oder jenes zu tun.....-
So kleine Mutmacher (wie ich es nenne) zu finden,sich selbst liebevoll antragen und nicht sich "aufbrummen". Nicht unbewusst innerlichen Druck aufbauen, sondern durch Umformulierung sogar eine Druckentlastung erreichen.
Was meinst Antilpoe?
So, nun bin ich aber wirklich wech
lg
Mora |
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| Mora hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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Antilope neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.06.2010 Beiträge: 217 Alter: 62
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Verfasst am: 26.05.2011, 01:41 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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Hallo,
nun sitze ich hier, kann nicht zur Ruhe kommen, weil meine Gedanken sich überschlagen.
Wut, Trauer und die maßlose Enttäuschung ..... immer und immer wieder holt mich das ein.
Dabei will ich doch so stark sein. Endlich wieder ein Leben führen, ohne XY, der mein ganzes Dasein in den letzten Jahren bestimmt hat.
Die letzte Woche war für mich wie eine Berg- und Talbahnfahrt. Und ich habe da schon gemerkt, dass ich Abstand von ihm brauche. Es ging schon wieder los, da ich mich viel zu sehr mit ihm in Gedanken beschäftigte.
Warum, weil er mir erzählte, dass sein Job auf dem Spiel steht, Die Firma wo er als Leiharbeiter tätig ist, hat die meisten Dienstleistungen abgegeben. Und kurz entschlossen die meisten Fremdkräfte und auch einige feste Mitarbeiter entlassen. Noch hat er seinen Job, aber wer weiß wie lange ?
Typisch für ihn, dass er wieder loslegte und meinte, es wäre alles nur Sch..., am besten auswandern unter der Brücke schlafen.
Dann noch die Bemerkung, dass er am Do. ja auch wieder zu den anderen Chaoten (die ambulante SHG) gehen müsse.
Das hat mir schon wieder leid getan. Aber ich habe ihm trotrzdem gesagt, dass er das ja so wollte. Er meinte, ihm wäre ja nichts anderes übrig geblieben, schließlich will ich ihn ja nicht mehr.
Wieder merkte ich, dass er überhaupt nicht mehr zuhörte, gar nichts realisierte. Auch als ich ihm sagte, dass ich gerne mit ihm zusammen geblieben wäre, nur nicht unter diesen Umständen.
Er meinte nur, er hätte nur Kompromisse gemacht. Das hat mich wieder so geärgert und ich sagte ihm, dass er mal überlegen solle, wer in unserer Beziehung eigentlich die Kompromisse gemach habe. Und dass eine Beziehung ohne Kompromisse von beiden Seiten einfach nicht funktioniert. Und wieder hatte ich den Eindruck, das interessierte ihn nicht die Bohne. Dann fragte ich ihn, warum er mir nicht die Wahrheit gesagt hätte.
Als er wieder weg war, ging das gleich wieder bei mir los mit den Tränen. Immer wieder die Erkenntnis, dass wir einfach nicht miteinander reden können. Also habe ich mir vorgenommen, einfach nur noch blah blah blah mit ihm zu reden. Bringt ja doch alles nichts, außer gegenseitigen Vorwürfen.
Aber es tut trotzdem so furchtbar weh. Ich fühlte mich so allein gelassen und fragte mich, hatte ich jemals das Gefühl, dass ich mit bei ihm anlehnen konnte. Das alles geht dann durch den Kopf, beherrscht die Gedanken und lässt mich nicht wirklich zur Ruhe kommen.
Die nächsten Tage wo er kam, ging es dann wieder besser.
Auch hatte ich den Eindruck, dass es wieder möglich ist, sich einigermaßen normal mit ihm zu unterhalten. Wir konnten ganz ruhig über Dinge reden, was vorher nicht möglich war. Nur ja unsere Beziehung nicht ansprechen.
Ich war so froh, weil ich doch keinen Streit mit ihm wollte.
Da er erst diese Woche seine Möbel bekommen hat, kam er nun fast jeden Abend um seine Mails zu checken, hat mal dies mal das mitgenommen, seine Wäsche gewaschen usw.
Vielleich auch deshalb, war ich fast jeden Abend am Heulen. Aber es hat mir irgendwie gut getan. Ich konnte mich ganz langsam verabschieden, wusste auch, dass ich das so wollte. Aber ich konnte endlich auch die Trauer zulassen. XY war fast wieder der Mann, wie ich ihn kennengelernt hatte. Ich habe zwar gemerkt, dass er immer einen leichten Alkoholgeruch an sich hatte, aber er war ruhig und sachlich.
Bis auf heute, da kam er um die alten Schränke für den Sperrmüll abzubauen. Fragte mich dann, ob er etwas zum Essen für uns holen solle, immer noch ganz freundlich. Obwohl ich schon den Eindruck hatte, er hatte mehr indus als die letzten Tage.
Irgendwie war ich froh und dachte, warum eigentlich nicht und sagte zu.
Nachdem wir noch den Keller etwas entrümpelt hatten, fragte er mich noch einmal, was nun mit dem Essen sei und ob ich schon etwas bestellt hatte. Und schon waren wir wieder in einer dieser verdammten zermürbenden Diskussion, wer nun was macht oder nicht macht.
Es nutzte nichts, dass ich ihm sagte, er wolle doch eigentlich etwas bestellen. Gleich reagierte er wieder heftig und meinte, wenn ich nicht wolle, dann wäre es auch gut.
Daraufhin habe ich ihm gleich gesagt, dass das so keinen Zweck hätte, dass er besser gehen solle, ich hätte keine Lust mehr auf ein gemeinsames Abendessen unter diesen Umständen.
Gleich kam wieder die übliche Entgegnung von ihm, ich hätte es wieder geschafft, Hauptsache Zoff.
Das hatte ich in den letzten Monaten unseres Zusammenlebens so oft gehört.
Er packte dann noch einige Sachen zusammen und meinte beim Weggehen, ich sollte mir mal einen freundlicheren Ton angewöhnen. Ich sagte nicht viel, sondern nur, dass er inzwischen völlig die Realität verloren habe. Dann meinte er noch, er müsse trotzdem noch ab und zu kommen, da noch der PC usw. usw. in der Wohnung seien.
Das hat mich wieder so heruntergezogen.
Immer und immer wieder das gleiche Drama. Wie sich die Geschichten der Co's doch immer gleichen. Eigentlich weiß ich ja, dass es so kommen musste.
So, jetzt geht es mir wieder etwas besser. Werde jetzt zu Bett gehen, noch einige Tränen vergießen, wie fast jeden Abend und denken und denken und dann hoffentlich gut schlafen.
Ich merke nur, ich muss einfach lernen loszulassen, es gelingt mir leider noch nicht. Dabei will ich gar nicht mehr mit ihm zusammen sein, das wäre der reinste Horror. Aber es tut trotzdem so furchtbar weh.....
Es ist, als ob alles über mir zusammenbricht.
Ich wünsche mir so sehr, dass dieses Gefühl irgendwann mal aufhört., diese Enttäuschung, gepaart mit Wut und Hoffnungslosigkeit. |
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| Antilope hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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Spedi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 1089
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Verfasst am: 26.05.2011, 07:07 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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Servus Antilope,
was mir beim Lesen Deines Fadens immer wieder so in den Sinn kam:
Wenn Du merkst, dass es Dir nicht gut tut, doch noch nahezu täglich mit ihm konfrontiert zu werden - warum setzt Du ihm dann nicht einen Termin, an dem das alles auf einmal (oder eben zwei Termine) erledigt wird?
So lange Du permanent auf seine Wünsche und Befindlichkeiten Rücksicht nimmst, kommen Deine Wünsche auf jeden Fall zu kurz.
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5776 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 26.05.2011, 09:31 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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Hallo Antilope,
auch ich frage mich gerade, warum du es zulässt, dass sich alles so lange hinzieht? Er kann seine Dinge doch an einem oder zwei Terminen regeln und gut ist. Wozu lässt du dich überhaupt noch auf Diskussionen mit ihm ein?
Die Trennung ist Fakt und es tut weh. Das ist normal, dass es weh tut und du weißt es ja auch. Aber ich finde, auf diese Art, wie es da abläuft bei dir, verlängerst du diesen Schmerz doch noch unglaublich .
Grüße von
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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sonne5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.02.2011 Beiträge: 358
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Verfasst am: 26.05.2011, 14:43 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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Liebe Antilope,
ich muss meinen Vorschreiberinnen zustimmen, du ziehst das ganze Leiden in die Länge.
Ich weiss zwar wies dir geht, bin ja auch getrennt und hab nun den Kontakt vollständig abgebrochen, weil es eben immer wieder weh tat. Er kam dann wann er wollte, beleidigte mich kurz und weg war er und ich?? Mir tats unheimlich weh und kann danach lange diese Erniedrigungen nicht verarbeiten.
Darum Schluss damit, kein Kontakt mehr...so schnell es nur gehen kann. Solange ihr noch Kontakt habt, solange hat er dich auch noch "irgendwie" und dir tuts nicht gut sondern weh und das ganz fängt von vorn an.
Glaub mir ich weiss wie schwer es ist, mach ja selber grad das gleiche durch, aber ich versuche jetzt mit allen Mitteln alles konsequent durchzuziehen, obwohls soooo weh tut und ich mir oft wünschte er würde sich melden....
Dreh die Sache ab, so schnell wie möglich und dann kommst erstmal DU dran.
LG und viel Kraft
sonne
Ach ja, wenns mir dann so geht wie du schreibst, Trauer, Wut, Einsamkeit usw. dann hau ich mich schnellstens in dieses Forum, lese und schreibe was grad geht und nach kurzer Zeit......gehts besser!  |
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| sonne5 hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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Antilope neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.06.2010 Beiträge: 217 Alter: 62
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Verfasst am: 02.06.2011, 12:51 Titel: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende |
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Hallo,
endlich funktioniert mein Lappie wieder (klopfe auf Holz!). Zu dem ganzen Hin und Her dann noch die Probleme mit dem Internet.
Im Moment kommt so vieles bei mir zusammen.
Dann kämpfe ich noch mit meinem Zahnarzt wegen der Implantate. Ich habe immer noch Schmerzen am 3. Implantat. Nur der Arzt will das nicht hören, meint, ich würde nur seine Arbeit kritisieren.
Dann habe ich eine Zweitmeinung eingeholt, nach längeren Diskussionen haben sich beide Zahnärzte verständigt und nun soll mir der feste Zahnersatz erst einmal provisorisch eingesetzt werden, aber nur für einige Tage, dann für endgültig. Und den Termin bestimmt wieder mein Zahnarzt. Ihn interessiert es absolut nicht, ob ich dann immer noch Probleme habe. Hauptsache, die Termine sind erledigt und die Kasse klingelt. So kommt mir das langsam vor.
Nun warte ich noch auf den Rückruf meiner Krankenkasse am Freitag.
Und mal schauen, was die meinen.
Zusätzlich sitzt mir mein Chef im Nacken, verlangt von mir zusätzliche Arbeit, wozu ich bis jetzt noch nicht gekommen bin. Und damit nicht genug, ab nächste Woche ist auch noch meine Kollegin in Urlaub.
Gestern abend habe ich bis zum Umfallen daran gearbeitet. Aber mir fehlen noch Informationen der Kollegen. Und am Montag ist mein Chef wieder im Büro (war die ganze Zeit im Krankenhaus).
Ich darf gar nicht daran denken ....
Egal, ich lasse mich nicht unterkriegen!
Wobei ich gerade jetzt mal eine starke Schulter zum Anlehnen dringend nötig hätte.
Aber da kommt mir wieder der Gedanke: Hatte ich jemals diese starke Schulter bei XY? Eigentlich war das immer umgekehrt.
Für mich ein ganz wichtiger Punkt, der mir wieder zeigt, wie richtig meine Entscheidung war, mich zu trennen.
Ich habe viel über Eure Ratschläge nachgedacht und auch entsprechend reagiert. So rief ich ihn an und sagte ihm, dass ich nicht möchte, dass wir uns ständig über den Weg laufen. Von ihm kam sowieso nicht sehr viel nur die Frage, ob ich mich wieder beruhigt hätte. Meine Entscheidung hat ihm zwar nicht gefallen, aber er musste es akzeptieren.
Und mir geht es damit auch viel besser.
Irgendwie war es doch jedes Mal wenn er hier war, wieder wie ein Abschied für mich. Nur diese ständigen sinnlosen Streitigkeiten, die haben mich so fertig gemacht.
Nun können wir wieder besser miteinander umgehen, so aus der Ferne und ich merke, wie gut mir das tut.
Es ist nun mal mein größter Wunsch, ohne Streit und Hass die Beziehung zu beenden.
Sicher, die Traurigkeit ist immer wieder da, das wird auch noch eine Weile dauern, denke ich.
Aber inzwischen höre ich so oft in mich hinein (das habe ich früher nie gemacht ....) und lasse alles auf mich einwirken. Und spüre die Veränderungen in mir. Lasse die Tränen zu, aber ich merke auch, wie meine alte Energie wieder langsam kommt. Es gab Tage, da habe ich meinen Job gemacht, eben funktioniert, dann kam ich nach Hause und meinte, ich falle in ein tiefes Loch. Und írgendwann klingelte dann das Telefon: XY wollte mal wieder vorbeikommen. Dann habe ich gewartet, bis er kam, war immer so unruhig.
Dann gab es wieder mal Diskussionen und ich war den ganzen Abend am Boden zerstört.
Das lasse ich jetzt auf keinen Fall mehr zu.
Wie gut, dass ihr mir noch einmal gründlich Eure Meinung geschrieben habt. Jeder Tag ist für mich wie ein Lernprozess. Aber ich weiß auch, dass es mir mit jedem Tag dann auch leichter fällt, die Situation so zu akzeptieren, wie sie nun mal ist. |
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| Antilope hat zum Thema: Re: Mein Schlüsselerlebnis und die Wende geschrieben
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